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Ukraine-Ticker: Russische Drohne fliegt nach Belarus

A Ukrainian soldier, aka Borchik, of the ACHILLES battalion of the 92nd brigade, operates a suicide FPV drone over Russian positions in Kharkiv region, Ukraine, Sunday, May 12, 2024. (AP Photo/Evgeniy ...
Ein ukrainischer Soldat steuert eine Drohne.Bild: keystone
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Ukrainischer Geheimdienst-Chef verrät: Gegen Putin gab es Mordpläne

Die aktuellsten News zum Ukraine-Krieg im Liveticker.
13.07.2024, 11:5613.07.2024, 15:54
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  • Im Februar 2022 befahl der russische Präsident, Wladimir Putin, einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zunächst wurde das gesamte Staatsgebiet des Nachbarlandes angegriffen, mittlerweile konzentrieren sich die Kampfhandlungen auf den Osten.
  • Die ukrainische Gegenoffensive, um besetztes Gebiet zu befreien, blieb stecken. Die russische Armee greift nun weiter an und konnte im Osten zwischenzeitlich Geländegewinne erzielen. Jüngst scheiterte aber eine erneute Offensive auf die Stadt Charkiw, die Ukraine konnte diese ohne grosse Probleme zurückschlagen.
  • Die russische Armee bombardiert zudem regelmässig alle grösseren Städte der Ukraine aus der Luft. Für grosses Entsetzen sorgte jüngst ein russischer Angriff auf Kiew, bei dem eine Kinderklinik getroffen wurde, mindestens 37 Menschen starben, darunter 13 Kinder.
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17:34
Selenskyj zu Bidens Versprecher: Können Fehler vergessen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat gelassen auf einen Versprecher von US-Präsident Joe Biden reagiert. Biden hatte bei einer Rede auf dem Nato-Gipfel Selenskyjs Namen mit dem des russischen Präsidenten Wladimir Putin vertauscht. Bei einem Zwischenstopp in Irland wurde Selenskyj nun darauf angesprochen.
epa11473435 US President Joe Biden (L) and Ukraine President of Ukraine Volodymyr Zelensky (R) shake hands during a ceremony for the ?Ukraine Compact? during the North Atlantic Treaty Organization (NA ...
Bild: keystone
Auf die Frage, wie seine Reaktion ausfalle, antwortete Selenskyj, es sei ein Fehler gewesen. «Die Vereinigten Staaten haben den Ukrainern viel Unterstützung zukommen lassen. Ich denke, wir können ein paar Fehler vergessen.»

Biden bemerkte Fehler schnell


Biden hatte am Donnerstag über den russischen Angriffskrieg gesprochen und Selenskyj das Wort erteilen wollen: «Nun übergebe ich das Wort an den Präsidenten der Ukraine, der ebenso viel Mut wie Entschlossenheit besitzt. Meine Damen und Herren: Präsident Putin.»

Noch während er sich vom Rednerpult wegdrehte, bemerkte der 81-Jährige den Fehler. Er korrigierte sich und sagte entschuldigend, er sei so sehr darauf konzentriert, Putin zu besiegen. Selenskyj, der neben ihm auf der Bühne stand, konterte scherzhaft mit den Worten: «Ich bin besser.»

Debatte über Bidens Eignung


Der Patzer befeuerte Diskussionen über Bidens erneute Präsidentschaftskandidatur. Er wird derzeit genau beobachtet, nachdem er bei einem TV-Duell gegen seinen Konkurrenten Donald Trump Zweifel an seiner geistigen und körperlichen Fitness gesät hatte.

Irlands Regierungschef Simon Harris wurde ebenfalls auf Biden angesprochen. In jüngsten Gesprächen habe er den Präsidenten so engagiert und informiert erlebt wie sonst auch, sagte Harris der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

(sda/dpa)
16:27
Kremlsprecher droht mit Reaktion auf Raketen-Stationierung
Der Kreml hat dem Westen indirekt mit einer harten Reaktion auf die Stationierung weitreichender amerikanischer Waffen in Europa gedroht. «Natürlich» werde Moskau auf diese Stationierung antworten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow auf die entsprechende Frage eines russischen Fernsehjournalisten.
Kremlin spokesman Dmitry Peskov attends a meeting of Russian President Vladimir Putin with the new cabinet members at the Kremlin in Moscow, Russia, Tuesday, May 14, 2024. (Vyacheslav Prokofyev, Sputn ...
Bild: keystone
«Es gab immer die paradoxe Situation: Die USA haben Raketen verschiedener Reichweiten und Kaliber stationiert, und diese traditionell immer gegen unser Land ausgerichtet.» Russland wiederum habe seine Raketen gegen Ziele in Europa ausgerichtet.

