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Turkey's President Recep Tayyip Erdogan waves to supporters in Istanbul, Turkey, on Sunday, April 16, 2017. Erdogan declared victory in Sunday's historic referendum that will grant sweeping powers to the presidency, hailing the result as a

Recep Tayyip Erdogan lässt sich von seinen Anhängern feiern. Bild: Lefteris Pitarakis/AP/KEYSTONE

Kommentar

Erdogan hat das Land tief gespalten – und deshalb verloren

Das «Ja» zur Verfassungsreform ist eine Niederlage für Präsident Erdogan. Nun müsste er auf seine Gegner zugehen. Man darf bezweifeln, dass er dies tun wird.



Man könnte leicht zum Zyniker werden. Und anerkennen, dass sich Recep Tayyip Erdogan «anständiger» benommen hat als andere Autokraten. Die pflegen ihre Macht in der Regel mit 99,X Prozent «absegnen» zu lassen. Der türkische Präsident wirkt im Vergleich wie ein lupenreiner Demokrat. Die Verfassungsänderung, die ihm eine fast unbeschränkte Machtfülle verschaffen wird, scheint nur knapp angenommen worden zu sein. Wenn überhaupt.

Die Opposition will das Ergebnis anfechten. Sollte es zutreffen, dass die Wahlkommission kurzfristig auch Stimmzettel akzeptiert hat, die nicht ordnungsgemäss abgestempelt wurden, wäre dies ein Verstoss gegen alle demokratischen Grundlagen. So oder so: Die Abstimmung hat gezeigt, dass die Türkei ein tief gespaltenes Land ist.

Erdogan hat sich im Abstimmungskampf nicht einmal annähernd bemüht, die Kluft zwischen Anhängern und Gegnern zu überbrücken. Im Gegenteil: Obwohl er als Staatsoberhaupt zur Neutralität verpflichtet wäre, hat er sie weiter vertieft. Wohin das geführt hat, zeigt ein Blick auf die politische Landkarte, insbesondere auf jene Regionen, die gegen ihn waren.

Infografik zu den Abstimmungsresultaten in der Türkei. Verfassungsreform Referendum

Sollte das Ja bestätigt werden, gäbe es für Erdogan nur eine Priorität: Er muss das zerrissene Land einen und auf die Gegner im eigenen Land ebenso zugehen wie auf die beschimpften Europäer. Vermutlich aber wird er das knappe Ergebnis als Aufforderung verstehen, möglichst schnell vollendete Tatsachen zu schaffen.

Für die Türkei sind dies keine erbaulichen Perspektiven. Eine Lockerung des harten Regimes gegenüber Medien und Oppositionellen ist nicht zu erwarten. Die Lage für die türkische Wirtschaft bleibt prekär. Für Europa wird das NATO-Land Türkei ein unberechenbarer Partner bleiben. Den Flüchtlingsdeal wird Erdogan auch als «Süper-Präsident» kaum aufkündigen. Aber er wird noch verstärkt den Schulterschluss mit Autokratenfreund Wladimir Putin suchen.

Bleibt nur ein gänzlich unzynischer Trost: Die Türkei hat in den letzten 100 Jahren einige dunkle Epochen erlebt. Am Ende brachten die Krisen das Land aber immer voran. Man darf hoffen, dass es auch dieses Mal so kommen und der Erdogan-Spuk irgendwann verschwinden wird.

