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Schüsse im Treppenhaus: US-Polizist wegen Tötung eines Schwarzen schuldig gesprochen



Ein New Yorker Polizist, der im November 2014 einen unbewaffneten Afroamerikaner erschossen hatte, ist wegen fahrlässiger Tötung von einer Jury schuldig gesprochen worden. Ein Strafmass wird am 14. April festgelegt.

New York City Police officer (NYPD) Peter Liang reacts as the verdict is read during his trial in court room at the Brooklyn Supreme court in the Brooklyn borough of New York February 11, 2016. Liang was convicted of manslaughter and official misconduct on Thursday for fatally shooting an unarmed black man, Akai Gurley, in a darkened public housing stairwell in 2014, according to media reports. REUTERS/Mary Altaffer/Pool

Verlust der Arbeit: Verurteilter Peter Liang vor Gericht in New York.
Bild: POOL/REUTERS

Dem 28-jährigen Peter Liang droht mindestens der Verlust seiner Arbeit, maximal eine Haftstrafe zwischen fünf und 15 Jahren, wie die Staatsanwaltschaft in der Ostküsten-Metropole am Donnerstag mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, «ohne Grund» das Feuer eröffnet zu haben, als ein ebenfalls 28-Jähriger ein dunkles Treppenhaus im Stadtteil Brooklyn hinab ging. Der Beamte zog seine Waffe und tötete ihn, ohne dass sich der Vater einer kleinen Tochter verdächtig verhalten haben soll.

Streit statt Hilfe

Zudem liess der Polizist laut Staatsanwaltschaft anschliessend «kostbare Zeit» verstreichen, weil er sich mit seinem Kollegen gestritten habe, anstatt einen Notarzt zu rufen. Die Verteidigung hatte dagegen erklärt, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe.

Laut Liangs Anwältin löste sich der Schuss versehentlich und ihr Mandant habe in der Dunkelheit zunächst gar nicht bemerkt, dass er jemanden getroffen habe.

Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze haben in den USA in den vergangenen Monaten wiederholt für Empörung und Aufruhr in der afroamerikanischen Bevölkerung gesorgt. (kad/sda/afp)

Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA: Die Fälle seit Ferguson

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