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Israel-Gaza-Krieg: Netanjahu legt Plan für Zeit nach Gaza-Krieg vor

Palestinians arrive in the southern Gaza town of Rafah after fleeing an Israeli ground and air offensive in the nearby city of Khan Younis on Monday, Jan. 29, 2024. Israel has expanded its offensive i ...
Eine Familie im Gaza-Streifen flüchtet vor den israelischen Raketen. Bild: keystone
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Netanjahu legt Plan für Zeit nach Gaza-Krieg vor +++ Verhandlungen laut USA «konstruktiv»

Am 7. Oktober attackierte die Hamas Israel und ermordete 1200 Menschen. Israel reagierte mit Bombenangriffen und die Armee drang in den Gazastreifen ein. Alle News im Liveticker.
23.02.2024, 07:25
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  • Hamas-Terroristen haben am Samstag, 7. Oktober, einen beispiellosen Überraschungsangriff auf Israel durchgeführt und rund 1200 Zivilistinnen und Zivilisten sowie Soldaten massakriert. Es handelt sich um den grössten Massenmord an Juden seit dem Zweiten Weltkrieg.
  • Über 230 Israelis wurden nach Militärangaben in den Gazastreifen verschleppt und mutmasslich in unterirdischen Tunnelsystemen als Geiseln gehalten.
  • Laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden über 28'000 Menschen getötet. Die Zahlen lassen sich gegenwärtig nicht unabhängig überprüfen.
  • In Gaza droht angeblich eine Hungersnot.
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19:23
Blinken «enttäuscht» über Israels Pläne zu erweitertem Siedlungsbau
US-Aussenminister Antony Blinken hat die Pläne der israelischen Regierung zu einem Ausbau der Siedlungen im Westjordanland kritisiert. «Wir sind enttäuscht von der Ankündigung. Es ist seit Langem die Haltung der US-Regierung, dass neue Siedlungen kontraproduktiv sind, wenn wir dauerhaften Frieden erreichen wollen. Ausserdem stehen sie nicht im Einklang mit dem Völkerrecht», sagte Blinken am Freitag in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Die US-Regierung sei klar gegen den Ausbau der Siedlungen. Dies schwäche Israels Sicherheit, statt sie zu stärken, sagte Blinken.

Nach einem palästinensischen Terroranschlag nahe Jerusalem will Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich den Siedlungsbau im Westjordanland vorantreiben. Wie die Zeitung «Times of Israel» in der Nacht zum Freitag berichtete, werde der für die Genehmigung des Baus von Siedlerhäusern zuständige Ausschuss zu diesem Zweck in Kürze zusammenkommen. Smotrich wolle, dass mehr als 3000 zusätzliche Häuser im Westjordanland gebaut werden, hiess es. Die israelischen Siedlungen im Westjordanland sind nach internationalem Recht illegal.

Seit Beginn des Gaza-Krieges nach dem Terrorüberfall der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober im Süden Israels haben sich auch die Spannungen und Konflikte im israelisch besetzten Westjordanland verschärft. Palästinenser beklagen vermehrte Gewalt von israelischen Siedlern gegen ihre Dörfer und Olivenhaine. Das israelische Militär geht in palästinensischen Städten verstärkt gegen mutmassliche Militante vor. Die USA und andere Länder haben Sanktionen gegen jüdische Siedler verhängt, denen vorgeworfen wird, sich im Westjordanland an Gewalt gegen palästinensische Zivilisten beteiligt zu haben.