«Unser Land steht im Fadenkreuz amerikanischer Raketen in Europa», wurde Peskow weiter von der Staatsagentur Tass zitiert. «Wir haben das alles schon einmal durchgemacht, es gab das schon einmal.» Doch Russland habe die Fähigkeit zur Abschreckung dieser Raketen. «Aber das potenzielle Opfer sind die Hauptstädte dieser Staaten», fügte er drohend hinzu.

Am Rande des Nato-Gipfels in Washington in dieser Woche war bekanntgeworden, dass die USA von 2026 an in Deutschland wieder Waffensysteme stationieren wollen, die weit bis nach Russland reichen. Darunter sollen Marschflugkörper vom Typ Tomahawk mit einer Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern sein, die technisch gesehen auch nuklear bestückt sein können, sowie Luftabwehrraketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Hyperschallwaffen. Russland und China reagierten erbost auf die Ankündigung.

(sda/dpa)
15:52
Kiewer Geheimdienstchef: Gegen Putin gab es Mordpläne
Gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin hat es nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes schon mehrere versuchte Attentate gegeben. «Aber wie Sie sehen, waren sie erfolglos», sagte Geheimdienstchef Kyrylo Budanow einem Interviewer des ukrainischen Portals «New Voice». Dabei gab der General keine Hinweise, worauf seine Behauptung sich stützt. Er sprach auch nicht davon, dass sein Dienst oder andere Kiewer Geheimdienste in solche Pläne verwickelt sein könnten.
Maj. Gen. Kyrylo Budanov, Ukraine's military intelligence chief attends the forum Ukraine 2024, in Kyiv, Ukraine, Sunday, Feb. 25, 2024. (AP Photo/Evgeniy Maloletka)
Bild: keystone
Budanow ist aber für Provokationen bekannt, die Teil seiner psychologischen Kriegführung sind. Der Kreml reagierte auf die Äusserung: Sprecher Dmitri Peskow stellte klar, dass für die Sicherheit des ersten Mannes in Russland angemessen gesorgt werde. «Die Bedrohung durch das Kiewer Regime ist offensichtlich», sagte er in Moskau der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.

Vergleich mit dem Tod Stalins


Budanow goss weiter Öl ins Feuer mit der Aussage, Putin sei in der russischen Elite nicht mehr die von allen anerkannte Kompromissfigur. Weil er aber seit mehr als 20 Jahren an der Macht sei, hätten die Russen Angst, ihn zu verlieren. Deshalb erwarte er nach einem Ableben Putins Ähnliches wie nach dem Tod des Sowjetdiktators Josef Stalin 1953. Für Menschen in der Sowjetunion sei damals «ihre ganze Welt zusammengebrochen, sie wussten nicht, wie sie weiterleben sollten», sagte der Leiter des Militärgeheimdienstes.

Über versuchte Anschläge auf Putin in seiner langen Zeit als Kremlchef ist wenig bekannt. Budanow behauptete im Mai 2022, wenige Tage nach dem von Putin befohlenen Angriffskrieg auf die Ukraine sei ein Attentat von Männern aus dem Kaukasus gescheitert. Belege dafür gab es nicht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte einmal in einem Interview, er habe bei Anschlagsplänen gegen ihn aufgehört zu zählen. Direkt nach dem russischen Einmarsch vom Februar 2022 hatten russische Spezialkräfte in Kiew Jagd auf ihn gemacht. Zuletzt wurde im Mai dieses Jahres die Spitze des Personenschutzes neu organisiert. Dort waren angeblich zwei Offiziere von Moskau für Attentate auf Selenskyj, Budanow und andere ukrainische Offizielle angeheuert worden.

(sda/dpa)
11:55
Russische Drohne fliegt nach Belarus
Eine russische Kampfdrohne ist Kiewer Militärangaben zufolge bei einem Angriff über die Ukraine hinweg nach Belarus geflogen. Russland habe die Ukraine mit fünf Shahed-Drohnen iranischer Bauart angegriffen, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Vier Drohnen seien über den Gebieten Charkiw und Donezk abgeschossen worden. «Die fünfte verliess den Luftraum der Ukraine in Richtung des Gebietes Gomel in Belarus», schrieb Luftwaffenkommandeur Mykola Oleschtschuk auf seinem Telegramkanal.



