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Israel-Gaza-Krieg: UN: Hilfslieferungen aus der Luft eine Option

Palestinians arrive in the southern Gaza town of Rafah after fleeing an Israeli ground and air offensive in the nearby city of Khan Younis on Monday, Jan. 29, 2024. Israel has expanded its offensive i ...
Eine Familie im Gaza-Streifen flüchtet vor den israelischen Raketen. Bild: keystone
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Hilfslieferungen aus der Luft eine Option ++ Israel-Flagge bei Basler Synagoge angezündet

Am 7. Oktober attackierte die Hamas Israel und ermordete 1200 Menschen. Israel reagierte mit Bombenangriffen und die Armee drang in den Gazastreifen ein. Alle News im Liveticker.
29.02.2024, 02:09
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  • Hamas-Terroristen haben am Samstag, 7. Oktober, einen beispiellosen Überraschungsangriff auf Israel durchgeführt und rund 1200 Zivilistinnen und Zivilisten sowie Soldaten massakriert. Es handelt sich um den grössten Massenmord an Juden seit dem Zweiten Weltkrieg.
  • Über 230 Israelis wurden nach Militärangaben in den Gazastreifen verschleppt und mutmasslich in unterirdischen Tunnelsystemen als Geiseln gehalten.
  • Laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden über 28'000 Menschen getötet. Die Zahlen lassen sich gegenwärtig nicht unabhängig überprüfen.
  • In Gaza droht angeblich eine Hungersnot.
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2:07
UN: Hilfslieferungen aus der Luft für Gazastreifen eine Option
Angesichts der desaströsen humanitären Situation im Gazastreifen schliessen die Vereinten Nationen eine Versorgung der mehr als zwei Millionen Menschen aus der Luft nicht aus. «Im Idealfall wollen wir Dinge über die Strasse bewegen, wir wollen, dass mehr Strassen offen sind, wir wollen mehr offene Grenzübergänge. Aber wie gesagt: für das Welternährungsprogramm WFP bleiben alle Optionen auf dem Tisch», sagte UN-Sprecher Stephane Dujarric am Mittwoch in New York auf entsprechende Fragen über Versorgungsflüge für das Kriegsgebiet.

Das Abwerfen von humanitärer Hilfe, das andere Länder wie Jordanien und Frankreich bereits über dem Gazastreifen betreiben, gilt für die Vereinten Nationen als letzter Ausweg, weil es mit technischen Schwierigkeiten und enormen Kosten verbunden ist. Doch gleichzeitig hatte sich die humanitäre Situation im Gazastreifen zuletzt weiter zugespitzt, auch weil viele Lastwagen mit Hilfsgütern nicht ins Gebiet vorgelassen werden. (sda/dpa)
epa11151670 A convoy of lorries on the Egyptian side as Israeli protesters attempt to block the gate at the Nitzana border crossing between Israel and Egypt, in southern Israel, to prevent humanitaria ...
Bild: keystone
2:04
Aktivisten: Israel beschiesst Ziele nahe syrischer Hauptstadt Damaskus
Die israelischen Streitkräfte haben nach Angaben von Aktivisten Ziele in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus angegriffen. Zwei Standorte der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah und proiranische Milizen seien am späten Mittwochabend südlich von Damaskus bombardiert worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London mit. Im Umland seien vier heftige Explosionen zu hören gewesen.

Medienberichten zufolge eilten Krankenwagen mit heulenden Sirenen zu den Zielgebieten. Die Beobachtungsstelle teilte mit, die Angriffe hätten zu Todesopfern geführt, nannte aber keine Zahlen. Aus dem syrischen Verteidigungsministerium hiess es indes, dass Luftabwehrsysteme die meisten Raketen abgefangen hätten. Israels Militär wollte sich auf Anfrage nicht zu den Berichten äussern.

