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Stretching in Sichtweite des Eiffelturms. Anstrengender Sport liegt wegen der Hitze nur noch frühmorgens drin.
Stretching in Sichtweite des Eiffelturms. Anstrengender Sport liegt wegen der Hitze nur noch frühmorgens drin.Bild: keystone

So heizt das Hoch «Detlef» in den europäischen Hauptstädten ein

08.08.2020, 16:5908.08.2020, 18:29

Hoch «Detlef» heizt an diesem Wochenende Mitteleuropa mächtig ein – mancherorts mit Temperaturen über 40 Grad Celsius. Am Samstag legte die Hitze an einigen Orten das Leben lahm. Manche Hauptstadtbewohner waren aber auch schon bestens an die Lage angepasst.

Paris

Eine grosse Hitzewelle rollte am Samstag über Frankreich. In 15 Départements – darunter auch in der Hauptstadt Paris – galt die höchste Warnstufe des Wetterdienstes Météo France. Das bedeutet, dass die Menschen dort extrem vorsichtig sein müssen. Am Freitag wurde laut Météo France eine Spitzentemperatur von 41,9 Grad im Südwesten des Landes erreicht. Am Samstag sollte es – nun im Norden und Nordwesten – Spitzenwerte um die 40 Grad geben. Die Nächte sind tropisch heiss und bringen nur wenig Abkühlung. Schon am frühen Samstagmorgen wurden an der Spitze des Eiffelturms 29 Grad gemessen.

Hunde-Freuden beim Louvre

Bild: keystone

Die Millionenmetropole Paris wirkte leer – in Frankreich ist im August Ferienzeit, viele Bewohner blieben wegen der Hitze auch zuhause. Andere suchten schon in den frühen Morgenstunden etwas Abkühlung in Parks.

Die Behörden rieten dazu, körperliche Anstrengungen zu vermeiden und mit Angehörigen in Kontakt zu bleiben. Wegen hoher Ozonbelastung wurde der Autoverkehr in der Hauptstadt-Region erneut eingeschränkt. Im ganzen Land rollte derweil die Urlaubsreisewelle. Autos stauten sich auf einer Länge von zusammengerechnet 820 Kilometern, wie Medien berichteten.

Berlin

Auch die Bewohnerinnen und Bewohner der deutschen Hauptstadt suchen nach Abkühlung. Am bisher heissesten Samstag des Jahres habe es viele Berliner schon am Vormittag an die Badeseen getrieben.

Derweil beim Müritzsee: Stau auf dem Kanal

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.Bild: keystone

London

Auch in Teilen Grossbritanniens war es ungewöhnlich heiss. In England wurde am Freitag der wärmste Augusttag seit 17 Jahren verzeichnet – mit einer Höchsttemperatur von 36 Grad Celsius in London-Heathrow. Die Menschen zogen in Scharen an die Küste, um sich abzukühlen.

Londoner sonnten sich auf Rasenteppich-Stufen in der Nähe des Granary Square, King's Cross.
Londoner sonnten sich auf Rasenteppich-Stufen in der Nähe des Granary Square, King's Cross.Bild: keystone

Derweil in Bournemouth: Wo ist Walter?

Bild: keystone

An einigen überfüllten Stränden in der südenglischen Grafschaft Dorset wurden Besucher abgewiesen. Rettungsschwimmer warnten vor tückischen Strömungen und anderen Gefahren, die an den britischen Küsten lauern.

Die Briten sind das Baden in heimischen Gewässern kaum noch gewohnt. Doch viele verbringen in diesem Corona-Jahr ihren Urlaub zuhause.

Social Distancing auf Holländisch

Das mit einer Drohne aufgenommene Luftbild zeigt Strandhäuser in Zandvoort, Niederlande.
Das mit einer Drohne aufgenommene Luftbild zeigt Strandhäuser in Zandvoort, Niederlande.Bild: keystone

Rom

Weil gerade Ferienzeit ist und die Römer um das Klima im August wissen, sind die meisten im Urlaub raus aus der Stadt. Die Daheimgebliebenen bleiben am Wochenende tagsüber in ihren klimatisierten Wohnungen oder fahren an den Strand von Ostia. Vor den Sehenswürdigkeiten schwitzten also am Samstag fast nur Touristen, aber in Zeiten von Corona deutlich weniger als normalerweise.

Rund ums Kolosseum verkauften fliegende Händler gefrorenes Wasser in Plastikflaschen. Die Restaurants versuchten es mit grossen Ventilatoren und kühlendem Wasserdampf für die Gäste erträglich zu machen. Die Römer selbst lassen sich erst gegen 21 Uhr in den Restaurants und Piazze nieder – wenn es dunkel und angenehmer wird.

Stockholm

Einwohner der schwedischen Hauptstadt geniessen Bootsfahrten, Kanu- und SUP-Paddeln bei fast 30 Grad Celsius Sommerwetter am Palsund-Kanal.
Einwohner der schwedischen Hauptstadt geniessen Bootsfahrten, Kanu- und SUP-Paddeln bei fast 30 Grad Celsius Sommerwetter am Palsund-Kanal.Bild: keystone

Kopenhagen

Auch in der Hauptstadt des Nachbarlandes versammelten sich die Dänen zum gemeinsamen Schwitzen unter freiem Himmel. Sowohl im Strandpark Amager direkt am Öresund als auch in den innerstädtischen Parks am Wasser – wie etwa am Ufer des beliebten Stadtteils Islands Brygge – liessen Einwohner wie Touristen in Scharen die Sonne für sich scheinen. In den meisten Fällen wurde sorgfältig auf die coronabedingte Einhaltung des Mindestabstands zu Nebenmann oder Nebenfrau geachtet.

Belgrad

Sonnenhungrige am Ada-Ciganlija-See.
Sonnenhungrige am Ada-Ciganlija-See.Bild: keystone

Wien

Den Jahreshitzerekord von Ende Juli mit über 37 Grad erreichten die Thermometer am Samstag zwar nicht – bei bis zu 32 Grad war trotzdem nicht nur den Fiaker-Pferden vor der Hofburg warm. Pech für die Wiener: Im zentralsten Badegewässer der Stadt, der über 20 Kilometer langen Neuen Donau, herrscht gerade Badeverbot – der zum Hochwasserschutz künstlich angelegte Flussarm, in dem sonst jung und alt schwimmen, musste ausgerechnet diese Woche nach starkem Regen seiner Hauptaufgabe nachkommen, er wurde mit dreckigem Donauwasser geflutet. Die meisten städtischen Schwimmbäder – wegen Corona mit nur einem Drittel der üblichen Badegastkapazitäten – meldeten schon bis Samstagmittag Überfüllung.

(dsc/sda/dpa)

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2 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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The oder ich
08.08.2020 18:44registriert Januar 2014
Wenn man mich als Hoch "Detlef" genannt hätte, würde ich denen allen auch einheizen wollen
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