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Fail: Farbanschlag von Klima-Aktivisten ging nach hinten los



Was ist passiert?

Diese Aktion ging nach hinten los: Klima-Aktivisten wollten am Donnerstag die Fassade des britischen Finanzministeriums in London mit roter Farbe besprühen. Sie benutzten dafür ein altes Feuerwehrauto. Als sie aber losspritzten, verloren sie die Kontrolle über den Schlauch – die Farbe verteilte sich überall.

Das Video von der Aktion:

Nach der Aktion rollten vier Aktivisten ein Banner aus, auf dem «Hört auf, den Klima-Tod zu finanzieren» stand. Die Treppen und der Bürgersteig vor dem Ministerium waren nach der Aktion voller roter Farbe – gemäss Aussagen der Aktivisten war die Farbe ein Gemisch aus Wasser und Lebensmittelfarbe.

Wer ist dafür verantwortlich?

Hinter der Aktion stecken die Aktivisten von Extinction Rebellion. Sie kommunizierten, dass sie 1800 Liter Fake-Blut an das Finanzministerium sprühten. «Das Finanzministerium durchkreuzte die Pläne anderer Ministerien und kümmert sich nur um das wirtschaftliche Wachstum», sagte einer der Aktivisten zur Nachrichtenagentur Reuters.

Gemäss Polizeiangaben wurden vier Personen festgenommen. Ihnen wird Sachbeschädigung und Behindern des Verkehrs vorgeworfen. Vor Ort rätselte die Polizei, was sie mit dem Feuerwehrauto anstellen sollten – denn die Aktivisten entfernten die Schlüssel. Das Feuerwehrauto sei auf Ebay gekauft worden, sagten die Aktivisten zu Reuters.

Die Gruppe Extinction Rebellion machte in den vergangenen Wochen immer wieder mit Aktionen in ganz Europa auf sich aufmerksam – so auch in Zürich.

Extinction Rebellion färbte die Limmat grün:

Die Gruppe will mit ihren Aktionen auf die Problematik des Klimawandels aufmerksam machen und greift dabei auf nicht-gewalttätigen zivilen Ungehorsam zurück.

Wie wurde darauf reagiert?

Die Aktion führte mehrheitlich zu Kopfschütteln, auch bei Unterstützern der Klima-Bewegung. Hauptkritikpunkt war das alte Feuerwehrauto, das wohl mit Diesel betrieben wird und entsprechend klimaschädlich ist.

«Könnt ihr mir sagen, wie gross der CO2-Fussabdruck dieser Aktion war?»

Sie haben's verkackt. Ich bin selbst ein Unterstützer der Klimabewegung – ich unterstütze Greta Thunberg zu 100 Prozent – aber dieser dumme Stunt verbessert nichts.

Was hältst du von dieser Aktion?

(jaw)

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 04.10.2019 09:07
    Highlight Highlight Oh Gott, sind die peinlich. Wenn sie sich über Greta lustig machen wollten, ist ihnen das besser gelungen als Dieter Nuhr.
  • Gummibär 04.10.2019 06:32
    Highlight Highlight Fail ! Fake ! Nur protestierende Vegetarier mit selbstgewobenen Kleidern aus Naturfasern und in mit Heu gestopften, selbstgeschnitzten Holzschuhen, die mit Alphorn, Juchzen und Fahnenschwingen kommunizieren sind glaubwürdig.
  • Lioness 03.10.2019 23:46
    Highlight Highlight Mal ehrlich: hätten es ein paar wuchtige Wasserpistolen dafür nicht auch getan. Laufen ohne Strom (Diesel) und sind deutlicher einfacher zu bedienen. Mit ein paar grossen Nerfs hätte das Gebäude genug Farbe abbekommen. Wo wurde der Tank eigentlich gefüllt? Einfach gratis an einem Hydranten bedient? Wasser sollten wir doch eigentlich auch sparen. Das nächste Mal vielleicht eine Stufe zurückschalten.
    • lansky 04.10.2019 06:26
      Highlight Highlight aber die sind doch aus Plastik... :D gar nicht so einfach ein Gutmensch zu sein, heutzutage.
    • Lioness 04.10.2019 13:55
      Highlight Highlight Lieber ein Gutmensch als ein Schlechtmensch (was ja wohl der Gegenpart sein muss). Die Wasserpistolen können ja mehrmals benutzt werden. Oder auch Kindern weiterverschenkt werden.
  • Kong 03.10.2019 22:20
    Highlight Highlight ... der Video ist sehenswert ... grosses TLF gekauft, aber zu dumm um die Feuerlöschpumpe zu bedienen, da hat's nämlich Hebel und so Zeugs... aber das ist zu kompliziert.

