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Iran-Ticker: Saudi-Arabien: Drohnen aus Irak abgefangen

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Saudi-Arabien: Drohnen aus Irak abgefangen +++ Trump droht Iran wieder mit Angriffen

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
18.05.2026, 06:2018.05.2026, 06:20
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6:13
Saudi-Arabien: Aus dem irakischen Luftraum kommende Drohnen abgefangen
Saudi-Arabien hat erneut Drohnenangriffe gemeldet. Drei unbemannte Flugobjekte seien am Sonntagmorgen abgefangen und zerstört worden, nachdem sie aus dem irakischen Luftraum eingedrungen seien, hiess es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums auf X. Man behalte sich das Recht vor, zu einem geeigneten Zeitpunkt und an einem geeigneten Ort zu reagieren, hiess es weiter.

Am Sonntag hatten bereits die Vereinigten Arabischen Emirate drei Angriffe von aus dem Westen einfliegenden Drohnen gemeldet. Zwei wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums abgefangen, eine traf einen Stromgenerator ausserhalb des inneren Sicherheitsbereichs des Atomkraftwerks Baraka. Woher die Drohnen stammten, werde noch untersucht, hiess es.

Im Iran-Krieg reagierten Irans Streitkräfte auf die Angriffe der USA und Israels mit Raketen- und Drohnenbeschuss auf Ziele in Israel und in der ganzen Golfregion. Seit Anfang April gilt in dem Konflikt eine von US-Präsident Donald Trump zuletzt einseitig verlängerte Waffenruhe. Spannungen in der Region hatten diese jedoch mehrfach ins Wanken gebracht. Neben dem Iran führten auch mit Teheran verbündete Milizen im Irak Angriffe durch. (sda/dpa)
19:34
Trump droht mit Zerstörung: «Für den Iran tickt die Uhr»
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran inmitten der festgefahrenen diplomatischen Bemühungen mit Zerstörung. «Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. «DIE ZEIT DRÄNGT!»

Seit Anfang April gilt in dem Krieg eine von Trump zuletzt einseitig verlängerte Waffenruhe. Spannungen in der Region hatten diese jedoch mehrfach ins Wanken gebracht. Zudem sorgte der mangelnde Fortschritt bei den diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Kriegs in Washington zunehmend für Frust. Die Waffenruhe hänge nur noch am seidenen Faden, sagte Trump am vergangenen Montag. Auch nach Trumps Reise nach Peking in dieser Woche war zunächst unklar, ob sein Besuch Chinas – einem wichtigen Verbündeten Irans – ein Kriegsende in irgendeiner Form näher gebracht hat. (sda/dpa)
12:41
Israels Militär bestätigt Tod von Hamas-Chef im Gazastreifen
Das israelische Militär und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet haben den Tod des Militärchefs der Hamas im Gazastreifen, Iss al-Did al-Haddad, bei einem israelischen Luftangriff am Vortag bestätigt. Al-Haddad wurde in einer Mitteilung als einer der Architekten des Terrorangriffs am 7. Oktober 2023 bezeichnet. Bei dem Angriff töteten Terroristen der Hamas und andere Islamisten rund 1'200 Menschen in Israel und verschleppten mehr als 250 in den Gazastreifen.

Al-Haddad war nach der Tötung von Mohammed Sinwar zum Militärchef der Hamas im Gazastreifen aufgerückt. Nach israelischen Militärangaben gehörte er zu den dienstältesten Kommandeuren der Hamas. Er habe sich der Terrororganisation in ihrer Gründungsphase angeschlossen, hiess es. Israel hat eine Reihe politischer und militärischer Führer der Hamas gezielt getötet.

Eine offizielle Bestätigung des Todes durch die Hamas gibt es bisher nicht. Seine Familie bestätigte hingegen, dass al-Haddad, seine Frau und eine seiner Töchter bei dem israelischen Angriff in einem Stadtteil von Gaza am Freitag ums Leben gekommen sei. (sda/dpa)
11:12
Israel greift Hisbollah-Ziele im Südlibanon an
Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben eines Militärsprechers Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon angegriffen. Nähere Angaben machte das Militär zunächst nicht. Vor dem Angriff hatte das Militär die Bevölkerung mehrerer Ortschaften im Südlibanon aufgefordert, wegen der bevorstehenden Attacke ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Die Angriffe wurden mit Verstössen der Hisbollah gegen die bestehende Feuerpause begründet.

