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Iran-Ticker: Iran zu Trumps angekündigter Seeblockade: Akt der Piraterie

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Irans Militär nennt Trumps Seeblockade «Akt der Piraterie» ++ Börsen in Ostasien sinken

12.04.2026, 05:4613.04.2026, 09:49
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12:35
Macron kündigt friedliche Mission an
Frankreich und Grossbritannien wollen in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus abhalten.

Gemeinsam mit anderen Ländern, die an einem solchen friedlichen Einsatz mitwirken wollen, um die freie Schifffahrt in der Meeresenge wiederherzustellen, wolle man sich zusammensetzen, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X.

«Diese strikt defensive Mission, die von den Kriegsparteien getrennt ist, soll durchgeführt werden, sobald die Situation es ermöglicht.»

Macron hatte zuletzt von einem guten Dutzend Länder gesprochen, die sich an einer solchen Initiative beteiligen wollten. Wer genau bei der Konferenz dabei ist und wann sie stattfindet, teilte Frankreich zunächst nicht mit. (sda/dpa)

10:19
Iran: 60 Passagierflugzeuge seit Kriegsbeginn ausser Betrieb
Infolge der israelisch-amerikanischen Angriffe sind im Iran 60 Passagierflugzeuge ausser Betrieb genommen worden.

Im Krieg seien sieben Flughäfen Ziel von Bombardierungen geworden, berichtete die Zeitung «Shargh» unter Berufung auf den Verband der iranischen Fluggesellschaften. Ob die Flugzeuge zerstört oder beschädigt wurden, war zunächst unklar.

Die grössten Schäden durch die Luftangriffe seien an den Flughäfen Mehrabad in Teheran sowie in der nordwestlichen Metropole Tabris und in der Wüstenstadt Kaschan, einem beliebten Touristenziel, entstanden. Besonders betroffen waren dem Verband zufolge die Airlines Mahan Air und Iran Air.

In der Nacht zum vergangenen Mittwoch hatten die Kriegsparteien eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart. Verhandlungen über ein Ende des Krieges scheiterten am Wochenende zunächst. (sda/dpa)

9:44
Iran nennt Trumps Blockade «Akt der Piraterie»
Irans Streitkräfte haben die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der Strasse von Hormus als «Akt der Piraterie» bezeichnet.

Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Massnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim.

«Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden», sagte der Sprecher weiter. Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Strasse von Hormus durch das US-Militär soll an diesem Montag beginnen.

Ab 10.00 Uhr US-Ostküstenzeit (16.00 Uhr MESZ) werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) an. (sda/dpa)

8:45
Schweizer Börse droht Dämpfer
Verunsicherung an den Aktienmärkten weltweit: Der Iran und die USA haben ihre Friedensverhandlungen vorerst ergebnislos abgebrochen. Die erhoffte Entspannung blieb damit aus.

Im Gegenteil: US-Präsident Donald Trump kündigte nach den Gesprächen in Islamabad eine Seeblockade der Strasse von Hormus an. Dies, obwohl die Öffnung der wichtigen Handelsroute immer seine Herzensangelegenheit war.

Trump will mit der Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden. Die Blockade soll um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnen.

Den Schweizer Leitindex SMI berechnet die Bank Julius Bär gegen 08.15 Uhr um 1,01 Prozent tiefer bei 13'050 Punkten. Der deutsche Dax wird um 1,2 Prozent schwächer erwartet. (awp/sda)
6:32
Börsen in Ostasien sinken nach angekündigter US-Seeblockade
Die Börsenkurse in Ostasien sind nach der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Seeblockade der Strasse von Hormus mit Verlusten in die Handelswoche gestartet. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank bis zum Vormittag (Ortszeit) um knapp 0,9 Prozent.

