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Ukraine-Ticker: Russland habe Angriffspläne gegen Grönland

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Russland habe Angriffspläne gegen Grönland

Die aktuellsten Nachrichten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den geopolitischen Auswirkungen im Liveticker.
20.01.2026, 13:3020.01.2026, 13:30
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13:29
Lawrow: Keine russischen Angriffspläne gegen Grönland
Moskaus Aussenminister Sergej Lawrow hat den Vorwurf von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, Russland oder China wollten Grönland angreifen.

«Wir haben mit dieser Frage nichts zu tun», sagte Lawrow in Moskau bei seiner Pressekonferenz zum Jahresauftakt. Er zweifle nicht daran, dass auch in Washington sehr gut verstanden werde, dass Moskau und Peking keine solchen Pläne hegten. Russland beobachte die Lage. «Das ist zweifellos eine ernste geopolitische Situation», betonte er.

Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte noch am Vortag einen Kommentar zu den Vorwürfen eines angeblich geplanten Angriffs Russlands auf Grönland zurückgewiesen. Zugleich sagte der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin, dass Experten zuzustimmen sei, dass Trump mit einer Vereinigung der Insel mit den USA in die Weltgeschichte eingehe.

Russland kommen Trumps Ansprüche auf die Arktis-Insel gelegen - weil sie die Aufmerksamkeit der EU-Staaten von Putins Krieg gegen die Ukraine ablenken und zu Spannungen innerhalb der Nato führen könnten.

Der russische Chefdiplomat betonte, dass die Völker das Recht auf Selbstbestimmung hätten. Russland hatte sich die Krim und dann auch in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine die Gebiete Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson nach international nicht anerkannten Volksabstimmungen einverleibt. Grönland selbst bezeichnete er als «koloniale Eroberung» und «nicht natürlichen Teil» Dänemarks. (sda/dpa)
13:26
Ehemaliges AKW Tschernobyl vom Stromnetz abgeschnitten
Das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ist im Zuge von Kampfhandlungen vom Stromnetz abgeschnitten worden.

Das berichtete die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien auf der Plattform X. Zu einer möglichen Notversorgung, etwa durch Generatoren, sagte die Organisation zunächst nichts.

In Tschernobyl kam es 1986 zu einem verheerenden Atomunfall. Noch heute werden dort radioaktive Abfälle gelagert.

Mehrere für die nukleare Sicherheit wichtige Umspannwerke seien am Dienstagmorgen von grossflächigen Militäraktionen betroffen gewesen, teilte IAEA-Chef Rafael Grossi mit. Dies habe nicht nur Auswirkungen auf Tschernobyl, sondern auch auf die Stromversorgung anderer Kernkraftwerke. «Die IAEA verfolgt die Entwicklungen aufmerksam, um Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit zu bewerten», sagte er. (sda/dpa)
9:19
Russland überzieht Kiew erneut mit schweren Luftangriffen
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach erneuten russischen Angriffen in der Nacht Behördenangaben zufolge vielerorts die Strom-, Wärme- und Wasserversorgung zusammengebrochen. «Nach dieser Attacke auf die Hauptstadt sind 5635 Hochhäuser ohne Heizung», teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Zum Grossteil seien die Gebäude betroffen, die auch schon bei dem verheerenden russischen Schlag am 9. Januar in Mitleidenschaft gezogen wurden, schrieb er. Russland setzte der ukrainischen Luftwaffe zufolge sowohl Raketen als auch Drohnen und Marschflugkörper bei der Attacke ein.

Vorläufigen Informationen nach gab es eine Verletzte bei dem Angriff. Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine 59-jährige Frau. Neben Schäden bei Energieanlagen traf es Wohnhäuser und private Pkw. Mehrere Autos gingen durch herabfallende Drohnentrümmer in Flammen auf. Am linken Ufer des Dnipro sei zudem die Wasserversorgung ausgefallen, teilte Klitschko mit.