    Der guten Sache kann man auch so schaden. Fail.
  • miarkei 03.10.2019 20:33
    Highlight Highlight Die schei.. Radikalen nerven und machen alles kaputt, was man erreichen könnte...
  • GoldjungeKrater 03.10.2019 20:29
    Highlight Highlight Mit dem Geld das sie für das Feuerwehrauto zum Fenster hinausgeschmissen haben, hätten sie bedürftigen Menschen essen kaufen können..
    • hesorry 04.10.2019 01:12
      Highlight Highlight Sowohl mit deinem, meinem und jedem anderen geld könnte essen für bedürftigte gekauft werden. Was für ein todschlag argument
  • Freethinker 03.10.2019 20:12
    Highlight Highlight Und bei 0:45 kommt dann doch der eine Normalintellektuelle dazu, um die Situation zu klären... 🤣
  • Loeffel 03.10.2019 19:16
    Highlight Highlight Haha der Typ in der roten Jacke ist die Ruhe selbst. Es spritzt ihn mehrere Sekunden von hinten voll, bis er schnallt was abgeht 🤣
  • Inri 03.10.2019 18:50
    Highlight Highlight Also ich hätte das vorher mal irgendwo ausprobiert...
  • philosophund 03.10.2019 18:45
    Highlight Highlight Haha, Fail 🤣🤣🤣
  • D(r)ummer 03.10.2019 18:25
    Highlight Highlight Proteste gegen die Hochfinanz sollte es schon lange geben, gerne.

    Wenn dann schon richtig.
    Und...

    dEn pHySikUnTeRrIcHt aM fReItAg aBeR nIcHt sChWäNzEn!!
  • dä dingsbums 03.10.2019 18:22
    Highlight Highlight Mir scheint, wenn man nur schon in die Nähe eines Diesels kommt, wird man kritisiert.

    Wahrscheinlich kann man mir jetzt auch vorwerfen, dass mir das Klima egal ist, weil ich im Diesel ÖV-Bus zur Arbeit gefahren bin.

    • Peter Miese 03.10.2019 18:55
      Highlight Highlight Du Schädling!!! 😄
    • MaskedGaijin 03.10.2019 19:19
      Highlight Highlight Ich bin gerade eMpÖrT!!
    • Cillit Bang 03.10.2019 21:38
      Highlight Highlight Ab morgen nurnoch im 5L V8 zur Arbeit, die Umwelt dankt.😂👍🏼
  • Schlingel 03.10.2019 18:20
    Highlight Highlight Anstatt direkt die Pumpe abzustellen jagen sie zuerst den Schlauch 🤦🏼‍♂️ Zudem ist das
    dunkle Wülchli ab 0:40 sicherlich auch supi fürs Klima.... Was für Lachnummern.
  • Ehrenmann 03.10.2019 18:11
    Highlight Highlight Ahahaha.... wie dumm muss man sein. Ein altes ausrangiertes Feuerwehrauto zu kaufen, den zu Tanken (wohl mit Diesel, natürlich wohl mit Euro -200 Plakette) und mit geschätzten 30l auf 100KM ohne Filter etc rumfahren und für Klima zu protestieren....
    Ohne Worte..
  • P. Meier 03.10.2019 18:09
    Highlight Highlight Genau das ist das Problem an diesen fanatischen Klimaaktivisten. Sie machen sich und die berechtitgen Anliegen lächerlich! Nimmt mich nur noch Wunder mit wieviel Aufwand (und Einsatz von Dieselfahrzeugen) ihr Feuerwehrauto abgeschleppt wurde! Dazu kommt, dass sie definitv zu viel Geld haben, wenn sie sich ein funktionstüchtiges Feuerwehrauto für einen solchen Stunt kaufen können.
    • MaskedGaijin 03.10.2019 21:28
      Highlight Highlight Gutbetuchte Eltern wahrscheinlich.
  • nimmersatt 03.10.2019 18:05
    Highlight Highlight oh, ich kann sie jetzt schon sehen, all die Kommentare wohlstandsverwahrloster Schweizer, die mit Finger auf den noch so kleinsten Widerspruch diese Aktion zeigen. Um sich ja nicht
    mit ihrer Lebensweise auseinandersetzen zu müssen. Eskapisten, die dann schnell mal zur Gewaltfrage greifen, um ihre Denke möglichst schnell wieder ruhen zu lassen.
    • Toni.Stark 03.10.2019 20:44
      Highlight Highlight Das Kritisieren von Kritikern wird kritisiert.
    • Name_nicht_relevant 04.10.2019 06:20
      Highlight Highlight was stimmt den mit dir nicht? mit falschem fuss aufgestanden oder die Gesetze nie gelesen? Sorry wer Kriminelle unterstützt, muss nicht jammer wenn sie bestraft werden. Ausserdem werden Steuergelder verschwendet und die Bussen, sowie Kosten hätte man besser in Werbung ect. investiert.
  • AquaeHelveticae 03.10.2019 18:02
    Highlight Highlight Die Aktion wäre auch ohne Panne ein Fail gewesen.
  • pejot 03.10.2019 17:25
    Highlight Highlight Klimaschutz: JA
    Solche Aktionen auf historische Gebäude: NEIN DANKE!!
    Insofern: (aus-)lachen erlaubt...:-)))

Kommentar

Diskutiert endlich über den Inhalt und nicht die Form des Klimaprotests!

Anstatt über die Folgen des Klimawandels zu sprechen, streitet sich die Öffentlichkeit lieber über die Form von Protesten und darüber, wer mit wem sprechen darf. Erneut schaffen wir es nicht, eine relevante Diskussion zielbringend zu führen.

In der Nacht auf Montag nahm die Bewegung «#RiseUpForChance» nicht nur den Bundesplatz ein, sondern auch die nationale Berichterstattung. Nach langer Durststrecke schaffte es die Klimabewegung zurück auf die Titelseiten.

Man kann von der unbewilligten Besetzung des Bundesplatzes halten, was man will. Man kann die Aktion als radikal und schädlich abtun. Oder aber den zivilen Ungehorsam als nötig empfinden.

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