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Die ehemalige US-Rockband Nirvana. Bild: imgur

27 Jahre nach Kurt Cobains Tod: Künstliche Intelligenz produzierte neuen Song

27 Jahre nach Kurt Cobains Tod lebt seine Musik dank einer Software mit künstlicher Intelligenz weiter. Mit der Aktion wollen die Produzenten auf ein wichtiges Thema aufmerksam machen.



Am 5. April 1994 ist Kurt Cobain, Sänger und Gitarrist der Band Nirvana, gestorben. Im Alter von 27 Jahren nahm er sich das Leben. Nun – 27 Jahre nach seinem Tod – ist ein neues Lied von ihm veröffentlicht worden. Es wurde mithilfe künstlicher Intelligenz produziert.

Eine Software analysierte die Musik der Band und jagte die Gitarrenriffs, Melodien sowie die Texte durch einen Algorithmus. Am Ende entstand dabei der über dreiminütige Track «Drowned in the Sun», welcher Cobains Songwriting und Gitarrenkünste widerspiegelt. Lediglich für der den Gesang des Liedes wurde Eric Hogan, Leadsänger einer Nirvana-Coverband, angeheuert.

Trotzdem besticht «Drowned in the Sun» mit Cobain-esker Qualität. Einige Abschnitte des Liedes erinnern an die Produktion von «Come As You Are», einer der berühmtesten Songs von Nirvana.

Der Song ist nicht der erste, der von der Organisation «Over the Bridge» komponiert wurde. Die Künstliche Intelligenz hat bereits Stücke von Jimi Hendrix, Amy Winehouse und The Doors neu aufgemischt. Ihr Album nennen sie «Lost Tapes of the 27 Club».

Der Organisation geht es aber nicht darum, die Musikbranche mittels Künstlicher Intelligenz zu revolutionieren. «Over The Bridge» möchte mit den Kompositionen ein Bewusstsein für Depressionen und andere psychische Probleme unter Musikerinnen und Musikern schaffen.

Auf ihrer Webseite geben sie an, dass 71 Prozent aller Musiker und Musikerinnen bereits unter Angstzustände und Panikattacken gelitten haben. 68 Prozent kämpfen mit Depressionen.

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«Um der Welt zu zeigen, was durch diese Krise der psychischen Gesundheit verloren gegangen ist, haben wir die Künstliche Intelligenz eingesetzt, um Lieder zu erstellen, zu dem der 27 Club nie die Chance hatte», schreiben die Produzenten auf ihrer Webseite.

Durch das Album wollte man die Musiker und Musikerinnen ermutigen, sich bei psychischem Problemen die nötige Unterstützung zu holen. Denn selbst die Künstliche Intelligenz wird die echte Kunst niemals ersetzen können. (cst)

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