International
Italien

Schwere Verleumdung: Lega Nord-Gründer Bossi zu 18 Monaten Haft verurteilt

Schwere Verleumdung: Lega Nord-Gründer Bossi zu 18 Monaten Haft verurteilt

22.09.2015, 17:3022.09.2015, 17:34
Bild
Bild: ALESSANDRO BIANCHI/REUTERS

Der Gründer der ausländerfeindlichen Oppositionspartei Lega Nord, Umberto Bossi, ist am Dienstag von einem Gericht in der Lombardei zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Bei einer Wahlrede im Jahre 2011 habe Bossi den damaligen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano und den seinerzeitigen Premier Matteo Monti schwer verleumdet, urteilte das Gericht in der lombardischen Stadt Bergamo.

Der Lega-Nord-Gründer hatte die beiden Politiker mit unflätigen Schimpfworten bedacht und sie einer undemokratischen Haltung bezichtigt.

Bossi, der 2013 die Führung der Lega Nord abgegeben hatte, hat weitere Probleme mit der Justiz. In Mailand läuft gegen den Politiker ein Prozess wegen Veruntreuung von Parteigeldern – 40 Mio. Euro in den Jahren zwischen 2008 und 2010 – auf Kosten des Staates. Die Familie Bossi soll über 500'000 Euro zur Zahlung persönlicher Ausgaben eingestrichen haben. (sda/apa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Weiterer US-amerikanischer Ebola-Patient jetzt in Deutschland – Lage im Kongo dramatisch
Knapp zwei Monate nach der ersten Ankunft eines an Ebola erkrankten US-Amerikaners ist ein zweiter mit dem Virus infizierter US-Bürger zur Behandlung nach Deutschland geflogen worden. Die Person sei in der Nacht auf dem Frankfurter Flughafen gelandet und dann in die Universitätsklinik der hessischen Stadt gefahren worden, bestätigte ein Sprecher des Bundesministeriums für Gesundheit der deutschen Nachrichtenagentur DPA.
Zur Story