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83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sowhat 17.04.2017 20:16
    Highlight Highlight Nein. Er hat gar nichts verloren. Es ist genau so wie er es haben will. Das türkische Volk hat verloren. Das ist leider nicht das Gleiche.
  • Einstein56 17.04.2017 19:40
    Highlight Highlight Jedes Land hat den Präsident, den es verdient. Was für die USA und für Russland gilt, gilt auch für die Türkei.
  • dorfne 17.04.2017 15:13
    Highlight Highlight Erdogan hätte seinen Willen so oder so durchgesetzt. Jetzt tut er es einfach mit der Zustimmunf des Volkes. Der war schon vor der Abstimmung ein Autokrat - vorsichtig ausgedrückt!
  • pedrinho 17.04.2017 13:37
    Highlight Highlight Irgendwie beaengstigend, die kommentare.
    Es scheint die vorbereitung, dass die Tuerkei bald von einem "despoten" befreit werden muss schon im gange zu sein. Dabei werden sich sicher auch wieder "alliierte verteidiger der demokratie" finden, welche erst mal alles in schutt und asche zerlegen. Mir schwahnt uebles. Ich hoffe ich liege voll daneben.
  • Töfflifahrer 17.04.2017 13:28
    Highlight Highlight Erdogan wollte die alleinige Macht, Punkt. Die hat er, ob er das Land gespalten hat, ist ihm ziemlich Wurscht, er hat was er wollte.
    Wenn es nun weiter bergab geht mit dem Land, hat er mit der EU und speziell Deutschland bereits die Schuldigen zur Hand. Das könnte für Deutschland auch innenpolitisch zum Problem werden, da extrem viele Deutsch-Türken den Erdogan unterstützt haben.
    So kann man wohl sagen: to be continued ...
    • Sophia 18.04.2017 17:49
      Highlight Highlight 60% von 50% der Deutschtürken, also 30% haben ihn gewählt. Bitte nicht alles so vereinfachen, Töfflifahrer!
  • manhunt 17.04.2017 13:06
    Highlight Highlight verloren hat in erster linie jener teil der bevölkerung, welcher gegen die verfassungsreform gestimmt hat. erdogan jedoch, ist seiner vision einen schritt näher gekommen. ihn jetzt als verlierer zu bezeichnen, ist mmn realitätsverweigerung. und ein gespaltenes land ist die türkei schon wesentlich länger als erst seit dieser referendumsgeschichte.
    • Sophia 18.04.2017 17:55
      Highlight Highlight Sein persönlicher Ehrgeiz ist befriedigt, sein gespaltenes Land mehr gespalten als zuvor, sieht so wirklich ein Gewinner aus?
      Sein persönlicher Ehrgeiz hat viel Pozellan (Oder neudeutsch, Goodwill) zerschlagen, die Verbündeten vor den Kopf gestossen, die Binnenwirtschaft stark geschädigt, den EU-Beitritt fast verunmöglicht, dem IS zugearbeitet, sieht so ein Gewinner aus?
    • manhunt 18.04.2017 19:34
      Highlight Highlight @sophia: ich teile deine ansicht durchaus. es ist jedoch eine frage der perspektive. und aus seiner sicht ist erdogan ganz klar der gewinner. ich glaube auch, erdogan ist sich der ganzen umstände voll bewusst, hat sie höchstwahrscheinlich gar so gewollt.
    • Sophia 19.04.2017 11:27
      Highlight Highlight So gesehen hast du natürlich Recht, manhunt, nur der Verfasser des Artikels sieht es anderes. Es tröstet auch niemanden, wenn du sagts, das Land sei schon vor Erdogan gespalten gwesen, das sieht so aus, als würdest du Erdogan rechtfertigen oder heraussreden. Ein guter Staatsmann ist eben jemand, der ein gespaltenes Land zu einigen versucht, Erdogan verstärkt jedoch die Gegensätze!
      Im Übrigen bin ich gar nicht der Meinung, dass die Türken, die hier Erdogan wählten, nach Hause sollten, auch das ist Spaltereigerede! Wie oft wählte das Volk mit 50%+ schon den Falschen, nicht nur die Türken!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Butzdi 17.04.2017 12:34
    Highlight Highlight Nationalisten spalten die Bevölkerung, schaden der Wirtschaft und führen zu Isolation. Schade, ich finde die Türkei wirklich schön und mag die Leute eigentlich sehr gut, aber so ein politisches Klima unterstütze ich nicht. Ferien und Weekendtrips in die Türkei lass ich auf unbestimmte Zeit sein und mit Turkish fliege ich auch nicht mehr. Dasselbe gilt schon für die USA.
  • Angelo C. 17.04.2017 11:27
    Highlight Highlight Dass die Türkei ein zutiefst gespaltenes Land ist, ist kaum zu bestreiten. Da sind viele junge, gebildete Städter, die weder den individuellen Lebensstil, noch den früher praktizierten Laizismus missen möchten, andererseits die religiös Konservativen der Landregionen.

