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Entführung eines 13-Jährigen in Belgien: Verdächtige bleiben in Haft



Zwei Wochen nach der Freilassung eines entführten 13-jährigen Jungen in Belgien hat ein Gericht am Dienstag die Untersuchungshaft gegen drei Verdächtige verlängert. Sie sollen nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga an der Entführung des Kindes beteiligt gewesen sein, das 42 Tage in Geiselhaft gehalten worden war.

Der Junge war Mitte April von schwer bewaffneten und maskierten Gewalttätern aus seinem Elternhaus verschleppt worden und Anfang Juni wieder freigekommen. Inzwischen ist bekannt, dass er an drei verschiedenen Orten gefangen gehalten worden war. Vor der Freilassung flossen laut Belga 330'000 Euro Lösegeld.

epa08305985 Police van makes a round to enforce the rules along the closed 'Bois de la Cambre' in Brussels, Belgium, 19 March 2020. Car traffic is prohibited from 19 March morning in the Bois de la Cambre to give more space to visitors and allow better distance between the people, as decided by the mayor of the City of Brussels, Philippe Close. In order to contain the spread of coronavirus, Belgium is implementing confinement guidelines for the public which is scheduled to be in place until 05 April 2020. Only supermarkets and essential trade will remain open.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Der Fall wirft immer noch viele Fragen auf, auch weil der Onkel des Opfers im Drogenhandel tätig war. Bild: EPA

Eine der drei Verdächtigen, deren Untersuchungshaft verlängert wurde, ist die Schwester eines in Belgien bekannten Islamisten, der ebenfalls an dem Verbrechen beteiligt gewesen sein soll. Insgesamt sind dem Bericht zufolge zehn Verdächtige mit Haftbefehlen belegt, ein 16-jähriger mutmasslicher Mittäter wurde in ein Jugendheim gebracht.

Der Fall gibt immer noch Rätsel auf. Neben der Spur des 45-jährigen Islamisten hatten Medien auch öffentlich gemacht, dass der Vater und der Onkel des Opfers wegen internationalen Drogenhandels zu Gefängnisstrafen verurteilt worden waren. Im Laufe des Prozesses sei bekannt geworden, dass diese Verbrechen 30 Millionen Euro Gewinn eingebracht haben sollen. Das soll die Entführer zur Forderung nach fünf Millionen Euro Lösegeld angestachelt haben.

(sda/dpa)

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