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epa07328634 A handout photo made available by Miraflores Press shows President of Venezuela Nicolas Maduro participating in a government act, where he receives Venezuelan diplomatic officials from the US territory, in Caracas, Venezuela, 28 January 2019. Maduro said that he will take 'legal' actions against the sanctions imposed by the United States against the state oil company Petroleos de Venezuela (PDVSA) and its US subsidiary Citgo.  EPA/MIRAFLORES PRESS / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Unter Druck: Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro. Bild: EPA/MIRAFLORES PRESS

«Werden Venezuela nicht hergeben» – Maduro warnt vor Bürgerkrieg



Im Machtkampf gegen den selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó schliesst Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro einen Bürgerkrieg im südamerikanischen Ölland nicht aus.

Niemand könne heute mit Sicherheit sagen, wie gross die Wahrscheinlichkeit eines Bürgerkriegs sei, erklärte Maduro im Interview des spanischen Fernsehsenders La Sexta. «Alles hängt vom Grad der Verrücktheit und der Aggressivität des Imperiums des Nordens (USA) und von dessen westlichen Verbündeten ab», sagte er.

Der linksnationalistische Politiker betonte: «Wir leben einfach in unserem Land und verlangen, dass sich niemand in unsere internen Angelegenheiten einmischt. Und wir bereiten uns darauf vor, unser Land zu verteidigen.»

In den Fabriken, in den Universitäten und in verschiedenen anderen Bereichen sei «das Volk dabei, sich (zum Schutz der Regierung) zu bewaffnen», betonte Maduro. Es handle sich um «Milicianos», die militärisches Training absolviert hätten.

«Werden Venezuela nicht hergeben»

Interviewer Jordi Évole, einer der angesehensten TV-Journalisten Spaniens, sagte dem Staatschef: «Das, was Sie sagen, macht mir Angst, Herr Maduro.» «Wirklich? Mir nicht. Wir werden Venezuela nicht hergeben», antwortete der Machthaber.

US-Präsident Donald Trump habe ja die militärische Option auf dem Tisch. «Was soll ein Land da machen? Sich ergeben?», fragte Maduro. Es gebe eine Kampagne, um Venezuela «als Monster, als Diktatur darzustellen.»

Ultimatum zurückgewiesen

Das am Sonntag ablaufende Ultimatum von sieben EU-Staaten wies Maduro energisch zurück. «Wir akzeptieren von niemanden Ultimaten!». Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Grossbritannien, die Niederlande und Belgien wollen Guaidó als legitimen Übergangsstaatschef anerkennen, falls Maduro keine freie Präsidentenwahl ausruft.

«Das ist so, als ob ich der EU sagen würde: ‹Ich gebe Euch sieben Tage Zeit, um die Republik von Katalonien anzuerkennen, oder ich ergreife Massnahmen›.» Die internationale Politik könne nicht auf Ultimaten basieren.

Das Interview wurde nach Angaben von La Sexta am Freitag geführt. Es sollte am späten Sonntagabend ausgestrahlt werden. Auszüge wurden am Sonntag in verschiedenen Medien veröffentlicht. (sda/dpa)

Die Venezuela-Krise im Januar 2019

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