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Die Wagen-Kolonne fährt in Bergamo in Richtung Friedhof. bild: twitter

Krematorium überfordert: Italiens Militär muss Corona-Tote aus Bergamo abtransportieren

In der Provinz Bergamo in Norditalien steigt die Anzahl Tote derart schnell an, dass das Krematorium nicht mehr nachkommt. Deshalb muss das Militär die Opfer nun in andere Städte bringen.



Seit mehreren Wochen wütet das Coronavirus in Italien. Schon über 35'000 Leute wurden positiv auf die Krankheit COVID-19 getestet, um die 3000 Leute sind daran gestorben. Etwa zwei Drittel der Todesopfer stammen aus der Region Lombardei im Norden des Landes.

Besonders stark betroffen ist derzeit die Provinz Bergamo. Auf etwa 4000 Menschen wird die Zahl der Corona-Kranken geschätzt, seit Mittwochnachmittag sind die Plätze für Intensivbehandlungen im Spital Papa Giovanni XXII alle besetzt.

A giant image of a drawing by Venetian artist Franco Rivolli showing a doctor with wings on her back cradling Italy and writing in Italian reading

Das Spital Papa Giovanni XXII von Bergamo. Bild: AP

Und auch die Zahl der Toten in Bergamo steigt an – so rapide, dass das Krematorium der Stadt nicht mehr schnell genug arbeiten kann. So mussten die Körper der Verstorbenen zwischenzeitlich in die Friedhofskirche von Bergamo gebracht werden.

70 Lastwagen sind nötig

Um die Situation zu entlasten und trotz den vielen Todesopfern Begräbnisse ermöglichen zu können, wurden am Mittwoch 70 Militär-Lastwagen nach Bergamo geschickt. Diese fuhren alle zum Friedhof, wo die Särge eingeladen wurden. Noch in der Nacht auf Donnerstag machten sich die Lastwagen auf den Weg nach Modena in die benachbarte Region Emilia Romagna, wo die Opfer des Coronavirus kremiert werden sollen.

Mittlerweile haben sich schon mehrere Orte aus der Emilia Romagna bereit erklärt, die Todesopfer von Bergamo zu kremieren. «In so einer tragischen Situation ist eure Hilfe und eure Nähe lobenswert», bedankte sich der Bürgermeister von Bergamo Giorgio Gori gemäss der «ANSA» in einem persönlichen Dankesbrief, den er seinen jeweiligen Amtskollegen zukommen liess.

Nach der Kremation werden die Aschen der Verstorbenen wieder nach Bergamo zurückgebracht und den Angehörigen überreicht. (dab)

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20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Skip Bo 20.03.2020 07:27
    Highlight Highlight Sind Erdbestattungen noch erlaubt?
  • 34RS90 19.03.2020 12:13
    Highlight Highlight Ach du heillige Scheisse
  • Wolf von Sparta 19.03.2020 11:42
    Highlight Highlight Ich glaube, sobald es wärmer wird, wird dieser Virus absterben aber das dauert sicher noch bis Ende Mai. Darum gibt es wahrscheinlich in Süditalien weniger Fälle und in Afrika fast gar keine. Oder?
    • DuhuerePanane 19.03.2020 13:45
      Highlight Highlight Wieso gibt es dann in Südamerika vermehrt Fälle?
    • Varanasi 19.03.2020 14:05
      Highlight Highlight Das ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Die Fallzahlen steigen auch im Süden (weil Menschen aus dem Norden in ihr Ferienhaus in den Süden gefahren sind).
      Ebenfalls steigen die Fallzahlen in Brasilien. Dort hat Bolsonaro noch Veranstaltungen abgehalten vor Anhängern. Das wird wahrscheinlich ein trauriges Erwachen geben.
    • Wolf von Sparta 19.03.2020 14:32
      Highlight Highlight @DuhuereBanane
      Aber warum denn in Afrika nicht so hm?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Unicron 19.03.2020 11:21
    Highlight Highlight Das Bild mit den Lastwagen lässt einen echt nachdenklich werden...
  • [Nickname] 19.03.2020 11:16
    Highlight Highlight Pfff ist nur eine Grippe! Wieso soll ich zu Hause bleiben tsts mir gehts ja gut, bezahlte Abwesenheit, besser noch schnell an den See mit den anderen das Wetter geniessen.

    BLIIBED ENDLI DEHEIME!
  • Posersalami 19.03.2020 11:13
    Highlight Highlight Kann gar nicht sein! Corona ist doch nur ein Schnupfen oder eine leichte Grippe?

    Oder hatten die Intelligenzallergiker doch nicht Recht?
  • TheKen 19.03.2020 11:05
    Highlight Highlight Mann, wie traurig ist das denn.
  • walsi 19.03.2020 11:00
    Highlight Highlight Wer jetzt immer noch glaubt, dass das nur eine Grippe sei, hat den Schusd noch immer nicht gehört.
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 19.03.2020 11:41
      Highlight Highlight Wer jetzt noch behauptet es sei eine Grippe, muss unbedingt das Adjektiv 'spanische' vorne dran hängen.
    • Randy Orton 19.03.2020 11:50
      Highlight Highlight Wer das immer noch glaubt, kann in Basel nachfragen, wo zwei 30-35 Jährige, gesunde Menschen an Beatmungsgeräten in kritischer Situation sind. Das ist keine einfache Grippe.
    • DuhuerePanane 19.03.2020 11:59
      Highlight Highlight Schlimm. Man wird auch geblitzt, wenn man behauptet, es sei was Schlimmes. Letzte Woche schrieb so ein Vollpfosten es sei eine Boomergrippe.
    Weitere Antworten anzeigen

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