International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04277641 A photograph made available on 24 June 2014 showing tetraplegic Vincent Lambert (R) and his mother, (not named) at the hospital, in Reims, France on 25 July 2013. France's top administrative court, The Conseil d’Etat, ruled on 24 June 2014 that doctors should switch off the machines prolonging the life of Vincent Lambert, the 39-year-old fireman who was left in a vegetative state by a motorcycle accident five years ago.  EPA/PHOTOPQR/L'UNION DE REIMS FRANCE OUT

Bild: EPA/MAXPPP

Seit 10 Jahren im Wachkoma: Warum dieser französische Patient nicht sterben darf

Überraschende Wendung im Fall Vincent Lambert: Ein französisches Berufungsgericht hat die Wiederaufnahme der lebenserhaltenden Massnahmen von Frankreichs bekanntestem Wachkoma-Patienten angeordnet.



Das Pariser Berufungsgericht wies die französischen Behörden an, «alle Massnahmen» zu ergreifen, um Vincent Lambert am Leben zu halten. In seiner Entscheidung, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag, verwies das Gericht auf entsprechende Forderungen des Uno-Ausschusses zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen. Die Ernährung und Flüssigkeitszufuhr müssten nun aufrecht erhalten werden, berichtete der Sender Franceinfo.

Lamberts Eltern hatten den Ausschuss eingeschaltet. Der Ausschuss hatte Frankreich aufgefordert, die Entscheidung zu vertagen, bis das Gremium eine Stellungnahme zu dem Fall erarbeitet hat. Frankreich hatte dies abgelehnt und erklärt, die Forderung des Ausschusses sei rechtlich nicht bindend.

«Das ist ein grosser Sieg des Rechts», sagte der Anwalt der Eltern, Jean Paillot, zur Entscheidung des Berufungsgerichts. Das sehen in der Familie des Patienten aber nicht alle so. Der Neffe von Lambert etwa sprach laut AFP von «Sadismus pur».

Ernährung bereits eingestellt

Zuvor hatten die Ärzte der Uniklinik in Reims am Montag die Ernährung des 42-Jährigen über Schläuche beendet. Dies geschah gegen den erbitterten Widerstand der Eltern, die für das Leben ihres Sohnes durch alle Instanzen gegangen waren - allerdings erfolglos.

Der Chef der Palliativmedizin in Reims, Vincent Sanchez, hatte zuvor die Familie per Email über das Ende der künstlichen Ernährung für ihren Sohn informiert, der seit einem Motorradunfall vor gut zehn Jahren in einer Art Wachkoma liegt. Gleichzeitig würden Lambert «tiefgehend und kontinuierlich» Beruhigungsmittel verabreicht, schrieb er weiter. Lambert würde nach der Einstellung der lebenserhaltenden Massnahmen wohl innerhalb weniger Tage sterben.

FILE - In this July 23, 2015 file photo, Viviane and Pierre Lambert, parents of Vincent Lambert, arrive at the Sebastopol hospital, in Reims, eastern France, where Vincent, who is currently on artificial life support, is hospitalized. France's highest administrative court has ruled that doctors can stop feeding and hydrating Vincent Lambert who is hospitalized in a vegetative state despite his parents' objections. (AP Photo/Thibault Camus, File)

Lamberts Eltern Viviane und Pierre Lambert. Bild: AP/AP

«Das ist eine Schande, ein absoluter Skandal», sagte der Anwalt der Eltern, Jean Paillot. Lamberts Mutter und Vater hätten sich nicht einmal mit einem Kuss von ihrem Sohn verabschieden können. Als «Monster» und «Nazis» bezeichnete die Mutter Viviane Lambert die Mediziner. Sie rang vor der Klinik mit den Tränen.

Neue Beschwerde eingereicht

Die 73-Jährige und ihr 90-jähriger Mann Pierre legten noch am Montag erneut Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg ein. Das Gericht wies diese bereits nach wenigen Stunden ab mit der Begründung, es gebe keine «neuen Elemente» in dem Fall.

Das Gericht hatte in dem jahrelangen Rechtsstreit bereits zwei Mal gegen die Eltern entschieden - zuletzt Ende April. Zuvor hatte auch der Pariser Staatsrat als oberstes Verwaltungsgericht im Sinne der Ärzte geurteilt.