Der als zuverlässig bekannte belarussische Militärblog Hajun-Projekt bestätigte den Vorfall. Demnach sei die russische Drohne etwa drei Stunden lang über Belarus bis weit in den Norden nach Witebsk geflogen. Zum Ende des Flugs sei nichts bekannt. Das belarussische Militär habe das Flugobjekt mit einem Kampfjet und einem Helikopter verfolgt.

Den Hajun-Angaben nach war schon am Donnerstagabend eine russische Shahed-Drohne von der Ukraine kommend in den belarussischen Luftraum geflogen. Ein Jet und ein Hubschrauber hätten den Flug beobachtet. Nach etwa einer Stunde sei die Drohne zurück in die Ukraine geflogen in das Sperrgebiet um das zerstörte Kernkraftwerk Tschernobyl. Von ukrainischer Seite gab es keine Angaben zu diesem Vorfall. Im Kiewer Luftwaffenbericht von Freitagmorgen wurde er nicht erwähnt.

Moskaus engster Verbündeter

Belarus ist der engste Verbündete Russlands. Machthaber Alexander Lukaschenko hat sein Land als Aufmarschgebiet gegen die Ukraine zur Verfügung gestellt. Belarussische Truppen haben aber soweit bekannt nicht in den Krieg eingegriffen. Trotzdem sind Kiew und Minsk nervös, zumal in Belarus derzeit ein gemeinsames Manöver mit chinesischen Soldaten stattfindet. Beide Seiten werfen einander vor, Provokationen vorzubereiten.

Ein ukrainischer Drohnenangriff setzte in der Nacht ein Tanklager im Kreis Zimljansk im südrussischen Gebiet Rostow in Brand. Später teilte Gouverneur Wassili Golubew mit, das Feuer sei gelöscht worden. (sda/dpa)
9:46
Brand in russischer Ölraffinerie nach Drohnenangriff
Die Ukraine hat nach russischen Angaben mit einer Drohne eine Ölraffinerie in der Region Rostow im Süden Russlands in Brand gesetzt. Nach dem Drohnenangriff in der Nacht zum Samstag sei in der Raffinerie im Verwaltungsbezirk Zimljansk ein Feuer ausgebrochen.



Wie Rostows Gouverneur Wassili Golubew im Onlinedienst Telegram mitteilte, gibt es ersten Erkenntnissen zufolge keine Toten oder Verletzten. Der Angriffsort ist mehrere hundert Kilometer von der Frontlinie in der Ukraine entfernt.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte unterdessen, die russische Armee habe insgesamt vier von der Ukraine abgefeuerte Drohnen abgefangen und zerstört, zwei in der Region Rostow, eine in der Region Belgorod an der ukrainischen Grenze und eine in der Grenzregion Kursk weiter nördlich. Den Brand in der Ölraffinerie erwähnte das Ministerium nicht.

Russland und die Ukraine setzen seit Beginn der russischen Offensive im Februar 2022 bei ihren gegenseitigen Angriffen regelmässig Drohnen ein. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russisches Territorium in den vergangenen Monaten verstärkt und zielt dabei unter anderem auf die Energieinfrastruktur Russlands. Die russische Armee nimmt ihrerseits systematisch die ukrainische Energieinfrastruktur unter Beschuss. (sda/afp)
20:08
Drei Tote bei Absturz von Regionalflugzeug in Russland
Beim einem Flugzeugabsturz in Russland sind laut russischen Nachrichtenagenturen am Freitag drei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das russische Regionalflugzeug vom Typ Suchoi Superjet 100 sei nach planmässigen Reparaturen auf einem Testflug gewesen, als es etwa eine Stunde nach Abflug über einem bewaldeten Gebiet nahe Moskau zu dem Vorfall kam, berichtete die Nachrichtenagentur Tass.

«Nach vorläufigen Informationen wurden drei Piloten getötet. Alle, die an Bord waren», zitierte die Agentur Rettungsdienste. Wie Tass weiter berichtete, gehörte das Flugzeug dem Konzern Gazprom. Den Staatsmedien zufolge war das Flugzeug auf dem Weg zum Moskauer Wnukowo-Flughafen.

