International
Kinder

«Permanent in Angst und Trauer»: So geht es den Kindern im Jemen

«Permanent in Angst und Trauer»: So geht es den Kindern im Kriegsland Jemen

24.03.2020, 08:1224.03.2020, 08:12

Der jahrelange Bürgerkrieg im Jemen hat eine «verheerende Auswirkung» auf den mentalen Zustand von Kindern und Jugendlichen dort. Mehr als die Hälfte hat mit Traurigkeit und Depression zu kämpfen. 20 Prozent leben laut eigenen Angaben permanent in Angst und Trauer.

epa08308141 A Yemeni child (C) waits her mother lining up to get free food ration from a charity group in Sanaa, Yemen, 17 March 2020 (issued 19 March 2020). Over 24 million people in Yemen are in des ...
Ein junges Mädchen in Sanaa, Jemen.Bild: EPA

Die Hilfsorganisation Save The Children befragte 629 Teenager im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Auch hunderte Eltern wurden befragt. Es handelt sich nach Angaben der Organisation um die grösste Studie dieser Art seit Ausbruch des jemenitischen Bürgerkriegs vor mehr als fünf Jahren.

Im Jemen wird die Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi von schiitischen Huthi-Rebellen bekämpft. Die Regierungstruppen werden von einer internationalen Militärkoalition unter Führung von Saudi-Arabien unterstützt, hinter den Huthi-Rebellen steht der Iran. In dem Konflikt wurden bereits zehntausende Menschen getötet.

Nach Angaben von Save the Children wurden rund zwei Millionen Kinder durch den Konflikt aus ihren Häusern und Schulen vertrieben. Mehr als 7500 Minderjährige seien durch die Kämpfe getötet worden oder hätten körperliche Behinderungen davongetragen, berichtete die Orgnisation am Dienstag. 2.1 Millionen Kinder in Jemen im Alter unter fünf Jahren sind den Angaben zufolge hochgradig unterernährt. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Unermessliches Elend in Jemen
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Obama wirft Trump-Regierung Einschüchterungsversuch vor
Nach einer Razzia bei der prominenten demokratischen US-Abgeordneten Ilhan Omar hat der frühere Präsident Barack Obama das Vorgehen der Regierung von Präsident Donald Trump als Einschüchterungsversuch verurteilt. «Es ist ein Grundprinzip der amerikanischen Demokratie, dass die Regierung nicht selektiv Einzelpersonen allein aufgrund ihrer politischen Überzeugungen oder ihrer Äusserungen ins Visier nehmen darf», schrieb er auf der Plattform X. Doch genau das mache die Trump-Regierung aktuell mit der Kongressabgeordneten aus dem Bundesstaat Minnesota.
Zur Story