Angesprochen auf Berichte über die Pläne Israels für Zeit nach Gaza-Krieg sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, am Freitag in Washington, man überlasse es Israel, diese zu kommentieren. Die US-Regierung habe in den letzten Wochen aber konstruktive Gespräche über all die damit verbundenen Fragen geführt, und «klare Positionen vertreten, auch dort, wo ihre und unsere Positionen voneinander abweichen.»
epa10689490 US Secretary of State Anthony Blinken speaks during a reception honoring US Chiefs of Missions, in the East Room at the White House, in Washington, DC, USA, 13 June 2023. EPA/Samuel Corum  ...
Bild: keystone
Die US-Regierung sei der festen Überzeugung, dass die Palästinenser ein Mitspracherecht und eine Stimme haben sollten, wenn es darum gehe, wie der Gazastreifen nach dem Konflikt aussehen solle. Man glaube nicht an eine Verkleinerung des Gazastreifens und auch nicht an eine gewaltsame Vertreibung von Palästinensern aus dem Gazastreifen. «Sowohl die Israelis als auch die Palästinenser haben ein Recht auf ein höchstes Mass an Sicherheit, Freiheit und Würde.» (sda/dpa)
9:25
Israels Armee: Weitere Terroristen bei Einsatz in Gaza getötet
epa11170971 An internally displaced Palestinian woman who fled from the northern Gaza Strip, sits outside her makshift family tent in the west of Khan Younis, southern Gaza Strip, 21 February 2024. Mo ...
Bild: keystone
Die israelische Armee hat bei den seit Wochen andauernden Kämpfen im Westen der Stadt Chan Junis im Süden des Gazastreifens nach eigenen Angaben weitere Gegner getötet. Wie das Militär am Freitag mitteilte, hätten Scharfschützen und Drohnen in den vergangenen 24 Stunden mehr als zehn Terroristen getötet. Während des Einsatzes hätten drei Terroristen eine Panzerfaust auf die israelischen Truppen abgefeuert. Sie seien eliminiert worden. Auf israelischer Seite habe es keine Verletzten gegeben, hiess es. Es seien zudem ein Waffenlager, eine Kommandozentrale und ein Gelände, auf dem sich mehrere Terroristen in unmittelbarer Nähe der Truppen aufhielten, zerstört worden. Die Angaben des Militärs konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Auch im Norden sowie im Zentrum des abgeriegelten Küstenstreifens seien mehrere Terroristen getötet und Waffenlager gefunden worden, hiess es weiter. Zudem hätten die Truppen weitere Tunnelschächte freigelegt. (sda/dpa)
6:30
Israels Armee: Terroranschlag im Westjordanland vereitelt
Das israelische Militär hat in der Stadt Dschenin im Westjordanland nach eigenen Angaben einen Terroranschlag vereitelt. Wie die Armee am frühen Freitagmorgen bekannt gab, wurde ein Mitglied der Terrororganisation Islamischer Dschihad bei einem Drohnenangriff in Dschenin ausgeschaltet. Der Mann sei auf dem Weg gewesen, einen Anschlag zu verüben. Er sei in den vergangenen Monaten an mehreren Angriffen auf israelische Gemeinden und Militärposten beteiligt gewesen.

Die Lage im Westjordanland hat sich seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Gazastreifen am 7. Oktober deutlich verschärft. Vor allem in den Städten Dschenin und Nablus, die von der palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet werden und als Hochburgen von Terrorgruppen gelten, führt Israels Militär regelmässig Razzien durch.