    Da Erdogan aber keine grösseren Proteste der Erstgenannten zulässt, wohl noch etliche Jahre lebt, die AKP nachher staatstragende Partei bleibt und somit ein künftiger Nachfolger dieselbe Alleinmacht haben wird, ist eine baldige Änderung nicht absehbar.

    Dadurch halte ich die Vermutung, dass er verloren hat, für zu optimistisch.
    • Töfflifahrer 17.04.2017 13:32
      Highlight Highlight Speziell wenn man bedenkt, dass die Türkei in der Nato ist und strategisch wichtig ist.
      So ist mit einem Aufschrei des Westens und Sanktionen wohl kaum zu rechnen.
    • El Vals del Obrero 17.04.2017 17:26
      Highlight Highlight Das gibt es in so vielen Ländern:

      Die jungen gebildeten Städter können noch so lange protestieren, wenn sie es nicht schaffen, die anderen mit weniger Bildungsprivilegien zu überzeugen. Und welche Bildungsprivilegien man erhält, hängt in der Türkei wohl noch mehr als andernorts von Herkunft und Geld ab (wahrscheinlich ist die Sitution mit den USA vergleichbar).

      Im Gegenteil, die Regierung kann den Neid sogar ausnutzen. "Sehr her, diese privilegierten Schnösel protestieren gegen unser Vaterland" und aus Sicht eines anatolischen Schafhirten ist ein istanbuler Student nun mal privilegiert.
  • Optimistic Goose 17.04.2017 11:18
    Highlight Highlight Und wieso hat Erdogan jetzt verloren?
  • Herbert Anneler 17.04.2017 11:06
    Highlight Highlight So sehr ich dieses Votum in der Türkei bedauere: Die EU hat nun ein Problem weniger, an dem sie sich entzweit: eine mögliche Mitgliedschaft der Türkei ist nun für sehr lange Zeit kein Thema mehr. Dies wertet die Stellung Griechenlands in Europa in verschiedener Hinsicht auf. Dies mag man den GriechInnen gönnen. Bin gespannt, was die Nato tut.
    • Asmodeus 17.04.2017 11:17
      Highlight Highlight Nächster Schritt: Die ganze Kohle bei den Türken abziehen und Griechenland die Schulden erlassen damit sie sich um die Flüchtlinge kümmern.
    • Töfflifahrer 17.04.2017 13:29
      Highlight Highlight @Asmodeus: 👍 gar keine schlechte Idee
    • Asmodeus 17.04.2017 16:33
      Highlight Highlight Hätte man bereits in dem Moment machen können als Erdogan angefangen hat sich wie die Axt im Walde aufzuführen.

      Aber solange die Griechen an den hohen Zinsen verrecken, hat die Wirtschaft gar kein Interesse an eienr brauchbaren Lösung da.
  • SVARTGARD 17.04.2017 10:25
    Highlight Highlight Kranke Menschen wählten einen kranken Menschen.
    • Ueli der Knecht 17.04.2017 23:14
      Highlight Highlight Da hast du den Salat, Vrenelis Gärtli.

      Im Artikel steht, Erdogan habe verloren, eine Niederlage erlitten, obwohl er die Abstimmung gewann. Das passt dem Pöbel.

      Dabei hat Erdogan viele Fanatiker in der Schweiz auf den Plan gerufen. In Wirklichkeit hat er gewonnen. Zumindest gelingt es ihm, auch in der Schweiz demokratische Grundwerte an die Wand zu fahren.

      Die gute Eidgenossen zeigen nun gerne mit ihren Finger auf Erdogan, um im gleichen Atemzug Denunziation und Ausschaffung zu fordern, und ungestraft alle zu schikanieren, die ihren Hass nicht teilen wollen. Meinungsfreiheit, adieu bestens.
  • Samet 17.04.2017 10:11
    Highlight Highlight Wie beim Donaldli bleibt uns nichts anderes überig, als abwarten und Tee trinken..
    • AJACIED 17.04.2017 12:35
      Highlight Highlight Du bist doch nicht ganz bei Trost. Mr. Trump ist lange nicht so so "schlimm" wie der Erdowitz.
  • DaR 17.04.2017 10:06
    Highlight Highlight Gibts auch noch andere Themen? Völlig übertrieben.
    Ist Watson das neue Hüriyet?
    • Asmodeus 17.04.2017 11:19
      Highlight Highlight Wenn am Rande Europas ein neuer faschistischer Staat entsteht ist dies durchaus relevant.