Israels Luftwaffe bombardiert immer wieder Ziele im benachbarten Syrien. Israel will verhindern, dass der Iran und mit ihm verbündete Milizen wie die Hisbollah ihren militärischen Einfluss in dem Land ausweiten. Der Iran ist einer der wichtigsten Verbündeten Syriens. Seit Beginn des Gaza-Krieges Anfang Oktober haben die israelischen Angriffe zugenommen. (sda/dpa)
20:51
Ärzte ohne Grenzen: Gesundheitswesen im Gazastreifen bricht zusammen
Angesichts der dramatischen humanitären Lage im Gazastreifen schafft es das medizinische Personal dort nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen (MSF) kaum noch, die Menschen hinreichend zu versorgen. «Das Gesundheitswesen ist angegriffen worden – es bricht zusammen. Das ganze System bricht zusammen», sagte die Generaldirektorin der Hilfsorganisation, Meinie Nicolai, am Mittwoch in einer Videobotschaft auf der Online-Plattform X (vormals Twitter).

Die Menschen würden unter katastrophalen Bedingungen leben, sagte Nicolai. «Sie sind verzweifelt. Sie leben in provisorischen Unterkünften. Es ist kalt. Es gibt nicht genug Essen.» Vor allem der Mangel an Trinkwasser und medizinischer Versorgung verschärfe die Lage. Die Helfer der Organisation würden von Zelten aus arbeiten und Verletzte behandeln. Wegen der mangelhaften hygienischen Zustände hätten sich die Wunden bei vielen Menschen infiziert.

Unterdessen stellte das Krankenhaus Kamal Adwan in Dschabalia im Norden des Küstenstreifens wegen Treibstoffmangels seine medizinischen Aktivitäten ein. Dies verschärfe die Lage noch mehr und führe dazu, dass Tausende Patienten von medizinischer Versorgung abgehalten würden, sagte der Direktor des Krankenhauses Ahmed Kahalot. (sda/dpa)
19:10
Israel meldet Raketenbeschuss aus Libanon
Mehrere Raketen sind nach Angaben der israelischen Armee aus dem Libanon in Richtung Israel abgeschossen worden. Einige von ihnen seien noch im Libanon niedergegangen, die restlichen hingegen auf israelischem Gebiet, teilte das Militär am Mittwoch mit. Im Norden des Landes heulten am Nachmittag demnach die Sirenen. Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte.

Zuvor griffen israelische Kampfflugzeuge eine Abschussrampe im Libanon an. Diese sei benutzt worden, um auf die Gegend des Ortes Kiriat Schmona fast unmittelbar an der Grenze zum nördlichen Nachbarland zu schiessen. Bei den Angriffen wurde nach Armeeangaben zudem militärische Infrastruktur der Schiitenmiliz Hisbollah getroffen. Die Hisbollah äusserte sich zu den Vorfällen in der Grenzregion zunächst nicht.

Seit Beginn des Gaza-Krieges nach dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober kommt es immer wieder zu Konfrontationen zwischen Israels Armee und militanten Gruppierungen wie der Hisbollah in der israelisch-libanesischen Grenzregion. Es ist die schwerste Eskalation seit dem zweiten Libanon-Krieg 2006. (sda/dpa)
12:22
Heftige Rangeleien um Hilfslieferungen im Gazastreifen
Angesichts der grossen Not im Gazastreifen ist es dort einem US-Medienbericht zufolge zu heftigen Rangeleien um Hilfsgüter gekommen.

Aufnahmen des Senders CNN zeigen, wie verzweifelte Männer auch unter Einsatz von Peitschenhieben versuchen, sich aus der Luft abgeworfene Hilfslieferungen zu sichern. Dem Bericht vom Dienstag zufolge schwammen und paddelten Menschen zunächst aufs Meer hinaus, um Güter zu erreichen, nachdem ein Abwurf aus einem Hilfsflugzeug den Angaben nach womöglich sein Ziel verfehlt hatte.

Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist nach fünf Monaten Krieg katastrophal. Die Menschen leiden an Hunger und Durst, weil weder gelieferte Lebensmittel noch Trinkwasser für die 2,2 Millionen Menschen in dem Küstengebiet reichen. Die Menge der Hilfslieferungen hat sich nach UN-Angaben im Februar im Vergleich zum Vormonat halbiert. Vertreter der Vereinten Nationen warnen vor dem Hungertod Tausender Zivilisten.

Nach Angaben des UN-Nothilfebüros OCHA gibt es zudem Anzeichen dafür, dass im Zuge des Kriegs die öffentliche Ordnung im Gazastreifen zusammenbricht. Es gebe Banden, die sich an Hilfslieferungen bereichern wollten, sagte OCHA-Sprecher Jens Laerke am Dienstag in Genf.

OCHA und andere Hilfsorganisationen kritisieren, dass Israel nicht genügend Hilfslieferungen zulässt. Israel wiederum sagt, die Organisationen arbeiteten zu langsam beim Transport und bei der Verteilung der Güter. Vom Welternährungsprogramm WFP hiess es jüngst, die Bedingungen im Gazastreifen liessen humanitäre Lieferungen kaum zu. Helfer würden behindert und Konvois geplündert. (sda/dpa)
12:20
Israel-Flagge bei Basler Synagoge entwendet und angezündet
Die Basler Synagoge, die Grosse Synagoge, das Versammlungs- und Gotteshaus der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB), fotografiert in Basel am Dienstag, 4. Dezember 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Bild: KEYSTONE
Zwei junge Männer haben am Sonntag auf dem Gelände der Synagoge an der Leimenstrasse in Basel eine Israel-Flagge entwendet und angezündet. Eine Sprecherin der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) hat am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA diesen Vorfall bestätigt.

Auf Kameraaufnahmen sei ersichtlich, wie einer der beiden über den Zaun stieg und die Fahne mitnahm. Später sei die Flagge angezündet aufgefunden worden, sagte die Sprecherin weiter. Die IGB habe Strafanzeige gegen die beiden mutmasslichen Täter eingereicht. Sie bestätigte somit Angaben aus einer Interpellation zu diesem Vorfall, die SVP-Grossrat Joël Thüring am Mittwoch eingereicht hatte.

Weder die Staats- noch die Jugendanwaltschaft Basel-Stadt haben bis dato offiziell Kenntnis zu diesem Vorfall. Dies schreibt die Staatsanwaltschaft auf Anfrage von Keystone-SDA. Sollten bei den Strafverfolgungsbehörden Anzeigen oder Polizeirapporte eingehen, würden diese «umfassend, unabhängig und ergebnisoffen geprüft» und die weiteren notwendigen Schritte eingeleitet. (sda)
11:43
Deutsche Fregatte schiesst Huthi-Drohnen ab
epa11175539 Houthis supporters shout slogans while holding up weapons during a protest against the US and Israel and in support of Palestinians, in Sana'a, Yemen, 23 February 2024. Thousands of H ...
Bild: keystone
Die zum Schutz von Handelsschiffen eingesetzte deutsche Fregatte «Hessen» hat erstmals einen Angriff der aus dem Jemen agierenden Huthi-Miliz im Roten Meer abgewehrt.

Das an der EU-Militärmission «Aspides» beteiligte Schiff schoss dabei kurz hintereinander zwei Drohnen ab, wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in der Nacht zum Freitag mitteilte. Die Abwehrmassnahmen seien erfolgreich gewesen und die Ziele erfolgreich bekämpft worden.

«Auf der Fregatte entstanden keine Personen- oder Sachschäden», so das Einsatzführungskommando. Es war der erste scharfe Waffeneinsatz der Deutschen Marine in dem am Freitag begonnenen Einsatz, der als gefährlichste Marine-Mission in der Geschichte der deutschen Bundeswehr gilt.

