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Flugzeugabsturz in Ostsee: Lettische Einsatzkräfte finden Körperteile

Flugzeugabsturz in Ostsee: Lettische Einsatzkräfte finden Körperteile

06.09.2022, 05:0807.09.2022, 14:42

Nach dem rätselhaften Absturz eines Flugzeugs in der Ostsee suchen lettische Einsatzkräfte weiter nach den vermissten Insassen. Nachdem bereits mehrere Wrackteile und Trümmer der verunglückten Maschine aus dem Meer geborgen wurden, fanden die Retter nun auch menschliche Körperteile nahe der Absturzstelle.

ABD0112_20220904 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA0261 VOM 4.9.2022 - Ein in Österreich registrierter Privatjet ist am Sonntag, 4. September 2022, laut Medien mit vier Menschen an Bord über der Ostsee vor d ...
Das Flugzeug war vor der Küste Lettlands in die Ostsee gestürzt.Bild: keystone

Die Überreste seien der Kriminalpolizei zur weiteren Ermittlung übergeben worden, sagte die Sprecherin der lettischen Marine, Liva Veita, am Dienstag der Nachrichtenagentur Leta. Auch der Chef des lettischen Seerettungskoordinationszentrums, Peteris Subbota, bestätigte den Fund, der am Montagabend vor Einbruch der Dunkelheit erfolgt sei.

Identität der Passagiere noch nicht offiziell bestätigt

Das Privatflugzeug war am Sonntag auf dem Weg von Spanien nach Köln bis über die Ostsee geflogen. Dort stürzte es am Abend vor der Küste westlich der lettischen Hafenstadt Ventspils ins Meer. Die Kommunikation mit der Cessna 551 mit vier Menschen an Bord sei vor dem Unfall für lange Zeit unterbrochen gewesen. Die Identität der Passagiere wurde noch nicht offiziell bestätigt.

Die Anlagentechnik-Firma Griesemann aus Wesseling nahe der westdeutschen Stadt Köln hatte mitgeteilt, dass es sich bei den vier Vermissten um den Unternehmensgründer Peter Griesemann sowie zwei Familienmitglieder und eine weitere Person handele.

Womöglich keine Blackbox im Flugzeug

Zur Suche auf See werden Schiffe der lettischen Marine und des Grenzschutzes eingesetzt. Am Dienstag begannen die Rettungskräfte mit Hilfe von Drohnen und Spezialausrüstung auch unter Wasser zu suchen. Die Arbeiten sollen in den kommenden Tagen fortgesetzt werden, sagte Subbota.

Nach seinen Angaben verfügt das Flugzeug, das auf eine der Griesemann-Familie gehörende Luftfahrtfirma zugelassen war, möglicherweise nicht über eine Blackbox. Dies könnte die Ermittlung der bislang nicht geklärten Absturzursache erschweren.

Griesemann ist ein Mittelständler, der nach eigenen Angaben mehr als 1600 Beschäftigte in Deutschland, Österreich und den Niederlanden hat und der unter anderem im Blitzschutz tätig ist. Der jetzige Firmenchef ist der Sohn des Gründers, der 2015 in den Ruhestand getreten war. (con/saw/sda/dpa)

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