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Österreich: Gleitschirm-Pilotin reagiert auf Kritik nach Cessna

Nach Flugzeug-Crash: Gleitschirm-Pilotin wehrt sich gegen Kritik

Ihr Unfall-Video wurde millionenfach angeschaut. Jetzt hat sich die österreichische Gleitschirmpilotin zu dem Vorfall geäussert.
26.05.2026, 05:4526.05.2026, 06:07
Ein Artikel von
t-online

Eine Österreicherin hat sich auf Instagram zu dem Unfall geäussert, bei dem ihr Gleitschirm über Zell am See von einer Cessna zerfetzt wurde. Das Video des Vorfalls, das sie selbst auf der Plattform geteilt hatte, ging binnen kurzer Zeit viral und wurde millionenfach angeschaut. Die 44-Jährige überlebte den Zusammenstoss dank ihres Rettungsschirms und landete mit leichten Verletzungen auf einem Waldweg.

In einem neuen Beitrag auf ihrem Instagramprofil schreibt die Paragliderin nun:

«Ums in meinen Worten zu sagen: Oida, leck mich am Arsch.»

Dass so viele Menschen das Video sehen würden, habe sie nicht erwartet. Sie bedankte sich für die vielen netten Worte und Unterstützung. Aber auch auf Kritik und Spekulationen reagierte sie mit einer Reihe von Klarstellungen: Sie sei an keinem Ort gewesen, an dem sie nicht hätte fliegen dürfen. Sie habe kein Warnsystem dabeigehabt und sei in der Thermik gekreist. Und:

«Nein, als Paragleiter kannst du einem Kleinflugzeug nicht ausweichen.»

Motorisierte Luftfahrzeuge seien ausweichpflichtig, in der Thermik kreisenden Fluggeräten werde generell ausgewichen.

Der Vorfall im Video.Video: watson/Michael Shepherd

Auch zum Cessna-Piloten äussert sie sich: Er sei ebenfalls sicher gelandet. «Ja, ich weiss, wer das war», schrieb sie. Der Fall werde «ganz offiziell, ohne Drama seinen ordentlichen Rechtsweg gehen». Laut einem Bericht der «Bild» ermittelt die Polizei gegen den Piloten. Ein Beamter wird darin mit den Worten zitiert:

«Im Raum steht für den Piloten das Delikt der Gefährdung der körperlichen Sicherheit, welches mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten bedroht ist.»

«Hoffentlich habt ihr nie an einem Unfall Schuld oder Unschuld»

An diejenigen, die im Netz über Schuld und Unschuld spekulieren, richtete die 44-jährige Pilotin klare Worte:

«Hoffentlich habt ihr nie an einem Unfall Schuld oder Unschuld und müsst dann eure Kommentare dazu lesen.»

Das Fluggebiet über Zell am See werde von Paragleitern, Segelfliegern und Motorfliegern gemeinsam genutzt, schreibt sie. «Es gibt Regeln und Unfälle passieren trotzdem.» Ob ein Warnsystem den Zusammenstoss verhindert hätte, liess sie offen: «Ich weiss es nicht».

An Motor- und Segelflieger richtete sie auch einen Appell: mehr gezielte Sichtkontrolle und mehr Umsicht in einem Gebiet, in dem man gemeinsam mit «uns Schnecken am Himmel» unterwegs sei. Hinter jeder Kuppe müsse man dort mit einem Gleitschirm rechnen. «Spannender wirds auf diesem Kanal nicht mehr, also keine Erwartungshaltung an einen weiteren Stunt dieser Art», beendete sie ihren Beitrag.

Verwendete Quellen:

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