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Iran-Ticker: Neue Luftangriffe Israels in Beirut

President Donald Trump speaks with reporters in the James Brady Press Briefing Room at the White House, Monday, April 6, 2026, in Washington. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
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Verkündete am Dienstagabend eine Waffenruhe: Donald Trump.Bild: keystone
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Neue Luftangriffe Israels in Beirut +++ Iran droht mit Ausstieg aus Waffenruhe

03.04.2026, 08:5308.04.2026, 18:43
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18:45
Israel: Machen mit Hisbollah-Angriffen die Arbeit Libanons
Das israelische Aussenministerium hat massive Angriffe auf Ziele der libanesischen Hisbollah-Miliz als Notwendigkeit dargestellt und die Führung des Nachbarlands scharf angegriffen. Diese schäme sich nicht, «Israel dafür anzugreifen, dass es genau das tut, was sie selbst hätten tun sollen: gegen die Hisbollah vorzugehen», hiess es in einem Post des Aussenministeriums auf der Plattform X.

Die mit dem Iran verbündete Hisbollah sollte eigentlich gemäss einer Waffenruhenvereinbarung von 2024 entwaffnet werden. Dies ist aber bislang nicht gelungen. Im Zuge des Iran-Kriegs war auch der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Die Miliz feuerte nach israelischen Militärangaben binnen gut eines Monats rund 6000 Raketen, Mörsergranaten und Drohnen auf israelische Ziele.

«Nach Tausenden Angriffen auf Israel von ihrem Territorium aus bringen sie keine Entschuldigung – stattdessen stellen sie Forderungen», lautete die Stellungnahme weiter. «Sie haben die Hisbollah nicht entwaffnet. Sie haben es nicht getan und verhindern es auch nicht, dass sie auf Israel schiesst.» Die libanesische Führung habe überdies «gelogen, als sie behaupteten, das Gebiet bis zum Litani-Fluss entmilitarisiert zu haben». Jetzt müsse Israel es «an ihrer Stelle tun».

Hisbollah-Minister seien weiterhin in der libanesischen Regierung aktiv, und der iranische Botschafter bleibe in Beirut, hiess es weiter. «Es ist an der Zeit, gegen die Hisbollah vorzugehen. Mit Taten, nicht Worten. Und wenn man dazu nicht fähig ist – dann sollte man zumindest nicht im Weg stehen.» (sda/dpa)
18:42
Neue Luftangriffe Israels in Beirut
Israel setzt seine heftigen Luftangriffe auf Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut trotz einer Waffenruhe im Iran-Krieg fort. Augenzeugen berichteten, ein Gebäude in der Mittelmeerstadt sei zerstört worden. Es habe Opfer gegeben. Die israelische Armee teilte mit, in Beirut sei ein Kommandeur der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz Hisbollah angegriffen worden. (sda/dpa)

18:36
Trump: Führen zeitnah direkte Gespräche mit dem Iran
Nach der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg soll die US-Seite nach dem Willen von Präsident Donald Trump zeitnah direkte Verhandlungen mit Teheran führen. «Es wird schon sehr bald dazu kommen», zitiert die «New York Post» aus einem Telefoninterview. Auf US-Seite seien Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sowie der Sondergesandte Steve Witkoff dabei sowie möglicherweise Vizepräsident JD Vance.



Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif hatte zuvor Delegationen der USA und des Iran für weitere Gespräche am Freitag in die Hauptstadt Islamabad eingeladen, wo sie über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts beraten sollen. Pakistanischen Quellen zufolge könnten auch Vertreter aus Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten an den Gesprächen teilnehmen. Diese Staaten hatten schon früher in dem Konflikt mit Pakistan beraten, wie die Lage deeskaliert werden könnte. (sda/dpa)
16:59
Iran droht mit Ausstieg aus Waffenruhe
Iran erwägt nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, aus der vereinbarten zweiwöchige Feuerpause mit den USA auszusteigen. Hintergrund seien die anhaltenden israelischen Angriffe auf die Hisbollah im Libanon, berichtet Fars unter Berufung auf eine informierte Quelle. Die Hisbollah gilt als wichtigster Verbündeter Irans in der Region.

Zugleich drohte ein anonymer Militärvertreter laut Nachrichtenagentur Fars Israel mit weiteren Angriffen, falls die Angriffe gegen die Hisbollah weitergingen.

Nach Einschätzung der iranischen Führung verstösst Israel gegen die mit den USA abgestimmte Waffenruhe. Pakistans Premier, Shehbaz Sharif, schrieb auf X, die Feuerpause gelte ausdrücklich auch für den Libanon. Israels Premier Benjamin Netanjahu widersprach und betonte, der Waffenstillstand beziehe sich nur auf den Konflikt zwischen den USA und dem Iran – nicht aber auf Israels Einsatz gegen die Hisbollah.

Der zitierte Militärvertreter deutet die Lage so, dass Teheran sich in seiner Vermutung bestätigt sieht: Entweder habe Washington keinen Einfluss auf Israels Regierung – oder das US-Zentralkommando Centcom dulde die israelischen Angriffe stillschweigend. (sda/dpa)
16:50
Bericht: Iran stoppt Tanker-Durchfahrt in Strasse von Hormus
Aufgrund der israelischen Angriffe auf den Libanon wurde die Durchfahrt von Öltankern durch die Strasse von Hormus vorübergehend gestoppt. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars.

Nach Einschätzung der iranischen Führung verstösst Israel mit seinen andauernden Angriffen auf die Hisbollah gegen die mit den USA abgestimmte Waffenruhe. Pakistans Premier, Shehbaz Sharif, schrieb auf X, die Feuerpause gelte ausdrücklich auch für den Libanon.

Israels Premier Benjamin Netanjahu widersprach und betonte, der Waffenstillstand beziehe sich nur auf den Konflikt zwischen den USA und dem Iran – nicht aber auf Israels Einsatz gegen die Hisbollah. Zudem wirft Israel dem Iran vor, nach Inkrafttreten der Feuerpause seine Angriffe auf das Land fortgesetzt zu haben. (hkl/sda/dpa)

16:18
Waffenruhe im Iran-Krieg: Merz telefoniert mit Trump
Nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA hat der deutsche Kanzler Friedrich Merz mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Das verlautete aus deutschen Regierungskreisen. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet. Über Inhalte wurde nichts bekannt.

Merz hatte die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Strasse von Hormus begrüsst. «Ziel muss nun sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Dies wird sich nur auf diplomatischem Weg erreichen lassen», hatte der Christdemokrat erklärt. Deutschland werde in geeigneter Weise dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Strasse von Hormus zu gewährleisten. Was das genau bedeutet, ist unklar. (sda/dpa)


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16:08
Trump: Könnten Schiffsverkehr gemeinsam mit Iran schützen
Die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump gemeinsam von den USA und dem Iran abgesichert werden. Es gebe die Überlegung, es als Gemeinschaftsprojekt umzusetzen, sagte er dem Sender ABC News zufolge. «Das ist eine Möglichkeit, sie abzusichern – auch vor anderen Leuten», sagte er, ohne weiter ins Detail zu gehen.



Nach Angaben des Schiffsverfolgungsdienstes MarineTraffic nimmt der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus wieder Fahrt auf. Es seien erste Anzeichen für Schiffsverkehr in der Meerenge zu beobachten. (sda/dpa)
15:41
Dutzende Tote und Chaos nach israelischem Grossangriff im Libanon
Ungeachtet der Waffenruhe im Iran-Krieg greift Israel den Libanon weiterhin massiv an. Die israelische Armee berichtete am Nachmittag vom «grössten koordinierten Angriff» seit dem Wiederaufflammen des Konflikts mit der Hisbollah Anfang März.