Es stürzte in eine Waldgegend des Bezirks Kolomensky etwa 60 Kilometer südöstlich der russischen Hauptstadt. Fotos und Videos in den Onlinenetzwerken zeigten, wie eine graue Rauchwolke von der Absturzstelle aufstieg.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA hat das russische Ermittlungskomitee eine Untersuchung zu dem Absturz eröffnet. (sda/afp)
19:45
Kiew: Angriffe nicht um der Angriffe willen
Die Ukraine möchte Angriffe im russischen Hinterland oder auf russischem Staatsgebiet laut Präsidentenberater Mychajlo Podoljak nicht einfach um der Angriffe willen führen. Es gehe nicht um symbolische Einzelschläge, so Podoljak, Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj.

«Es geht um die systematische Zerstörung von Luftwaffenstützpunkten, auf denen die strategische Luftfahrt stationiert ist», sagte er. Diese führe bewusst massive Schläge gegen die Zivilbevölkerung und zivile Objekte in der Ukraine aus.

Podoljak machte zudem klar, dass die Ukraine nicht wahllos Ziele in Russland angreifen wolle. «Die richtige Strategie besteht darin, Russland auf dreierlei Weise zu schwächen: Erhöhung der Kriegskosten, Zerstörung der Logistik und Verlängerung der Zeit, die benötigt wird, um Ressourcen auf das Schlachtfeld zu bringen», schrieb Podoljak auf der Plattform Telegram. (sda/dpa)
FILE - Ukrainian Presidential adviser Mykhailo Podolyak speaks during an interview with The Associated Press in Kyiv, Ukraine, on Feb. 16, 2023. Podolyak said that Moscow's claims of a Ukrainian  ...
Bild: keystone
19:30
Moskau: Verteidigungsminister Russlands und der USA telefonieren
Nach der Ankündigung zur Stationierung von US-Langstreckenraketen in Deutschland haben Russlands Verteidigungsminister Andrej Beloussow und sein US-Kollege Lloyd Austin nach russischen Angaben miteinander telefoniert. Sie hätten über eine Verringerung des Risikos einer «möglichen Eskalation» gesprochen.

Die Initiative für das Telefonat sei von Moskau ausgegangen, teilte das russische Verteidigungsministerium am Freitag mit. Dabei seien «die Frage einer Vermeidung von Sicherheitsbedrohungen und die Reduzierung der Gefahr einer möglichen Eskalation erörtert worden».

Eine Sprecherin des Pentagons sagte vor Journalisten, Austin habe im Gespräch die «Bedeutung der Aufrechterhaltung von Kommunikationsdrähten» mit Moskau inmitten des Konflikts in der Ukraine und kurz nach dem Nato-Gipfel in Washington betont.

Das letzte offizielle Gespräch zwischen den Verteidigungsministern Russlands und der USA hatte am 26. Juni stattgefunden. Laut Moskau hatte Beloussow damals «die Gefahr einer weiteren Eskalation» im Zusammenhang mit der «Lieferung von US-Waffen» an Kiew «unterstrichen». (sda/afp)
Russian First Deputy Prime Minister Andrei Belousov speaks to the mobile phone before a meeting of the Skolkovo Foundation Board of Trustees in Moscow region, Russia, on Monday, Nov. 13, 2023. Russian ...
Bild: keystone
14:15
Atombehörde verurteilt russischen Angriff auf Kinderklinik in Kiew
Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verurteilt den russischen Angriff auf eine Kinderklinik in Kiew. In einer Resolution wies das Gremium darauf hin, dass das Krankenhaus eine von der IAEA mitfinanzierte Einheit für Krebsdiagnostik und Strahlentherapie betreibt.

Am Montag war eine Rakete in ein Gebäude auf dem Gelände des Kinderkrankenhauses «Ochmatdyt» eingeschlagen. Zwei Erwachsene, darunter eine Ärztin, wurden getötet. Über 30 Menschen, unter ihnen mindestens 8 Kinder, wurden verletzt. Nach Angaben ukrainischer Behörden wurde bei dem Angriff keine radioaktive Strahlung freigesetzt.

Die Klinik spiele «eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Kinderkrebs in der Ukraine», hiess es in der Resolution. Die finanzielle Unterstützung durch die IAEA sei «unentbehrlich, um junges Leben zu retten und die Auswirkungen von Krebs zu lindern».

