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Ehemaliger Farc-Anführer will bewaffneten Kampf wiederaufnehmen



epa07801022 A still image taken from a handout video released by the Revolutionary Armed Forces of Colombia (FARC) on 29 August 2019 shows FARC dissident Ivan Marquez (C) with other former leaders such as Seuxis Paucias Hernandez aka 'Jesus Santrich' (6R) and Hernan Dario Velasquez (9R) aka 'El Paisa' to announce a 'new stage of the fight' in an undisclosed location. Marquez, who's whereabouts remain unknown, announced they will be taking arms to start the 'second Marquetalia', place of birth of the FARC half a century ago.  EPA/FARC VIDEO / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Wollen wieder zur Waffe greifen: Farc-Kämpfer. Bild: EPA

Rückschlag für den Friedensprozess in Kolumbien: Ein ehemaliger hochrangiger Farc-Anführer hat am Donnerstag angekündigt, den bewaffneten Kampf wieder aufzunehmen.

«Wir geben der Welt bekannt, dass die zweite Marquetalia begonnen hat», sagte Iván Marquez mit Verweis auf eine ländliche Enklave, die als Ursprungsort der linksgerichteten Rebellenorganisation in den 60er Jahren gilt.

Die ehemalige Nummer zwei der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) verbreitete seine Botschaft in einem Video auf der Online-Plattform Youtube. Darin ist Marquez zusammen mit bewaffneten Rebellen in Militärkluft zu sehen.

Auch der in Kolumbien seit Ende Juni gesuchte ehemalige Farc-Anführer Jesús Santrich taucht in dem Video auf. Beide gehörten zu den Farc-Unterhändlern des Friedensabkommens von 2016 mit Kolumbiens Regierung. Die Farc-Kämpfer gaben damals ihre Waffen ab und wandelten sich in eine politische Partei um.

Seit einem Jahr verschwunden

Marquez und Santrich haben sich seitdem von dem Abkommen distanziert. Marquez' Aufenthaltsort war seit einem Jahr unbekannt. Santrich war Ende Juni im Norden Kolumbiens verschwunden und nicht zu einem Termin Anfang Juli vor dem Obersten Gerichtshof erschienen. Die Polizei hat eine Belohnung in Höhe von bis zu drei Milliarden kolumbianischen Pesos (rund 850'000 Franken) auf ihn ausgesetzt.

Das Abkommen war unter Führung des damaligen kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos ausgehandelt worden. Es beendete den jahrzehntelangen Guerilla-Krieg mit den Farc-Rebellen.

Die Farc hatte ein halbes Jahrhundert lang gegen die Regierung in Bogotá gekämpft, mehr als 260'000 Menschen wurden in dem bewaffneten Konflikt getötet. Santos' Nachfolger Iván Duque hatte im Wahlkampf angekündigt, den Vertrag zu ändern. Er hält ihn für zu nachsichtig gegenüber ehemaligen Farc-Mitgliedern. (aeg/sda/afp)

Das echte Dschungelcamp: Alltag bei den kolumbianischen FARC-Rebellen

8'500 Entführungen – FARC-Kommandanten vor Gericht

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Liselote Meier 29.08.2019 16:46
    Highlight Highlight Und warum haben sie wohl den Kampf wieder aufgenommen?

    Nicht etwa weil seit dem Friedenschluss 150 ehemalige Farc Kämpfer umgebracht worden sind? Wären sie nicht untergetaucht ständen die 2 auch auf der Todesliste.
  • Liselote Meier 29.08.2019 16:41
    Highlight Highlight Ach und kein Wort davon dass 150 ehemalige Farc Kämpfer ermordet wurden seit dem Friedensschluss.

    Natürlich sind die Untergetaucht sonst wären sie auch schon Tot.

    Mit objektivem Journalismus hat dies nichts zu tun, sondern das ist 1A parteiische Propaganda wie so oft bei Meldungen von Depechenagenturen hier die französische AFP.

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