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epa06871415 People take part in the demonstration for peace and against the US President Donald Trump, who is expected to attend a NATO summit in Brussels, Belgium, 07 July 2018. The protesters are asking the Belgian and European leaders not to be inspired by Trump's worldview.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Am Sonntag wurde in Brüssel gegen Trump und die NATO demonstriert. Bild: EPA/EPA

Bange Frage: Wird die NATO Trump überleben?

Der US-Präsident will seine Truppen aus Deutschland abziehen und fordert mehr Geld von den Bündnispartnern. Vor dem NATO-Gipfel herrscht bei den Alliierten grosse Nervosität.



Vor rund einem Monat sorgte Donald Trump für Chaos am G-7-Gipfel, nur, um danach den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un als grossen Staatsmann zu loben. Im Vorfeld des NATO-Gipfels herrscht grosse Angst, dass dieser Horrorfilm eine Fortsetzung finden wird: In den kommenden Tagen wird sich der US-Präsident zuerst in Brüssel mit den Staatsoberhäuptern der NATO-Mitgliederländer treffen. Danach reist er zu einem Tête-à-tête mit Wladimir Putin in Helsinki weiter.

A portrait of President Donald Trump is held up before he arrives to speak at rally at the Four Seasons Arena at Montana ExpoPark, Thursday, July 5, 2018, in Great Falls, Mont.,. (AP Photo/Carolyn Kaster)

An einer Wahlveranstaltung in Montana hat Trump gegen die NATO gehetzt. Bild: AP/AP

Die Befürchtungen sind keineswegs aus der Luft gegriffen. Trump hat die NATO mehrmals in Frage gestellt und die Partner rüde kritisiert. «Wir sind die Deppen, welche die Rechnungen begleichen», rief er letzte Woche an einer Veranstaltung in Montana vor seinen grölenden Fans aus. «Ich werde die NATO sehen und sagen: ‹Ihr müsst nun eure Rechnungen bezahlen.›»

Verunsichert sind die Alliierten auch über Gerüchte, wonach Trump seine Militärs angewiesen haben soll, Rückzugspläne für die US-Truppen aus Deutschland auszuarbeiten. Derzeit sind rund 35’000 amerikanische Soldaten zwischen Rhein und Elbe stationiert.

Die Hardliner sind am Drücker

Mit Besorgnis wird auch zur Kenntnis genommen, dass im Westflügel des Weissen Hauses die Hardliner das Zepter übernommen haben. Die vernünftigen Generäle sind weitgehend entmachtet worden: Der gemässigte Sicherheitsberater H.R. McMaster wurde durch den kriegslüsternen John Bolton ersetzt. Stabschef John Kelly ist mehr oder weniger in der Versenkung verschwunden.

epa06664353 Secretary of Defense Jim Mattis (L), with Chairman of the Joint Chiefs of Staff General Joseph Dunford (R), testifies before the House Armed Services Committee on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 12 April 2018. Secretary Mattis testifies as the administration decides on its response to the chemical attacks in Syria.  EPA/SHAWN THEW

Zunehmend isoliert: US-Verteidigungsminister und NATO-Befürworter Jim Mattis. Bild: EPA/EPA

Selbst der Einfluss des Verteidigungsministers Jim Mattis scheint zu schwinden. Der erklärte NATO-Befürworter ist offenbar zunehmend isoliert. «Es ist keine Frage, dass er zu einem einsamen Kämpfer in der Regierung geworden ist», erklärt der frühere Verteidigungsminister Leon Panetta gegenüber der «Financial Times».

Der erste Generalsekretär der NATO, Lord Ismay, hat einst scherzhaft bemerkt, die Allianz sei gegründet worden, «um die Sowjetunion draussen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen am Boden zu halten». Diesen Zweck hat das Militärbündnis mehr als erfüllt. Weil der Artikel fünf des Vertrages alle Bündnispartner zur Beistandspflicht verbrummt, hat niemand je ernsthaft daran gedacht, einen NATO-Mitgliedstaat anzugreifen.