Am Vortag war bei einem Terroranschlag nahe Jerusalem nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Israeli getötet und mehrere Menschen teils schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurden drei Angreifer am Tatort auf einer Autobahn nahe Jerusalem erschossen. Nach Angaben des israelischen Inlandsgeheimdienstes handelte es sich bei den Tätern um drei Palästinenser aus Bethlehem im Westjordanland. (sda/dpa)
3:53
Nach Anschlag: Forderung in Israel nach Siedlungsbau im Westjordanland
Nach einem palästinensischen Terroranschlag nahe Jerusalem will Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich den Siedlungsbau im Westjordanland vorantreiben. Wie die Zeitung «Times of Israel» in der Nacht zum Freitag berichtete, werde der für die Genehmigung des Baus von Siedlerhäusern zuständige Ausschuss zu diesem Zweck in Kürze zusammenkommen. Smotrich wolle, dass mehr als 3000 zusätzliche Häuser im Westjordanland gebaut werden, hiess es. Er reagierte damit auf einen Terroranschlag vom Vortag auf einer Autobahn nahe Jerusalem, bei dem nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Israeli getötet wurde und mehrere Menschen teils schwer verletzt wurden. Nach Angaben des israelischen Inlandsgeheimdienstes handelte es sich bei den drei Tätern um Palästinenser aus Bethlehem im Westjordanland. Sie wurden bei dem Anschlag getötet. (sda/dpa)
3:17
Netanjahu legt Kabinett laut Bericht Plan für Zeit nach Gaza-Krieg vor
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dem Sicherheitskabinett einem Medienbericht zufolge seinen Plan für die Verwaltung des Gazastreifens nach dem Krieg vorgelegt. Dieser sehe – wie von Netanjahu zuvor immer wieder bekräftigt – die volle Sicherheitskontrolle über das gesamte Küstengebiet durch das israelische Militär vor, berichtete die Zeitung «The Times of Israel» in der Nacht zum Freitag. Bezüglich der künftigen Verwaltung des Gazastreifens heisse es in dem Grundsatzpapier in vager Formulierung, sie würde von «lokalen Beamten» mit fachlicher Erfahrung geleitet. Dabei werde es sich um Personen handeln, die keine Verbindungen zu «Ländern oder Organisationen, die den Terrorismus unterstützen», hätten.
epa11166726 Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu speaks during the voting session for the impeachment of Hadash-Ta?al party MP Ofer Cassif in Jerusalem, 19 February 2024. The motion was brought u ...
Bild: keystone
Die im Westjordanland regierende Palästinensische Autonomiebehörde (PA) werde in dem Plan nicht ausdrücklich genannt, hiess es in dem Bericht. Ihre Beteiligung an der künftigen Verwaltung des Gazastreifens werde darin aber auch nicht ausgeschlossen. Es handele sich bei dem Plan weitgehend um bekannte Grundsätze, die Netanjahu wiederholt seit Beginn des Krieges geäussert habe. Es sei aber das erste Mal, dass sie dem Kabinett formell vorgelegt wurden, schrieb die Zeitung.

Die USA setzen auf eine umgestaltete PA von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und wollen, dass sie auch im Gazastreifen wieder die Kontrolle übernimmt. Israel lehnt das ab und wirft der Autonomiebehörde vor, Terror zu unterstützen.

Aber auch Forderungen einiger rechtsextremer Minister seiner Regierung nach einer Wiederbesiedlung des Gazastreifens lehnte Israels Ministerpräsident Netanjahu bislang ab. (sda/dpa)
2:08
Gaza-Verhandlungen verlaufen laut US-Regierung «konstruktiv»
Im Gaza-Krieg verdichten sich nach wochenlangem Stillstand die Anzeichen für mögliche Fortschritte in den Verhandlungen über eine Feuerpause und Freilassung von Geiseln. Die Gespräche der internationalen Vermittler verliefen «konstruktiv», sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, am Donnerstag in Washington (Ortszeit).

Der Nahost-Koordinator des Weissen Hauses, Brett McGurk, hatte zuvor Gespräche in Israel geführt, auch mit Verteidigungsminister Yoav Galant. Galant sagte bei dem Treffen am Donnerstag laut der israelischen Nachrichtenseite «Ynet», Israel werde das Mandat seiner Verhandlungsführer für die Geisel-Gespräche «ausweiten». «Die ersten Hinweise, die wir von Brett (McGurk) erhalten, deuten darauf hin, dass diese Gespräche gut verlaufen. Sie sind konstruktiv», sagte Kirby. McGurk war zuvor in Ägypten gewesen.

Unbestätigten Medienberichten zufolge wollen die Verhandlungsführer Ägyptens, der USA und Katars an diesem Freitag in Paris zu weiteren Gesprächen zusammenkommen. Auch Israel habe sich bereit erklärt, eine Delegation nach Paris zu schicken, berichtete die US-Zeitung «Wall Street Journal» am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Wie bei einem vorherigen Treffen in Paris Ende vergangenen Monats würden auch diesmal wieder Katars Ministerpräsident und Aussenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, der ägyptische Geheimdienstchef Abbas Kamel sowie CIA-Direktor William Burns in Paris erwartet, berichtete das «Wall Street Street» weiter.