Das libanesische Gesundheitsministerium meldete Dutzende Tote und Hunderte Verletzte. Demnach sind noch Menschen nach Angriffen unter Trümmern verschüttet. Auch aus einem Spital hiess es, die Klinik behandle eine grosse Zahl von Opfern.

Israels Armee berichtete am Nachmittag, sie habe innerhalb von zehn Minuten in der libanesischen Hauptstadt Beirut, im Osten sowie im Süden des Nachbarlandes mehr als 100 Kommandozentralen und Militärstützpunkte der Hisbollah ins Visier genommen. Auch aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, es habe mehr als 150 Angriffe gegeben, viele in Beirut.

Augenzeugen berichteten von Chaos, Menschen rannten auf den Strassen, Kinder schrien. Viele Menschen aus der Hauptstadt Beirut machten sich demnach auf den Weg in den Norden. Spitäler im Land riefen Menschen dazu auf, Blut zu spenden. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur (dpa) meldete Chaos in den Kliniken in der Hauptstadt Beirut.



Dutzende Rettungswagen auf Libanons Strassen

Das libanesische Gesundheitsministerium rief die Bürger im Land angesichts von massiven Staus dazu auf, Wege für Rettungswagen freizumachen. Das Libanesische Rote Kreuz teilte mit, mehr als 100 Rettungswagen seien auf den Strassen unterwegs, um Verletzte in Spitäler zu bringen.

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam erklärte, Israels Angriffe hätten dicht besiedelte Wohngebiete getroffen und in mehreren Gebieten, insbesondere in Beirut, unbewaffnete Zivilisten getötet.

Israels Armee sagte, ein Grossteil der angegriffenen Hisbollah-Infrastruktur habe sich inmitten ziviler Wohngebiete befunden. Die Armee habe vor den Angriffen Schritte unternommen, um Unbeteiligte zu schonen. Der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani sagte am Nachmittag, die Hisbollah halte sich inzwischen in Gebieten im Libanon auf, die bislang nicht als ihre Hochburgen galten. «Das ist Teil ihrer Strategie.»

Die Angaben liessen sich zunächst allesamt nicht unabhängig überprüfen. (sda/dpa)
15:39
Hegseth: US-Militär kann jederzeit erneut zuschlagen
Die US-Streitkräfte bleiben nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth weiterhin bereit für schnelle militärische Schläge.

«Wir gehen nirgendwo hin. Wir stellen sicher, dass Iran sich an die Waffenruhe hält», sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz in Washington. Die Streitkräfte seien bereit, jederzeit wieder loszulegen, mit welchen Zielen auch immer.

Den Krieg im Iran erklärte Hegseth für gewonnen. In weniger als sechs Wochen hätten die USA einen «historischen Sieg» errungen. «Wir haben die Verteidigungsindustrie des Iran vollständig zerstört – ein zentrales Ziel unserer Mission.»

Es sei zwar möglich, dass der Iran noch vereinzelt in der Lage sei zurückzuschiessen. Hegseth zufolge kann Teheran aber keine weiteren Raketen oder Drohnen mehr herstellen. (sda/dpa)
15:08
Europäer und Kanada fordern rasches Ende des Iran-Kriegs
In einer gemeinsamen Erklärung fordern mehrere europäische Staaten und Kanada, in den nächsten Tagen ein rasches und dauerhaftes Ende des Iran-Kriegs auszuhandeln.

«Dies kann nur auf diplomatischem Wege erreicht werden», heisst es in dem Papier, das unter anderem der deutsche Kanzler Friedrich Merz veröffentlichte. «Wir drängen nachdrücklich auf rasche Fortschritte hin zu einer substanziellen Verhandlungslösung.»

Dies werde entscheidend sein, um die Zivilbevölkerung im Iran zu schützen und die Sicherheit in der Region zu gewährleisten, heisst es weiter. «Eine Verhandlungslösung kann auch eine schwere globale Energiekrise abwenden.» Man unterstütze die Bemühungen und stehe in engem Kontakt mit den USA und anderen Partnern. «Unsere Regierungen werden dazu beitragen, die Freiheit der Schifffahrt in der Strasse von Hormus zu gewährleisten.»

Angesichts der Erklärung Israels, die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran gelte nicht für den Konflikt mit der Hisbollah im Libanon, heisst es im gemeinsamen Papier: «Wir rufen alle Seiten dazu auf, den Waffenstillstand umzusetzen, auch im Libanon.» Dem Vermittler Pakistan wird für sein Engagement gedankt.

Hinter der Erklärung stehen neben Merz der französische Präsident Emmanuel Macron, die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, der britische Premierminister Keir Starmer, der kanadische Regierungschef Mark Carney, die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten, der spanische Regierungschef Pedro Sánchez sowie die EU-Spitzen Ursula von der Leyen und António Costa. (sda/dpa)
14:39
Kreml begrüsst Iran-Vereinbarung
Russland heisst die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg gut, geht auf einen ähnlichen Vorschlag aus Kiew aber nicht ein.

Moskau begrüsse die Entscheidung, den Weg der bewaffneten Eskalation nicht weiterzugehen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. «Sehr wichtig» sei, dass es keine Angriffe auf zivile und wirtschaftliche Objekte des Irans gebe.

Zuletzt hatten Teams aus Russland und der Ukraine in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in der Schweiz direkt miteinander verhandelt – allerdings ohne greifbare Ergebnisse. Die USA sassen als Vermittler am Tisch. Wegen des Iran-Kriegs lagen diese Gespräche auf Eis. (sda/dpa)
14:38
Trotz Waffenruhe: Passage durch Hormus bleibt eingeschränkt
Der Iran hält weiterhin an einer Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus fest. Der staatliche Sender Irib verwies auf X auf eine Erklärung von Aussenminister Abbas Araghtschi.

Demnach unterliegt der Schiffsverkehr nach wie vor «technischen Beschränkungen und der Abstimmung mit den iranischen Streitkräften». Schiffe dürfen erst nach Erhalt einer offiziellen Genehmigung zwischen zwei iranischen Inseln hindurchfahren und iranische Hoheitsgewässer durchqueren.

US-Präsident Trump hatte zuvor erklärt, Bedingung für die «beidseitige Waffenruhe» sei die «vollständige, unverzügliche und sichere» Öffnung der Strasse von Hormus. Iran kündigte an, den Schiffsverkehr unter Einschränkungen zu ermöglichen.

Nach Angaben des Schiffsverfolgungsdienstes MarineTraffic nimmt der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus wieder Fahrt auf.
Es seien erste Anzeichen für Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus zu beobachten. (sda/dpa)
14:34
Fragerunde an Pete Hegseth
Auf die Frage, was sie tun werden, damit die Strasse von Hormus offen bleibe, antwortete Hegseth, dass die USA in Bereitschaft bleiben. Es sei aber auch Zeit für den Rest der Welt, sicherzustellen, dass die Strasse von Hormus offen bleibe.

14:21
Trump: 50-Prozent-Zölle für Irans Waffenlieferanten
US-Präsident Donald Trump droht Ländern, die den Iran mit Waffen beliefern, mit Strafzöllen von 50 Prozent. Ein entsprechender Zollsatz solle mit sofortiger Wirkung auf alle Waren gelten, die in die USA verkauft würden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Das gelte ab sofort und ohne Ausnahme.

