International
Liveticker

Iran-Krieg: Libanon: Israels Angriffsstopp betrifft nur Beiruter Vororte

Liveticker

Libanon: Angriffsstopp betrifft nur Vororte ++ Trump: «Gespräche mit Iran fortgesetzt»

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
27.05.2026, 07:0601.06.2026, 21:52
Schicke uns deinen Input
21:50
Libanon: Israels Angriffsstopp betrifft vorerst nur Beiruter Vororte
Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Stopp israelischer Angriffe auf die Hisbollah im Libanon bezieht sich nach Angaben von Libanons Präsidenten Joseph Aoun zunächst auf die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. «Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet», teilte das Präsidialamt auf X mit. Die Waffenruhe solle auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet werden.

Die Hisbollah ihrerseits habe dem US-Vorschlag für einen gegenseitigen Stopp der Angriffe mit Israel zugestimmt. Die libanesischen Behörden hätten eine entsprechende Bestätigung erhalten.

Nach Angaben Aouns informierte US-Präsident Donald Trump die libanesische Botschafterin in Washington, Nada Hamadeh Moawad, darüber, dass auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem Vorschlag zugestimmt habe. Die Botschafterin habe die Informationen anschliessend an Aoun weitergeleitet, der seinerseits die Hisbollah darüber unterrichtet habe.

Die für Dienstag und Mittwoch geplanten Verhandlungen sollen nach Angaben des Präsidialamtes fortgesetzt werden, um die jüngsten Fortschritte zu erörtern und darauf aufzubauen.

Die als Dahija bekannten südlichen Vororte Beirut sind ein wichtiges Einflussgebiet der Hisbollah. Nachdem sich die Lage zwischen Israel und der vom Iran unterstützen Organisation in den vergangenen Tagen deutlich zugespitzt hatte, kündigte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erneut auch wieder Angriffe in Dahija an. (sda/dpa)
20:18
Trump: «Gespräche mit Iran werden fortgesetzt»
Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran für ein mögliches Rahmenabkommen im Iran-Krieg gehen nach Aussage von US-Präsident Donald Trump weiter. In «schnellem Tempo» würden die Gespräche fortgeführt, schrieb der Republikaner am Nachmittag (Ortszeit) auf der Plattform Truth Social. Davor hatte der Sender CNBC Trump mit den Worten zitiert, dass sich die Gegenseite zu viel Zeit gelassen habe und dass die Verhandlungen anfingen, «sehr langweilig» zu werden. (sda)

20:16
Trump: Keine weiteren Angriffe zwischen Israel und Hisbollah
Israel und die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon werden nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump ihre gegenseitigen Angriffe zunächst stoppen. Zudem werde Israel anders als angedroht keine Truppen in die libanesische Hauptstadt Beirut entsenden, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Zudem seien alle Soldaten, die unterwegs gewesen seien, zurückbeordert worden.

Der Entscheidung sei ein «sehr produktives» Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie ein «sehr gutes» Gespräch mit ranghohen Vertretern der Hisbollah vorangegangen, teilte Trump weiter mit. Die Hisbollah und Israel äusserten sich zunächst nicht. (sda/dpa)
18:59
Iran fordert Menschen in Nordisrael zur Flucht auf
Der Iran warnt Israel vor Angriffen auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut. Das iranische Militärhauptquartier Chatam al-Anbija forderte die Bewohner von Israels Norden im Staatssender Irib zur Flucht auf, «um keinen Schaden zu nehmen», falls Israel tatsächlich Beirut angreifen sollte.

Zuvor hatte ein Sprecher der iranischen Streitkräfte im Staatssender gesagt, für den Iran sei der israelische Krieg im Libanon gegen die proiranische Hisbollah-Miliz nicht länger hinnehmbar. Er sprach eine Warnung für Israel und «seine westlichen Unterstützer» aus.