Ein Anführer der Hamas sagte am Donnerstag, er halte ein neues Geisel-Abkommen in naher Zukunft für möglich. Mussa Abu Marsuk nannte in einem Interview des arabischen Senders Al-Ghad als Bedingungen das Ende des israelischen Militäreinsatzes sowie die Rückkehr der Binnenvertriebenen in den Norden des Gazastreifens.

Er forderte ausserdem, dass für die Freilassung jeder aus Israel entführten Geiseln 500 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen werden. (sda/dpa)
0:07
Kräfte in Israel stören Arbeit von Palästinenserhilfswerk
Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks UNRWA, Philippe Lazzarini, wirft israelischen Kräften innerhalb des Regierungsapparats konzertierte Aktionen zur Behinderung der Arbeit der UN-Organisation vor. Das Flüchtlingshilfswerk könnte das von der UN-Vollversammlung erteilte Mandat bald nicht mehr erfüllen, schrieb Lazzarini am Donnerstag in einem Brief an den Präsidenten der UN-Vollversammlung.
epa11149708 Philippe Lazzarini, United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) Commissioner-General, briefs the media following his executive briefing to Member ...
Bild: keystone
Nach seinen Angaben forderten israelische Behörden UNRWA zum Beispiel auf, ein 1952 von Jordanien zugewiesenes Berufsbildungszentrum in Ostjerusalem zu räumen und eine «Nutzungsgebühr» von 4,5 Millionen Dollar zu zahlen. Es liefen auch Bemühungen, UNRWA nach 75 Jahren aus den Büros in Ostjerusalem zu vertreiben. Zollbehörden hätten die Abfertigung von UNRWA-Material eingestellt, eine Bank habe ein UNRWA -Konto blockiert. Die Visa für internationale Mitarbeiter, die auch im Gazastreifen arbeiten, seien auf ein bis zwei Monate begrenzt worden.

Lazzarini rief die UN-Generalversammlung auf, das Mandat des Flüchtlingshilfswerks zu bekräftigen und für die nötigen finanziellen Mitteln zu sorgen. 16 Länder hatten ihre Zahlungen an UNRWA in den vergangenen Wochen eingefroren. Vorausgegangen waren israelische Vorwürfe, dass UNRWA-Mitarbeiter an den Massakern in Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen seien.

Die UN-Generalversammlung hatte UNRWA 1949 ins Leben gerufen und beauftragt, «palästinensischen Flüchtlingen Hilfe und Schutz zu gewähren, bis eine gerechte und dauerhafte Lösung für ihre Notlage vorliegt». (sda/dpa)
14:30
Probleme im Suez- und Panamakanal – Frachtkosten explodieren
epa11097329 A handout photo made available by the Suez Canal Authority shows the Greek-owned bulk carrier 'Zografia' (L) at the Suez Shipyard Co. in Ismailia, Egypt, 22 January 2024. The Zog ...
Bild: keystone
80 Prozent der Fracht wird weltweit per Schiff transportiert. Probleme am Suez- und am Panamakanal zwingen zu langen Umwegen. Das treibt Kosten hoch.

Durch den Suezkanal fahren wegen der Spannungen im Zuge des Gazakonflikts deutlich weniger Frachtschiffe. Auf der Verbindung zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer seien in diesem Januar 42 Prozent weniger Schiffe gefahren als zur Hoch-Zeit in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres, berichtete die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) am Donnerstag in Genf. Die Container-Spotpreise von Shanghai in China nach Europa seien von Anfang Dezember bis Ende Januar durchschnittlich um 256 Prozent gestiegen.

Im Roten Meer haben die militant-islamistischen Huthi aus dem Jemen in jüngster Zeit wiederholt Schiffe auf dem wichtigen Seeweg durch den Suezkanal angegriffen. Die Miliz will mit dem Beschuss von Handelsschiffen ein Ende der israelischen Angriffe im Gazastreifen erzwingen, die auf das beispiellose Massaker der islamistischen Hamas in Israel am 7. Oktober folgten.