Der südkoreanische Kospi rangierte zum selben Zeitpunkt rund ein Prozent im Minus. Der Hongkonger Hang Seng gab im Morgenhandel ebenfalls um ein Prozent nach. Nahezu unverändert hielt sich der in Shanghai gehandelte CSI 300, der die wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen abbildet, mit einem Plus von 0,1 Prozent. Der australische S&P ASX 200 sank um 0,5 Prozent. (sda/dpa)
6:23
Nach Trumps Seeblockade-Ankündigung: Ölpreise steigen
Die Ölpreise sind nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gestiegen. Ein Barrel Brent zur Lieferung im Juni kostete zur Eröffnung am Montag (MESZ) 102,50 US-Dollar.

Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legte in der Nacht zum Montag wieder zu. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

Für diesen Montag hat das US-Militär auf Anordnung von Präsident Donald Trump eine Blockade von Schiffen in der Strasse von Hormus angekündigt, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen. Zugleich erläuterte das Militär, dass die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, durch das US-Militär nicht beeinträchtigt werde. Die Blockade soll um 16 Uhr MESZ beginnen. (sda/dpa)
21:21
Parlamentspräsident: US-Drohungen gegen Iran wirkungslos
Die Drohungen der USA haben nach Angaben des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf ihren Einfluss verloren. «Der Iran hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er sich Drohungen nicht beugen wird und dass sie keinerlei Wirkung mehr haben», sagte Ghalibaf, wie die Nachrichtenagentur Tasnim am Abend (Ortszeit) berichtete. Ohne US-Präsident Donald Trump namentlich zu nennen, deutete er die amerikanischen Drohungen als Ausdruck von Ratlosigkeit, in die Washington seit dem Ausbruch des Krieges geraten sei.

Der Iran werde Logik mit Logik und Kampf mit Kampf erwidern und den USA erneut eine Lektion erteilen. «Die USA aber sollten lieber das Vertrauen des Irans zurückgewinnen und das Versäumte wiedergutmachen», so der einflussreiche Politiker. (sda/dpa)
20:57
Revolutionsgarden warnen: Kein Militär in der Strasse von Hormus
Die iranischen Revolutionsgarden haben erneut davor gewarnt, dass sich Militärschiffe der Strasse von Hormus nähern. Dies würde als «klarer Verstoss gegen die bestehende Waffenruhe betrachtet», hiess es in einer Mitteilung am Abend (Ortszeit). Die Meeresenge sei ausschliesslich für die friedliche Durchfahrt ziviler Schiffe geöffnet, nicht jedoch für Militärschiffe. Jegliche Annäherung, «unter welchem Vorwand auch immer», werde von den Garden als Bruch der Waffenruhe gewertet und daher auch entschlossen und konsequent beantwortet. (sda/dpa)
20:18
Experte: USA müssen bei Blockade teils Durchfahrt gewähren
Nach Einschätzung des Seerechtlers Valentin Schatz von der Universität Lüneburg müssen die USA während einer möglichen Seeblockade der Strasse von Hormus bestimmten Schiffen die Durchfahrt ermöglichen. Nach dem Seekriegsrecht haben Schiffe neutraler Staaten weiter Durchfahrtsrechte durch Meerengen, wie Schatz der Deutschen Presse-Agentur sagte. Weder der Iran noch die USA seien befugt, diese Rechte auszusetzen.

Juniorprofessor Schatz zufolge ist eine Seeblockade ein Instrument des Seekriegsrechts, das zwischen Kriegsparteien angewandt werden kann. In diesem Fall zwischen den USA und dem Iran. Eine solche Blockade diene etwa dazu, Waffenlieferungen zu verhindern. Das Seekriegsrecht gehöre nicht zum Seevölkerrecht, das in Friedenszeiten anwendbar sei.