Vincent Lambert ist seit einem Verkehrsunfall 2008 querschnittsgelähmt und kann nicht mehr sprechen. Da er laut einem Gutachten nicht bei Bewusstsein ist und sich sein Zustand nicht verbessern dürfte, stellten die Ärzte die künstliche Ernährung zunächst ein.

Die Ärzte berufen sich auf ein Gesetz von 2016, wonach die Behandlung beendet werden kann, wenn sie «unnütz und unverhältnismässig erscheint oder nur dazu dient, das Leben künstlich zu erhalten».

Die Eltern des früheren Krankenpflegers sind überzeugte Katholiken und hatten zuletzt Präsident Emmanuel Macron um Unterstützung gebeten. Der Präsident wies den Hilferuf am Montag ab. Es stehe ihm nicht zu, die Entscheidung der Ärzte aufzuheben, erklärte er. «Sie steht im Einklang mit unseren Gesetzen.» Mit einem Marsch zum Elyséepalast versuchten Unterstützer von Lamberts Eltern Macron am Abend doch noch zum Eingreifen bewegen.

Familie gespalten

Der Fall spaltet die Familie: Lamberts Frau Rachel und sechs Brüder und Schwestern befürworten das Ende der lebenserhaltenden Massnahmen. Sie berufen sich darauf, dass er sich stets gegen eine künstliche Verlängerung seines Lebens ausgesprochen habe.

«Ihn gehen zu sehen bedeutet, ihn als Menschen zu sehen, der befreit ist», sagte Rachel Lambert am Montag. Gleichzeitig bat sie, den Angehörigen ihre Privatsphäre und Würde zu lassen.

Rachel Lambert, wife of Vincent Lambert, cries as she delivers a speech to the media, at the Sebastopol hospital, in Reims, eastern France, where Vincent, who is currently on artificial life support, is hospitalized, Thursday, July 23, 2015. Vincent Lambert was left comatose in a 2008 car accident. His wife wants doctors to stop life support but his parents disagree. Lambert's parents say his doctors made no decision Thursday on his care but asked for a legal representative to be designated and sought protection against threats against him and his medical team. (AP Photo/Thibault Camus)

Die Ehefrau Rachel Lambert. Bild: AP/AP

Papst Franziskus erklärte in Rom, das Leben aller Menschen solle «vom Beginn bis zu seinem natürlichen Ende» geschützt werden. «Wir beten für alle, die mit einer schweren Krankheit leben», schrieb der Papst im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die Pressestelle des Heiligen Stuhls stellte die Äusserung ausdrücklich in Zusammenhang mit dem Fall Lambert.

In Frankreich ist die aktive Sterbehilfe, also einem Menschen ein tödlich wirkendes Mittel zu verabreichen, verboten. Passive Sterbehilfe durch das Abschalten von Apparaten und indirekte Sterbehilfe, bei der starke Medikamente Schmerzen lindern und als Nebenwirkung das Sterben beschleunigen, sind zulässig. (sda/afp/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Alle reden von der grünen Welle – doch in Bern führt kein Weg am CVP-Orange vorbei

Link zum Artikel

Die Lösung der Lebensmittelkrise könnte aus Nigeria kommen – in Gestalt dieser Frau

Link zum Artikel

Sunrise-Chef spricht Klartext: Die UPC-Übernahme «ist tot» – das hat Folgen für die Kunden

Link zum Artikel

«Euch 2 möchte ich nicht im Dunkeln begegnen» – Nico zwischen «Bachelor»-Kandidatinnen

Link zum Artikel

Googles smarte Lautsprecher verstehen nun Schweizerdeutsch – und das können sie sonst noch

Link zum Artikel

1500 Matches und kein Ende in Sicht – die spannendsten Zahlen zum grossen Federer-Jubiläum

Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: #Lagunalondonlife – fehlt nur noch die TV-Serie!

Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Alle reden von der grünen Welle – doch in Bern führt kein Weg am CVP-Orange vorbei

61
Link zum Artikel

Die Lösung der Lebensmittelkrise könnte aus Nigeria kommen – in Gestalt dieser Frau

70
Link zum Artikel

Sunrise-Chef spricht Klartext: Die UPC-Übernahme «ist tot» – das hat Folgen für die Kunden

35
Link zum Artikel

«Euch 2 möchte ich nicht im Dunkeln begegnen» – Nico zwischen «Bachelor»-Kandidatinnen

16
Link zum Artikel

Googles smarte Lautsprecher verstehen nun Schweizerdeutsch – und das können sie sonst noch

37
Link zum Artikel

1500 Matches und kein Ende in Sicht – die spannendsten Zahlen zum grossen Federer-Jubiläum

11
Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

216
Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

25
Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

91
Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

65
Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: #Lagunalondonlife – fehlt nur noch die TV-Serie!