Beeinträchtigungen durch Konflikte und tiefe Pegelstände Global sei der Frachttransport auch wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Schwarzen Meer und wegen tiefer Wasserpegelstände im Panamakanal beeinträchtigt. Die Unctad warnte vor «potenziell weitreichenden wirtschaftlichen Auswirkungen längerer Störungen im Containerverkehr, die die globalen Lieferketten bedrohen und zu Lieferverzögerungen, höheren Kosten und Inflation führen können. Die vollen Auswirkungen der höheren Frachtraten werden die Verbraucher innerhalb eines Jahres zu spüren bekommen.»

Der Meerestransport mache 80 Prozent der globalen Frachtbewegungen aus, so die Unctad. Frachtunternehmer müssten teils lange Umwege in Kauf nehmen, um die Kanäle zu meiden. Durch den längeren Transport und höhere Versicherungskosten stiegen die Kosten. Zudem stiegen die Umweltbelastungen durch die längeren Routen und weil Kapitäne schneller fahren, um Lieferpläne möglichst einhalten zu können. (awp/sda/dpa)
11:28
Angriffe und Kämpfe in Viertel der Stadt Gaza – zahlreiche Tote
Bei israelischen Angriffen und Kämpfen in einem Viertel der Stadt Gaza hat es erneut viele Tote gegeben. Bei der Ausweitung des Einsatzes in Al-Saitun hätten israelische Truppen «Terror-Infrastruktur zerstört und binnen eines Tages rund 20 Terroristen getötet», teilte das israelische Militär am Donnerstag mit.
Palestinians look at the destruction after an Israeli strike on residential buildings and a mosque in Rafah, Gaza Strip, Thursday, Fe. 22, 2024(AP Photo/Hatem Ali)
Bild: keystone
In einem Fall sei etwa ein Angreifer getötet worden, der eine Panzerabwehrrakete gegen die Soldaten einsetzen wollte. Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde teilte am Donnerstag mit, binnen 24 Stunden seien im Gazastreifen 97 Palästinenser getötet und 132 weitere verletzt worden.

Damit sei die Zahl der seit dem 7. Oktober getöteten Palästinenser in dem Küstenstreifen auf 29'410 gestiegen. Knapp 69 500 weitere seien verletzt worden. Die Zahlen liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Nach UN-Angaben handelt es sich bei einem Grossteil der Toten um Frauen und Minderjährige. Israels Armee spricht von mehr als 10'000 getöteten Terroristen.

Nach Darstellung der israelischen Armee zerstörten Marine und Luftwaffe an verschiedenen Orten im Gazastreifen Terror-Infrastruktur. Im Südabschnitt seien mehrere Schiffe angegriffen und zerstört worden, die von den Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad verwendet worden seien. Im Westen der Stadt Chan Junis seien 15 bewaffnete Kämpfer getötet worden. Soldaten hätten in der Stadt auch zahlreiche Waffen gefunden.
(sda/dpa)
10:17
Mutmasslicher neuer Huthi-Angriff auf israelische Stadt Eilat abgewehrt
Nach Raketenalarm in der israelischen Küstenstadt Eilat an der Südspitze des Landes hat Israels Raketenabwehr Militärangaben zufolge am Donnerstag erfolgreich ein Geschoss über dem Roten Meer abgefangen. Nach Medienberichten handelte es sich um einen mutmasslichen neuen Angriff der militant-islamistischen Huthi-Miliz im Jemen.

Das Geschoss sei nicht auf israelisches Gebiet gelangt und habe keine Bedrohung für Zivilisten dargestellt, hiess es in einer Mitteilung der Armee.

Die Huthi-Miliz greift Israel seit Ausbruch des Gaza-Kriegs vor fast fünf Monaten immer wieder an, unter anderem mit Drohnen und Raketen. Die Miliz will mit ihren Angriffen und dem Beschuss von Schiffen im Roten Meer ein Ende des Gaza-Kriegs erzwingen, der durch das Massaker der islamistischen Hamas in Israel am 7. Oktober ausgelöst worden war. (sda/dpa)
09:00
Terroranschlag bei Jerusalem auf Autobahn
Bei einem Terroranschlag nahe Jerusalem sind nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Israeli getötet und mehrere Menschen teils schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte, wurden drei Angreifer noch am Tatort auf einer Autobahn nahe der Stadt Jerusalem erschossen. Nach Angaben des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet handelte es sich bei den Tätern um drei Palästinenser im Alter von 26 bis 31 Jahren aus Bethlehem im Westjordanland, zwei davon Brüder.