Er behauptete, dass das Land einen «sehr produktiven Regimewechsel» durchlaufen habe. Zugleich stellte er eine Annäherung Washingtons und Teherans in Aussicht. Die USA werden «eng mit dem Iran zusammenarbeiten» und über eine Lockerung von Zöllen und Sanktionen sprechen.

Auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, die USA wüssten genau, über welche Mengen angereicherten Urans Teheran verfüge und überwachten diese. Der Iran müsse das Uran entweder freiwillig abgeben oder die USA würden es selbst sichern und entfernen, sagte er auf eine Pressekonferenz. Dies könne «mit allen notwendigen Mitteln» durchgesetzt werden. Man behalte sich entsprechende Schritte vor, etwa wie bei der US-Operation «Midnight Hammer». Hegseth bekräftigte zugleich die harte Linie Washingtons. Das «neue iranische Regime» wisse, dass es niemals über eine Atomwaffe oder die Fähigkeit zu deren Entwicklung verfügen werde, betonte er. Dies sei stets «nicht verhandelbar» gewesen.

«Viele der 15 Punkte wurden bereits vereinbart», schreib Trump auf Truth Social. Unklar blieb zunächst, worauf sich diese Punkte beziehen. Der Iran hatte zuvor einen eigenen Zehn-Punkte-Plan für ein mögliches Abkommen vorgelegt, während aus Washington Forderungen nach weitergehenden Zugeständnissen bekannt waren. (sda/dpa)
14:17
Pete Hegseth spricht zum Iran-Krieg
Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hält eine Pressekonferenz zum Iran-Krieg. Dabei lobt er Präsident Donald Trump für seine Leistung und spricht von einem militärischen Sieg über den Iran. Ausserdem führt er aus, was die US-Streitkräfte alles zerstört haben, und zählt die getöteten iranischen Regimemitglieder auf. Hegseth lobt die Streitkräfte und würdigt die Opfer der Gefallenen.

14:10
Sánchez: Erleichterung über Waffenruhe darf nicht trügen
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg zurückhaltend begrüsst.

«Waffenruhen sind immer eine gute Nachricht – besonders, wenn sie den Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden ebnen», schrieb der sozialistische Politiker auf der Nachrichtenplattform X.

Zugleich betonte Sánchez, die «momentane Erleichterung» dürfe «nicht über Chaos, Zerstörung und verlorene Menschenleben hinwegtäuschen». Seine Regierung werde «nicht diejenigen feiern, die die Welt in Brand setzen, nur weil sie danach mit einem Eimer auftauchen». Entscheidend seien nun «Diplomatie, internationales Recht und FRIEDEN».

Madrid zählt in Europa zu den schärfsten Kritikern der Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Bereits kurz nach dem Beginn des Iran-Krieges hatte Sánchez den USA die Nutzung der Militärbasen Rota und Morón für die Einsätze gegen den Iran untersagt. Jüngst wurde auch der Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg in Verbindung stehen. (sda/dpa)


14:08
Syrien nimmt Flugverkehr wieder auf
Angesichts einer Waffenruhe im Iran-Krieg hat auch Syrien den Flugverkehr wieder aufgenommen. Alle geschlossenen Luftkorridore seien wieder geöffnet, teilte die syrische Zivilluftfahrtbehörde mit.

Der internationale Flughafen in Damaskus habe ebenfalls wieder den Betrieb aufgenommen. Alle Flüge starteten und landeten planmässig.

Die syrischen Luftfahrtbehörden hatten den Flugverkehr Anfang März aufgrund israelischer und iranischer Luftangriffe eingestellt. Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar war der Flugverkehr in der Region stark eingeschränkt. Zuvor hatte der Irak die Wiederöffnung des Luftraums verkündet. (sda/dpa)
13:56
US-Vize Vance bezeichnet Iran-Waffenruhe als «fragil»
US-Vizepräsident JD Vance hat die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe als «fragil» bezeichnet.

Die Öffnung der Strasse von Hormus und die beidseitige Einstellung der Kampfhandlung seien «die Grundlage für die fragile Waffenruhe, die wir haben», sagte er in der Veranstaltung eines Politik-Instituts in Budapest. Eine Aufzeichnung davon wurde auf YouTube veröffentlicht.

«Fragil» sei die Lage deshalb, weil es im Machtzentrum des Irans sowohl Kreise gebe, die konstruktiv an mögliche Friedensverhandlungen herangingen, als auch solche, die diese torpedieren möchten, führte er weiter aus.
«Wenn die Iraner dazu bereit sind, aufrichtig mit uns zu arbeiten, dann können wir zu einer Übereinkunft gelangen.» Würden sie jedoch lügen, betrügen und die gegenwärtige brüchige Waffenruhe sabotieren, «würden sie damit nicht glücklich werden».

US-Präsident Donald Trump habe deutlich gemacht, dass die USA über militärische, diplomatische und vor allem ökonomische Druckmittel verfüge, fügte er hinzu. Sollte Teheran den Verhandlungsprozess nicht aufrichtig führen, liesse Trump «nicht mit sich spassen». (sda/dpa)


13:43
Trump spricht von Regimewechsel
Der Iran sei durch einen Regimewechsel gegangen, schreibt Donald Trump am Mittwochmorgen auf Truth Social. Man werde über die Aufhebung der Sanktionen und Zölle mit dem Iran diskutieren, so Trump weiter. Zudem werde der Iran kein Uran mehr anreichern. (cma)


12:53
Libanesische Armee warnt Menschen vor Rückkehr in den Süden
Die libanesische Armee hat die Bevölkerung davor gewarnt, in den Süden des Landes zurückzukehren. Es bestehe die Gefahr weiterer Angriffe durch Israel, teilte die Armee mit. Israel hatte erklärt, die Waffenruhe mit dem Iran gelte nicht für den Konflikt mit der Hisbollah.

Auch ein libanesischer Regierungsvertreter sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), der Libanon habe bisher keine offizielle Mitteilung über eine Waffenruhe erhalten, die das Land einschliesse.

Israels Armee hatte am Morgen und Vormittag für mehrere Gegenden im Libanon, darunter die südlichen Vororte von Beirut, ihre Fluchtaufrufe vor anstehenden Angriffen auf Ziele der Hisbollah erneuert. Laut Angaben des israelischen Militärs gehen auch die Bodeneinsätze gegen die vom Iran unterstützte Miliz im Süden des Nachbarlandes weiter.

Trotz der Warnungen waren die Autobahnen in Richtung Süden mit Fahrzeugen überfüllt, die Hausrat transportierten. Viele Vertriebene hoffen auf eine Rückkehr in ihre Dörfer. «Wir wollen zurück nach Hause. Wir können nicht länger als Vertriebene in Schulen bleiben», sagte eine Frau auf einer Autobahn Richtung Süden der dpa. Der Iran und die Welt müssten helfen, forderte sie. (sda/dpa)



12:21
Erdbeben der Stärke 5,6 im Kaspischen Meer vor Iran
Vor den Küsten Irans und Aserbaidschans hat es ein Erdbeben gegeben. Laut der Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 5,6 und ereignete sich in 10 Kilometern Tiefe.

In mehreren ländlichen Regionen im Grenzgebiet sei das Erdbeben zu spüren gewesen, berichtete die iranische Staatsagentur Irna. Demnach wurden Rettungsteams der Rothalbmond-Gesellschaft zur Hilfe in die betroffenen Gebiete entsandt. Berichte über Opfer oder Schäden gab es zunächst weder im Iran noch im benachbarten Aserbaidschan.

Das Erdbeben trifft den Iran am Tag der Verkündung einer Waffenruhe nach rund fünf Wochen Krieg. Die Bevölkerung und auch Retter sind von den Angriffen der USA und Israels erschöpft. Ein schweres Erdbeben dürfte dramatische Folgen für die Region haben.