321
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

8
Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

81
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

41
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

45
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

22
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

119
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

357
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

141
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Alle reden von der grünen Welle – doch in Bern führt kein Weg am CVP-Orange vorbei

61
Link zum Artikel

Die Lösung der Lebensmittelkrise könnte aus Nigeria kommen – in Gestalt dieser Frau

70
Link zum Artikel

Sunrise-Chef spricht Klartext: Die UPC-Übernahme «ist tot» – das hat Folgen für die Kunden

35
Link zum Artikel

«Euch 2 möchte ich nicht im Dunkeln begegnen» – Nico zwischen «Bachelor»-Kandidatinnen

16
Link zum Artikel

Googles smarte Lautsprecher verstehen nun Schweizerdeutsch – und das können sie sonst noch

37
Link zum Artikel

1500 Matches und kein Ende in Sicht – die spannendsten Zahlen zum grossen Federer-Jubiläum

11
Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

216
Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

25
Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

91
Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

65
Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: #Lagunalondonlife – fehlt nur noch die TV-Serie!

321
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

8
Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

81
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

41
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

45
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

22
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

119
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

357
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

141
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

55
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
55Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • So en Ueli 21.05.2019 21:59
    Highlight Highlight Manchmal muss mas loslassen können
  • derWolf 21.05.2019 12:47
    Highlight Highlight Der Papst sagt es ja: "bis zum Ende seines natürlichen Lebens". Da die Eltern gläubig sind sollten Sie auf ihren "Hirten" hören!
  • Nkoch 21.05.2019 12:10
    Highlight Highlight Der lebt immer noch?! Diesen Fall hatte ich ja völlig vergessen... ich verstehe seine Eltern nicht. Darf man hier "scheiss Religion" sagen? Wenn es ohne Leiden nicht geht lassen wir halt einfach den, der sich nicht wehren kann, jahrelang für das eigene Unvermögen bezahlen, wenns doch so einfach ist.
    Meine Mutter ist innerhalb von 3 Wochen an Leukämie gestorben, und ja, ich weiss dass man das nicht direkt vergleichen kann, aber nur schon nach diesen 3 Wochen war ich sowohl für sie als auch den Rest der Familie eigentlich froh dass diese Quälerei vorbei war. 10Jahre... das ist KRANK!
    • Pain in the Ass 21.05.2019 13:24
      Highlight Highlight Das hat mit Religion nichts zu tun. Die Religion wird in diesem Fall nur als Mittel zum Zweck missbraucht. Es sind rein egoistische Gründe, die die Eltern dazu bewegen diesen Weg zu gehen. Solche Fälle gibt es zu Hauf, auch hier in der Schweiz. Das Kostet den Steuerzahler viel Geld und bringt beinahe nur Leid mit sich.
    • Alnothur 21.05.2019 14:01
      Highlight Highlight "Darf man hier "scheiss Religion" sagen?"