Das israelische Militär hatte die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Flucht aufgerufen. Eine Waffenruhe im Libanon gilt als Teil der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Zuletzt hatte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi auf X bekräftigt, dass aus iranischer Sicht die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran den Libanon einschliesse. (sda/dpa)
18:57
Schäden und Tote nach Angriff nahe einem Krankenhaus
Bei einem israelischen Luftangriff nahe einem Krankenhaus in der Küstenstadt Tyrus sind nach libanesischen Angaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass der Strom auf der Intensivstation infolge des Angriffs ausgefallen sei. Eine Opferzahl wurde zunächst nicht genannt.

Auf Bildern in sozialen Medien war zu sehen, wie die Räume des Krankenhauses zum Teil komplett verwüstet wurden. Lokale Medien berichteten, es seien massive Schäden entstanden. Die Kühlräume der Halle, in denen sich Leichen der im Konflikt Getöteten befanden, seien zerstört. Das gegenüber dem Krankenhaus gelegene Gebäude wurde Berichten zufolge von drei Raketen getroffen und dadurch nahezu komplett zerstört. Die israelische Armee äusserte sich zunächst nicht. (sda/dpa)
16:36
UN-Sicherheitsrat tagt zu Eskalation des Kriegs im Libanon
Der UN-Sicherheitsrat befasst sich noch heute bei einer Sondersitzung mit der Eskalation des Kriegs im Libanon. Das Treffen sei auf Antrag Frankreichs für 21.00 Uhr MESZ (15.00 Uhr Ortszeit) angesetzt, hiess es aus Diplomatenkreisen in New York.

Der Krieg im Libanon war mit dem Vormarsch israelischer Bodentruppen und möglichen neuen Angriffen im Raum von Beirut eskaliert - obwohl Mitte April eine Waffenruhe verkündet wurde. (sda/dpa)
16:28
Israels Militär ruft Bewohner von Beiruts Vororten zur Flucht auf
Das israelische Militär hat die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Flucht aufgerufen. Ein Armeesprecher erklärte auf der Plattform X in arabischer Sprache, die Menschen sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit verlassen.

Sollte die Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte und Ortschaften fortsetzen, werde die israelische Armee mit Angriffen auf Ziele in den südlichen Vororten Beiruts reagieren. Es ist der erste Aufruf dieser Art für das Gebiet seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Mitte April.

Zuvor hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bereits neue Angriffe auf Ziele der Hisbollah in den als Dahija bekannten Vororten angekündigt. Seit dem Vormittag flohen viele Anwohner aus dem Gebiet. Die Vororte gelten als wichtiges Einflussgebiet der Hisbollah. Sie sind aber auch ein dicht besiedeltes Wohngebiet. Viele Gebäude wurden in dem Gebiet in dem aktuellen Krieg bereits zerstört. (sda/dpa)
16:24
Wieder Angriffe in Gaza
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz geltender Waffenruhe im Gazastreifen bei einem Angriff einen Kommandeur der Hamas getötet, der gleichzeitig als Arzt in einer Klinik tätig gewesen sein soll.

Der Mann sei bereits am Samstag bei einem «präzisen Schlag» im zentralen Abschnitt des Gazastreifens getroffen worden, teilte das israelische Militär am Nachmittag mit. Er sei ein Kompaniechef des militärischen Arms der Hamas gewesen und habe unter anderem Angriffe auf Israel ausgeführt. Zugleich habe er in einer Klinik in der Stadt Deir al-Balah gearbeitet.

Mitarbeiter des Spitals namens Al-Jafa bestätigten den Tod des Arztes bei einem israelischen Angriff, bestritten aber, dass er Verbindungen zur Hamas gehabt habe. Der Mann sei der Leiter der Abteilung für Anästhesie in der Klinik gewesen. Bislang bestätigte auch die Hamas nicht, dass er ein Mitglied der Terrororganisation war. Medizinischen Kreisen im Gazastreifen zufolge wurde er bei einem israelischen Drohnenangriff in Deir al-Balah getötet.