Für Kiew ist dies der schlimmste Winter seit Kriegsbeginn. Russland beschiesst in seinem Krieg gegen die Ukraine systematisch das Energiesystem des Nachbarlands. Inzwischen ist das Netz so geschwächt, dass es täglich zu stundenlangen Stromausfällen kommt. Mehrere schwere Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt zu Beginn des Jahres und anhaltende starke Fröste verschärfen die Situation für viele Menschen. Die Behörden haben Notunterkünfte eingerichtet, in denen sich die Bürger aufwärmen, Wasser holen oder ihr Handy aufladen können. (sda/dpa)




Menschen in Kiew suchen Schutz in der U-Bahn.
9:52
Weitere Verhandlungen mit US-Seite
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete von weiteren Gesprächen seines Chefunterhändlers Rustem Umjerow in den USA mit Beauftragten von Präsident Donald Trump über eine mögliche künftige Nachkriegsordnung. Die Arbeit an Dokumenten, die für eine Beendigung des Kriegs notwendig seien, liefen weiter, sagte Selenskyj.

Die Ukraine habe die Verhandlungen erneut auch genutzt, um die US-Seite auf die russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes hinzuweisen. Besonders in der Hauptstadt Kiew sei die Lage angesichts der Schäden weiter extrem hart, sagte Selenskyj. Er forderte erneut mehr internationalen Druck auf Russland, den Krieg zu beenden.


Umjerow und US-Aussenminister Rubio (Archivbild)

Umjerow berichtete, dass sich die ukrainische Delegation unter anderem mit dem US-Beauftragten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner getroffen habe. Es sei erneut um den Wiederaufbau der Ukraine und um Sicherheitsgarantien vor künftigen russischen Angriffen nach einem möglichen Kriegsende gegangen. Details nannte Umjerow nicht. Die Gespräche sollten auch in den kommenden Tagen in Davos beim Weltwirtschaftsforum fortgesetzt werden. (sda/dpa)
22:17
Kiews Oberbefehlshaber Syrskyj kündigt neue Offensive an
Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj hat parallel zu den laufenden Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Kriegsende in einem Interview eine neue Offensive gegen Russlands Truppen angekündigt. Es gebe Erfolge bei der Mobilmachung und der Ausrüstung der ukrainischen Soldaten, sagte Syrskyj in einem Interview des Medienportals «LB.ua». Die Ergebnisse seien besser als noch vor sieben Monaten. Syrskyj geht demnach davon aus, dass Russland sich weiter die gesamte Ukraine einverleiben wolle.

«Daher werden wir entsprechend Offensivoperationen durchführen», sagte er. Die strategische Verteidigungsinitiative sei notwendig, weil die Ukraine allein durch Verteidigung keinen Sieg erringen könne. Ziel sei es, den Feind Russland zu einem noch höheren Aufwand bei Personal, Munition und Bewaffnung zu bringen.

Schon jetzt seien die Verluste der Russen bei den Kämpfen höher als auf ukrainischer Seite. Der Ukraine sei es gelungen, ihre Verluste weiter zu reduzieren, sagte Syrskyj. (sda/dpa)
10:33
Selenskyj: Tote und viele Verletzte nach Russlands Angriffen
Bei neuen russischen Luftangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Dutzende Menschen verletzt und mindestens zwei getötet worden. «Mein Beileid gilt ihren Familien und Angehörigen», teilte der Staatschef am Morgen in den sozialen Netzwerken mit. Russland habe erneut mehr als 200 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Betroffen gewesen seien die Gebiete Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa. Selenskyj forderte erneut mehr Hilfe von den Verbündeten.



«Allein in dieser Woche wurden mehr als 1.300 Angriffsdrohnen, rund 1.050 Gleitbomben und insgesamt 29 Raketen verschiedener Typen eingesetzt», teilte Selenskyj weiter mit. «Deshalb braucht die Ukraine noch mehr Schutz – vor allem mehr Raketen für Luftabwehrsysteme.» Das sei von den Verbündeten auch versprochen worden, hiess es in einem Video, das Selenskyj mit Bildern von den Schäden und Folgen der russischen Angriffe veröffentlichte.