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz will mit dem Beschuss von Handelsschiffen im Roten Meer ein Ende der israelischen Angriffe im Gazastreifen erzwingen. Der israelische Militäreinsatz ist eine Reaktion auf den Terrorüberfall der islamistischen Hamas am 7. Oktober. (sda/dpa)
11:16
Hamas schiesst Raketen aus dem Libanon auf Israel
Die islamistische Hamas hat eigenen Angaben zufolge am Mittwoch Dutzende Raketen aus dem Libanon auf Israel abgefeuert.

Wie der bewaffnete Arm der Organisation, die Al-Kassam-Brigaden, mitteilte, sollen 40 Raketen auf die Orte Kiriat Schmona und Beit Hillel im Norden Israels geschossen worden sein. Es habe sich um eine Vergeltungsaktion für israelische Angriffe im Gazastreifen und im Libanon gehandelt, die militärischen Einrichtungen gegolten habe, hiess es in der Mitteilung.

Vonseiten des israelischen Militärs hiess es, in Kiriat Schmona sei Luftalarm ausgelöst worden. Etwa zehn Raketen seien über die Grenze vom Libanon nach Israel gelangt. Davon sei eine Reihe erfolgreich abgefangen worden. Als Reaktion seien die Abschussorte im Libanon unter Beschuss genommen worden.

Zudem hätten israelische Kampfflugzeuge ein Waffenlager und andere militärische Einrichtungen der Schiitenorganisation Hisbollah angegriffen. Bereits in der Nacht sei eine Produktionsstätte für Waffen der Hisbollah bombardiert worden. Libanesische Sicherheitskreise bestätigten die israelischen Angriffe.

Die Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen, Joanna Wronecka, zeigte sich besorgt über die jüngsten Auseinandersetzungen im israelisch-libanesischen Grenzgebiet. Sie rief zu einem sofortigen Ende «dieser gefährlichen Gewaltspirale» auf. (sda/dpa)
1:03
Deutsche Fregatte «Hessen» wehrt ersten Huthi-Angriff im Roten Meer ab
Die im Roten Meer zum Schutz von Handelsschiffen eingesetzte Fregatte «Hessen» hat den ersten Angriff der aus dem Jemen agierenden Huthi-Miliz abgewehrt. Das an der EU-Militärmission «Aspides» beteiligte Schiff hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend zwei feindliche Flugziele erfolgreich bekämpft. Es war der erste scharfe Waffeneinsatz der Deutschen Marine in dem am Freitag begonnenen Einsatz, der als gefährlichste Mission der Marine in der Geschichte der Bundeswehr gilt.