Die palästinensische Nachrichtenagentur meldete zudem einen Getöteten bei einem israelischen Luftangriff am Nachmittag in Bureidsch im Zentrum des Küstenstreifens. Israels Armee äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht. (sda/dpa)
16:06
SMI weitet Verluste markant aus
SMI weitet Verluste markant aus - Iran soll Gespräche pausieren
Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montagnachmittag kurz nach 15 Uhr in den tiefroten Bereich gerutscht. Grund dafür sind Berichte der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, wonach der Iran den Austausch mit den USA aus Protest gegen Israel pausiert hat.

Der Iran werde den Austausch von Nachrichten mit den USA aus Protest gegen die Eskalation Israels im Libanon einstellen, berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf eine Erklärung. Der Iran und die «Achse des Widerstands» hätten die vollständige Sperrung der Strasse von Hormus und der Strasse von Bab al Mandab am Horn von Afrika auf ihre Agenda gesetzt. Das iranische Verhandlungsteam werde «Gespräche und den Austausch von Dokumenten über Vermittler» aussetzen, so Tasnim.

Der SMI notiert kurz nach 15.30 Uhr 1,5 Prozent tiefer auf rund 13'342 Punkten. Auch die anderen europäischen Indizes geben deutlich nach. Gleichzeitig steigt der Preis für ein Fass der Sorte Brent um gut 5 Prozent auf über 95 US-Dollar an.(awp/sda)
15:48
Iran bricht Verhandlungen mit den USA ab
Der Iran hat die Verhandlungen mit den USA abgebrochen. Berichten des iranischen Stastsmediums «Tasnim» zufolge soll die Strasse von Hormus soll «vollständig» blockiert werden. (val)
14:22
Der Iran will ein Rahmenabkommen mit den USA erst unterzeichnen, wenn konkrete Gegenleistungen gesichert sind. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, der als iranischer Chefunterhändler fungiert, erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna während einer virtuellen Parlamentssitzung, Teheran werde kein Abkommen akzeptieren, solange keine Gewissheit bestehe, dass die Rechte des iranischen Volkes gewahrt seien.

«Wir vertrauen weder auf Garantien noch auf Worte – nur Taten zählen. Es werden keine Massnahmen ergriffen, bevor die andere Seite nicht handelt», hatte Ghalibaf bereits am Freitag auf X erklärt.

Seit Tagen ringen die USA und der Iran um ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe und für weiteren Verhandlungen. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars schrieb, dass unmittelbar nach Unterzeichnung einer vorläufigen Einigung zwölf Milliarden US-Dollar auf eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten.

Ghalibaf legte als wiedergewählter Parlamentspräsident seinen Amtseid ab. Er rief die Abgeordneten zur nationalen Einheit auf. Sie sollten sich aus «belanglosen politischen Streitigkeiten» heraushalten. «Der Feind versucht in dieser neuen Phase des Krieges, durch wirtschaftlichen Druck und Medienhetze Spaltungen zu schüren und die Einheit des Landes zu zerstören, um seine militärische Niederlage zu vertuschen und uns zur Kapitulation zu zwingen», so Ghalibaf. (sda/dpa)

14:04
Frankreich kritisiert Israel wegen Militäroperation im Libanon
Nach der Ausweitung der israelischen Militäreinsätze im Libanon hat Frankreich eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats gefordert. «Nichts kann die Fortsetzung der israelischen Militäroperationen im Libanon und eine immer tiefere Besetzung libanesischen Territoriums rechtfertigen», sagte Aussenminister Jean-Noël Barrot dem Sender BFMTV.

Die israelische Armee hatte zuvor ihre Angriffe im Südlibanon ausgeweitet und dabei nach eigenen Angaben die strategisch wichtige Kreuzritterfestung Beaufort eingenommen. Er habe die Einberufung des Sicherheitsrats beantragt, da die Entwicklung eine weitere Eskalation darstelle, sagte Barrot.