U.S. paratroopers from the 82nd Airborne Division from Fort Bragg in North Carolina take part in a military exercise 'Saber Strike 2018' at the at the Gaiziunai Training Area some 130 kms (80 miles) west of the capital Vilnius, Lithuania, Saturday, June 9, 2018. A major U.S.-led military exercise with 18,000 soldiers from 19 primarily NATO countries is taking place in the alliance's eastern flank involving Poland and the three Baltic states of Estonia, Latvia, Lithuania. (AP Photo/Mindaugas Kulbis)

US-Soldaten bei einem NATO-Manöver an der Grenze zu Russland. Bild: AP/AP

Die NATO ist zwar als Bollwerk gegen die Sowjetunion errichtet worden. Spätestens seit der Invasion in der Ostukraine und der Annexion der Krim soll sie auch die Machtgelüste Russlands in die Schranken weisen. Putin unternimmt daher alles, um die NATO wie die EU zu schwächen. Mit seinen Angriffen auf das Bündnis spielt Trump dem Kremlboss direkt in die Karten.

Wo Trump Recht hat

Die Krise der NATO ist jedoch auch hausgemacht. In Ungarn, Polen und der Türkei sind mittlerweile autoritäre Regimes am Ruder, die ebenfalls kritisch gegenüber der EU und der NATO sind. Kommt dazu, dass Trump in einem Punkt Recht hat: Viele Mitglieder haben ihre Verpflichtungen sträflich vernachlässigt.

2006 hatten die Mitglieder beschlossen, dass jedes Land zwei Prozent des Buttoinlandprodukts (BIP) für Militärausgaben aufwenden muss. Letztes Jahr haben Deutschland bloss 1,22 Prozent, Italien 1,13 Prozent und Spanien gar nur 0,92 Prozent für ihre Streitkräfte ausgegeben und damit dieses Ziel deutlich unterschritten.

Die NATO ist eine Erfolgsgeschichte

Auch das nach wie vor hohe Handelsdefizit zwischen der Eurozone und den USA vergiftet die transatlantische Atmosphäre. Derzeit beträgt der Überschuss der Leistungsbilanz beinahe vier Prozent des BIPs, ein auf die Dauer unhaltbarer Zustand. Trump droht daher mit Strafzöllen auf Autos, und sollte er diese Drohung auch umsetzen, würde sich das eh schon miese Verhältnis zwischen Washington und Berlin noch weiter verschlechtern.