Immer wieder gibt es schwere Erdbeben in der Region, wo die Arabische, die Indische und die Eurasische Platte aufeinandertreffen. Anfang Herbst 2025 war es in Afghanistan zu einem Erdbeben mit mehr als 2.000 Toten gekommen. (sda/dpa)
12:12
Kuwait und Emirate melden Beschuss aus dem Iran
Trotz einer Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran gemeldet. Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert und habe 28 iranische Drohnen abgefangen, teilte die kuwaitische Armee mit.

Einige der Drohnen hätten auf Ölanlagen und Kraftwerke im Süden des Landes gezielt und Sachschaden an der Infrastruktur und Entsalzungsanlagen verursacht.

Das Verteidigungsministerium der Emirate teilte auf X mit, die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran im Einsatz. Ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden. (sda/dpa)
11:15
Israels Armee: «Feuer im Einsatz gegen den Iran eingestellt»
Nach der Verkündung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat auch Israels Armee bestätigt, die Angriffe auf Ziele im Iran ausgesetzt zu haben.

«Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben das Feuer im Einsatz gegen den Iran eingestellt», teilte das Militär am Vormittag mit. Dies erfolge auf Anweisung der politischen Führung. Die Armee sei aber darauf vorbereitet, auf Verstösse gegen die Vereinbarung «defensiv zu reagieren».

In der Nacht hatte es nach Verkündung der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran zunächst noch weiter iranischen Raketenbeschuss auf Israel gegeben. Die israelische Armee teilte mit, im Iran nachts derweil unter anderem noch Raketenabschussrampen ins Visier genommen zu haben.

Dem israelischen Militär zufolge dauerten die Einsätze gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon hingegen weiter an. Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte erklärt, die Feuerpause umfasse nicht den Libanon. Der Premier des Vermittlerstaats Pakistan, Shehbaz Sharif, hatte auf X geschrieben, sie gelte auch für den Libanon. (sda/dpa)
11:07
Iran meldet Explosionen
Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt.

Die Ölraffinerie auf Lawan sei Ziel eines «feindlichen, hinterhältigen Angriffs» geworden, berichtete die Agentur unter Berufung auf die nationale Ölgesellschaft. Die Feuerwehr sei im Einsatz, die Brände unter Kontrolle zu bringen und die Anlagen zu sichern. Todesopfer gab es demnach nicht.

Auch auf der Insel Sirri kam es zu Explosionen, wie Mehr weiter berichtete. Auf jede Aggression werde der Iran mit einer «Reue bringenden Antwort» reagieren, hiess es in dem Bericht. (sda/dpa)
10:53
China begrüsst Waffenruhe zwischen Iran und USA
China hat die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA begrüsst. Die Volksrepublik habe die Vermittlungsbemühungen durch Pakistan und andere Länder unterstützt, sagte Aussenamtssprecherin Mao Ning in Peking.

China habe sich stets für eine Feuerpause sowie eine Lösung der Streitigkeiten durch diplomatische Kanäle eingesetzt und hoffe, dass alle Seiten zusammenarbeiten, um eine baldige Wiederaufnahme des normalen Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus zu ermöglichen.

Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, China habe den Iran ermutigt, offen für einen Weg zu einer Feuerpause im Konflikt mit den USA und Israel zu sein.
Mao bestätigte dies nicht direkt und verwies darauf, dass China weiter eine konstruktive Rolle für Frieden im Nahen Osten spielen wolle.


10:52
Arabische Staaten begrüssen Einigung auf Waffenruhe
Mehrere arabische Staaten haben die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Strasse von Hormus begrüsst, dringen aber auf weitere Diplomatie. Es sei nun wichtig, die Bemühungen zu intensivieren, um Lösungen zu finden, die die Krise an der Wurzel packten, teilte das Aussenministerium des Golfstaats Oman mit.

Auch Ägypten dringt auf weitere Verhandlungen. Das Aussetzen der US-Militäroperationen sei eine wichtige Chance, die genutzt werden sollte, um Raum für Diplomatie und einen konstruktiven Dialog zu schaffen, teilte das Aussenministerium in Kairo mit.

Der Irak erklärte der staatlichen Nachrichtenagentur INA zufolge, die Waffenruhe trage dazu bei, Spannungen in der Region abzubauen, man unterstütze alle weiteren Bemühungen für Dialog.

Auch Saudi-Arabien begrüsste die Entwicklung. Das Aussenministerium erklärte auf X, man werde die Vermittlungsbemühungen Pakistans unterstützen. Das ölreiche Königreich betonte zudem, es sei wichtig, die Strasse von Hormus für die Schifffahrt offenzuhalten.

Nach Ansicht der Vereinigten Arabischen Emirate geht ihr Land als Sieger aus dem Konflikt hervor. Der Berater des Präsidenten der Emirate, Anwar Gargasch, schrieb auf X, die Vereinigten Arabischen Emirate hätten in einem Krieg triumphiert, den man unbedingt habe vermeiden wollen und das Land erfolgreich verteidigt.

Die Golfstaaten sind in den vergangenen Wochen immer wieder unter Beschuss aus dem Iran geraten. Die Strasse von Hormus, eine wichtige Meerenge für den globalen Öl- und Gashandel, liegt zwischen dem Iran und dem Oman. (sda/dpa)
10:25
Spanien fordert Waffenruhe auch für den Libanon
Die linksgerichtete Regierung in Spanien hat die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg als eine Chance für die Diplomatie begrüsst.

Aussenminister José Manuel Albares sprach im Interview des Radiosenders RNE von einem «Tag der Hoffnung». Zugleich forderte er aber, dass auch die israelischen Angriffe auf den Libanon eingestellt werden.

«Es ist inakzeptabel, dass die Invasion Israels in ein souveränes Land, die Angriffe auf die Friedenstruppen der Vereinten Nationen - die Blauhelme, unter denen sich auch spanische Soldaten befinden, die hervorragende Arbeit leisten - sowie die wahllosen Bombardierungen der Zivilbevölkerung in Beirut fortgesetzt werden», beklagte der spanische Aussenminister. (sda/dpa)
10:13
Irak öffnet Luftraum wieder für Flugverkehr
Nach der Verkündung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat der Irak seinen Luftraum wieder geöffnet. Die Lage habe sich stabilisiert und die Bedingungen seien wieder normal, teilte die irakische Zivilluftfahrtbehörde am Morgen mit.

Mit sofortiger Wirkung dürften alle zivilen Flüge wieder aufgenommen werden, einschliesslich Überflüge und Start- und Landungen auf irakischen Flughäfen. (sda/dpa)
10:00
Europäischer Erdgaspreis sinkt deutlich
Der Preis für europäisches Erdgas ist nach einer vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg deutlich gefallen. Die massgeblichen Future-Kontrakte sanken am Mittwoch um bis zu 20 Prozent. Das bedeutet den grössten Tagesverlust seit über zwei Jahren.

An der Börse in Amsterdam sank die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zuletzt um 17 Prozent auf 44,13 Euro je Megawattstunde (MWh). Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran vor mehr als fünf Wochen war der Gaspreis auf bis zu 74 Euro geklettert.
9:55
Internet trotz Waffenruhe im Iran weiter gesperrt
Die Bevölkerung im Iran bleibt auch nach Verkündung der Waffenruhe weiter vom Internet abgeschnitten.