Zwar erkenne Frankreich das Recht Israels auf Selbstverteidigung gegen Angriffe der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz an, «doch nichts rechtfertigt diese Entwicklung», erklärte er. Sie stelle zudem einen «schwerwiegenden Fehler» und einen Verstoss gegen das Völkerrecht dar. (sda/dpa)

11:01
Israel nimmt strategisch wichtige Festung im Südlibanon ein
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge im Süden des Libanons die strategisch gelegene Kreuzritterfestung Beaufort eingenommen. Sie weitete damit ihre Bodeneinsätze im Nachbarland weiter aus, wie es in einer Mitteilung am Morgen hiess. Das Foto eines dpa-Reporters zeigte eine israelische Flagge, die auf der Festung gehisst wurde. Israels Armee äusserte sich auf Anfrage dazu zunächst nicht.

Das israelische Militär warf der libanesischen Hisbollah-Miliz vor, in der Gegend Einrichtungen zu haben und von dort aus auch Angriffe ausgeführt zu haben. Israel geht in dem Gebiet laut eigenen Angaben etwa gegen Raketenabschussrampen der vom Iran unterstützten Schiitenorganisation vor. Ein Armeesprecher bezeichnete die Festung als «Symbol der Arroganz» der Hisbollah.

Die Kreuzritterfestung Beaufort wurde im 12. Jahrhundert errichtet und liegt knapp nördlich des Flusses Litani, hinter den sich die Hisbollah laut einer Vereinbarung zurückziehen sollte. Die Festung liegt zugleich in der Nähe eines nordöstlichen Ausläufers der israelischen Grenze. Von dem in 700 Meter Höhe gelegenen Bau hat man einen guten Überblick über die Umgebung. Die Festung war schon während der rund 20 Jahre langen israelischen Besatzung bis zum Jahr 2000 ein Schauplatz des Konflikts.

Libanons Ministerpräsident Nawaf Salam warf Israel vor, den südlichen Libanon weitreichend zu zerstören. Israels Angriffe seien ein «Versuch, die Geschichte auszuradieren», sagte er der Staatsagentur NNA zufolge. Die Kosten des Kriegs seien für die Libanesen immens. Das Land dürfe nicht zum «Faustpfand» in regionalen Konflikten werden.

Ein israelischer Militärsprecher forderte am Morgen einen Grossteil der Einwohner im Südlibanon dazu auf, sich nördlich des Sahrani-Flusses - etwa 40 Kilometer nördlich der israelischen Grenze - zu begeben. Eine solch umfassende Fluchtaufforderung hatte es zuletzt kurz vor Beginn der Waffenruhe Mitte April gegeben. Israels Armee begründete den Fluchtaufruf mit den Angriffen der Hisbollah auf Israel. Das Militär werde in der Gegend entschieden gegen die Miliz vorgehen.

Israels Armee meldete zugleich erneut Beschuss aus dem Libanon. In Nordisrael heulten mehrfach die Warnsirenen. Militärangaben zufolge wurde zudem ein israelischer Soldat im Südlibanon getötet. Israelischen Berichten zufolge kam er bei Drohnenbeschuss der Hisbollah am späten Samstagabend ums Leben.

Wegen der Drohnen- und Raketenangriffe der Hisbollah können derzeit Tausende Kinder in mehreren nordisraelischen Orten, die in der Nähe der Grenze zum Libanon liegen, derzeit nicht in die Schule gehen. (sda/dpa)

22:41
US-Militär stoppt Schiff im Golf von Oman gewaltsam
US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben ein Schiff im Golf von Oman beschossen. Entgegen der US-Seeblockade habe sich das Schiff einem iranischen Hafen genähert und sei den Anweisungen trotz etlicher Warnungen nicht nachgekommen, teilte das zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Ein Flugzeug der US-Streitkräfte habe das Schiff danach mit einer Rakete beschossen und manövrierunfähig gemacht. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Freitag.

