Beliebtes Reiseland führt neue Regeln ein – und fast alle Touristen sind betroffen
Ab dem 1. Juni dürfen Ferienwohnungen, Zimmer und Ferienhäuser in Kroatien nur noch dann angeboten werden, wenn sie eine offizielle Registrierungsnummer besitzen. Ohne diese Kennung dürfen Unterkünfte nicht mehr auf Plattformen wie Airbnb oder Booking erscheinen, heisst es.
Die Regierung des Landes reagiert damit auf ein wachsendes Problem. Viele Unterkünfte wurden bislang einfach ohne offizielle Anmeldung vermietet. Das neue System soll dafür sorgen, dass alle Angebote erfasst und überprüfbar werden. Dadurch will man illegale Vermietungen zurückdrängen und mehr Kontrolle über den Markt gewinnen.
Kroatien will stärker kontrollieren
Parallel dazu will man die Kontrollen deutlich ausweiten. Neben staatlichen Behörden dürfen dabei erstmals auch weitere Stellen prüfen, ob Vermietende die Vorgaben für Unterkünfte einhalten. Alle Prozesse rund um Unterkünfte für Urlauberinnen und Urlauber sollen zudem künftig zentral digital erfasst werden, um den Druck auf illegal agierende Anbieter:innen zu erhöhen, berichtet der «Münchner Merkur».
Auch bei der Qualität von Unterkünften will Kroatien gleich ganz neue Massstäbe setzen. Ferienwohnungen werden künftig regelmässig überprüft, Pensionen und Campingplätze unterliegen ebenfalls festen Bewertungszyklen, um einheitliche Standards sicherzustellen.
Zusätzlich greifen noch weitere Massnahmen, die sich im Alltag mancher Urlauber:innen bemerkbar machen dürften. In gastronomischen Betrieben ist unter anderem der Verkauf und Konsum von Energy-Drinks untersagt.
Noch ist das Gesetz nicht final beschlossen, Anpassungen sind also noch möglich. Für den Sommerurlaub in Kroatien heisst das: am besten die Angebote genau prüfen, bevor gebucht wird. Sollten die Unterkünfte keine offizielle Registrierungsnummer besitzen, könnte es im schlimmsten Fall vor Ort Ärger geben – und die kroatische Regierung hat dem Urlaub vielleicht einen Strich durch die Rechnung gemacht. (fwa)
