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Ein Aloha-Tattoo? Deutscher Polizist ging dafür vor Gericht

Ein Aloha-Tattoo? Deutscher Polizist ging dafür vor Gericht (wir hätten einige Ideen …)

06.01.2023, 13:1506.01.2023, 14:45

Nach jahrelangem Rechtsstreit darf sich ein Polizist im süddeutschen Land Bayern nun ein Tattoo mit dem Schriftzug «Aloha» stechen lassen. Die Genehmigung für die Tätowierung sei für den «konkreten Einzelfall» erteilt worden, teilte das Innenministerium in München am Freitag auf Anfrage mit.

30 August, 2017 Erlangen Germany The word polizei written on a policeman's vest in a German town during a German general election event
Wie genau das Aloha-Tattoo aussehen soll, ist uns nicht bekannt (Symbolbild, hoffentlich).Bild: Shutterstock

Bedingung sei allerdings, dass der Mann die Tätowierung im Dienst so verdeckt, dass sie nicht zu sehen ist. Der Polizist hatte 2013 beim Polizeipräsidium Mittelfranken erfolglos eine Genehmigung für das Tattoo beantragt, danach befassten sich verschiedene Gerichte mit dem Thema. «Natürlich freue ich mich», sagte er dem Nachrichtenmagazin «Spiegel» nach der Genehmigung. Allerdings sei es sein Ziel gewesen, das Tattoo offen zu tragen.

Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig 2020 hatte er zu dem geplanten Tattoo auf dem Unterarm erklärt, dass es ihn an seine Flitterwochen auf Hawaii erinnern solle. «Das gefällt mir halt.» Er sei kein schlechterer Polizist, nur weil er tätowiert sei. Das Bundesverwaltungsgericht hatte damals entschieden, dass das Tattoo nicht vereinbar sei mit dem bayerischen Beamtengesetz. Zuletzt hatte Mitte 2022 das Bundesverfassungsgericht jedoch entschieden, dass der Fall noch einmal geprüft werden muss.

Aloha? Wir hätten da ein paar andere Ideen:

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40 Tattoos, die in der Badi bestimmt für Aufsehen sorgen!
bild: reddit
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Oder vielleicht diese Einhorn-Tattoos?

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19 hässliche Einhorn-Tattoos
Ein Einhorn und ein Regenbogen.
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Wie die bayerische Polizei allgemein künftig mit Tattoos bei Beamtinnen und Beamten umgehen will, ist aber noch nicht geregelt. Die Regelungen befänden sich derzeit in der «Fortschreibung», hiess es aus dem Ministerium: «Da dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist, können wir hierzu noch keine weitergehende Auskunft geben.» (sda/dpa)

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Diese 42 Kunstwerke beweisen: Weisse Tattoos sind wirklich zauberhaft
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Nicht jeder mag schwarze oder farbige Tattoos.Bild: Instagram/ olga_osminog88
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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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insert_brain_here
06.01.2023 15:24registriert Oktober 2019
Willkommen in Bayern, ein Wunder dass Beamtinnen Hosen tragen dürfen.
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L.G.
06.01.2023 13:45registriert Juni 2016
"Der Polizist hatte 2013 beim Polizeipräsidium Mittelfranken erfolglos eine Genehmigung für das Tattoo beantragt."

Wir haben jetzt 2023! 😳🤦‍♀️
684
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no-Name
06.01.2023 14:00registriert Juli 2018
…ganz ein klassisches Aloha (a hole) tattoo?!… 😂☺️
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«Es gibt heute auf der Bühne Jokes, die an Schwulenwitze der 90er-Jahre erinnern»
Michael Elsener ist ein politischer Comedian, Léa Spirig leitet das Casinotheater Winterthur. Ein Gespräch über Queersein, Ängste, Humor als Überlebensstrategie und die Schweiz als Abstimmungs-Wohngemeinschaft.
Wer sind eure Vorbilder? Spoiler: 80 Prozent würden jetzt mit «mein Grosi» oder «mein Grossvater» antworten.
Michael Elsener: Danke für den Hinweis. Dann sage ich gern: mein italienisch-stämmiger Grossvater. Meine Offenheit und meine Liebe zu den Menschen habe ich von ihm. Wir besuchten ihn oft sonntags nach der Kirche und mussten immer auf ihn warten. Von der Kirche bis zu seinem Haus waren es nur etwa 250 Meter. Aber er brauchte dafür mindestens 45 Minuten. Auf der Strasse oder über den Gartenzaun: Er hielt mit allen einen Schwatz. «Ciao!», «Wie geht's?», «Wirklich? Erzähl mir mehr!» Er kam mit allen auf sehr leichte Art ins Gespräch, egal, welche Gesinnung, welche Grundhaltung sie hatten. Das hat mir schon als Kind sehr gefallen.
Léa Spirig: Bei mir sind es die Frauen in meiner Familie. Meine Grossmutter, die eine sehr warmherzige und zugleich dominante Frau war. Meine Mutter, aber auch meine Gotte, die mit ihrer Partnerin im gleichen Haus lebte wie wir. Meine Eltern waren heterosexuell, meine Gotte lesbisch, und dann gab es noch etwas, das irgendwie beides beinhaltete, das habe ich relativ früh mitgekriegt, das war selbstverständlich. Und ich komme aus einer musikalischen und politisch interessierten Familie, ich wusste schon immer, dass ich mich in meinem Leben mit Kultur umgeben will. Ich kann gar nicht anders. Egal ob früher als Schauspielschülerin, dann als Journalistin und jetzt als Theaterdirektorin.
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