Seit Beginn der Waffenruhe in der Nacht zum Mittwoch haben laut dem Datenunternehmen Kpler bis Sonntagvormittag mehr als 40 Handelsschiffe die Strasse durchfahren. Das Aufkommen entspricht weiter einem Bruchteil des regulären Verkehrs. (sda/dpa)
20:16
Netanjahu besucht Südlibanon und kündigt weitere Kämpfe an
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Südlibanon besucht und eine Fortsetzung der Kämpfe mit der libanesischen Hisbollah-Miliz angekündigt. «Der Krieg dauert an, auch innerhalb der Sicherheitszone im Libanon», sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Er sei gemeinsam mit dem Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Ejal Zamir im südlichen Abschnitt des Nachbarlands gewesen. Der genaue Ort wurde dabei nicht angegeben.

Israels Armee habe «dank dieser Sicherheitszone die Invasionsbedrohung aus dem Libanon vereitelt», sagte der Regierungschef. Er sprach von «grossen Erfolgen» auch im Kampf gegen den Raketenbeschuss aus dem Libanon auf Israels Norden, sagte aber, es gebe «noch Arbeit zu tun». (sda/dpa)

19:24
Irans Präsident: US-«Doppelstandards» grösstes Hindernis für Einigung
Der iranische Präsident Massud Peseschkian bezeichnete die angeblichen Doppelstandards der USA als das grösste Hindernis für eine Einigung im derzeitigen Konflikt. «Bei den Verhandlungen in Islamabad waren das anhaltende Festhalten der USA an Doppelstandards sowie ihr machtpolitischer Anspruch das grösste Hindernis», sagte Peseschkian in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, wie das iranische Präsidialamt mitteilte. Nähere Erläuterungen machte er dazu demnach nicht.

Der Iran ist laut Peseschkian grundsätzlich zu einem fairen Abkommen bereit, um so einen dauerhaften Frieden in der Region zu ermöglichen. «Eine Einigung ist auch durchaus machbar, nur müssen sich die USA an die international anerkannten Vorschriften und das Völkerrecht halten», so der Präsident laut der Mitteilung. (sda/dpa)

17:46
Trump verteidigt drastische Drohung gegen Iran
US-Präsident Donald Trump hat seine drastische Drohung gegen den Iran, «eine ganze Zivilisation» auszulöschen, verteidigt. In einem Interview des US-Senders Fox News sagte Trump: «Ich bin einverstanden mit dieser Aussage.» Sie habe die Führung in Teheran schliesslich an den Verhandlungstisch gebracht.

Iran habe «keine Karten mehr», behauptete der US-Präsident weiter, Marine und Luftwaffe des Landes seien «komplett zerstört». Teheran werde auch nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen letztlich zurückkommen und «alles geben müssen, was wir wollen». Und das sei, so Trump, nicht 90 oder 95 Prozent – «Ich habe ihnen gesagt, ich will alles.» (sda/dpa)

17:38
Oman: «Schmerzhafte Zugeständnisse» im Iran-Krieg nötig
Für einen Frieden im Iran-Krieg müssen sich die Konfliktparteien nach Ansicht von Omans Aussenminister Badr al-Busaidi womöglich zu grossen Zusagen durchringen. «Der Erfolg erfordert möglicherweise, dass alle schmerzhafte Zugeständnisse machen, aber das ist gar nichts im Vergleich zum Schmerz und Versagen des Krieges», teilte al-Busaidi bei X mit. Er drängte darauf, dass die zuvor geltende Waffenruhe verlängert und die Gespräche fortgesetzt werden.

Al-Busaidi äusserte sich bei X nach den direkten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans, die zunächst ohne greifbares Ergebnis endeten. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, ist unklar.

Der Minister erklärte, er habe US-Vizepräsident JD Vance nur «Stunden vor Kriegsbeginn» am 28. Februar persönlich getroffen. Dabei habe er den Eindruck gewonnen, dass Vance und auch US-Präsident Donald Trump die «Verstrickungen des Krieges» unbedingt vermeiden wollten. (sda/dpa)

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen und Drohnen gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA geben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe, die auch die Öffnung der Strasse von Hormus beinhaltet. Die Waffenruhe ist bisher höchst fragil, insbesondere da es unterschiedliche Ansichten bezüglich des Einbezugs von Libanon in die Waffenruhe gibt.

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723 Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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