Die Täter seien während eines Staus auf der Autobahn zwischen der Siedlerstadt Maale Adumim und Jerusalem aus ihren Fahrzeugen ausgestiegen und hätten damit begonnen, mit automatischen Waffen auf Menschen zu schiessen, die in ihren Autos sassen, teilte die Polizei weiter mit. Zwei Täter seien vor Ort erschossen worden. Ein Dritter habe versucht zu fliehen, sei aber gestellt und ebenfalls getötet worden. (sda/dpa)
2:45
UN-Nothilfekoordinator an G20: Beenden Sie den Gaza-Krieg
UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths hat die Aussenminister der G20-Runde führender und aufstrebender Wirtschaftsmächte aufgefordert, auf ein Ende des Krieges im Gazastreifen hinzuwirken. «Sie haben die Macht, etwas zu bewirken. Nutzen Sie sie», appellierte Griffiths in einem auf der Webseite des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira veröffentlichten Meinungsbeitrag. «Ihr Schweigen und Ihre Untätigkeit werden nur dazu führen, dass noch mehr Frauen und Kinder in die offenen Gräber von Gaza geworfen werden.» Humanitäre Organisationen täten alles, was sie könnten, um das unermessliche Leid der palästinensischen Bevölkerung zu lindern. Die G20-Aussenminister setzen ihre Beratungen in Rio de Janeiro an diesem Donnerstag fort.
Under-Secretary-General for Humanitarian Affairs and Emergency Relief Coordinator Martin Griffiths speaks during the UN Security Council meeting to discuss the maintenance of peace and security of Ukr ...
Bild: keystone
«Wir haben Israel als Besatzungsmacht in Gaza angefleht, die Lieferung von Hilfsgütern zu erleichtern – mit wenig oder gar keinem Erfolg», beklagte Griffiths in seinem Meinungsbeitrag. «Wir haben die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Geiseln gefordert – mit wenig oder gar keinem Erfolg. Wir haben die Parteien aufgefordert, ihren Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht und den Menschenrechten nachzukommen – mit wenig oder gar keinem Erfolg», schrieb Griffiths. Er appellierte an die Aussenminister der G20, «Ihren Einfluss zu nutzen, um diesen Krieg zu beenden und die Menschen in Gaza zu retten». Sein Meinungsbeitrag war zuvor in der brasilianischen Zeitung «Folha de São Paulo» veröffentlicht worden. (sda/dpa)
22:27
Bericht: Israelischer Minister sieht erste Anzeichen für Geisel-Deal
Der israelische Minister Benny Gantz sieht Berichten zufolge erste Anzeichen für ein neues Geisel-Abkommen mit der Hamas. Sollte die Vereinbarung nicht zustande kommen, sei Israel aber bereit, seine Offensive in der Stadt Rafah im Gazastreifen zu beginnen, sagte der Minister im Kriegskabinett nach Angaben mehrerer israelischer Medien vom Mittwoch. Konkrete Details nannte er aber nicht.
FILE - Israeli Cabinet Minister Benny Gantz attends a press conference in the Kirya military base in Tel Aviv, Israel, on Oct. 28, 2023. While Israelis quickly rallied behind the military, Israeli pri ...
Bild: keystone
Ägypten, Katar und die USA bemühen sich derzeit erneut darum, eine längere Feuerpause im Gaza-Krieg herbeizuführen. Im Rahmen eines Abkommens sollen in mehreren Phasen die noch immer im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln gegen palästinensische Gefangene in Israel ausgetauscht werden. Derzeit laufen Verhandlungen mit der Hamas über ein Abkommen in Kairo. Israelischen Medien zufolge soll es zudem am Freitag in Paris ein Treffen hochrangiger Vermittler geben.