      Nein, darf man nicht.
    • jimknopf 21.05.2019 16:19
      Highlight Highlight Natürlich darf man, soll man sogar!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Me:ish 21.05.2019 12:08
    Highlight Highlight Dieser Fall brachte mich dazu, obwohl nur eine einfache Nasenoperation bevorstand, allerdings mit Vollnarkose, eine Patientenverfügung aufzusetzen. Ich wünsche mir für Herr Lambert, dass er tatsächlich nichts mehr mitbekommt und irgendwie in einer Traumwelt sein kann. Pfui den Eltern, typische, religiöse Fanatiker, wie sie die Welt nicht braucht.
  • Follower 21.05.2019 11:19
    Highlight Highlight Die Beatmung abzustellen, wenn ein Mensch nicht mehr selber atmet, ist eine Sache. Ihn verhungern oder verdursten zu lassen, weil er nicht mehr selber kann, da hätte ich grosse Skrupel.
    • Saraina 21.05.2019 16:30
      Highlight Highlight Menschen essen und trinken am Ende ihres Lebens nicht mehr. Das ist Teil des Sterbeprozesses. Ihnen dann intravenös Nährlösung zuzuführen, verlängert nur den Sterbeprozess. Ich habe mit einer Patientenverfügung sichergestellt, dass niemand auf diese grässliche Idee verfällt.
  • Evan 21.05.2019 11:01
    Highlight Highlight Es gibt Komapatienten die nach weit mehr als 10 Jahren wieder aufgewacht sind. Persönlich würde ich aber keine 10 Jahre am Leben gehalten werden wollen.
    • Nkoch 21.05.2019 12:11
      Highlight Highlight In welchem Zustand waren diese Menschen? Einfach nur wieder aufwachen allein bringt ja noch nicht viel...
  • Schne 21.05.2019 10:44
    Highlight Highlight Ein ethisches Dilemma. In der Pflege haben sich ethische Prinzipien etabliert um diese Dilemmas aufzulösen. Eines der wichtigsten ist das Autonomieprinzip nach dem der Wille des Patienten über dem der Angehörigen, der Ärzte etc. steht. Kann der Patient diesen Willen nicht mitteilen, oder ist er nicht fähig die Situation einzuschätzen, geht man vom mutmasslichen Willen aus. In diesem Fall ist dieser klar. Mehrere Angehörige bestätigen seine mehrmaligen Aussagen, in einem solchen Fall möge man die Maschinen abschalten.
  • wipix 21.05.2019 10:13
    Highlight Highlight Ich war mit einem ähnlichen Fall konfrontiert: Ein guter Kollege lag nach einem Schlaganfall im Koma,die Hirnaktivität war einseitig komplett aus,die andere Seite minimal aktiv. Da er beidseitig unterschenkel amputiert war und er unter normalen Bedingungen extrem zu Kämpfen hatte mit der Reha,äusserte er sich mehrmals,dass er die Tortur nicht nochmal durchstehen möchte.
    So entschieden die besten Kollegen und seine Schwester sich am Bettrand von ihn gehen den Willen der Mutter für die Abschaltung der Lebenserhaltenden Massnahmen. In seinem Sinne. Seine Augen schweiften durch die Runde am Bett😢
  • Magnum44 21.05.2019 09:51
    Highlight Highlight Deshalb sind Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung wichtig.
    • Pain in the Ass 21.05.2019 13:28
      Highlight Highlight Nicht selten ist eine Patientenverfügung nicht das Papier wert, auf dem sie steht. Oft werden von Angehörigen, meistens die Eltern, Wege gefunden die Patientenverfügung zu umgehen.
  • Hardy18 21.05.2019 09:44
    Highlight Highlight Es eine schwierige Zeit, wenn man auf solche Situation trifft und sie wird nicht leichter, wenn es keine Verfügung gibt.

    Aber es gibt einen auch nicht das Recht über jemanden zu entscheiden!

    Es mag hart klingen, aber was würde den passieren, gäbe es all die Technik nicht und wir leben alle so wie es die Natur vorsieht? Ich denke nicht das er nach 10 Jahren noch so frisch aussieht.
    Nun haben wir den Fortschritt und können eine gewisse Qual vermeiden, auch um friedlich einschlafen zu dürfen...

    Schlimm finde ich es, dass man noch unbeteiligte Personen damit rein zieht.
  • Coffeetime 21.05.2019 09:22
    Highlight Highlight Also habe da doch Fragen: Wer zahlt die Gerichte? Wer zahlt die Pflege?

    Die Eltern insbesondere der Vater sind schon alt. Statistisch gesehen, werden sie auch nicht mehr so lange leben... und sie werden gehen müssen mit dem Gedanken, dass sie ihre Familie zerstört haben: wir lesen das und gehen dann zum nächsten Punkt, die Familie ist seit 10 Jahren damit konfrontiert, jeden Tag.
    • Joe Smith 21.05.2019 11:03
      Highlight Highlight Noch schweizerischer geht nicht: Da geht es um die wohl fundamentalste aller menschlichen Entscheidungen, und die erste Frage ist die nach den Kosten.
  • Unicron 21.05.2019 09:17
    Highlight Highlight "Die Eltern des früheren Krankenpflegers sind überzeugte Katholiken"