«Die Zensurmassnahme aus Kriegszeiten hält weiterhin an, obwohl sowohl die Regierungen der USA als auch Irans jeweils den Sieg für sich beanspruchen», schrieb die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X. Die iranische Bevölkerung werde derweil erneut im Dunkeln gelassen, hiess es dort.

Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet unterdessen weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte «weisse SIM-Karten», die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auch auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.

Irans Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur. Viele Webseiten und auch Apps sind in dem Land mit gut 90 Millionen Einwohnern gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram, Tiktok und Youtube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen Grossteil der Nutzer zum Alltag. Die Verbindungen sind dann jedoch oft langsam und unzuverlässig. (sda/dpa)
9:48
Macron: Waffenruhe zwischen Iran und USA «sehr gute Sache»
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA begrüsst.

«Die Ankündigung dieser Feuerpause ist eine sehr gute Sache», sagte Macron zu Beginn einer Sitzung des Sicherheits- und Verteidigungsrats in Paris. Es sei aber auch ein Anliegen Frankreichs, sicherzugehen, dass die Waffenruhe den Libanon vollständig einbeziehe.

Macron nannte die Lage im Libanon kritisch. Die Hisbollah-Miliz habe einen strategischen Fehler begangen, als sie Israel angriff und den Libanon in die regionale Krise hineinzog. Aber das, was man heute mit Angriffen und der Besetzung des Südlibanons erlebe, könne keine dauerhafte Antwort sein.

Macron betonte, auf die Waffenruhe sollten Verhandlungen folgen. Er begrüsste es, dass der Iran die wichtige Strasse von Hormus wieder freigeben wolle. Ein gutes Dutzend Länder stünden bereit, um durch eine defensive Mission die Wiederaufnahme des Schiffverkehrs zu erleichtern. (sda/dpa)



9:05
Israels Oppositionsführer: «Netanjahu hat politisch versagt»
Israels Oppositionsführer hat dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nach der angekündigten Waffenruhe im Iran-Krieg vorgeworfen, gescheitert zu sein.

«Netanjahu hat politisch versagt, strategisch versagt und kein einziges der Ziele erreicht, die er sich selbst gesetzt hatte», schrieb Jair Lapid am Morgen auf der Plattform X. «In unserer gesamten Geschichte hat es noch nie eine solche politische Katastrophe gegeben.»


Weiter schrieb er: «Israel sass nicht einmal mit am Tisch, als Entscheidungen getroffen wurden, die den Kern unserer nationalen Sicherheit betreffen». Netanjahu sei arrogant und nachlässig gewesen und habe nicht strategisch geplant, warf Lapid Israels Regierungschef vor. Es werde Jahre dauern, «den politischen und strategischen Schaden zu beheben».

Als Ziel im Iran-Krieg hatte Netanjahu unter anderem die Zerschlagung des iranischen Raketen- und Atomprogramms genannt.

Laut jüngsten Meinungsumfragen könnte die Opposition bei der kommenden Parlamentswahl im Oktober knapp die absolute Mehrheit im Parlament gewinnen - ohne dabei auf arabische Parteien angewiesen zu sein. Das Spektrum der israelischen Oppositionsparteien reicht von rechts bis links und schliesst auch Repräsentanten der arabischen Minderheit ein. Lapids Partei Jesch Atid ist Umfragen zufolge allerdings nicht mehr die stärkste Kraft in der Opposition. (sda/dpa)
9:03
Starmer zu Waffenruhe: «Moment der Erleichterung»
Der britische Premierminister Keir Starmer spricht nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Strasse von Hormus von einem «Moment der Erleichterung». «Zusammen mit unseren Partnern müssen wir alles tun, was in unserer Macht steht, um diese Waffenruhe zu unterstützen und aufrechtzuerhalten», schrieb Starmer in einem X-Beitrag. Die temporäre Waffenruhe müsse nun in ein «dauerhaftes Abkommen» übergehen.

Der britische Premier wird noch am Mittwoch in die Golfregion reisen, wie die Downing Street der Nachrichtenagentur PA zufolge ankündigte. Dort werde Starmer mit Staats- und Regierungschefs der Verbündeten in der Region über diplomatische Bemühungen zur Aufrechterhaltung der Waffenruhe sprechen. Dabei soll es demnach auch um «konkrete Massnahmen» zur Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Strasse von Hormus gehen. (sda/dpa)


7:17
Schweizer Börse mit Kurssprung erwartet – Waffenruhe im Iran
Erleichterung an den Aktienmärkten weltweit: Der Iran und die USA haben sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Entsprechend euphorisch sind die Reaktionen an den Börsen. Der SMI wird am Mittwochorgen beim Broker IG um 3,2 Prozent höher gestellt.


Die Märkte in Ostasien haben nach der angekündigten Waffenruhe bereits mit kräftigen Kursgewinnen reagiert. So kletterte der Nikkei in Japan um fast 5 Prozent, der südkoreanische Kospi rangierte zeitweise um rund 6 Prozent im Plus. Auch in Europa zeigt sich in allen vorbörslichen Indikationen die nun schlagartig zurückgekehrte Zuversicht. Der deutsche Dax wird um 4,7 Prozent höher erwartet, ähnlich sieht es in Frankreich oder Grossbritannien aus.

Bei den Währungen legte der Euro kräftig zu und übersprang in der Nacht klar über die Schwelle von 1,16 US-Dollar. Am Morgen wurden 1,1677 Dollar bezahlt. Der Dollar gab auch zum Franken leicht nach und kostete noch 0,7898 nach 0,7993 am Vorabend. Das Euro bewegte sich zur Schweizer Währung mit zuletzt 0,9224 Franken kaum .

Auch beim Ölpreis zeigt sich klare Entspannung, denn der Iran kündigte ebenfalls die Öffnung der Strasse von Hormus im Rahmen der Waffenruhe an. Entsprechend sackten die Preise ab. Für ein Fass der Sorte Brent (159 Liter) wurden am Morgen nur noch 94,67 Dollar bezahlt, die Sorte WTI brach auf 95,60 Dollar ein - das sind 13 bis 15 Prozent weniger als am Vortag.
7:15
Trump: Es wird viel Geld verdient werden
Donald Trump rechnet nach der Einigung mit dem Iran auf eine Waffenruhe und der Öffnung der Strasse von Hormus mit einem grossen wirtschaftlichen Gewinn. «Es wird viel Geld verdient werden», frohlockte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. «Ein grosser Tag für den Weltfrieden!», schrieb er. «Der Iran will es, er hat genug! Und alle anderen auch!» Die USA würden bei der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus helfen. «Es wird viele positive Massnahmen geben!»

Der Iran und die USA hatten sich kurz vor Ablauf eines Ultimatums von Trump auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Meerenge geeinigt. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb in einer Erklärung, der Schiffsverkehr werde dort wieder ermöglicht.

Nachdem die USA und Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begonnen hatten, hatte Teheran mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht.

Der Iran könne jetzt mit dem Wiederaufbauprozess beginnen, schrieb Trump. Die USA würden vor Ort bleiben, um sicherzustellen, «dass alles gut geht». Er sei zuversichtlich. «Genau wie wir es in den USA erleben, könnte dies das Goldene Zeitalter des Nahen Ostens sein!!!», schloss Trump seinen Jubel-Post.

Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif lud Delegationen der USA und des Irans für weitere Gespräche am Freitag in die Hauptstadt Islamabad ein, wo sie über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts verhandeln sollen. (sda/dpa)


5:57
Libanon: Israel widerspricht Pakistans Premierminister
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif hat nach der Verkündung der Waffenruhe erklärt, dass diese auch den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon einschliesse. Wenige Stunden nach dieser Äusserung dementierte das Büro von Benjamin Netanjahu diese Darstellung jedoch in einer Mitteilung. Die Waffenruhe schliesse Libanon nicht ein. (con)
5:42
Jubel über Waffenruhe von Regierungsanhängern in Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran sind nach Verkündung der Feuerpause zahlreiche Menschen auf die Strassen geströmt. Am Revolutionsplatz im Stadtzentrum versammelten sich Regierungsanhänger mitten in der Nacht, wie der iranische Sender SNN TV berichtete. US-Präsident Donald Trump habe sich den iranischen Forderungen gebeugt, sagte der Reporter des Senders, der den paramilitärischen Basidsch-Milizen nahesteht.

Regierungsanhänger jubelten über die kurz zuvor verkündete Waffenruhe mit den USA. Eine Frau sagte dem Sender: «Dass unsere Position in der Strasse von Hormus gefestigt wurde, bedeutet den Sieg Irans. Das ist unsere Vergeltung gegenüber jemandem, der behauptete, die grösste und fortschrittlichste Armee der Welt zu haben», sagte sie mit Blick auf Trump. (sda/dpa)

5:36
Australiens Premier: Waffenruhe ist «positive Nachricht»
Australiens Premierminister Anthony Albanese hat die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie die geplante Wiederöffnung der Strasse von Hormus begrüsst. Die Entwicklungen könnten zu einem dauerhaften Ende des Konflikts beitragen, der rund 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung beeinträchtigt und die Treibstoffpreise stark steigen liess.

«Das sind positive Nachrichten. Wir haben seit einiger Zeit zu einer Deeskalation aufgerufen», sagte Albanese dem Sender Sky News. «Wir sehen bereits erhebliche Auswirkungen eines Krieges, der auf der anderen Seite der Welt stattfindet – hier in Australien wie für Menschen weltweit.»

Hoffnung auf dauerhafte Deeskalation

Der Regierungschef fügte hinzu: «Das ist sehr positiv, und wir hoffen, dass es zu einer dauerhaften Deeskalation und einem Ende des Konflikts führt sowie zu einer Lösung, die es der Welt ermöglicht, wieder nach vorn zu schauen.»

Australien hatte zuletzt angesichts steigender Energiepreise vorübergehend die Kraftstoffsteuer halbiert und Benzin aus Notreserven freigegeben. Das Land gilt als besonders anfällig für globale Lieferstörungen, weil es einen Grossteil seines Treibstoffs importiert und nur über relativ geringe strategische Reserven verfügt. (sda/dpa)


Anthony Albanese.
3:25
Ölpreise brechen nach Waffenruhe-Ankündigung ein
Nach der Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg haben die zuletzt stark gestiegenen Ölpreise deutlich nachgegeben. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sackte rasant um rund 16 Prozent auf circa 92 US-Dollar (rund 79 Euro) – der niedrigste Wert seit Mitte März. Bei der für den US-Markt wichtigeren Sorte WTI fiel der Preisrückgang mit Auslieferung im Mai ähnlich aus. Die Ölpreise sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.


(sda/dpa/con)
2:38
Pentagon kündigt Pressekonferenz mit Hegseth an
Das Pentagon hat kurzfristig eine Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine am heutigen Mittwoch angekündigt. Die beiden wollen um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MESZ) vor die Presse treten. (sda/dpa)


Pete Hegseth und Dan Caine.
2:10
Weiter Angriffe auf Israel und Kuwait
Wie die New York Times berichtet, kam es seit der Verkündung der Waffenruhe zu mindestens zwei weiteren Angriffen auf Israel, wo der Luftalarm ausgelöst wurde. Auch Golfstaat Kuwait meldete, dass das Luftverteidigungssystem Raketen und Drohnen entdeckt und abgeschossen habe.
2:08
Iran: Verhandlungen wurden von Chamenei beaufsichtigt
Laut dem Nationalen Sicherheitsrat des Irans wurden die aktuellen Verhandlungen, bei denen neben Pakistan auch Saudi-Arabien und Ägypten als Vermittler fungierten, von Ayatollah Modtschtaba Chamenei beaufsichtigt und die Einigung ebenso von diesem abgesegnet. Ob das stimmt, ist unklar. Chamenei hat sich seit der Ernennung zum Nachfolger seines getöteten Vaters nicht öffentlich gezeigt, er soll verletzt sein. Zuletzt kursierten gar Berichte, wonach er nicht bei Bewusstsein sein soll.

Der Sicherheitsrat des Irans schrieb in einer Stellungnahme zudem, dass das Land beim Scheitern der Verhandlungen nicht zögern werde, die Kämpfe wieder aufzunehmen. «Unsere Finger liegen am Abzug, und wenn der Feind auch nur den kleinsten Fehler macht, werden wir mit aller Härte reagieren», so die Aussage. (con)
1:59
Pakistan: Waffenruhe zwischen USA und Iran ab sofort
Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA mit sofortiger Wirkung. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika sowie ihre Verbündeten hätten einer sofortigen Waffenruhe einschliesslich im Libanon und andernorts zugestimmt, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X.

Sharif lud Delegationen beider Länder für weitere Gespräche am Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus Washington und Teheran über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts aushandeln sollen.

Beide Seiten hätten in den Gesprächen «bemerkenswerte Weisheit und Verständnis» bewiesen und sich konstruktiv für Frieden und Stabilität eingesetzt. Irans Nachbarland Pakistan hatte im Krieg zwischen Vertretern aus Washington und Teheran vermittelt. (sda/dpa)

1:31
Iranischer Aussenminister bestätigt Bedingungen
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat die von US-Präsident Donald Trump genannten Eckpunkte des Waffenstillstands bestätigt. In einer Stellungnahme gab Araghtschi an, dass man dem pakistanischen Vorschlag einer zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt habe und die Angriffe auf den Iran eingestellt würden. Der Iran werde ebenfalls auf «Defensivoperationen» verzichten. Zudem werde sein Land für zwei Wochen die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus gewährleisten. (con)
1:19
Iran stellt Einigung als grossen Sieg dar
Der Iran stellt die Einigung mit Trump ebenfalls als eigenen Triumph dar. Man habe die USA gezwungen, den eigenen 10-Punkte-Plan zu akzeptieren, war in einer Stellungnahme des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Landes zu lesen. (con)
0:58
Israel stimmt laut Bericht ebenfalls Waffenruhe zu
Israel hat laut CNN ebenfalls einer vorübergehenden Waffenruhe zugestimmt, wie der US-Nachrichtensender unter Berufung auf einen Beamten des Weissen Hauses berichtet.

Dieser sagte auch, dass die USA weiterhin Angriffe auf zivile Infrastruktur des Irans zu verüben bereit seien, sollte das Land die Strasse von Hormus nicht tatsächlich freigeben.

Israel habe sich zudem bereit erklärt, ebenfalls auf Bombardierungen zu verzichten, solange die aktuellen Verhandlungen laufen. (con)
0:54
Trump spricht von langfristigem Frieden
Nachdem er sich in den vergangenen zwei Tagen mehrfach mit eskalierender Rhetorik selbst übertraf, schlägt Donald Trump nun ganz andere Töne an. In seiner Stellungnahme zur zweiwöchigen Waffenruhe mit dem Iran spricht der US-Präsident von «weit fortgeschrittenen Verhandlungen zu einem endgültigen Abkommen über einen langfristigen Frieden» mit dem Iran.

Den 10-Punkte-Plan mit Bedingungen, den der Iran den USA kürzlich zugestellt hatte und den Trump zunächst öffentlich als ungenügend bezeichnete, nannte er nun eine «tragfähige Verhandlungsgrundlage». Die meisten Streitpunkte zwischen den USA und dem Iran seien geklärt. Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll ein endgültiges Abkommen ausgearbeitet und abgeschlossen werden.