Das Schiff mit dem Namen «M/V Lian Star» fuhr laut Centcom unter gambischer Flagge. Nähere Angaben zum Schiff oder zu möglichen Verletzten machte die US-Seite nicht.

Mit der US-Blockade will die US-Regierung den wirtschaftlichen Druck auf Teheran erhöhen. Die Blockade richtet sich gegen Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen. Wichtige Einnahmen aus dem Ölexport sollen so abgeschnitten werden.

Wie Centcom weiter mitteilte, wurden seit Beginn der Blockade fünf Handelsschiffe gewaltsam gestoppt. 116 seien zum Umdrehen gezwungen worden. (sda/dpa)
14:48
Sicherheitslage in Strasse von Hormus kritisch
Die Sicherheitssituation in der Strasse von Hormus bleibt kritisch. Das stellte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) in einer Mitteilung klar. Die US-Seeblockade von iranischen Häfen bestehe unverändert. «Schiffe, die der Blockade unterliegen, sollten weiterhin den Anweisungen der Blockadekräfte Folge leisten», hiess es. Die Nichtbefolgung könne zu einer «raschen Eskalation» führen.

Seit Tagen laufen zwischen den USA und dem Iran intensive Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe und für weitere Verhandlungen in dem Konflikt.

Berichten zufolge sollte eine Einigung kurz bevorstehen. Der Iran warf US-Präsident Donald Trump jedoch vor, zentrale Vereinbarungen des geplanten Abkommens zu verzerren oder zu ignorieren. Trump hatte zuvor mit Posts über eine Einigung und eine Öffnung der Strasse für Verwirrung gesorgt, eine Lagebesprechung im Weissen Haus verliess er dann US-Medienberichten zufolge aber nach zwei Stunden ohne eine Entscheidung dazu.

Innerhalb der letzten 24 Stunden passierten nach iranischen Angaben insgesamt 20 Schiffe die Strasse von Hormus. Laut dem Staatssender Irib durften die 20 Schiffe in Koordination mit der Marine der Revolutionsgarden (IRGC) die Meerenge passieren. (sda/dpa)
14:45
Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah steht nur noch auf dem Papier
Die israelische Armee hat nach mehreren Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz die Bewohner von zehn Dörfern im Libanon zur Evakuierung aufgefordert. Ein Armeesprecher begründete dies mit anhaltenden Verstössen der Hisbollah gegen die vereinbarte Waffenruhe.

Arabische Fernsehsender berichteten ausserdem von israelischen Luftangriffen auf Ziele in der libanesischen Stadt Nabatija und deren Umgebung. Dabei sollen nach Angaben des libanesischen Fernsehsenders LBC mindestens drei Menschen getötet worden sein. Eine offizielle Bestätigung gab es bislang nicht.

Laut Angaben der israelischen Armee feuerte die Hisbollah in der Nacht etwa 10 bis 15 Raketen in vier Wellen auf den Norden Israels ab. Allein zehn Geschosse waren nach einem Bericht der israelischen Tageszeitung «Haaretz» unter Berufung auf Kommunalbehörden auf die grenznahe Stadt Kiriat Schmona gerichtet. Die israelische Luftabwehr fing neun Raketen ab. Ein Projektil schlug im Stadtzentrum ein und verursachte Sachschäden. Es gab keine Verletzten.

Die Hisbollah teilte auf Telegram mit, sie habe israelische Streitkräfte im Südlibanon mit Sprengfallen, Artilleriegeschossen und Raketen attackiert. Dabei sollen israelische Soldaten verletzt worden sein. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (sda/dpa)
14:05
Israels Armee meldet Angriff in Beirut
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz geltender Waffenruhe in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Sie sprach von einem «gezielten» Angriff, weitere Details nannte das Militär zunächst nicht.

Während die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Südlibanon zuletzt wieder zugenommen haben, gab es in Beirut seit Beginn einer offiziell seit Mitte April geltenden Feuerpause nur einen Angriff vor rund drei Wochen. Ziel war israelischen Angaben zufolge damals ein Kommandeur der Radwan-Einheit der libanesischen Hisbollah-Miliz gewesen.