    Damit wär wohl schon alles gesagt.
    Die Katholiken sollten ihre Religion dringend mal "updaten".
    • Alnothur 21.05.2019 11:43
      Highlight Highlight So, dann also nicht, wie der Papst vorschlägt, den Leuten ihr natürliches Lebensende (was hier längst überschritten ist) lassen? Sondern wie diese Eltern alles tun, damit ihr Sohn weitervegetiert?
    • Cédric Wermutstropfen 21.05.2019 12:53
      Highlight Highlight Nein damit ist genau nichts gesagt. Der Artikel lässt nämlich den Schluss nicht zu, dass die Eltern aufgrund ihrer Religion so handeln. Vermutlich schon, aber gewiss ist es überhaupt nicht.
  • Khoris 21.05.2019 08:59
    Highlight Highlight Ich denke hier sollte die Stellungsnahme des Papstes (ob es jetzt gerade zu diesem Fall war oder nicht ist eigentlich egal) zu Herzen genommen werden, gerade von den sehr katholischen Eltern. "vom Beginn bis zu seinem natürlichen Ende", Schlüsselwort dabei ist das natürlich. Das natürliche Ende hat Vincent Lambert schon lange übschritten.
    Natürlich kann man so gegen viele umfangreiche Behandlungen argumentieren, aber ich denke trotzdem, dass hier der Fall klar ist.
    • Nkoch 21.05.2019 14:25
      Highlight Highlight Auf den Papst hören? Ja genau... wie wärs mit gesundem Menschenverstand?
    • Nkoch 22.05.2019 10:55
      Highlight Highlight nur so nebenbei: http://kath.net/news/68013

      Stellungnahme vom Vatikan
    • Khoris 22.05.2019 12:37
      Highlight Highlight Etwas ablehnen nur weil es vom Papst kommt scheint mir jetzt auch nicht der Höhepunkt des offenen aber kritischen Geistes zu sein.
  • Mutbürgerin 21.05.2019 08:27
    Highlight Highlight Wieso wird das Gesetz nicht öfters angewendet : «unnütz und unverhältnismässig erscheint oder nur dazu dient, das Leben künstlich zu erhalten».
    Das trifft auf ganz viele Massnahmen des Staates an ihren Bürgern zu.
    • Follower 21.05.2019 11:21
      Highlight Highlight Ja, das erscheint mir eben sehr gefährlich. Gab‘s das nicht schon einmal in der kürzeren Geschichte?
  • Rechthaberwoman 21.05.2019 08:26
    Highlight Highlight Ich kann doe Eötern ein bisschen nachvollziehen. Es ist immerhin ihr Sohn. Aber in diesem Fall sollte man auf die Fachleute hören, wenn sie sagen, dass es keine Hoffnung mehr gibt. Mich hat es sowieso überrascht, dass Vincent 10 Jahre an der Maschine hing. Ist jetz vielleicht etwas makaber, aber wer bezahlt das alles? Die Eltern? Wohl kaum, ich denke eher die KK. Und wird das Bett nicht für andere benötigt? Er lag jetzt 10 Jahre im Koma, nichts hat sich verändert. Man sollte ihmden Gefallen tun und ihn gehen lassen, dann kann auch die Familie endlich damit abschliessen.
  • Butschina 21.05.2019 07:46
    Highlight Highlight Tragisch, dass der Wille des Betroffenen nun weniger wichtig ist als jener der Eltern. Seine Frau und Er haben ja scheinbar über solche Situationen gesprochen. Um sowas zu vermeiden, empfehle ich Allen, eine Patientenverfügung auszufüllen. Entsprechende Vorlagen erhält man zum Beispiel beim Roten Kreuz, Stiftung für Konsumentenschutz, FMH, SHMW und anderen. Es lohnt sich mit dem Hausarzt und der Familie darüber zu sprechen.
  • Blitzesammler 21.05.2019 07:18
    Highlight Highlight Sowas ist schlicht egoistisch und falsch. Es geht überhaubt nicht um den Sohn sondern nur um die Gefühle der Eltern. Nur weil man ihn ,,am Leben,, lassen kann, muss es nicht unbedingt gemacht werden. Armer Mann.
  • Möfe 21.05.2019 06:56
    Highlight Highlight Das Ganze ist sehr egoistisch von den Eltern, vor allem, da er keine lebenserhaltenden Massnahmen will/wollte.
    Zudem verstehe ich die Eltern überhaupt nicht, sie können ja nicht wirklich „viel“ mit ihm machen.
  • Don Huber 21.05.2019 06:42
    Highlight Highlight Die machen ihm keinen Gefallen. Lasst ihn doch einfach nach Hause gehen ihr Penner !
  • zeromaster80 21.05.2019 06:37
    Highlight Highlight Im Wissen um die delikate Natur des Themas hätte ich einen ggf. Mehrheit fähigen Vorschlag. Grund: zu viele machen sich solche Gedanken viel zu spät. Ähnlich wie bei Organtransplantationen öfter mal gefordert schlage ich eine Opt-out "Universelle" Patientenverfügung vor. Darin würde ich z.B. Lebenserhaltende Massnahmen nur bei realistischer Aussicht auf eine spätere (beschränkte) Eigenständigkeit erlauben. Eine Künstliche Ernährung über Sonden o.ä. würde entsprechend bei Komapatienten nur kurzfristig erlaubt. Wer was anderes will müsste es entsprechend verfügen.
  • rikens 21.05.2019 06:14
    Highlight Highlight 10 Jahre leid für Familie & Patient.
    ~Vor allem für Patient.

