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Bosnien-Herzegowina: Erdrutsche und Hochwasser fordern 14 Tote

Flooded houses is seen after a heavy rain in the village of Luke, near Bosnian town of Fojnica , 50 kilometers (31 miles) west of Sarajevo, Bosnia, Friday, Oct. 4, 2024. (AP Photo/Robert Oroz)
Mehrere Menschen sterben bei Unwetter in Bosnien-Herzegowina. Bild: keystone

Erdrutsche und Hochwasser in Bosnien-Herzegowina fordern 14 Tote

04.10.2024, 13:3504.10.2024, 13:35

In Bosnien-Herzegowina sind bei Überschwemmungen und Erdrutschen mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete ein Sprecher der Kantonsregierung Herzegowina-Neretva in Mostar nach Angaben des bosnischen Portals «klix.ba». Zahlreiche Bewohner werden demnach noch vermisst.

Betroffen ist vor allem das bergige Gebiet etwa 30 Kilometer nördlich der Stadt Mostar. Nach Starkregen waren mehrere Flüsse über die Ufer getreten. So habe es im Ort Jablanica eine Schlammlawine gegeben, viele Häuser seien betroffen. Dort sei «nur noch das Minarett der Moschee» zu sehen, berichtete «klix.ba» weiter.

Stundenlang sei Jablanica völlig isoliert gewesen, bis es den Katastrophenschützern gelang, vorzudringen. Landstrassen in der Nähe sind nicht mehr zu passieren, das Wasser spülte die Erde unter Eisenbahnschienen weg. In mehreren Orten brachten Katastrophenschützer Menschen mit Booten in Sicherheit.

«Ich kann mich seit dem Krieg nicht an eine solche Krise erinnern. Das Ausmass dieser chaotischen Situation ist erschreckend», sagte der Sprecher des Kantons und verwies auf den Bosnien-Krieg von 1992 bis 1995. Für das Wochenende seien die Hochwasserprognosen schlecht. «Die Lage bleibt sehr ernst.» (sda/dpa)

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