Selenskyj warf Russland einmal mehr auch vor, den diplomatischen Prozess für eine Beendigung des Krieges gezielt hinauszuzögern. Neben mehr Unterstützung für die Ukraine brauche es auch mehr Druck auf Russland. Die Ukraine wehrt sich inzwischen seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

Russland greift gezielt Energieinfrastruktur an

Russland greift täglich an, vor allem auch die Energieinfrastruktur der Ukraine. Die Folge sind grossflächige Strom- und Heizungsausfälle. Damit will Moskau auch den Druck auf das Land erhöhen, sich auf einen Friedensplan zu russischen Bedingungen einzulassen. Kiew lehnt das ab.

«Die Lage im Energiesystem bleibt schwierig, aber wir tun alles, um alle Dienstleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen», sagte Selenskyj. Die Reparaturteams seien unter schweren winterlichen Wetterbedingungen rund um die Uhr im Einsatz.

Nach ukrainischen Gegenangriffen in russischen Regionen kämpfen auch da Einsatzkräfte gegen Stromausfälle. Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Morgen von 63 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern und Schäden machte das Ministerium wie in den meisten Fällen keine Angaben. Die Schäden und die Zahl der Opfer auf russischer Seite sind deutlich geringer als auf ukrainischem Gebiet. (sda/dpa)
16:05
China stoppt Stromimporte aus Russland
China hat zum 1. Januar die Stromimporte aus Russland gestoppt. Grund dafür sind laut der russischen Zeitung «Kommersant» gestiegene Exportpreise, die inzwischen über dem inländischen Strompreis in China liegen.

Russland lieferte bisher jährlich rund vier Milliarden Kilowattstunden Strom nach China. Zwar laufen die Verträge bis 2037 weiter, eine baldige Wiederaufnahme der Exporte gilt jedoch als unwahrscheinlich. Inter RAO schliesst sie nur bei neuen, für beide Seiten vorteilhaften Konditionen nicht aus.

Der Rückgang der Exporte dürfte auch mit ukrainischen Angriffen auf russische Energieinfrastruktur zusammenhängen, die Russlands Einnahmen aus dem Energiesektor schwächen sollen. (hkl)
14:55
Tipps für den Kriegsalltag in Kiew ohne Strom und Heizung
Seit über einer Woche haben die Einwohner der ukrainischen Hauptstadt Kiew kaum Heizung, Strom und Wasser. Ein schwerer russischer Luftangriff hat gezielt die Versorgungsnetze der Drei-Millionen-Stadt lahmgelegt. Dabei herrscht strenger Frost mit zweistelligen Minusgraden. Wohnungen kühlen aus. Lifte in Hochhäusern funktionieren nicht.

Die Stadt hat etwa 1.200 sogenannte «Punkte der Unbeugsamkeit» eingerichtet. Das sind Aufwärmstuben in Schulen, Kindergärten und ähnlichen Gebäuden oder mobil in Zelten. Dort kann man auch heissen Tee trinken und Handys, Powerbanks oder Laptops aufladen. Auch in Läden oder Cafés mit einem Generator kann man sich aufhalten.



Das Nachrichtenportal «Ukrajinska Prawda» sammelte Tipps, wie man unter eisigen Bedingungen warm bleibt. Geraten wird unter anderem:


* Sich bewegen. Kein Sport, aber alle 30 bis 40 Minuten etwas Gymnastik, aktive Spiele oder Tanzen.

* Wenn es eine Wärmequelle in der Wohnung gibt, nur das kleinste Zimmer heizen. Die Familie dort versammeln. Fenster und Türen abdichten.