Von den 34 stimmberechtigten Staaten im Gouverneursrat der IAEA unterstützten 20 die Resolution, wie die Deutsche Presse-Agentur von Diplomaten erfuhr. Zwölf Länder enthielten sich der Stimme. Nur Russland und China stimmten dagegen. (sda/dpa)
12:18
London: Russland verliert 70.000 Soldaten in zwei Monaten
Die russischen Truppen haben in ihrem Angriffskrieg nach britischen Schätzungen allein in den vergangenen zwei Monaten mehr als 70.000 Soldaten verloren.

Im Mai habe die tägliche Rate von Getöteten und Verwundeten 1262 Soldaten betragen, im Juni seien es durchschnittlich 1163 gewesen, teilte das britische Verteidigungsministerium unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mit.

Es sei wahrscheinlich, dass Russland auch in den kommenden zwei Monaten mehr als 1000 Soldaten täglich verliert, da versucht werde, die ukrainischen Stellungen mit Massenangriffen zu überwältigen.

«Der Anstieg bei den Verlusten spiegelt wider, dass Russland im Gebiet Charkiw eine neue Front eröffnet und die Angriffsrate an den übrigen Fronten gleich gehalten hat», hiess es zur Erklärung in London. Russland habe zwar den Druck auf die Front erhöht. «Aber eine wirksame ukrainische Verteidigung und mangelnde russische Ausbildung schränken Russlands Möglichkeiten ein, taktische Erfolge zu erzielen, trotz der Versuche, die Frontlinie weiter auszudehnen.»

Die Ukraine verteidigt sich seit Februar 2022 gegen den Angriff Russlands. Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seitdem regelmässig Informationen zum Kriegsverlauf. Moskau wirft London Desinformation vor. (sda/dpa)
12:16
Gericht der Volksrepublik Donezk verurteilt OSZE-Mitarbeiter wegen Spionage
Ein Gericht in der von Russland besetzten und beanspruchten ostukrainischen Region Donezk hat einen ehemaligen Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wegen angeblicher Spionage verurteilt.

Das sogenannte Oberste Gericht der Donezker Volksrepublik verhängte eine 14-jährige Haftstrafe gegen den aus der Region stammenden Ukrainer, wie die russische Staatsanwaltschaft mitteilte.

Der für Sicherheit zuständige Assistent soll für einen «ausländischen Geheimdienst» im Dezember 2021 Daten über Industrieobjekte gesammelt haben. Er war im April 2022 genauso wie andere Ex-OSZE-Mitarbeiter festgenommen worden. Zusätzlich beschlagnahmte das Gericht 43 gepanzerte Geländewagen der damaligen OSZE-Beobachtermission. Diese waren nach dem russischen Einmarsch zurückgelassen worden.

Die OSZE verlangte in einer Reaktion die Freilassung des Mannes. «Personen, die im Rahmen eines internationalen Mandats arbeiten, sollten niemals für die Erfüllung ihrer Aufgaben festgenommen, schikaniert oder inhaftiert werden», sagte die OSZE-Generalsekretärin Helga Maria Schmid einer Mitteilung zufolge. Insgesamt seien nun drei örtliche Mitarbeiter zu langjährigen Haftstrafen in Luhansk und Donezk verurteilt worden.

Eine Mission der OSZE versuchte zwischen 2014 und 2022, vereinbarte Waffenstillstände zwischen den von Russland kontrollierten ostukrainischen Separatisten und den ukrainischen Truppen in den Gebieten Donezk und Luhansk zu überwachen. Kurz nach dem Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 wurden die ausländischen Beobachter abgezogen. Die örtlichen Angestellten bekamen Medienberichten zufolge nur eine Kündigung und wurden zurückgelassen. (sda/dpa)
7:43
UN-Vollversammlung verlangt Russlands Rückzug von AKW
Die Weltgemeinschaft hat Russland zu einem Rückzug vom ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja aufgefordert. 99 der 193 Mitglieder der Vollversammlung der Vereinten Nationen stimmten am Donnerstag für eine entsprechende Resolution, die von Deutschland und Dutzenden weiteren Ländern eingebracht wurde. Neun Länder stimmten dagegen, 60 enthielten sich.

