Wochenlange Entführung: Sängerin Duffy bricht ihr Schweigen
Es war lange ein grosses Rätsel: Nachdem sie mit ihrem Debütalbum «Rockferry» aus dem Jahr 2008 zu einem der grössten Popstars der 2000er Jahre geworden war, verschwand die walisische Popstar Duffy komplett aus der Öffentlichkeit.
Im Jahr 2020 enthüllte sie auf Instagram, was ihr widerfahren war: Vor zehn Jahren, so sagte sie, sei sie unter Drogen gesetzt, entführt und in ein anderes Land gebracht worden, wo sie gewaltsam misshandelt und vergewaltigt wurde.
Nun hat Disney Plus angekündigt, ein grosses Interview mit der 41-Jährigen zu veröffentlichen. Es ist ihr erster grosser Auftritt in der Öffentlichkeit.
Der Instagram-Beitrag ist inzwischen gelöscht, Duffy schildert ihre Erlebnisse aber in einem Essay auf ihrer Webseite. Sie berichtet, dass sie an ihrem Geburtstag in einem Restaurant unter Drogen gesetzt, anschliessend in ihrer eigenen Wohnung festgehalten und ins Ausland gebracht worden sei. «Ich kann mich nicht daran erinnern, ins Flugzeug gestiegen zu sein, und kam erst wieder zu mir, als ich in einem fahrenden Fahrzeug sass. Ich wurde in ein Hotelzimmer gebracht, und der Täter kehrte zurück und vergewaltigte mich. Ich erinnere mich an die Schmerzen und daran, wie ich nach der Tat versuchte, in dem Zimmer bei Bewusstsein zu bleiben.»
Die 41-Jährige erzählt in der angekündigten Dokumentation zum ersten Mal ausführlich ihre Geschichte vor der Kamera. Die Dreharbeiten für die Dokumentation, die von Disney produziert wird, sollen in Kürze beginnen. Eine Pressemitteilung verspricht «neuen, beispiellosen Einblick» in das Leben der Sängerin von «Mercy», die ihre gesamte Lebensgeschichte erzählen wird, sowie Interviews mit Freunden, Familienangehörigen und Kollegen aus der Musikbranche.
Anlaufstellen für Opfer von sexueller Gewalt
(cmu)
