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Kosovo

Bombenalarm am Flughafen in Kosovos Hauptstadt Prishtina

Bombenalarm am Flughafen in Kosovos Hauptstadt Prishtina

Der Flughafen von Prishtina musste am Mittwoch evakuiert werden. Grund dafür war eine eingegangene Bombendrohung.
28.12.2022, 11:1828.12.2022, 18:18
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Am internationalen Flughafen «Adem Jashari» in der kosovarischen Hauptstadt Prishtina hat es am Mittwoch einen Bombenalarm gegeben. Lokale Medien berichten, dass mit einem Sprengkörper gedroht wurde, woraufhin der Flughafen vorläufig evakuiert wurde.

Die Flughafensprecherin Valentina Gara bestätigte diese Meldung in den sozialen Medien: «Wir bestätigen, dass wir eine Bombendrohung erhalten haben. Passagiere und Personal wurden evakuiert und sind in Sicherheit. Die am Notfallplan beteiligten Teams erfüllen ihre Aufgaben.»

Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar. Betroffene vor Ort spekulierten, ob es einen Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt zwischen Kosovo und Serbien geben könnte. Dieser führte zu ethnischen und politischen Spannungen in der Grenzregion.

Passagiere mussten den Flughafen verlassen.
Passagiere mussten den Flughafen verlassen.screenshot: Telegraphi

Verkehrsinfrastruktur blockiert

Vor knapp drei Wochen hatten militante Serben im mehrheitlich serbisch bewohnten Norden des Kosovos Barrikaden errichtet, die vor allem die Strassen zu den Grenzübergängen nach Serbien blockieren.

Damit protestieren sie gegen die Verhaftung eines serbischstämmigen ehemaligen Beamten der Kosovo-Polizei, der nach Darstellung der kosovarischen Behörden Angriffe auf Beamte der Wahlkommission angeführt hatte. Die Militanten werden von der Regierung in Belgrad unterstützt und zum Teil auch angeleitet.

Das heute fast ausschliesslich von Albanern bewohnte Kosovo hatte früher zu Serbien gehört und ist seit 2008 unabhängig. 1999 hatte die NATO Serbien bombardiert, nachdem serbische Sicherheitskräfte albanische Zivilisten getötet und vertrieben hatten. Bis 2008 hatte die UN-Mission UNMIK das Kosovo verwaltet. Mit der Unabhängigkeit findet sich Serbien nicht ab und beansprucht das Territorium des Landes für sich.

(pit/sda/dpa)

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