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A collection of punk memorabilia belonging to Joe Corre, the son of Malcolm McLaren, the former manager of the Sex Pistols and fashion designer Vivienne Westwood, is burnt on a boat on the River Thames, in London, Britain November 26, 2016. A collection of punk music memorabilia went up in flames on Saturday in a protest meant to highlight how the genre has been subsumed into the cultural establishment. Joe Corre set fire to his collection - which he valued at 5 million pounds - of punk-era clothes and paraphernalia from the side of a boat on the River Thames, London.  Corre organised the protest to oppose a year-long festival called Punk London created to celebrate 40 years of punk culture, supported by establishment bodies like the Mayor of London, the British Council and major record label Universal Music.   REUTERS/Neil Hall

Eine Protestaktion gegen das Establishment, das den Punk kommerzialisiert hat. Bild: NEIL HALL/REUTERS

Westwoods Sohn verbrennt Punk-Sammlung



Aus Protest gegen die Feiern zur Entstehung des Punk vor 40 Jahren hat der Sohn zweier Punk-Ikonen, Joe Corré, in London seine Erinnerungsstücke an die frühere Anarcho-Bewegung verbrannt. Die Sammlung hat einen Wert von fünf Millionen Pfund (6.3 Millionen Franken).

Wie 40 Jahre Punk-Geschichte in Flammen aufgehen:

Mit Feuerwerk und Puppen führender Politiker ging Corres Sammlung aus der Ära des Punk am Samstag auf einem Schiff auf der Londoner Themse in Flammen auf. Joe Corré ist der Sohn von Modedesignerin Vivienne Westwood, die den Punk auf den Laufsteg brachte, und Malcolm McLaren, dem Manager der englischen Punkband Sex Pistols.

Deren Hymne «Anarchy in the UK» feierte am Samstag 40-jähriges Jubiläum - ein Datum, das in London mit zahlreichen Konzerten, Ausstellungen und anderen Events zur Punk-Bewegung gewürdigt wurde.

«Punk ist zu einem Marketingwerkzeug verkommen»

Joe Corre

Die Feiern bringen Corré auf die Palme, wie er während seiner Brandstiftung Schaulustigen erklärte: «Punk sollte niemals nostalgisch sein – und er lässt sich auch nicht in einem Museumsworkshop lernen», kritisierte der 48-Jährige. «Punk ist zu einem Marketingwerkzeug verkommen», fügte er hinzu.

«Das Establishment hat beschlossen, dass es an der Zeit ist, den Punk zu feiern. Es versucht, ihn zu privatisieren, zu verpacken, zu kastrieren», sagte Corré der Londoner Zeitung «The Times». «Es ist höchste Zeit, das alles zu verbrennen». Ein Löschboot der Feuerwehr half anschliessend, die Flammen zu löschen. (ehi/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 27.11.2016 23:24
    Highlight Highlight Ich finde diesen Joe Corré doof. 6.3 Millionen Franken einfach so verbrennen! Dieser Typ musste noch nie in seinem Leben unten durch! Weiss der überhaupt, was es heisst, mit ohne oder fast ohne Geld über die Runden kommen zu müssen? Nein!
  • URSS 27.11.2016 15:42
    Highlight Highlight Gerade Malcolm Maclaren und Vivienne Westwood sind Ikonen der Kommerzialisierung des Punk. Die Sex Pistols mit John Lydon sind nur noch eine Allegorie auf den Punk.
    Punk war ein Lebensgefühl .Heute ist Punk das gleiche wie Bombast Rock, Glitter Rock etc eine Anekdote der Musikgeschichte.
  • kingkong 27.11.2016 13:20
    Highlight Highlight Spannend, wie sofort wieder Wert mit Anzahl Geld aufgewogen wird. Wir Menschen sind mehr als ökonomisches Produkt!
    • Nausicaä 27.11.2016 13:24
      Highlight Highlight Geld durchdringt alle Ebenen des Menschseins, man kann sich dagegen nie vollkommen verwehren. Auch er selbst nicht. Wäre er sich dem ökonomischen 'Wert' des Krams nicht sehr bewusst, hätte er das Zeug in seinem Garten verbrannt und nicht bei einer gross angelegten Demonstration.
    • kingkong 27.11.2016 14:33
      Highlight Highlight Sorry saja,
      Das stimmt natürlich. Ich habe mich sehr unpräzise ausgedrückt. Mein Beitrag bezieht sich nicht explizit auf die Aktion, sondern auf die Resonanz die sie verursacht. Ich verteufle das Geld nicht, sondern dessen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Das Zeugs, das er (nicht zuletzt wegen des ökonomischen Werts) dem Feuer geopfert hat, ist auch für einen Markt wervoll, dessen Kapital nicht Geld ist.
  • Nausicaä 27.11.2016 10:22
    Highlight Highlight Das Establishment? Also seine eigene Mutter (deren Talent ich übrigens bewundere) hat ja mit ihren sündhaft teuren Designs beträchtlich dazu beigetragen, Punk zu kommerzialisieren. Na ja...Das Zeug hätte man auch verscherbeln und den Erlös Obdachlosen oder anderweitig Bedürftigen in London spenden können...
  • lilas 27.11.2016 10:08
    Highlight Highlight Wer es sich leisten kann und sich auch noch einbildet, dass es sinnvoll ist...

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