Japan. Kaum sichtbare Kriminalität, sensationelles Essen, gut ausgebaute öffentliche Verkehrsmittel und eine interessante Kultur machen den Inselstaat zu einer beliebten Reisedestination. Die schwächelnde Währung sorgte in den letzten Jahren dafür, dass die einstige Hochpreisinsel immer erschwinglicher wurde – seit Kurzem geht sogar das Gespenst des Übertourismus um. «Nach dem Ende der Pandemie erlebte Japan einen regelrechten Ansturm auf Reisebuchungen», erklärte Travel Worldwide unlängst der Nachrichtenagentur AWP.
Und trotzdem: So ganz ohne Hürden ist das Reisen in Japan nicht. Die lokalen Gepflogenheiten sind mit den europäischen nicht zu vergleichen. So bilden etwa Fernreisende an den Bahnhöfen entlang gekennzeichneter Linien Schlangen. Wer einfach hineindrängt, wird verachtet. Und da wäre noch die Sprache. Noch immer sprechen viele JapanerInnen nur gebrochen Englisch. Während viele Ortsangaben in Tokyo auch in lateinischer Schrift existieren, ist dies auf dem Land bis jetzt nicht so. Wer 水水生まれる里白水 (Minamiaso Mizu no Umaresato Hakusui Kogen Station) nicht schnell entziffert, verpasst das Aussteigen.
Gottlob ist aber ist nicht alles so kompliziert. Während der Meiji-Zeit (1868 bis 1912) öffnete sich Japan gegenüber dem Westen. In dieser Modernisierungsphase entsandte das Königshaus Spezialisten aus den Bereichen Medizin, Militär, Wissenschaft und Forschung nach Europa, um Abläufe und Strukturen zu studieren – und in Japan zu implementieren. Das japanische Rechtssystem basiert beispielsweise auf dem deutschen Zivilrechtsbuch.
Und so schafften es auch diverse Ausdrücke aus dem Deutschen, Englischen, Spanischen und Holländischen in die japanischen Wörterbücher. Deshalb schnall dich an, pack deinen Ryukkusakku, wir gehen auf eine kleine Sprachreise. Kleiner Tipp: Das Wort laut «Vorlesen». Das hilft bei den etwas schwierigeren Wörtern.
Ryukkusakku? Damit wären wir bereits beim ersten Wort. Klarer Fall, oder? Und es bedeutet:
Du hast das Wort nicht verstanden? Dann liegt das vielleicht daran, dass du noch etwas verschlafen bist. Hat's in deinem Blut nicht genug ...
Am Flughafen angekommen, nimmst du den Zug. Die ÖVs in Japan sind super, eine Autobān (アウトバーン) wirst du selten benötigen.
Das einzige Problem an den japanischen Zügen ist, und jetzt wird es zum ersten Mal etwas kniffliger, dass sie keinen yūtān vollführen können.
Heiss ist's in Japan. Besonders im Sommer. Aber viele Hotels und Herbergen verfügen gottlob über eine Eakon.
Im Hotel gibt es nicht nur traditionelle Speisen, sondern auch Sando.
Das isst du natürlich ohne Stäbchen. Und auch ohne Fōku.
Der japanische Umgang mit seiner Vergangenheit und seinen damaligen Alliierten kann für Europäer irritierend sein. Verbote wie in Deutschland gibt es weniger. 2008 konnte man mitten in Tokyo noch Poster von Nazi-Schergen kaufen (von Hans-Ulrich Rudel). Natürlich sieht man darauf auch Hākenkuroitsu.
Vielleicht war es aber auch kein Foto von Hans-Ulrich Rudel, sondern von einem Dopperugengā.
Um eine möglichst authentische Erinnerung nach Hause mitzunehmen, besuchst du einen Risaikuru shoppu.
Dort kaufst du dir ein Wanpīsu und einen vintage Wōkuman.
Was für ein Tag. Jetzt fällst du erschöpft ins Beddo!