      Besonders wenn dieser faschistische Staat von so vielen Bewohnern des restlichen Europas auch noch unterstützt wird.
    • Firefly 17.04.2017 11:46
      Highlight Highlight Die Gutenachtgeschichte gibts jeweils am Abend um halb sechs, vor der Tagesschau.
  • NWO Schwanzus Longus 17.04.2017 09:54
    Highlight Highlight Man sollte wissen das die Türkei viele Regierungswechsel erlebt hat da dessen Demokratie nie gross funktionierte. Die Menschen in der Türkei sind auch kaum fähig eine Demokratie herbeizuführen nach westlichen Standards. Die Menschen dort sind als Gesamtes nicht dazu in der Lage. Es gibt einige aufgeklärte Türken aber es wächst der Konservative Einfluss durch höhere Geburtenrate so das die AKP einfach abwarten kann in den nächsten Jahren um ihre Macht zu erweitern. Die einzigen ernstzunehmenden Gegner wären ebenso die Kurden dessen Geburtenrate wächst somit kann die HDP auch wachsen.
    • Asmodeus 17.04.2017 11:20
      Highlight Highlight Ich denke die Geburtenrate der Kurden wird spätestens nach Wiedereinführung der Todesstrafe sehr stark sinken....
  • Jürg Allemann 17.04.2017 09:53
    Highlight Highlight Erdogan hat leider nicht verloren, wohl aber die Türkei. Wie in der Schweiz ist es vornehmlich die Landbevölkerung, die dem autoritären Nationalpopulismus huldigt, während die Städte und Wirtschaftszentren diesen nicht wollen. Die Dauerkrise ist vorprogrammiert, hüben wie drüben.
  • -woe- 17.04.2017 09:46
    Highlight Highlight Von den ersten 9 Watson-Artikeln 7 über die Türkei. Wurde gestern Weltgeschichte geschrieben? Nein! Ein kleines, unbedeutendes Land hat sich entschieden, noch weiter in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Who cares?
    • Mia_san_mia 17.04.2017 11:09
      Highlight Highlight Also klein ist die Türkei nicht, hattest Du nie Geographie? Aber sonst hast Du recht.
    • Electric Elephant 17.04.2017 11:14
      Highlight Highlight Merkt Du eigentlich was für einen Schwachsinn Du rauslässt? Türkei unbedeutend? 80 Mio. Einwohner, zweitgrößte Nato-Streitkräfte... Wenn man keine Ahnung hat und es einen offenbar nicht interessiert, sollte man vielleicht besser die Klappe zu lassen...
    • Chääschueche 17.04.2017 11:52
      Highlight Highlight @Electric
      Wirtschaftlich gesehen ist die Türkei für ihre grösse unbedeutend.
      BIP Schweiz: 685 Mrd.
      BIP Türkei: 850 Mrd.

      Das BIP wird in den nächsten Jahren extrem Einbrechen, schon allein wegen dem ausbleibenden Tourismus wird die Wirtschaft zusammenbrechen.


      Aber Clown Erdogan hat sicher einen Plan. Eine neue Ziegenrasse vielleicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chääschueche 17.04.2017 09:38
    Highlight Highlight Ich freue mich darauf zu sehen wie das Land und seine Wirtschaft untergehen wird.
    Hoffe Watson macht einen Livefeed.

    PS: Grenzen zu.

    sonst haben wir wohl bald eine menge Wirtschaftsflüchtlinge... ehm sry meine natürlich Flüchtlinge...
    • Asmodeus 17.04.2017 11:21
      Highlight Highlight So sehr man Erdogan nun schlechtes Wünschen dürfte. Ich sehe aber durchaus einen neuen Flüchtlingsstrom auf die Schweiz zukommen.

