International
Justiz

Prozessfähigkeit von Guatemalas Ex-Diktator Efraín Ríos Montt wird untersucht 

Efraín Ríos Montt.
Efraín Ríos Montt.Bild: Moises Castillo/AP/KEYSTONE

Prozessfähigkeit von Guatemalas Ex-Diktator Efraín Ríos Montt wird untersucht 

05.08.2015, 00:4705.08.2015, 00:47

Nach einem wochenlangen Rechtsstreit wird die Prozessfähigkeit des früheren guatemaltekischen Machthabers Efraín Ríos Montt in einer Privatklinik geprüft. Der gesundheitlich angeschlagene 89-Jährige wurde am Dienstag in das Hospital Los Pinos gebracht. Mit Rechtsmitteln hatten seine Anwälte zuvor verhindert, dass er in eine staatliche Psychiatrie eingewiesen wird. In der Privatklinik soll nun Ríos Montts geistiger Zustand untersucht werden.

Justiz

Ríos Montt war 2013 wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 80 Jahren Haft verurteilt worden. Er soll unter anderem für den Mord an 1771 Indios vom Volk der Ixil im Norden des Landes verantwortlich sein. Aufgrund von Verfahrensfehlern wurde der Schuldspruch wenige Tage später jedoch wieder aufgehoben.

Der neue Prozess war gleich zu Beginn vor drei Wochen erneut ins Stocken geraten, weil das staatliche Forensik-Institut den Ex-Diktator für dement und verhandlungsunfähig erklärt hatte. Auf Anordnung des Gerichts soll die Diagnose nun von anderen Medizinern überprüft werden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Sri Lanka führt Vier-Tage-Woche ein – um Öl zu sparen
Der Krieg gegen den Iran hat vor allem in Asien eine Energiekrise ausgelöst. In einem Staat hat der Ölmangel besonders drastische Auswirkungen.
Sri Lanka reagiert auf drohende Energieengpässe mit drastischen Massnahmen. Künftig bleiben staatliche Einrichtungen mittwochs geschlossen, um Treibstoff zu sparen. Präsident Anura Kumara Dissanayake rief die Behörden zur Vorsorge auf. Man müsse sich «auf das Schlimmste vorbereiten», sagte er laut einem Bericht der britischen BBC bei einem Krisentreffen. Die zusätzliche Ruhezeit gilt demnach auch für Schulen und Universitäten, nicht jedoch für Einrichtungen der Grundversorgung wie Gesundheits- oder Einwanderungsbehörden.
Zur Story