Der rechtlich nicht bindende Beschluss des grössten UN-Gremiums fordert unter anderem, «dass die Russische Föderation dringend ihr militärisches und sonstiges nicht autorisiertes Personal aus dem Kernkraftwerk Saporischschja abzieht und das Kraftwerk unverzüglich wieder unter die volle Kontrolle der souveränen und zuständigen Behörden der Ukraine stellt».

Moskau müsse auch unverzüglich seine Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine einstellen, hiess es im Text weiter. Zudem bekräftigte die Vollversammlung ihre Forderung an Russland, den Angriff auf sein Nachbarland zu beenden und sich aus der Ukraine zurückzuziehen.

Die Zustimmung von 99 Ländern gilt normalerweise als solides Ergebnis für eine Resolution – hinter vorherigen Resolutionen zum Rückzug Russlands aus der Ukraine mit über 140 Ja-Stimmen fällt der neuerliche Beschluss allerdings deutlich zurück.

Im April musste der letzte Reaktor des wichtigen Atomkraftwerks im Süden der Ukraine wegen Beschusses in den Kaltzustand versetzt werden – wie fünf weitere Reaktoren bereits vorher. Das mit knapp sechs Gigawatt leistungsstärkste AKW Europas wurde kurz nach Beginn von Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine von russischen Truppen besetzt – und später vermint.

Mehrfach geriet es unter Beschuss, worauf international die Sorge vor einem Atomunglück stieg. Beide Kriegsparteien werfen einander immer wieder vor, einen Vorfall provozieren zu wollen. Wegen der Gefahr wurde das Kraftwerk bereits im September 2022 heruntergefahren.

Allerdings befand sich mehrfach wechselnd ein Block dabei im Warmzustand. In diesem Zustand produziert der Reaktor keinen Strom, sondern Dampf, der für den Bedarf der Anlage verwendet wurde. Der Kaltzustand gilt als der sicherste – dann sind die Blöcke auf niedrigen Druck heruntergefahren und werden durch kaltes Wasser gekühlt. (sda/dpa)
FILE - A view of the Zaporizhzhia Nuclear Power Station, in Enerhodar, Zaporizhzhia region, in territory under Russian military control, southeastern Ukraine, on May 1, 2022. The U.N. General Assembly ...
Bild: keystone
7:40
Ukraine-Hilfe: Aufbau von Nato-Kommando in Hessen beginnt
Der Aufbau des neuen Nato-Ukraine-Kommandos in Wiesbaden beginnt. Das Startdatum für den Einsatz zur Koordinierung von Waffenlieferungen und Ausbildungsaktivitäten für die ukrainischen Streitkräfte sei zwar dieser Freitag, erklärten Bündnisvertreter am Rande des Nato-Gipfels in Washington. Der Oberbefehlshaber für Europa werde allerdings vermutlich noch einige Monate brauchen, bis er das Kommando so aufgestellt habe, dass es alle geplanten Aufgaben übernehmen könne. Bis dahin würden weiterhin die US-Streitkräfte die Koordinierungsaufgaben übernehmen.

Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten hatten den Start des Einsatzes am Mittwoch bei ihrem diesjährigen Gipfeltreffen in Washington beschlossen. Er soll auch eine Vorkehrung für den Fall einer möglichen Rückkehr von Donald Trump ins US-Präsidentenamt ab Januar 2025 sein. Äusserungen des Republikaners hatten in der Vergangenheit Zweifel daran geweckt, ob die USA die Ukraine unter seiner Führung weiter so wie bisher im Abwehrkrieg gegen Russland unterstützen werden. Im Bündnis wird befürchtet, dass von einem politischen Kurswechsel in Washington auch die Koordinierung von Waffenlieferungen und Ausbildungsaktivitäten für die ukrainischen Streitkräfte betroffen sein könnte.

Diese Aufgabe wurde bislang federführend von den Vereinigten Staaten wahrgenommen. Diese hatten dafür Ende 2022 im Europa-Hauptquartier der US-Streitkräfte im hessischen Wiesbaden eine rund 300 Soldaten starke Einheit mit dem Namen Security Assistance Group-Ukraine (SAG-U) aufgebaut. Für die Nato sollen nun sogar rund 700 Mitarbeitende im Einsatz sein, Deutschland will davon rund 40 stellen, darunter auch einen Zwei-Sterne-General als stellvertretenden Kommandeur. Neben dem Nato-Hauptquartier in Wiesbaden soll es auch Aussenstellen in Polen, Rumänien und der Slowakei sowie ein Team in Mons in Belgien geben. Dort hat der Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte in Europa, Christopher G. Cavoli, seinen Sitz.