* In der Wohnung ein Zelt aufstellen oder eine Höhle bauen wie in Kindertagen, gepolstert mit Decken oder Pelzmänteln. Darin könne es fünf bis sieben Grad und damit spürbar wärmer sein als aussen.

* Nicht den ganzen Körper waschen, um nicht auszukühlen. Nur Hygiene einzelner Körperteile.

* Umarmen, Kuscheln oder Sex haben, wenn auch nicht vollständig entkleidet. «Das ist ein gutes Anti-Stress-Mittel: Umarmungen und Sex senken den Stresspegel», wird eine Ärztin zitiert.

* Das Auto nur kurzzeitig zum Aufwärmen nutzen. Auf keinen Fall darin schlafen.

* Gemeinschaft schaffen: Ein Picknick mit den Nachbarn im Hof, Singen, Tanzen. «Gemeinschaft hilft, die Seele zu wärmen, das ist nicht weniger wichtig als ein warmer Körper.» (sda/dpa)
14:26
Ukrainische Unterhändler zu Gesprächen in den USA
Die ukrainischen Unterhändler für eine Friedensregelung für das von Russland angegriffene Land sind zu den angekündigten Gesprächen in den USA eingetroffen. Das teilte Kyrylo Budanow, Leiter des ukrainischen Präsidentenamtes, auf Telegram mit. Er wird vom Leiter des ukrainischen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, und dem Fraktionschef der Präsidentenpartei Diener des Volkes, Dawyd Arachamija, begleitet.

«Die Ukraine braucht einen gerechten Frieden. Für dieses Resultat arbeiten wir», schrieb Budanow.

Das Treffen soll in Miami im US-Bundesstaat Florida stattfinden. Dabei soll es ukrainischen Angaben zufolge vor allem um Sicherheitsgarantien und die langfristige ökonomische Entwicklung des osteuropäischen Landes gehen. Budanow nannte als Gesprächspartner den US-Sondergesandten Steve Wikoff, Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und den für das Heer zuständigen Staatssekretär Daniel Driscoll aus dem Pentagon. (sda/dpa)
21:56
Einigung auf Waffenruhe beim AKW Saporischschja
Für die Reparatur einer beschädigten Stromleitung haben die Kriegsgegner Ukraine und Russland zum vierten Mal eine örtliche Waffenruhe unweit des russisch kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja vereinbart. «Techniker des ukrainischen Stromnetzbetreibers werden voraussichtlich in den kommenden Tagen mit den Reparaturarbeiten an der 330-Kilovolt-Leitung beginnen», teilte die Internationale Atomaufsichtsbehörde (IAEA) in Wien mit. Ein IAEA-Team werde die Arbeiten überwachen.

Die Leitung war demnach vor zwei Wochen infolge von Kämpfen beschädigt worden. Anlagen des stillgelegten AKWs seien nur über die verbliebene 750-Kilovolt-Leitung mit Strom versorgt worden. (sda/dpa)


21:02
Selenskyj warnt vor massiven russischen Angriffen
Vor dem Hintergrund einer Kältewelle und massiven Problemen bei der Energieversorgung hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor neuen massiven russischen Luftangriffen gewarnt. «Bitte beachtet die Luftalarme», sagte der Staatschef in seiner abendlichen Videobotschaft.

Zugleich kritisierte er die westlichen Verbündeten. «Wir reden ehrlich mit den Partnern über die notwendigen Raketen für die Flugabwehr und Flugabwehrsysteme. Die Lieferungen reichen nicht aus», betonte Selenskyj. Kiew dränge die Partnerstaaten zu einer Beschleunigung des Lieferprozesses. (sda/dpa)

19:50
Gespräche mit USA am Samstag
Die Ukraine hat für diesen Samstag Gespräche in den USA über die «zukünftige Sicherheitsarchitektur» und die «langfristige ökonomische Entwicklung» des osteuropäischen Landes angekündigt. Dabei solle an Abkommen über Sicherheitsgarantien und zum «wirtschaftlichen Aufblühen der Ukraine» mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 690 Milliarden Euro gearbeitet werden, schrieb die ukrainische Botschafterin in Washington, Olha Stefanischyna, auf Facebook.

