International
Leben

Wenn ihr hier ein Baby macht, zahlt euch das Hotel Geld

Wenn ihr hier ein Baby macht, zahlt euch das Hotel Geld

Mit einem Bonusprogramm will eine polnische Hotelkette ihre Gäste zum Kinderzeugen animieren.
21.09.2025, 07:1221.09.2025, 07:12

Auf ihrer Website beklagt die Arche-Gruppe, der 23 Hotels im ganzen Land gehören, die seit zwölf Jahren stetig sinkende Geburtenrate in Polen.

hotelzimmer arche poland
Ein Zimmer der polnischen Arche-Gruppe.Bild: archegroup

Um die Geburtenzahl wieder in die Höhe zu treiben, verspricht Arche Paaren «ein kostenloses Familienfest» – beispielsweise eine Taufe – wenn sie nachweisen können, dass die Zeugung ihres Nachwuchses «mit einem Aufenthalt des Paares» in einem der Arche-Hotels «im Zusammenhang steht».

Paaren, die eine Wohnung in einer ebenfalls zu dem Unternehmen gehörenden Immobilie kaufen und dann ein Kind bekommen, winkt eine Belohnung in Höhe von 10'000 Zloty (rund 2190 Franken). Das Programm richtet sich laut Website an heterosexuelle Paare, wobei mindestens eine Person volljährig sein muss, die polnische Staatsbürgerschaft besitzen sowie und in dem Land leben muss.

Ende Juni lag die polnische Bevölkerungszahl bei rund 37,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern – eine Million weniger als zehn Jahre zuvor. Im vergangenen Jahr wurden laut Statistik 157'000 Geburten weniger gezählt als Todesfälle. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
ChatGPT-Daten können in den USA landen – Sunrise lanciert eine Schweizer Lösung
Die KI-Anwendung für hiesige Unternehmen sei «vollständig unter Schweizer Kontrolle», verspricht die Telekom-Firma. Möglich macht das ein Schweizer Start-up.
An künstlicher Intelligenz (KI) kommt keiner vorbei. Firmen erhoffen sich von ihrem Einsatz Effizienz- und Tempogewinne. Doch wenn sie ein kommerzielles Modell eines grossen US-amerikanischen Anbieters wie ChatGPT nutzen, riskieren sie, dass US-Behörden Zugriff auf die Daten erhalten. Denn diese Anbieter unterstehen dem sogenannten Cloud Act. Dieser sichert US-Behörden Zugriff auf die Daten, selbst, wenn Unternehmen kostenpflichtige Versionen nutzen und die Server in der Schweiz stehen. Bei fast allen kommerziellen Lösungen aus dem Ausland stehen Firmen vor einem ähnlichen Dilemma.
Zur Story