      Die ganzen Kurden die nun zurecht um ihr Leben fürchten werden.
    • Chääschueche 17.04.2017 11:46
      Highlight Highlight Ich gehe eher von einem Bürgerkrieg aus. Inkl. Nato und USA. Also dem dritten Weptkrieg wieder ein wenig näher
    • Electric Elephant 17.04.2017 13:30
      Highlight Highlight Naja, freuen? Ich kann mich da nicht freuen... Mir tun die Türken leid! Bei den Ja-Stimmenden kann man ja noch sagen selber Schuld, wenn man so dumm oder verblendet ist - aber die Hälfte der Türken (ev gar mehr - weil demokratisch war das keinesfalls und Manipulationen gab es mit Sicherheit) sind einfach nur Opfer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sherpa 17.04.2017 09:35
    Highlight Highlight Der Türkische Pnocchio hat also sein Ziel erreicht und wird nun sobald als möglich eine Abstimmung über die Wiedereinführung der Todesstrafe lancieren. Da fragt man sich schon mal. was sich die Ja-sagende Mehrheit dabei gedacht haben als sie ihre Stimme abgegeben haben oder haben sie dies aus Angst vor Repressalien, welche ja lauthals angekündigt wurden, einfach mal ein Ja in die Urne gelegt Allerdings gibt es immer unverbesserliche, welche jemanden huldigen, die Konsequenzen aber nicht abschätzen können. (1933-1945!)
  • Karl33 17.04.2017 09:20
    Highlight Highlight Im Nahen Osten habens Demokratien halt schwer. Gibts ein Islamisches Land, das nicht despotisch/autokratisch regiert wird? Insofern ist das Resultat auch nicht wieder gross überraschend.
    • Asmodeus 17.04.2017 12:11
      Highlight Highlight Ist schwer ne Demokratie aufzubauen wenn man dauernd in Kriege verwickelt wird, respektive die grossen Staaten USA/Russland andauernd für Dich entscheiden wollen, wer gerade das Land regieren sollte.
  • Fischra 17.04.2017 09:10
    Highlight Highlight Erdogan ist nicht die Türkei. Er sollte aber als Präsident neutral zu allen sein und das ist er nicht. Evtl merkt er mit dem knappen Ergebnis das er dringend handeln.
  • hoi123 17.04.2017 08:56
    Highlight Highlight Immerhin ist der EU Beitritt der Türkei damit hoffentlich vom Tisch
  • Morph 17.04.2017 08:40
    Highlight Highlight Wird Zeit Pistazien und Erdnüsse zu boykottieren...
    • Makatitom 17.04.2017 12:21
      Highlight Highlight Aber in dem Fall Hasel- und Walnüsse auch
  • Fischra 17.04.2017 08:39
    Highlight Highlight Jeder Diktator hat sich bis jetzt Präsident genannt. Saddam Hussein, Ghadaffi etc. Die einen gehen die nächsten kommen. Ich denke wir spüren nicht viel. Aber die arme Bevölkerung der Türkei schon.
  • Hugo Wottaupott 17.04.2017 08:36
    Highlight Highlight Däms Cheffe fürs jedes Land wass es verdiene tuet.
  • Linus Luchs 17.04.2017 07:48
    Highlight Highlight Verloren hat auch die rechtsstaatliche Demokratie. Verloren haben die Errungenschaften der Aufklärung. Verloren hat die zivilisierte Gesellschaft.Es entsteht eine weitere Diktatur in einer Welt, die ohnehin schon von mehr oder weniger zurechnungsfähigen Autokraten gebeutelt wird.
    • Nausicaä 17.04.2017 17:10
      Highlight Highlight @Murat_Kaplan: Bei allem Respekt, so dachten die Deutschen damals auch über Hitler. Er sei einer, der Deutschland zur erhofften Stärke führt. Solche Wölfe fressen auf die eine oder andere Art auch die eigenen Kinder. Ganz zu schweigen von denen, die ihren Machtwahn stoppen wollen oder ihnen sonst wie gefühlt im Weg sind. Das liegt in ihrem Wesen.
      Ich weiss Bescheid über die GS der TR und ich verstehe was du meinst, aber Erdogan scheint nur der Richtige zu sein, er ist es nicht. Jahrelang hat er diese Täuschung aufgebaut und das Volk manipuliert...
    • Morph 17.04.2017 21:34
      Highlight Highlight Das ist patriarchalisches, nationalistisches Geschwätz. Sorry. Kein Mensch - auch wenn er noch so gut ist, Erdogan hat in Europa in den letzten Jahren medial einen ziemlich krassen Abstieg hingelegt, das kann nicht nur an ihm liegen das gebe ich zu - kann rechtliche, demokratische Institutionen ersetzen... Diese wurden gestern abgeschafft
    • Ueli der Knecht 18.04.2017 01:19
      Highlight Highlight Murat, du einsamer Wolf: Dein Standpunkt und Counterspeech in Ehren. Du äusserst dich anständig und nachvollziehbar. Aber irgendwie führt's zu nichts, oder?