Die USA hatten die erst am Freitag verlängerte Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah vermittelt. Seit ihrem Beginn im April wurde sie zweimal verlängert und soll nun bis Ende Juni gelten. Bei den Gesprächen verhandelt Israel mit Libanons Regierung, die selbst nicht Konfliktpartei ist. Die Hisbollah nimmt nicht an den Gesprächen teil und lehnt diese ab. Beobachter gehen aber davon aus, dass die Miliz laufend über den Stand der Verhandlungen informiert wird. Israels Armee wie auch die Hisbollah haben ihre Angriffe bereits in den vergangenen Wochen trotz der geltenden Waffenruhe fortgesetzt. (sda/dpa)
6:55
Bericht: Tote und Verletzte bei israelischem Angriff im Libanon
Bei einem mutmasslich von Israels Armee geführten Angriff im Süden des Libanons sind einem Medienbericht zufolge sechs Menschen getötet worden. Drei der Todesopfer bei der Attacke auf ein Zentrum des Zivilschutzes im Bezirk Nabatieh seien Sanitäter gewesen, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Weitere 22 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht dazu.

Die USA hatten erst am Freitag die Verlängerung der aktuell geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon um 45 Tage bekanntgegeben. Allerdings war die Feuerpause bereits in den vergangenen Wochen von beiden Seiten immer wieder verletzt worden.

Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte die von der Islamischen Republik unterstützte Hisbollah in Solidarität mit Teheran wieder Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert. Die israelischen Streitkräfte griffen daraufhin Stellungen der Miliz im Süden des Libanons und Hochburgen der Hisbollah in den Vororten der Hauptstadt Beirut an.

Seit dem erneuten Ausbruch der Kämpfe Anfang März wurden im Libanon offiziellen Angaben zufolge rund 2'900 Menschen getötet, darunter zahlreiche Frauen und knapp 200 Kinder. (sda/dpa)
6:54
Trump über den Iran: «Ich habe nichts unterschätzt»
US-Präsident Donald Trump hat von sich gewiesen, die Widerstandsfähigkeit des Irans unterschätzt zu haben. Auf die Frage, ob er die Schmerztoleranz des Irans verkannt habe, sagte Trump dem Sender Fox News: «Ich habe nichts unterschätzt.»

Eine Lösung des von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Kriegs mit dem Iran ist trotz diplomatischer Bemühungen nach wie vor nicht in Sicht. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde.

Die USA hätten den Iran «unglaublich hart» getroffen, betonte Trump nun. Man hätte die Brücken stehen und die Stromversorgung intakt gelassen. «Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen», sagte Trump. Der US-Präsident hatte dem Iran im Laufe des Kriegs mehrfach mit Angriffen auf dessen Energiesektor und Infrastruktur gedroht.

Seit Anfang April gilt in dem Krieg eine von Trump zuletzt einseitig verlängerte Waffenruhe. Spannungen in der Region hatten diese jedoch mehrfach ins Wanken gebracht. Zudem sorgte der mangelnde Fortschritt bei den diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Kriegs in Washington zunehmend für Frust. Die Waffenruhe hänge nur noch am seidenen Faden, sagte Trump vor seiner Reise nach China. Auch nach dieser war zunächst unklar, ob Trumps Besuch Chinas - einem wichtigen Verbündeten Irans - ein Kriegsende in irgendeiner Form näher gebracht hat. (sda/dpa)
12:29
Emirate wollen Pipeline-Ausbau beschleunigen
Die Vereinigte Arabische Emirate wollen den Ausbau ihrer bestehenden Ölpipeline nach Fudschairah im Osten des Landes beschleunigen. Wie das Medienbüro von Abu Dhabi mitteilte, soll die Leitung von 2027 an Öl von Abu Dhabi an den Golf von Oman transportieren und damit die durch den Iran-Krieg zum Erliegen gekommene Strasse von Hormus umgehen. Die Pipeline werde die Exportkapazität der Emirate über Fudschairah verdoppeln, hiess es.

Der Ort am Golf von Oman spielt für die Emirate eine zentrale Rolle. Von dort aus können Öllieferungen die Weltmärkte erreichen, ohne die Strasse von Hormus passieren zu müssen. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr frei passierbar, was den Ölexport stark behindert.