Der jüngste Angriff traf ersten libanesischen Berichten zufolge ein Wohngebäude am Stadtrand der Hauptstadt, im Viertel Schwaifat. Über weiten Teilen Beiruts sind laut Reporterinnen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) seit den Morgenstunden Drohnen zu hören. Angaben zu möglichen Opfern gab es zunächst nicht.

Israels Armee nimmt seit Beginn der Waffenruhe laut israelischen Medienberichten auf Wunsch der US-Regierung nur noch selten Ziele in Beirut ins Visier. Auf die Waffenruhe hatten sich die israelische und die libanesische Regierung, die selbst keine Konfliktpartei ist, geeinigt. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Faktisch ist der Krieg nie zum Stillstand gekommen. Beide Seiten greifen sich weiter an. Insbesondere im Libanon kommt es dabei immer wieder zu Toten. (sda/dpa)
14:04
Amnesty: Mehr als 6000 Festnahmen im Iran seit Kriegsbeginn
Im Iran sind seit Kriegsbeginn vor drei Monaten Menschenrechtlern zufolge mehr als 6000 Menschen festgenommen worden. Unter den Inhaftierten seien auch Demonstranten, Medienschaffende, Anwälte, Dissidenten und Angehörige ethnischer Minderheiten, hiess es in einem Bericht von Amnesty International. Im selben Zeitraum seien ausserdem 39 «politische» Todesurteile vollstreckt worden.

«Um ihre Macht zu sichern, haben die Behörden einen umfassenden Angriff auf die Menschen im Iran gestartet und gehen gegen jeden vor, der es wagt, die Islamische Republik zu kritisieren», sagte Amnesty-Expertin Erika Guevara Rosas laut der Mitteilung. Ohnehin leide die Bevölkerung unter den »verheerenden Folgen der rechtswidrigen Luftangriffe durch US-amerikanische und israelische Streitkräfte, sagte sie.

Amnesty kritisierte auch die nahezu totale Internetsperre, die Irans Bevölkerung fast drei Monate vom weltweiten Netz abgeschnitten hatte. Am Mittwoch wurde sie erstmals teilweise wieder aufgehoben. «Die Internetsperre war ein zentraler Pfeiler der Repressionsstrategie der Behörden und schuf die Voraussetzungen dafür, dass weitreichende Verstösse gegen das Völkerrecht ungestraft begangen werden konnten", hiess es in dem Bericht. (sda/dpa)

10:21
Libanon meldet mehrere Tote nach heftigen Angriffen Israels
Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach staatlichen Angaben erneut mehrere Menschen getötet worden. Bei einem Angriff südlich der Küstenstadt Sidon am Morgen seien sechs Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Bei den Getöteten habe es sich um eine Familie gehandelt, die aus dem Süden geflohen sei, hiess es.

Darüber hinaus seien zwei Menschen bei einem israelischen Drohnenangriff auf ein Motorrad bei der Küstenstadt Tyrus getötet worden. NNA berichtete weiter von einem Angriff in der Stadt Sidon selbst. Auch dabei sei es zu Toten und Verletzten gekommen. Angaben zur Zahl der Opfer des Angriffs gab es zunächst nicht. Das israelische Militär äusserte sich dazu vorerst nicht.

Israels Armee hatte am Mittwochabend grosse Teile des Südlibanons zur «Kampfzone» erklärt. Für die Küstenstadt Tyrus und die Stadt Nabatija sowie umliegende Gebiete wurden grossflächige Fluchtaufrufe an die Bewohner gerichtet.

«Es war eine schreckliche Nacht», sagte ein Bewohner aus Tyrus der Deutschen Presse-Agentur (dpa). «Angriff nach Angriff», sagte er. Vielerorts sei der Strom ausgefallen. Viele Menschen hätten die Nacht am Strand verbracht.

