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Deutschlands berühmtestes Flüchtlingsmädchen darf für immer bleiben

Deutschlands berühmtestes Flüchtlingsmädchen darf für immer bleiben

Die junge Palästinenserin Reem, die 2015 durch ihre Begegnung mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel während einer Diskussionsrunde bekannt wurde, darf unbegrenzt in Deutschland bleiben.
29.09.2017, 16:4629.09.2017, 16:50

Ein Sprecher der Stadt Rostock bestätigte am Freitag, dass der 17-Jährigen vor wenigen Tagen eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erteilt wurde. Damit kann Reem nicht mehr abgeschoben werden.

Das Gleiche gilt bis zur Volljährigkeit Reems auch für ihre Eltern, sagte eine Sprecherin des Flüchtlingrats Mecklenburg-Vorpommerns. Bislang war Reems Aufenthaltserlaubnis befristet und musste bei Ablauf der Frist jeweils verlängert werden.

Das damals 14 Jahre alte Mädchen war bekannt geworden, als sie bei der Diskussionsveranstaltung mit Merkel in Tränen ausbrach. Zuvor hatte Reem hatte gesagt, dass sie und ihre Familie, die als Flüchtlinge aus dem Libanon nach Deutschland gekommen waren, sich Sorgen wegen ihres ungesicherten Aufenthaltsstatus machten.

Merkel hatte daraufhin deutlich gemacht, dass nicht alle Flüchtlinge nach Deutschland kommen könnten und dass manche auch wieder zurückgehen müssten. Als die Kanzlerin die Reaktion des Mädchens bemerkte, streichelte sie Reem, um sie zu trösten.

2016 lud Merkel Reem noch einmal zu einem privaten Besuch ins Kanzleramt ein. Inzwischen veröffentlichte Reem ein Buch mit dem Titel «Ich habe einen Traum – Als Flüchtlingskind in Deutschland». (dwi/sda/afp)

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Nuka Cola
29.09.2017 19:47registriert September 2016
Ich finde es bedenklich - und das ist nicht gegen das Mädchen gerichtet - dass immer mehr, zumindest nehme ich es so war, das Gesetz biegende, sonderartige Ausnahmen gemacht werden, sofern es für einen Politiker/ein Politikum medienwirksam ist.

Die gegebenen Regeln sollen wenn nötig angepasst werden, aber sie sollen für alle gleich sein. Alle sollen nach dem gleichen Verfahren bewertet werden. Dieser Umstand, dass offenbar manche Menschen gleicher als gleich sein sollen, durch eine einmalige Gegebenheit, ist inakzeptabel.
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Ignazio der Praktikant
29.09.2017 20:59registriert August 2016
Da das Mädchen ja einer palästinensischen Flüchtlingsfamilie entstammt, möchte ich erwähnen, dass Merkel anstatt einer solchen medienwirksamen emotionalen Aktion, doch besser mal zum Ausdruck bringt, dass zur deutschen Geschichtsbewältigung nicht nur diese unterwürfige Haltung gegenüber Israel gehört, sondern auch die Anerkennung der Tatsache, dass ebenso Palästinas unermessliches Leid historisch indirekt eine Folge der Grausamkeiten der Deutschen Verbrechen ist. Das Mädchen ist nur in Deutschland gelandet, weil deren Vorfahren von Israel vertrieben und wurden.
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