    Das ist Folter und kein „Leben“
    • Gapunsa 21.05.2019 07:27
      Highlight Highlight Das sagen Sie...
    • azoui 21.05.2019 09:11
      Highlight Highlight @Gapunsa - Entschuldige, habe ausversehen auf das Herz geklickt, gemeint war der Blitz.
  • Simon 21.05.2019 05:23
    Highlight Highlight Dieser traurige Fall zeigt, wie wichtig eine Patientenverfügung ist. Ich verstehe nicht, weshalb die Ehefrau in diesem Fall nicht mehr zu sagen hat als die Eltern.
    • Mutbürgerin 21.05.2019 08:23
      Highlight Highlight Wieso ist der Fall traurig und soll eine Ehefrau über den Tod ihre Gatten bestimmen? Eine Ehe ist eine rein kommerzielle vertragliche Vereinbarung, die jederzeit und praktisch auch oft wieder aufgelöst wird.
    • Simsalabum 22.05.2019 09:14
      Highlight Highlight @Wutbürgerin Ich hoffe sehr du bist noch nocht verheiratet und findest eines Tages einen tollen Menschen, der dich nicht nur als kommerzielle vertragliche Sache sieht.

      Übrigens: Die Ehefrau hat er im Gegensatz zu den Eltern selbst gewählt.
  • The Count 21.05.2019 05:17
    Highlight Highlight Bei "überzeugte Katholiken" hats Klick gemacht. Gönnt dem Mann die Grabesruhe, echt krank sowas...
  • Jungleböy 21.05.2019 05:10
    Highlight Highlight Ich kanns nicht glauben, dass man ihn vorallem aus religiösen gründen leiden lässt. Die eltern sollten sich schämen und lernen loszulassen. Was soll das für ein leben sein? Das iat pure qual und nichts anderes.
    • Bluesofa 21.05.2019 07:52
      Highlight Highlight Hier geht es doch nicht um die Religion, sondern darum dass sich die Eltern nicht dem Verlust stellen wollen. Ausserdem hat sich ja der Papst für einen natürlichen Tod ausgesprochen.
    • fabianhutter 21.05.2019 11:26
      Highlight Highlight Wieso gehst du davon aus, dass der Mann leidet? Im Artikel steht nichts von leiden und auf Wikipedia steht, dass es schwierig ist die Lebensqualität von Wachkomapatienten zu bestimmen.

      Ich masse mir gar nicht an in diesem Fall zu sagen was die bessere Option ist, aber die Eltern dermassen zu verurteilen halte ich für übertrieben.
    • Jungleböy 21.05.2019 11:39
      Highlight Highlight Er kann sich nicht bewegen
      Nicht sprechen
      Nicht essen
      Nicht auf die toilette
      Nichts.

      Das meinte ich mit, allen mitteln menschen retten. Stell dir diesen zustand vor über 10 jahre lang. Dazu kommt, dass er minimalste anzeichen von bewusstsein zeigt. Das ist folter, gefangen im eigenen körper.
    Weitere Antworten anzeigen

Der angeklagte Hahn «Maurice» – ein Drama in 5 Akten

In Frankreich spielte sich gerade ein kurioser Gerichtsfall ab, bei dem ein Hahn namens «Maurice» die Hauptfigur war. Ihm wurde Ruhestörung vorgeworfen. Jetzt wurde das Urteil gefällt: Freispruch. Doch erst mal der Reihe nach:

Die Geschichte spielte sich auf der französischen Insel Oléron ab. Die an der Atlantikküste gelegene Insel ist eine beliebte Feriendestination. Während sie im Winter lediglich 23'000 Bewohner zählt, wächst diese Zahl in den Sommermonaten auf beträchtliche 200'000 an.

Ein …

Artikel lesen
Link zum Artikel