Während einer einwöchigen Feuerpause im vergangenen November waren im Rahmen eines Abkommens zwischen Israel und der Hamas 105 Geiseln im Gegenzug für 240 palästinensische Häftlinge freigelassen worden. Von den noch verbliebenen Geiseln sind nach israelischen Informationen höchstens noch rund 100 am Leben.

Israel bereitet derzeit eine Militäroffensive auf die an Ägypten angrenzende Stadt Rafah vor, um auch dort gegen die islamistische Hamas vorzugehen. In dem Ort im Süden des Palästinensergebiets haben Hunderttausende Binnenflüchtlinge Schutz gesucht. Die Pläne für eine Ausweitung der israelischen Einsätze in der überfüllten Stadt stossen international auf grosse Kritik. Die geplante Offensive wird einem Bericht zufolge aus US-Sicht sehr wahrscheinlich nicht vor dem muslimischen Fastenmonat Ramadan beginnen. Ein Angriff auf Rafah während des Ramadan, der in diesem Jahr um den 10. März beginnt, könnte von Muslimen in der ganzen Region als besonders provokant empfunden werden. (sda/dpa)
18:50
Palästinenser: Junge bei Zusammenstössen im Westjordanland getötet
Bei Konfrontationen im Zuge eines israelischen Armeeeinsatzes im besetzten Westjordanland ist palästinensischen Angaben zufolge am Mittwoch ein 14-Jähriger getötet worden. Dem Jungen sei ins Herz geschossen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah mit. In einem Ort östlich der Stadt Kalkilia sei es zu Zusammenstössen zwischen israelischen Soldaten und Palästinensern gekommen, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Vier Menschen wurden den Angaben zufolge festgenommen.

Israels Armee teilte auf Anfrage mit, in dem Ort im Nordwesten des Palästinensergebiets habe ein Palästinenser einen Molotowcocktail auf einen zivilen, israelischen Bus gefeuert. Zudem habe es gewaltsame Ausschreitungen gegeben. Verdächtige hätten Steine auf die israelischen Einsatzkräfte geschleudert. Diese hätten daraufhin scharf geschossen und dabei eine Person getroffen.

Die Lage im Westjordanland hat sich seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Gazastreifen am 7. Oktober noch einmal deutlich verschärft. 384 Palästinenser wurden seither nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Westjordanland getötet. Allein diesem Jahr kamen dem Ministerium zufolge 78 Palästinenser im Westjordanland bei israelischen Militäreinsätzen, Konfrontationen oder eigenen Anschlägen ums Leben. (sda/dpa)
16:14
Bericht: Israels ESC-Beitrag löst Diskussionen aus
Der Song, mit dem die israelische Teilnehmerin Eden Golan im Mai beim Eurovision Song Contest (ESC) antreten will, soll bereits Diskussionen ausgelöst haben.



Die israelische Nachrichtenseite ynet berichtete am Mittwoch, die Organisatoren hätten den Beitrag mit dem Titel «Oktoberregen» als politisch eingestuft und erwögen deshalb seine Disqualifizierung. Der Song bezieht sich Medienberichten zufolge auf das Massaker der islamistischen Hamas in Israel am 7. Oktober, bei dem mehr als 1200 Menschen getötet worden waren. Das Lied ist allerdings bisher nicht offiziell vorgestellt worden.

Der israelische öffentlich-rechtliche Sender Kan besteht jedoch dem Bericht zufolge darauf, dass der Text des Songs nicht geändert werde, selbst wenn dies Israel die Teilnahme kosten sollte.

Die ESC-Organisatoren hatten sich zuvor gegen einen Ausschluss Israels ausgesprochen, den etwa schwedische Künstler wegen des Gaza-Krieges gefordert hatten. Die Veranstaltung soll ihren Angaben nach unpolitisch bleiben.

