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Myanmar

Kämpfe zwischen Myanmars Junta und bewaffneten Putschgegnern

Kämpfe zwischen Myanmars Junta und bewaffneten Putschgegnern

15.05.2021, 18:4315.05.2021, 18:43
FILE - In this March 31, 2021, file photo, anti-coup protesters run away from military forces during a demonstration in Yangon. The military takeover of Myanmar early in the morning of Feb. 1 reversed ...
Myanmar versinkt im Chaos seit dem Putsch.Bild: keystone

Myanmars Militärjunta und eine Gruppe bewaffneter Widerstandskämpfer haben sich im westlichen Chin-Staat Gefechte geliefert. «Sie bringen Soldaten in Helikoptern, um unsere Stadt zu attackieren», sagte am Samstag einer der Anführer der «Chinland Defense Force» in der Stadt Mindat der Deutschen Presse-Agentur am Telefon.

Örtlichen Medienberichten zufolge setzte die Armee dort schwere Waffen gegen die Putschgegner ein. Die bewaffneten Zivilisten hätten nach mehrtägigen Kämpfen der Junta die Stadt überlassen. Am Samstag wurden Berichten zufolge mindestens 15 Menschen verletzt. Angaben zu Toten gab es zunächst nicht.

Das Militär in dem südostasiatischen Land hatte am 1. Februar geputscht und die Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet. Seither versinkt Myanmar in Chaos und Gewalt. Die Armee versucht, jeden Widerstand brutal zu unterdrücken. Nach Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP sind seit dem Umsturz mindestens 788 Menschen getötet worden. Mehr als 5000 wurden inhaftiert.

Bereits Ende April hatte es im Chin-Staat schwere Feuergefechte zwischen Armee und den Junta-Gegnern gegeben. Die «Chinland Defense Force» wurde nach eigenen Angaben am 4. April gegründet, um sich gegen das Militär zu wehren. Die Gruppe verfüge lediglich über handgefertigte Gewehre, habe jedoch deutliche Vorteile, weil sie die bergige Region an der Grenze zu Indien und Bangladesch sehr gut kenne. (sda/dpa)

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