Als Verhandlungsort nannte sie Miami im Staat Florida. Bei einem günstigen Verlauf könne es bereits kommende Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) zu einer Unterzeichnung kommen.

17:23
Ukrainische Unterhändler auf dem Weg in die USA
Ukrainische Unterhändler sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj unterwegs in die USA. Das ukrainische Team arbeite «trotz allem» aktiv mit Vertretern von US-Präsident Donald Trump, teilte Selenskyj mit. In diesen Tagen seien Treffen geplant. Der US-Präsident hatte in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters zuletzt die Einschätzung geäussert, dass er Selenskyj für ein grösseres Hindernis auf dem Weg zu Frieden hält als Kremlchef Wladimir Putin.

Zur ukrainischen Delegation gehören der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats Rustem Umjerow, Selenskyjs neuer Kanzleichef Kyrylo Budanow und der Abgeordnete David Arachmija. Kiew erhoffe sich mehr Klarheit sowohl in Bezug auf die Dokumente, die mit der US-Seite vorbereitet worden seien, als auch in Bezug auf eine Rückmeldung Russlands auf die diplomatische Arbeit, sagte Selenskyj. (sda/dpa)

13:10
Ukraine verlängert Kriegsrecht
In der von Russland angegriffenen Ukraine sind das geltende Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung bis Anfang Mai verlängert worden.

Für beide Gesetzvorlagen stimmte jeweils eine deutliche Mehrheit von mehr als 300 Abgeordneten. Die Entwürfe waren von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht worden. (sda/dpa)

11:00
Razzia in Parteibüro von ukrainischer Ex-Regierungschefin Timoschenko
Das Büro der Vaterlandspartei der früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko ist von Ermittlern der ukrainischen Antikorruptionsbehörden durchsucht worden.

Das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) informierten über eine Verdachtsmitteilung für die Chefin einer Parlamentsfraktion. Sie solle das Abstimmungsverhalten von Abgeordneten anderer Parlamentsgruppen mit Geldzahlungen beeinflusst haben.

Timoschenko selbst schrieb nach der Razzia auf Facebook: «Über 30 bis an die Zähne bewaffnete Männer haben ohne Vorlage jeglicher Dokumente faktisch das Gebäude besetzt und die Mitarbeiter als Geiseln genommen.» Sie bezeichnete die Massnahme als «PR-Aktion» und wies «alle absurden Anschuldigungen kategorisch zurück». Es seien Telefone, Parlamentsdokumente und «persönliche Ersparnisse» beschlagnahmt worden.

Der Verdächtigten drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis. Timoschenko ist Chefin der mit 25 Abgeordneten drittstärksten Fraktion im Parlament, der Vaterlandspartei. Im vergangenen Juli hatte sie NABU und SAP als Mittel ausländischer Kontrolle über die Ukraine kritisiert. (sda/dpa)

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Februar 2022 befahl der russische Präsident Wladimir Putin einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zunächst wurde das gesamte Staatsgebiet des Nachbarlandes angegriffen, mittlerweile konzentrieren sich die Kampfhandlungen auf den Osten, wo Russland regelmässig kleine Geländegewinne verbuchen kann.
  • Die russische Armee bombardiert unnachlässig alle grösseren Städte der Ukraine aus der Luft. Auch Wohnhäuser werden immer wieder getroffen.
  • Die Ukraine wehrt sich ihrerseits mit Drohnenangriffen auf die russische Kriegsinfrastruktur und die Waffenproduktion.
  • Bemühungen um einen Waffenstillstand tragen bisher keine Früchte. Die Versuche von US-Präsident Donald Trump, Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj an einen Tisch zu bringen, sind allesamt gescheitert.
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