Das ESC-Finale findet am 11. Mai in Malmö statt. Der 68. ESC findet in diesem Jahr in Schweden statt, nachdem Sängerin Loreen den Vorjahreswettbewerb in Liverpool mit dem Lied «Tattoo» für das skandinavische Land gewonnen hat. Die EBU hatte Anfang Dezember eine Liste mit diesmal 37 teilnehmenden Rundfunkanstalten veröffentlicht – darunter auch Kan aus Israel. (sda/dpa)
1:42
Bericht: Bodenoffensive in Rafah vor Ramadan unwahrscheinlich
Israels geplante Militäroffensive auf die Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens wird einem Medienbericht zufolge aus US-Sicht sehr wahrscheinlich nicht vor dem muslimischen Fastenmonat Ramadan beginnen. Diese Einschätzung teilte ein namentlich nicht genannter ranghoher US-Beamter der «Times of Israel» mit. Wie die Zeitung am Dienstagabend berichtete, ist Israels Armee noch dabei, grössere Einsätze in der seit Wochen heftig umkämpften Stadt Chan Junis nördlich von Rafah abzuschliessen. Zugleich ist geplant, die rund 1,5 Millionen Palästinenser in Rafah in Sicherheit zu bringen, bevor das Militär dort gegen die verbleibenden Bataillone der Hamas vorgeht. Die Umsetzung eines solchen Plans samt Mechanismen zur Unterstützung der Menschen nach Unterbringung an anderen Orten nehme Wochen in Anspruch, wurde der Beamte zitiert.

Die Zeitung berichtete unter Berufung auf einen israelischen Beamten weiter, dass die Armee plane, die Zivilisten in Rafah in einem nördlich gelegenen Gebiet zwischen Chan Junis und dem Flussbett Wadi Gaza, das Nord- und Süd-Gaza voneinander trennt, unterzubringen. Sollte Israel dieses Unterfangen nicht vor dem Ramadan, der um den 10. März beginnt, in Angriff nehmen, könnte die Armee laut dem US-Beamten gezwungen sein, bis nach dem für Muslime heiligen Fastenmonat zu warten, hiess es. Ein Angriff auf Rafah während des Ramadan könnte von Muslimen in der ganzen Region als besonders provokant empfunden werden. (sda/dpa)
epaselect epa11167395 Palestinians who fled from the northern Gaza Strip and Rafah town, outside their shelters in Deir Al Balah, southern Gaza Strip, 20 February 2024. Since 07 October, up to 1.9 mil ...
Bild: keystone
1:08
Bericht: Israel baut Strasse zur Kontrolle des Gazastreifens aus
Die israelische Armee baut einem Medienbericht zufolge eine Strasse quer durch den Gazastreifen aus, um die Sicherheitskontrolle über das palästinensische Küstengebiet auf unbestimmte Zeit aufrechtzuerhalten. Das berichtete die US-Zeitung «Wall Street Journal» am Dienstag unter Berufung auf nicht namentlich genannte Verteidigungsbeamte. Die Schotterstrasse teilt den abgeriegelten Küstenstreifen südlich der Stadt Gaza von der israelischen Grenze bis zur Mittelmeerküste entlang eines Ost-West-Korridors, der seit Beginn des Krieges gegen die islamistische Hamas vor gut vier Monaten von israelischen Truppen besetzt ist.

Der Ausbau der Strasse sei Teil der israelischen Bemühungen, die Topografie des Gazastreifens neu zu gestalten, heisst es in dem Bericht. Dadurch könne sich das Militär auch nach dem Abzug der meisten Truppen weiterhin auf einer sicheren Route schnell durch das Küstengebiet bewegen. Israel kontrolliert bereits wichtige Nord-Süd-Strassen in Gaza.

Der Ausbau der Strasse zeige, wie sich die israelische Armee auf die nächste Phase des Krieges vorbereite, in der sie plane, sich aus bewohnten Gebieten zurückzuziehen und auf gezielte Angriffe gegen die Hamas zu konzentrieren, hiess es. Die Ost-West-Route solle so lange genutzt und patrouilliert werden, bis Israels Militäreinsätze abgeschlossen seien. Dies könne noch Monate oder sogar Jahre dauern könnte, hiess es unter Berufung auf israelische Beamte.

Israel hat nach eigenen Angaben nicht vor, den Gazastreifen dauerhaft zu besetzen. Allerdings hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu deutlich gemacht, dass Israel nach dem Krieg die «vollständige Sicherheitskontrolle» über das Gebiet behalten wolle. (sda/dpa)
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