Der staatliche Energiekonzern Adnoc betreibt schon seit Jahren eine Pipeline-Verbindung von Abu Dhabi nach Fudschairah. Bei dem neuen Pipeline-Projekt handelt es sich um eine Erweiterung, um bestehende Exportwege zu verstärken und um die Exportinfrastruktur flexibler zu machen. (awp/sda/dpa)
12:27
Strasse von Hormus aus Irans Sicht nur für Feinde gesperrt
«Die Strasse von Hormus ist aus unserer Sicht nicht geschlossen, insbesondere nicht für befreundete Länder. Sie ist nur für unsere Feinde geschlossen», sagte Aussenminister Abbas Araghtschi am Rande des Aussenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe in Neu-Delhi.



Irans Chefdiplomat stellte überraschend auch eine Aufhebung von Einschränkungen durch die iranische Marine in Aussicht. Araghtschi nannte dafür als Voraussetzung ein Ende des Kriegs, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran begonnen hatten. «Dann werden wir sicherstellen, dass die sichere Passage für jedes einzelne Schiff garantiert ist», sagte er.

Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die für den Energiehandel wichtige Strasse von Hormus übernommen. Durch Drohungen, Kontrollen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr in der Meerenge weitgehend zum Erliegen. Die Folge waren weltweit deutlich steigende Energie- und Kraftstoffpreise. Die Meerenge ist laut dem Iran zudem inzwischen vermint.

Teheran betont stets, die Strasse von Hormus sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschliessend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren.

Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren. Völkerrechtlern zufolge verstossen solche Gebühren gegen das Recht auf Transitpassage. Die USA verhängten Mitte April ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran, um das Land unter anderem von Öleinnahmen abzuschneiden. (sda/dpa)
7:45
China fordert dauerhafte Waffenruhe in Iran-Krieg
Nach US-Präsident Donald Trumps Äusserung über ein angebliches chinesisches Hilfsangebot im Iran-Krieg hat Peking seine Forderung nach einer dauerhaften Waffenruhe erneuert. Die Schifffahrtswege sollten so schnell wie möglich wieder geöffnet werden, erklärte das Aussenministerium in Peking mit Blick auf die Strasse von Hormus. Es brauche eine umfassende und dauerhafte Waffenruhe, um die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in der Golfregion voranzutreiben, so die Behörde weiter.

Dieser Krieg, der niemals hätte passieren dürfen, müsse nicht weitergehen, erklärte das Ministerium. Bald eine Lösung zu finden, nütze den USA und dem Iran sowie anderen Regionen und der gesamten Welt, hiess es weiter.

Trump hatte in einem Interview des Senders Fox News zuvor angedeutet, Chinas Staatschef Xi Jinping habe Hilfe im Iran-Krieg angeboten. «Er würde es begrüssen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: «Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun», sagte der Republikaner. Chinas Aussenamt ging in seinem Statement nicht explizit darauf ein.

China war zuletzt trotz US-Sanktionen der grösste Abnehmer iranischen Öls. Die Lieferungen sind allerdings aufgrund der Blockade der Strasse von Hormus seit Kriegsbeginn zum Erliegen gekommen. (sda/dpa)
7:17
Bericht: Saudi-Arabien und Emirate haben Iran angegriffen
Als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einem Medienbericht zufolge während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben. Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen, berichtete die «New York Times» unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte. Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben.

Weder Saudi-Arabien noch die Emirate bestätigten die Angriffe. Der Iran hatte im jüngsten Krieg mit den USA und Israel immer wieder Ziele in den beiden Ländern angegriffen und erhebliche Schäden angerichtet. Das US-Militär unterhält sowohl in Saudi-Arabien als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten Stützpunkte.

Saudi-Arabien und Iran ringen seit langem um die Vorherrschaft in der Region. Die Rivalität wird auch vom konfessionellen Konflikt zwischen dem sunnitischen Islam in Saudi-Arabien und dem schiitischen Islam im Iran geprägt. Auch die Beziehungen zwischen den Emiraten und dem Iran sind angespannt. Das arabische Land ist ein wichtiger Verbündeter der USA und hatte zuletzt auch seine Beziehungen zu Irans Erzfeind Israel normalisiert. (sda/dpa)
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Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA gaben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt, der Iran zeigt wenig Interesse daran. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin blockiert.
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