Seit den Evakuierungsaufrufen des israelischen Militärs bildeten sich lange Staus in Richtung der Hauptstadt Beirut. Die israelische Armee hatte die Bewohner im Süden aufgerufen, sich nördlich des Sahrani-Flusses - etwa 40 Kilometer nördlich der israelischen Grenze - in Sicherheit zu bringen.

Die Lage zwischen Israel und der vom Iran unterstützen Hisbollah im Libanon hat sich zuletzt deutlich zugespitzt. Israel und die libanesische Regierung - die keine Konfliktpartei ist - hatten Mitte April zwar eine Waffenruhe geschlossen. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel jedoch ab. Der Krieg geht seitdem weiter. Beide Seiten greifen sich weiter täglich an. Dabei kommt es vor allem im Libanon immer wieder zu Opfern.

Israels Armee meldete am Morgen eine getötete Soldatin in Nordisrael. Israelischen Medienberichten zufolge kam sie bei einem Drohnenangriff der Hisbollah nahe der libanesischen Grenze ums Leben. Bei dem Vorfall am Mittwoch seien zudem zwei Soldaten verletzt worden, hiess es von Israels Militär weiter.

Die israelische Armee fing am Morgen eigenen Angaben zufolge zudem «ein verdächtiges Flugobjekt» ab, das in der Nähe israelischer Soldaten im Südlibanon registriert worden sei. In Nordisrael wurde deshalb Luftalarm ausgelöst. Zudem hätten auch wegen eines weiteren «feindlichen Fluggeräts» die Warnsirenen im Norden des Landes geheult, teilte Israels Militär weiter mit. (sda/dpa)

7:21
Israels Armee greift erneut im Südlibanon an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut im Süden des Libanons Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz angegriffen. Es sei «Infrastruktur» der Schiiten-Miliz in der Stadt Tyrus attackiert worden, teilte die Armee am frühen Morgen mit. Zu möglichen Opfern gab es zunächst keine Informationen. Zugleich meldete die Armee, ein mutmasslicher Drohnenangriff auf israelische Truppen im Süden des Nachbarlandes sei abgewehrt worden. Das «verdächtige» Flugobjekt sei über einem Gebiet abgefangen worden, in dem Israels Soldaten im Einsatz seien. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.

Eigentlich gilt seit Mitte April eine Waffenruhe. Darauf hatten sich die israelische und die libanesische Regierung, die selbst keine Konfliktpartei in dem Krieg ist, geeinigt. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Faktisch läuft der Krieg ohnehin weiter. Zuletzt hatte sich die Lage erneut deutlich zugespitzt. (sda/dpa)

Liebe Userinnen und User

Wir schliessen in Liveticker-Artikeln die Kommentarfunktion nach einer Weile. Dies, weil sich die Gegebenheiten oft so schnell verändern, dass bereits gepostete Kommentare wenig später keinen Sinn mehr ergeben. In allen andern Artikeln dürft ihr weiterhin gerne in die Tasten hauen. Vielen Dank fürs Verständnis, Team watson

Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA gaben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt, der Iran zeigt wenig Interesse daran. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin teilweise blockiert.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Iran-Proteste 2026
1 / 16
Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
Auf Facebook teilenAuf X teilen
USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Nach Kunstraub im Louvre weist mögliche Spur nach Belgien
Nach dem spektakulären Kunstraub im Pariser Louvre im vergangenen Oktober gibt es eine mögliche neue Spur nach Belgien. Belgische Fahnder sollen auf den Handys mehrerer festgenommener Diebe Fotos vom Inneren des Louvre und insbesondere der Galerie d’Apollon gefunden haben, wo es zu dem Raub kam, berichteten das Magazin «Paris Match» und die Zeitung «Le Parisien» unter Verweis auf die Justiz. Frankreich und Belgien hätten gemeinsame Ermittlungen angeschoben. Die Pariser Staatsanwaltschaft wollte die neuen Ermittlungen weder bestätigen noch dementieren.
Zur Story