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Klimakrise: 43 Millionen Minderjährige mussten flüchten

Klimakrise: 43 Millionen Minderjährige mussten in den letzten sechs Jahren flüchten

06.10.2023, 06:2306.10.2023, 06:23

Extremwetterverhältnisse im Zusammenhang mit der Klimakrise haben einem neuen UN-Bericht zufolge in den vergangenen Jahren viele Millionen Minderjährige zu Vertriebenen gemacht. Zwischen 2016 und 2021 mussten dem Kinderhilfswerk Unicef zufolge 43,1 Millionen Kinder und Jugendliche aufgrund von Überschwemmungen, Stürmen, Dürren und Waldbränden ihr Zuhause zumindest zwischenzeitlich verlassen.

A man puts his child on a plastic vessel to play in flood waters of the Bagmati river following heavy monsoon rains in Kathmandu, Nepal, Tuesday, Aug. 8, 2023. (AP Photo/Niranjan Shrestha)
Ein Mann in Kathmandu schützt sein Kind vor den Überschwemmungen nach heftigem Monsunregen (aufgenommen am 8. August 2023).Bild: keystone

Eine Schätzung für die kommenden 30 Jahre geht zudem davon aus, dass etwa 96 Millionen Minderjährige allein wegen über die Ufer tretenden Flüssen vertrieben werden könnten.

Für den Zeitraum 2016 bis 2021 zählten China und die Philippinen zu den Ländern, in denen am meisten Kinder und Jugendliche vor Wetterereignissen fliehen mussten.

Verhältnismässig zur Gesamtbevölkerung seien Minderjährige in kleinen Inselstaaten wie Vanuatu derweil am stärksten von Stürmen betroffen gewesen. Überschwemmungen hätten den grössten Einfluss in Somalia und im Südsudan gehabt.

Unicef-Direktorin Catherine Russell beklagte, diese Angsterfahrungen könnten für Kinder und Jugendliche besonders verheerend sein. «Die Flucht mag ihnen das Leben gerettet haben, doch sie ist eine sehr erschütternde Erfahrung. So wie die Auswirkungen des Klimawandels immer grössere Ausmasse annehmen, werden auch klimabedingte Fluchtbewegungen zunehmen.»

Das Wissen sei da, um der eskalierenden Herausforderung zu begegnen, sagte Russell. «Doch wir handeln viel zu langsam.» (sda/dpa)

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