Der US-Präsident behauptete auch erneut, dass die militärischen Ziele im Iran «erreicht und übertroffen» seien. Zudem sei es ihm eine Ehre, zu verkünden, dass «das langjährige Problem im Nahen Osten kurz vor einer Lösung» stehe. (con)

0:43
Waffenstillstand für zwei Wochen vereinbart
Die Verhandlungen zur Abwendung einer grossen Eskalation im Iran-Krieg sind erfolgreich: US-Präsident Donald Trump hat in der Nacht auf Dienstag (Schweizer Zeit) erklärt, dass er einer zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt habe. Eine Bedingung sei, dass der Iran in dieser Zeit die Strasse von Hormus für Schiffe öffne. Der US-Präsident schrieb auf seiner Plattform Truth Social:

«Nach Gesprächen mit Premierminister Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir aus Pakistan, in denen sie mich baten, die heute Abend geplante Zerstörungskraft gegen den Iran zurückzuhalten, und unter der Voraussetzung, dass die Islamische Republik Iran der VOLLSTÄNDIGEN, SOFORTIGEN und SICHEREN ÖFFNUNG der Strasse von Hormus zustimmt, stimme ich zu, die Bombardierungen und Angriffe auf den Iran für zwei Wochen auszusetzen. Dies wird ein beidseitiger Waffenstillstand sein!»

(con)
0:28
Iranischer Botschafter in Pakistan bestätigt Fortschritte
Die totale Eskalation im Iran-Krieg könnte doch noch abgewendet werden: Der iranische Botschafter in Pakistan, welches als Vermittler agiert, bestätigt Berichte über Fortschritte in den Verhandlungen. Auf X schreibt Reza Amiri Moghadam, dass man gerade einen «Schritt vorwärts von einer kritischen, heiklen Phase» gemacht habe. (con)
22:25
Pakistan: Friedensverhandlung könnte bald zu Ergebnissen kommen
Die Friedensverhandlungen im Iran-Krieg machen nach Angaben des Vermittlers Pakistan Fortschritte. Die diplomatischen Bemühungen schritten «stetig, entschlossen und kraftvoll voran und könnten in naher Zukunft zu substanziellen Ergebnissen führen», teilte der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif auf X mit. Er bitte daher US-Präsident Donald Trump eindringlich darum, sein Ultimatum um zwei Wochen zu verlängern.

Das Ultimatum, mit dem Trump den «Untergang einer ganzen Zivilisation androhte», soll nach Schweizer Zeit um 2.00 Uhr morgens in der Nacht zu Mittwoch auslaufen. Der Sender Fox News zitierte Trump mit den Worten, die USA befänden sich in «hitzigen Verhandlungen.»

An den Iran richtete der pakistanische Premierminister die Bitte, die Strasse von Hormus als Geste des guten Willens für zwei Wochen zu öffnen. Ausserdem forderte er einen Waffenstillstand. Neben Pakistan vermitteln Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei zwischen Washington und Teheran.

Aus den USA hiess es: «Der Präsident wurde über den Vorschlag informiert, und es wird eine Antwort folgen», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, dem Portal «Axios». (sda/dpa)

21:35
Papst: Drohung gegen iranisches Volk «wirklich inakzeptabel»
Papst Leo XIV. hat angesichts des Iran-Kriegs jüngste Drohungen gegen das iranische Volk als inakzeptabel bezeichnet. «Wie wir alle wissen, gab es heute auch diese Drohung gegen das gesamte Volk des Irans, und das ist wirklich nicht akzeptabel», sagte das Oberhaupt von etwa 1,4 Milliarden Katholiken vor Journalisten vor seiner Residenz in Castel Gandolfo bei Rom.

Leo sagte, dies sei eine Frage des Völkerrechts, aber vielmehr auch eine moralische Frage. «Ich möchte alle einladen, wirklich im Herzen an die vielen Unschuldigen zu denken, an die vielen Kinder, viele ältere Menschen, völlig Unschuldige», sagte der Pontifex weiter. Sie seien alle Opfer des Krieges.

Leo - der erste US-Amerikaner auf dem Stuhl Petri - nannte zwar den US-Präsidenten Donald Trump nicht beim Namen. Er dürfte sich jedoch auf dessen jüngste harsche Drohungen gegen den Iran bezogen haben. Trump schrieb wenige Stunden zuvor auf seiner Plattform Truth Social: «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren.»

Angesichts der militärischen Eskalation mahnte er in seinen Ausführungen vor Reportern erneut eine diplomatische Lösung des Konflikts an: «Kehren wir an den Verhandlungstisch zurück. Sprechen wir miteinander. Suchen wir auf friedliche Weise nach Lösungen.» Er fügte hinzu: «Wir sind ein Volk, das den Frieden liebt, und es gibt einen grossen Bedarf an Frieden in der Welt.» (sda/dpa)

21:05
USA melden iranischen Hackerangriff auf Infrastruktur
Hacker mit Verbindungen zum Iran führen laut der US-Behörde für IT-Sicherheit Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur der Vereinigten Staaten durch. Die Gruppen griffen gezielt Industrieanlagen an, die über das Internet erreichbar seien, teilte die zuständige Behörde CISA mit. Demnach sind unter anderem Regierungsbehörden sowie Anlagen der Wasserversorgung und des Energiesektors betroffen.

In der Folge würden auf Bedienoberflächen häufig falsche Daten angezeigt. Es komme zu Störungen und finanziellen Schäden. Nähere Angaben zum Ausmass waren zunächst nicht bekannt. (sda/dpa)
19:47
Iran droht mit Angriff auf israelische Gasfelder
Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden droht mit Angriffen auf die beiden israelischen Erdgasfelder Karisch und Tanin. Auf einer veröffentlichten Aufnahme sind drei weitere Angriffsziele verpixelt. Zu dem Foto schreibt der Geheimdienst auf X: «3.30 Uhr Teheraner Zeit (2.00 MEZ) werden die Staats- und Regierungschefs der Region ihm (US-Präsident Donald Trump) sagen: Du verdammter Bastard, beende diesen verfluchten Krieg!» (sda/dpa)
18:48
Iran: Internet-Blackout bis Kriegsende
Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani hat einen freien Zugang der Bevölkerung zum globalen Internet vorerst ausgeschlossen. Sie sagte im staatlichen Fernsehen Irib, die Regierung verfolge zwar das Ziel eines freien Internetzugangs, aber im Krieg gelten andere Überlegungen.

Es handelt sich um die bislang längste ununterbrochene Internetsperre in der Geschichte des Landes. Die 90 Millionen Iraner haben bis auf Ausnahmen seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. Dagegen nutzt ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.

Als Folge der Sperre ist der Onlinehandel nahezu vollständig zusammengebrochen. Hunderttausende Unternehmen sind betroffen. Viele Händler sind auf soziale Netzwerke wie Instagram angewiesen, um Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. (sda/dpa)
18:34
Schweizer Aktien mit deutlichen Verlusten vor Trump-Ultimatum
Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach einer volatilen Sitzung klar im Minus geschlossen. Überschattet wurde das Marktgeschehen vom Ultimatum von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg, das er im Tagesverlauf mit weiteren drastischen Drohungen untermalte.