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz will mit dem Beschuss von Handelsschiffen im Roten Meer ein Ende der israelischen Angriffe im Gazastreifen erzwingen. Der israelische Militäreinsatz ist eine Reaktion auf den Terrorüberfall der islamistischen Hamas am 7. Oktober. (sda/dpa)
ARCHIV - 08.02.2024, Niedersachsen, Wilhelmshaven: Die Fregatte «Hessen» läuft aus dem Hafen aus (zu dpa: «EU-Außenminister beschließen Start von Marineeinsatz im Nahen Osten») Foto: Sina Schuldt/dpa  ...
Bild: keystone
0:51
UN-Vertreter warnen vor Hungerkrise im Gazastreifen
Vertreter der Vereinten Nationen haben im Weltsicherheitsrat vor dem Hungertod Tausender Zivilisten im Gazastreifen gewarnt. 576'000 Menschen in der Region – ein Viertel der Bevölkerung – seien «nur einen Schritt von einer Hungersnot entfernt» sagte Ramesh Rajasingham, ranghoher Vertreter des UN-Nothilfeprogramms Ocha, am Dienstag im mächtigsten UN-Gremium.
epa11149423 A convoy of trucks carrying humanitarian aid supplies for Gaza waits on the main Ismailia desert road, about 300km east of the Egyptian border with Gaza, on its way to the Rafah crossing,  ...
Bild: keystone
Unterdessen hätten die Vereinten Nationen grosse Probleme, Hilfsgüter in den durch Israel weitgehend abgeriegelten Gazastreifen zu bringen, wo nach UN-Angaben 1,7 von 2,2 Millionen Menschen in Notunterkünften ausharrten. Carl Skau vom Welternährungsprogramm WFP sagte, die Bedingungen im Gazastreifen liessen humanitäre Lieferungen kaum zu. Helfer würden behindert und Konvois geplündert.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu treibt trotz laufender Verhandlungen über eine Waffenruhe eine Bodenoffensive im Gazastreifen voran und lässt humanitäre Hilfe beschränken. Ein möglicher Angriff auf die südliche Stadt Rafah mit mehr als einer Million Zivilisten könnte den UN zufolge verheerende Folgen haben. (sda/dpa)
21:13
EU-Kommissar drängt auf weitere Mittel für UN-Palästinenserhilfswerk
EU-Kommissar Janez Lenarcic hat auf eine weitere Finanzierung des in die Kritik geratenen Palästinenserhilfswerks der Vereinten Nationen (UNRWA) gedrängt. «Wir müssen die Risikoumgebung, in der UNRWA tätig ist, anerkennen und dürfen nicht zu kollektiver Bestrafung greifen oder zum weiteren humanitären Zusammenbruch im Gazastreifen beitragen», sagte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement am Dienstag im EU-Parlament in Strassburg.

Das Hilfswerk sei «buchstäblich lebenswichtig» für die Menschen im Gazastreifen und für die Stabilität in der Region unerlässlich. Daher bleibe es von entscheidender Bedeutung, dem Hilfswerk angemessene Mittel zur Verfügung zu stellen, betonte er. «Eine Finanzierungslücke hätte katastrophale Folgen. Es gibt einfach keinen Ersatz für UNRWA.»

16 Länder hatten zuletzt ihre Zahlungen an UNRWA eingefroren. Vorausgegangen waren israelische Vorwürfe, wonach einige Mitarbeiter der Organisation an den Massakern in Israel am 7. Oktober beteiligt gewesen sein sollen. Die EU arbeite konstruktiv mit dem Hilfswerk daran, interne Kontrollen zu stärken und das Personal zu überprüfen, sagte Lenarcic. (sda/dpa)
epa11184492 European Commissioner for Humanitarian Aid and Crisis Management, Janez Lenarcic, speaks during a debate on the 'War in the Gaza Strip, including recent developments related to the IC ...
Bild: keystone
15:32
Israels Militär geht weiter gegen Hamas in Gaza-Stadt vor
Die israelischen Streitkräfte haben ihren Einsatz in der Stadt Gaza ausgeweitet. Bodentruppen gingen mit Unterstützung der Luftwaffe im Stadtteil Seitun gegen Kampfeinheiten der Hamas und Einrichtungen der islamistischen Terrormiliz vor, teilte das Militär am Dienstag mit.

Unter anderem stiessen die Soldaten demnach auf eine Waffenmanufaktur, ein Waffenlager, Raketenabschussstellungen und militärische Ausrüstung. Zudem entdeckten sie eine Gruppe von Hamas-Kämpfern in einem Tunneleingang, worauf sie den Schacht zerstörten und die Hamas-Männer töteten. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde meldete derweil, dass in den letzten 24 Stunden infolge der Kampfhandlungen im Gazastreifen 96 Palästinenser getötet und weitere 172 verletzt worden seien. Seit Beginn des Gaza-Kriegs am 7. Oktober seien demnach 29 878 Menschen ums Leben gekommen und weitere 70 215 verletzt worden. Die Angaben, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, machen keinen Unterschied zwischen Zivilisten und bewaffneten Kämpfern. Die Behörde verweist aber darauf, dass es sich bei einem hohen Anteil der Opfer um Frauen, Minderjährige und ältere Männer handle.
(sda/dpa)
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