International
Migration

Kleinkind stirbt bei Bootsunglück vor Lampedusa – acht Vermisste

Kleinkind stirbt bei Bootsunglück vor Lampedusa – acht Vermisste

21.11.2023, 01:28
Mehr «International»
epa10986877 A fishing boat carrying around 400 migrants arrives at Lampedusa's commercial pier, following a shipwreck that left eight people missing and a child dead in Lampedusa, Sicily, Italy,  ...
Nach einem Schiffsunglück, bei dem acht Menschen vermisst wurden und ein Kind ums Leben kam, erreicht ein Fischerboot mit rund 400 Migrantinnen und Migranten an Bord den Handelshafen von Lampedusa.Bild: keystone

Bei einem neuen Schiffsunglück vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa ist ein kleines Kind ums Leben gekommen. Das erst ein Jahr und acht Monate alte Mädchen starb am Montag beim Kentern eines Flüchtlingsboots aus Tunesien, wie die Behörden am Abend mitteilten. Acht weitere Insassen, darunter zwei weitere Kleinkinder, wurden noch vermisst. Das Boot mit mehr als 50 Menschen an Bord war bei hohem Seegang gekentert, als Lampedusa bereits in Sichtweite war.

Die kleine Insel gehört zu den Knotenpunkten irregulärer Migration nach Europa, weil sie nahe an Afrika liegt. Trotzdem ist die Überfahrt mit den oft kaum seetüchtigen Booten enorm gefährlich. Insgesamt kamen seit Januar annähernd 150'000 Menschen ohne reguläre Papiere auf dem Seeweg nach Italien. Viele der Boote starten in der tunesischen Hafenstadt Sfax.

Das kleine Mädchen war nach Berichten von Augenzeugen zusammen mit seiner Mutter an Bord. Die Frau konnte ihr Kind nach dem Unglück trotz der hohen Wellen über Wasser halten, bis Rettungsdienste kamen. Offensichtlich hatte das Mädchen jedoch bereits zu viel Seewasser geschluckt und war stark unterkühlt. Noch bevor es in den Hafen gebracht werden konnte, starb es. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Wer Amherd unterschätzt, erlebt oft ein blaues Wunder
Die Konferenz zum Frieden in der Ukraine ist eine Herzensangelegenheit für Viola Amherd. Nach zwei Tagen auf dem Bürgenstock ist klar: Der Gipfel ist ein grosser Erfolg für sie.

Sie schüttelte jedem der 100 Delegationschefs und -chefinnen die Hand und hatte für jeden und jede ein freundliches Wort, stellte sich mit ihnen zuerst alleine zum Fotoshooting auf – und dann nochmals gemeinsam mit Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj. Dabei war auf dem Gesicht von Bundespräsidentin Viola Amherd jeweils ein scheues, fast verlegenes Lächeln zu sehen.

Zur Story