Die Nato-Vertreter betonten am Donnerstag in Washington, dass das neue Nato-Kommando mit dem Namen NSATU (Nato Security Assistance and Training for Ukraine) nicht die Ukraine-Kontaktgruppe (UDCG) ersetzen werde. In dem in der Regel von US-Verteidigungsminister Lloyd Austin geleiteten Format beraten die Vertreter von Ländern, die die Ukraine militärisch unterstützen. Es wird auch als Ramstein-Gruppe bezeichnet. (sda/dpa)
7:38
Selenskyj sieht Ukraine auf Weg in die Nato - Kreml warnt
Die Ukraine sieht sich nach dem Nato-Gipfel in Washington für ihren Kampf gegen den russischen Angriffskrieg gestärkt. Bis das Land dem Militärbündnis beitrete, setze die Ukraine auf Sicherheitsabkommen mit Nato-Staaten, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj in Washington nach dem Gipfel sowie nach Gesprächen unter anderem mit US-Präsident Joe Biden mit. Die Ukraine werde weiter Fortschritte machen bei der Entwicklung ihrer eigenen Sicherheitsarchitektur.

Die Staats- und Regierungschefs der 32 Nato-Staaten sagten der Ukraine zum Abschluss ihres Gipfeltreffens Unterstützung bis zum Sieg gegen Russland zu. Das Bündnis sei entschlossen, die Ukraine beim Aufbau einer Streitmacht zu unterstützen, die in der Lage sei, die russische Aggression zu beenden, heisst es in einer nach einem Treffen mit Selenskyj veröffentlichten Erklärung. Der Kampf der Ukraine für ihre Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität trage direkt zur euro-atlantischen Sicherheit bei. Die Unterstützung der Nato werde so lange wie nötig erfolgen.

In der Erklärung werden noch einmal die Beschlüsse des Nato-Gipfels zur Stärkung der Ukraine hervorgehoben. Mit ihnen versprechen die Bündnisstaaten, innerhalb des nächsten Jahres erneut Militärhilfen im Wert von 40 Milliarden Euro zu leisten. Auch wird der Ukraine zugesichert, dass sie auf ihrem Weg in das Verteidigungsbündnis nicht mehr aufgehalten werden kann. Beides soll auch dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zeigen, dass er nicht darauf setzen sollte, dass die Nato bei der Unterstützung der Ukraine irgendwann einmal müde wird.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bezeichnete den Gipfel in seiner Abschlusspressekonferenz als einen «Wendepunkt». Die Ukraine habe einen schwierigen Winter und Frühling erlebt, weil Verzögerungen und Lücken bei Waffen- und Munitionslieferungen Folgen auf dem Schlachtfeld gehabt hätte. «Wir werden nicht zulassen, dass sich das wiederholt», sagte er. (sda/dpa)
Praesident Wolodymyr Selenskyj zu Besuch in Frankreich Praesident Wolodymyr Selenskyj trifft US Praesident Joe BIDEN. Praesident Wolodymyr Selenskyj zu Besuch in Frankreich am 07.06.2024, Official Vis ...
Bild: ThePresidentialOfficeUkraine
7:35
Ungarns Regierungschef Orban stattet Trump Besuch ab
Knapp eine Woche nach seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und unmittelbar nach dem Nato-Gipfel in Washington hat Ungarns Regierungschef Viktor Orban dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump einen Besuch abgestattet. Der ungarische Ministerpräsident veröffentlichte auf X ein Foto von dem Treffen in Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida und schrieb dazu: «Friedensmission 5.0 (...) Wir haben über Wege zum #Frieden diskutiert. Die gute Nachricht des Tages: Er wird es lösen!»

Die beiden Rechtspopulisten pflegen ein sehr freundschaftliches Verhältnis und hatten sich bereits im März in Florida getroffen. Damals hatte Orban seinen Gastgeber als «Präsidenten des Friedens» bezeichnet, während der Amerikaner den Ungarn als «besten Führer» überhaupt rühmte. (sda/dpa)
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Von ihrem Nachbarn überfallen, kämpft die Ukraine ums Überleben. In dieser Bildstrecke schauen wir auf die Ereignisse seit der Invasion Russlands zurück ...
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Russland prahlt mit «Frankenstein-Panzer» – die Ukraine zerstört ihn sofort
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