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Der Platz San Carlo am Tag nach der Massenpanik während des Champions-League-Finals.
Der Platz San Carlo am Tag nach der Massenpanik während des Champions-League-Finals.Bild: EPA/ANSA

Haben Chaoten mit Stadionverbot die Massenpanik in Turin ausgelöst?

Nach der Massenpanik während der Übertragung des Champions-League-Endspiels zwischen Juventus Turin und Real Madrid (1:4) hat die Turiner Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen der Anwesenheit von etwa 100 Randalierern mit Stadionverbot aufgenommen.
05.06.2017, 10:4405.06.2017, 10:49

Die Personen hätten auf dem Platz San Carlo bereits vor Spielbeginn Rauchbomben und Knallkörper gezündet. «Schon anderthalb Stunden vor dem Anstoss hatten sie die Kontrolle über den Platz übernommen», sagte ein Augenzeuge.

Bei der Massenpanik in der Turiner Innenstadt waren am Samstagabend 1527 Personen verletzt worden. Die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Platz seien unzulänglich gewesen, hiess es weiter. Deswegen ist auch die Bürgermeisterin der Stadt, Chiara Appendino, unter Druck geraten.

Die Polizei vernahm laut Medienberichten zwei Jugendliche, die verdächtigt werden, die Massenpanik ausgelöst zu haben. Die beiden waren zuvor durch die Bilder von Videoüberwachungskameras identifiziert worden. Sie bestreiten den Vorwurf. Einer der Verdächtigen ist ein junger Mann, der mit nacktem Oberkörper und einem Rucksack auf den Schultern plötzlich die Arme ausbreitete. Unklar ist, ob er auch die Feuerwehrkörper zündete.

Massenpanik: Das Video zeigt den Moment, als die Menge in Bewegung gerät.

   Video: © youtube/Crazy Boom
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Daraufhin war es zu einer Panik gekommen. Der Präsident des italienischen Fussballverbands FIGC, Carlo Tavecchio, besuchte am Sonntag einen siebenjährigen Jungen, der eine Gehirnerschütterung und mehrere Knochenbrüche erlitt. Insgesamt liegen noch drei Personen mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Das Finalspiel verlor Juventus Turin gegen Real Madrid 1:4. 

(wst/sda/sid)

1500 Verletzte nach Massenpanik in Turin

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1500 Verletzte nach Massenpanik in Turin
quelle: epa/ansa / alessandro di marco
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