Der Schweizer Leitindex SMI schloss am Dienstag um 1,48 Prozent im Minus auf 12'790,35 Punkten, nachdem er am Vormittag noch auf ein Tageshoch von 13'067 Punkten geklettert war. Auch die anderen Börsenplätze zeigten sich tiefrot: So sank der deutsche Dax um 1,1 Prozent und der britische FTSE 100 gab um 0,8 Prozent nach. Die US-Börsen notierten am Abend ebenfalls klar im Minus.

Noch immer seien die Risiken des Nahost-Krieges für die globale Konjunktur, insbesondere im Hinblick auf steigende Energiepreise und Lieferkettenstörungen, nur zum Teil eingepreist, sagte ein Marktbeobachter. Negative Signale kamen am Nachmittag zusätzlich von schwachen US-Konjunkturdaten.

Für verstärkten Abwärtsdruck am Schweizer Markt sorgten nicht zuletzt die schwachen Pharmawerte Novartis (-2,8 Prozent) und Roche (-2,1 Prozent). Die schlechte Stimmung im Pharmasektor führten Händler auf die neuen Ankündigungen der US-Regierung zu neuen Pharma-Zöllen zurück. Besser hielten sich Versicherungswerte wie Swiss Life (-0,1 Prozent) oder Swiss Re, die unverändert schlossen. (awp/sda)
18:29
Iran: Millionen Menschen bereit zum Kriegsdienst
Rund 14,4 Millionen Iraner sollen sich nach Angaben von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf für einen freiwilligen Kriegsdienst registriert haben. Ghalibaf veröffentlichte die Zahl auf der Plattform X. Die Aktion trägt den Namen «Leben opfern». Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen.



Laut dem staatlichen Sender Irib sollen die Freiwilligen im Konflikt mit den USA und Israel zusätzlich zu Revolutionsgarden und Armee eingesetzt werden. Zudem seien Menschenketten zum Schutz möglicher Angriffsziele geplant.

Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte Aufnahmen von einer Menschenkette auf der Sefid-Brücke in der Stadt Ahwas im Südwesten, die Ziel von Angriffen werden könnte.

Zu den Registrierten sollen Irib zufolge auch Präsident Massud Peseschkian, die meisten seiner Minister sowie zahlreiche Amtsträger, Sportler und Künstler gehören. Auch der derzeit einflussreiche Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat sich registrieren lassen.

Insbesondere nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump sei die hohe Zahl der Freiwilligen ein Zeichen nationaler Einheit und Verteidigungsbereitschaft, so der Irib-Bericht. Trump verlangt vom Iran, die Blockade der für den globalen Energiehandel wichtigen Strasse von Hormus aufzuheben. Andernfalls droht Trump mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken. (sda/dpa)
18:28
Russland und China stimmen gegen UN-Resolution zur Strasse von Hormus
Ein Resolutionsentwurf zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Strasse von Hormus ist im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Zwar stimmten nach Angaben aus dem Rat 11 Mitglieder für den von Bahrain eingebrachten Text, doch verhinderten Russland und China mit ihren Gegenstimmen als Vetomächte die Annahme. Zwei weitere Mitglieder enthielten sich.

In dem Entwurf wurden betroffene Staaten dazu aufgefordert, ihre defensiven Massnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, wie es von Diplomaten hiess. Zudem sollte der Iran seine Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einstellen.

Um den Resolutionstext war tagelang im Hintergrund gerungen worden. In einer vorangegangenen Version des Dokuments wurde etwa explizit auf Kapitel 7 der Charta der Vereinten Nationen verwiesen, das dem Sicherheitsrat die Befugnis einräumt, Massnahmen von Sanktionen bis zu militärischer Gewalt zu ergreifen. Dagegen hätten sich etwa die Vertreter Russlands und Chinas gewehrt, hiess es. Bahrain zeigte sich nach der Abstimmung enttäuscht. Der Sicherheitsrat habe es versäumt, «seiner Verantwortung gerecht zu werden» angesichts eines «illegalen Verhaltens, das entschlossenes Handeln erfordert». Bahrain warnte zudem, Untätigkeit werde «die Glaubwürdigkeit des Sicherheitsrats untergraben» und weitere Verstösse begünstigen.

Der US-Vertreter warf Iran vor, die Weltwirtschaft «mit vorgehaltener Waffe» als Geisel zu halten. «Nun, Kolleginnen und Kollegen, das könnte Irans letzter Akt sein. Wir werden sehen.» (sda/dpa)
17:18
Medien: Iran hat Verhandlungen mit den USA abgebrochen
Nach den heftigen Drohungen von Präsident Donald Trump hat der Iran Medienberichten zufolge den Kontakt mit der US-Seite abgebrochen. Der Iran habe seine «direkte Kommunikation» mit den USA unterbrochen, schrieb das «Wall Street Journal» unter Berufung auf Beamte im Nahen Osten. Der Schritt verkompliziere die Bemühungen um eine Einigung, Gespräche über Vermittler liefen aber weiter.

Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf hochrangige iranische Beamte, Teheran habe seine «Verhandlungsbemühungen mit den USA» eingestellt.

Kontakte über Vermittler sollen weiterlaufen

Eine iranische Regierungssprecherin teilte mit, dass es über die Vermittlerstaaten weiterhin einen Austausch gebe, der jedoch bislang zu keinem Durchbruch geführt habe. «Die Sprache der Herabwürdigung und Beleidigung blockiert derzeit den Weg zu jeder Verständigung und einer möglichen Einigung», sagte sie im Staatsfernsehen Irib. (sda/dpa)
16:36
Vance: Alle halten sich an die Frist
US-Vizepräsident JD Vance hob hervor, dass die Angriffe keinem Abrücken von dem Ultimatum darstellten, dass US-Präsident Donald Trump Teheran gesetzt hatte. Trumps Frist werde von den USA und allen anderen eingehalten, betonte Vance. Die USA würden keine Energieanlagen oder Infrastruktur angreifen, bis der Iran einen für die USA akzeptablen Vorschlag für einen Ausweg aus der militärischen Eskalation mache - oder das unterlasse. Der Iran habe bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit Zeit. Er denke daher nicht, dass die berichteten Angriffe auf der Insel Charg eine Änderung der Strategie Trumps bedeuteten. (sda/dpa)

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen und Drohnen gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region. Der Krieg dauert an.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Gespräche zwischen Iran und den USA brachten bisher keine Lösung, beide Seiten liegen weit auseinander.
  • Die USA verfolgen unterschiedliche Kriegsziele – von Zerstörung des Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel – und schliessen auch den Einsatz von Bodentruppen nicht aus.
  • Im Fokus steht die Strasse von Hormus: Iran hat den wichtigen Seeweg teilweise blockiert, was den Ölpreis stark steigen liess und den Welthandel belastet.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
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669 Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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Noch nie haben Menschen die Mondrückseite so gesehen wie die «Artemis 2»-Crew
Die «Orion»-Kapsel mit der Crew der «Artemis 2»-Mission hat die Rückseite des Mondes überflogen und dabei Aufnahmen unseres Trabanten gemacht, wie es sie zuvor noch nie gab.
Gut die Hälfte der neuntägigen «Artemis 2»-Mission hat die vierköpfige Crew in der Raumkapsel Orion mittlerweile hinter sich. Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover und die Missionsspezialisten Christina Koch und Jeremy Hansen haben bereits Rekorde gebrochen – nie zuvor waren Menschen weiter von ihrem Heimatplaneten entfernt –, und sie haben den Mond so gesehen wie noch nie jemand vor ihnen. Bei ihrem Flug um die Rückseite unseres Trabanten näherten sie sich ihm auf rund 6545 Kilometer; näher werden sie ihm zu keinem anderen Zeitpunkt ihrer Mission kommen.
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