      "um sich an einer tafel wo nur wölfe speisen einen platz zu erkämpfen muss man mit einem alphawolf antreten."

      Wer will sich denn schon an eine Tafel setzen, wo sich hungrige Wölfe die Bäuche vollschlagen? Das wären doch kindische Zustände wie beim Wolf und sieben Geisslein.

      Es sind sowieso eher Krähen, die sich gegenseitig die Augen aushacken. Auge um Auge, und am Ende sind alle blind.

      Das ist doch keine zielführende Strategie, mmh?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stratosurfer 17.04.2017 07:14
    Highlight Highlight Ein dunkler Tag für die Türkei - Die Demokratie hat sich selber abgeschafft. Absolut unbegreiflich dieser Führerkult.
    • Aki Zeta 5 17.04.2017 09:22
      Highlight Highlight Dieser Personenkult ist pervers. Ich hatte gehofft die Zeit der Pharaonen, Gottkönigen etc. sei bald vorbei. Leider passiert das Gegenteil. Siehe Anhänger von Trump, LePen, etc.

      Oder hat von euch jemand ein A0 Poster von Simonetta Sommaruga oder Ueli Maurer im Wohnzimmer hängen nur weil der-/diejenige eure Meinung vertritt?
  • Grundi72 17.04.2017 07:07
    Highlight Highlight Wir sollten uns nicht zu sehr um ein für die Schweiz so unwichtiges Land wie die Türkei kümmern. Mit dem Abstimmungs-Entscheid wird die Türkei weit zurück fallen und noch viel unwichtiger werden für die Schweiz.

    So lange dadurch nicht mehr türkische Migranten in die Schweiz kommen werden wir profitieren; wieder ein Land welches uns um Jahre nicht das Wasser reichen kann. Sehr gut.
    • plaga versus 17.04.2017 07:39
      Highlight Highlight Was für eine kolonialistische und rückständige Haltung!
    • rodolofo 17.04.2017 07:57
      Highlight Highlight Eine solche schadenfreudige Reaktion finde ich total daneben und absolut bescheuert!
      Uns kann es eben gerade NICHT egal sein, wenn direkt vor der südöstlichen Haustüre Europas ein Faschismus unter einer Islamistischen Burka entsteht!
      In der Türkei befinden sich immer noch ebenso viele Freunde Europas wie Feinde!
      Diese Eingesperrten dürfen wir jetzt auf keinen Fall im Stich lassen und uns gleichgültig von deren grausigen Schicksal abwenden, das ihnen nun droht!
      Die Türkei droht zu einem zweiten Syrien zu werden.
      Aber in der Türkei stehen "unsere" Chancen wesentlich besser, nämlich 50 zu 50...
    • Gipfeligeist 17.04.2017 08:42
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um die Schweiz.
      Es geht um die Demokratie.

