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Michael «Bully» Herbig will aus dem Relotius-Skandal eine Mediensatire verfilmen. Bild: keystone

«1000 Zeilen» – «Bully» Herbig verfilmt den Relotius-Skandal

Der preisgekrönte Reporter, der seine Geschichten zusammenlog: Die Affäre um den deutschen Journalisten Claas Relotius war ein Skandal. Nun inszeniert der Regisseur Michael «Bully» Herbig daraus einen Film.



Michael «Bully» Herbig, der vor allem für lustige Filme bekannt ist («Schuh des Manitu», «(T)Raumschiff Surprise – Periode 1», «Lissi und der wilde Kaiser») will nun eine Mediensatire auf die Leinwand bringen. Der Streifen trägt den Titel: «1000 Zeilen». Das teilt die deutsche Filmproduktionsfirma «UFA Fiction» am Montag mit.

Es ist eine Verfilmung des Buches «1000 Zeilen Lügen», von Juan Moreno. Darin beschreibt der «Spiegel»-Journalist, wie er seinen Kollegen Claas Relotius der Lüge überführte.

Relotius war lange ein hoch angesehener, preisgekrönter Journalist. Nicht nur die deutschen Medien gingen ihm auf den Leim, sondern auch die «NZZ am Sonntag». Dann, im Jahr 2018, kam durch den damals freien Reporter Juan Moreno heraus, dass Relotius seine Reportagen grösstenteils erfunden und erlogen hat.

epa07241842 German journalist Claas Relotius holds his award trophy of the Reemtsma Liberty Award, a German journalist award, in Berlin, Germany, 22 March 2017 (issued 20 December 2018). German weekly magazine 'Der Spiegel' announced on 19 December 2018 that their reporter Claas Relotius had falsified a number of stories in the past years. This was uncovered by his colleague Juan Moreno after he worked together with Relotius on the story 'Jaegers Grenze' (Jaeger's border'). EPA/GOLEJEWSKI MANDATORY CREDIT 'EVENTPRESS/GOLEJEWSKI/EPA-EFE'

Claas Relotius hat für seine Geschichten Handlungen erfunden. Und Preise abgesahnt. Bild: EPA EVENTPRESS

Relotius stürzte den «Spiegel» in eine Krise und löste heftige Kritik gegenüber der Branche und den umworbenen Journalistenpreisen aus. Juan Morena beschreibt das in seinem Buch, das er im September 2019 publizierte. Und der Regisseur Michael «Bully» Herbig hat daran offenbar Gefallen gefunden.

Dreharbeiten beginnen im Sommer

Nachdem sich die Produktionsfirma 2019 die Rechte an Morenos Buch gesichert hat, laufen nun die Vorbereitungen. Wie die Mediensatire aussehen soll, lässt Herbig vorerst nur vermuten: «Ähnlichkeiten mit unwahren Ereignissen könnten zufällig zutreffen. Die Fakten werden aber mit Sicherheit verdreht, damit's am Ende stimmt», so Herbig in der Mitteilung von «UFA Fiction».

Klar ist: Die Hauptrollen sind besetzt. Jonas Nay spielt im Film «Lars Bogenius», der «unangefochtene Star eines grossen deutschen Nachrichtenmagazins». Die Rolle des entlarvenden Reporters «Romero» performt Elias M'Barek.

ARCHIV - 04.12.2017, Berlin, -: KOMBO - Die Schauspieler Jonas Nay (l) und Elyas M'Barek (Archivfotos). werden die Hauptrollen in Michael Bully Herbigs Mediensatire «1000 Zeilen» spielen. Foto: Jörg Carstensen/Jens Kalaene/dpa/ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Jörg Carstensen, Jens Kalaene)

Jonas Nay und Elyas M'Barek werden die Hauptrollen in der Mediensatire «1000 Zeilen» spielen. Bild: DPA/ZB

Wie die Produktionsfirma weiter mitteilt, sollen die Dreharbeiten diesen Sommer beginnen. Drehorte sind München, Berlin und Spanien.

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