      Wenn du nach Amerika, Russland, China, Türkei blickst, siehst du das die Schweiz hier durh Freiheit glänzt, und diese müssen wir weiterhin verteidigen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sharkdiver 17.04.2017 07:05
    Highlight Highlight Will er jetzt nebst allen Gülenanhänger 48% der Türken in den Knast stecken?
    • Asmodeus 17.04.2017 07:35
      Highlight Highlight Nein. Nur alle die kurdisch, gebildet oder sonst tendenziell gefährlich sind.
  • rodolofo 17.04.2017 06:40
    Highlight Highlight Die Hoffnungen auf Mässigung sind fromme Wunschträume!
    Erdogan aber ist nicht fromm, auch wenn er sich Islamisch gibt.
    Er benutzt den Islam genauso als "Zug, mit dem er schneller ans Ziel gelangt", wie die Demokratie.
    Dieses Ziel heisst MACHT, totale, uneingeschränkte Macht!
    Jede Frau, die Erdogan f***** will, wird damit zur wehrlos angebundenen Ziege.
    Warum macht ihm diese Art von Macht Spass?
    Weil Erdogan ein Sadist ist.
    Und dieses Referendum war Sadismus in Reinkultur!
    Die Gefängnis-Insassen sollten glauben, dass sie per Abstimmung freikommen könnten.
    Jetzt fällt die schwere Eisentüre zu...
  • AJACIED 17.04.2017 04:55
    Highlight Highlight Sehr guter Titel Peter. 👍 meine ich im Ernst
  • DonPedro 17.04.2017 04:24
    Highlight Highlight Danke PB, eine leider sehr realistische Einschätzung der Lage!
    Autokraten und/oder Diktatoren haben meistens ein "Janusgesicht,"
    bis sie ( auch leider) viel zu spät demaskiert werden.
  • Ueli der Knecht 17.04.2017 04:23
    Highlight Highlight Weil Peter Blunschi schon einen 100jährigen Bogen mit dunklen Epochen spannt, drängt sich auch ein Vergleich der obigen Landkarte mit derjenigen von 1914 auf: http://bit.ly/2p8FJgG

    Dann sticht ins Auge: Alle internationalen (britischen, französischen und italienischen) Mandatgebiete sowie (das damalige) Armenien und Kurdistan haben Nein gestimmt.

    Ich finde es seltsam, wenn einleitend von Niederlage gesprochen wird, aber der Artikel in der Hoffnung endet, dass der Spuk bald vorüber sei. Etwas viel Wunschdenken von Journis, welche die gespenstige Wirklichkeit immer noch nicht wahrhaben wollen.
    • Peter 17.04.2017 09:16
      Highlight Highlight Von "bald" ist keine Rede, ich verwende den Begriff "irgendwann". Es wird also dauern. Aber auf längere Sicht ist der Optimismus angebracht. Dafür spricht die jüngere Geschichte dieses Landes.
    • Ueli der Knecht 17.04.2017 19:09
      Highlight Highlight Klar, Erdogan ist "irgendwann" tot. So geht Natur. Dunklen Epochen folgen hellere. Auch das ist Naturgesetz (Regression zur Mitte, http://bit.ly/2pJDUTM).

      Dennoch verstehe ich nicht, woher du deinen Optimismus nimmst, Peter.

      Dunkle Zeiten künden sich an. Nicht nur in der Türkei. Auch vor deiner Haustüre. Schau dich nur um!

      Siehst du die epidemische Vermehrung der Hasskommentare bei watson? Siehst du alle die Aufrufe zu Deportation, Denunziation, die Meinungsdikate etc?

      Rechtsradikal ist das neue linksextrem. Es wird salonfähig. Journis wie du und deine Kollegen sind mit verantwortlich.
  • ricardo 17.04.2017 02:05
    Highlight Highlight Nun muss der Sultan ein Land regieren, in welchem nach seinen Worten stolze 48,68% Terroristen sind.
    • _kokolorix 17.04.2017 09:12
      Highlight Highlight Ja, aber die kennt er jetzt alle mit Name und Adresse!
      Da kommt viel Arbeit auf die Fokterknechte zu. Wenigstens eine Wachstumsbranche im ansonsten tristen Wirtschaftsbild...

Für Trump ist billiges Benzin wichtiger als ein Krieg gegen Iran

Nach dem Drohnenangriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien nimmt die Gefahr eines Kriegs in der Golfregion weiter zu. US-Präsident Donald Trump kann ein solches Szenario nicht gebrauchen.

Einmal mehr brennt es am Persischen Golf, im wahrsten Sinne des Wortes. Bei mutmasslichen Drohnenangriffen auf saudische Ölanlagen am Samstag wurde unter anderem die grösste Raffinerie des Landes in Abakik getroffen. Die Feuer sollen unter Kontrolle sein, doch die Einschränkung der Produktion sorgte prompt für einen Anstieg des Ölpreises.

Die Verantwortung für den Angriff übernahmen die Huthi-Rebellen in Jemen, die seit 2015 von einer Allianz unter Führung von Saudi-Arabien mit Luftangriffen …

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