Trotzdem ist die NATO über alles gesehen eine Erfolgsgeschichte. Die hässlichen Töne im Vorfeld des Gipfels haben daher grosse Ängste ausgelöst. Mittlerweile wird nicht mehr ausgeschlossen, dass das Bündnis an den Streitereien zerbrechen könnte. Ein hoher NATO-Vertreter hat – verständlicherweise anonym – gegenüber der «New York Times» erklärt: «Die NATO kann vier Jahre Trump überstehen. Ich glaube aber nicht, dass sie acht Jahre überleben wird.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Madmessie 10.07.2018 12:57
    Highlight Highlight Die EU erinnert mich an schlechte "Civilisations" Spieler. Alles in die Wirtschaft investiert und denken, dass man ja in der nächsten Runde anfangen kann, die Armee aufzubauen. In der nächsten Runde gibt's dann eine Kriegserklärung und Schwupps, "Game Over".
  • rodolofo 10.07.2018 07:35
    Highlight Highlight Da sich diese USA unter Trump immer imperialer benimmt, wäre zu überlegen, ob jetzt nicht der Zeitpunkt gekommen wäre, den Integrationsprozess mit Russland und mit Osteuropa neu zu beleben.
    Russland hat ja jetzt schon sehr viele Rechtsnationale Verbündete in ganz Europa!
    Allerdings müssen wir für diesen Integrationsprozess weiterhin auf die Einhaltung von demokratischen Mindest-Standards pochen!
    Russland muss demokratischer und rechtsstaatlicher werden, damit es ein Teil eines nach Osten erweiterten Europas werden kann!
    Und es muss die Eigenständigkeit seiner Nachbarn respektieren!
    • Makatitom 10.07.2018 13:31
      Highlight Highlight So demokratisch und rechtsstaatlich wie die EU-Mitglieder Ungarn, Polen und Tschechei?
    • rodolofo 10.07.2018 21:05
      Highlight Highlight @ Makatinom
      Ja, das wäre das Minimum.
      Aber mehr wäre natürlich besser!
      In Sizilien, oder Kalabrien hätten wir auch gerne weniger Mafia...
  • Uli404 09.07.2018 21:22
    Highlight Highlight Die Auflösung der Nato wäre ein grosser Schritt in die richtige Richtung. Kaum eine andere Organisation, hat so viel Blut an den Fingern wie die Nato.
    • Watcher 09.07.2018 23:01
      Highlight Highlight Bravo. Absolut richtig.
    • who cares? 10.07.2018 09:01
      Highlight Highlight Dann werden wir vermehrt Aktionen wie die völkerrechtswidrige Annexion der Krim sehen. Ich vermute als nächstes sind die baltischen Staaten dran, die haben militärisch Russland kaum etwas entgegenzusetzen.
    • Butzdi 10.07.2018 12:13
      Highlight Highlight Diese lange Liste sagt was ganz anderes: niemand hat seit dem 2. Weätkrieg mehr Regierungen gestürzt und mehr Blut vergossen.
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Milit%C3%A4roperationen_der_Vereinigten_Staaten
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gregor Hast 09.07.2018 19:59
    Highlight Highlight Die kommenden Demonstrationen sind nicht wirklich gegen die NATO, Krieg und Ungerechtigkeit sondern vor allem gegen Trump! Herr Trump ist ein guter Mensch, und er ist hier in Europa jederzeit herzlich Willkommen!!!
    • Zeezoo 10.07.2018 03:12
      Highlight Highlight Nein, ist er nicht, was jedenfalls mich betrifft. Ich kann leider nicht für ganz Europa reden, keine Ahnung wie Du es kannst, finde es jedenfalls extrem anmassend von Dir. Anyway, Deine Sprache und die Tonalität habe ich nun schon in diversen Kommentarspalten lesen müssen....leider, schade und irgendwie billig....
    • who cares? 10.07.2018 09:02
      Highlight Highlight @Zeezoo er ist ja auch nur ein Troll, der gerne ein bisschen provoziert. Am besten einfach ignorieren, dann machts ihm irgendwann keinen Spass mehr.
  • Gregor Hast 09.07.2018 19:58
    Highlight Highlight Wenn es die NATO nicht mehr geben würde, werde ich ihr keine Träne nachweinen!
  • Gregor Hast 09.07.2018 19:57
    Highlight Highlight Warum immer dieser Vorschusskummer? Macht euch keine Sorgen- die NATO wird es auch weiterhin geben, und wenn sie am Ende doch noch zerschlagen wird, wen juckts? Finde die Vorgehensweise von Herrn Trump sehr professionell und ich steh voll hinter ihm!
  • Raphael Stein 09.07.2018 18:59
    Highlight Highlight So zum relativieren.
    Play Icon


    Ein, man staune, ARD Bericht.
  • Fabian Studer 09.07.2018 17:37
    Highlight Highlight Ein hoher NATO-vertreter hat anonym. Also eine unüberprüfbare Quelle.

    Schön zu sehen aber wie die NATO verteidigt wird.

    Wär's Obama hinter der gleichen Politik hiess es wie progressiv der Vorschlag wär die böse NATO aufzulõsen nachdem der so unscheinbare Warschauer Pakt dies schon längst getan hätte.
  • Ueli der Knecht 09.07.2018 17:28
    Highlight Highlight Saudi-Arabien rüstet zur Zeit massiv auf mit 10% des BIPs.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/150664/umfrage/anteil-der-militaerausgaben-am-bip-ausgewaehlter-laender/

    Statt von den Europäern zu fordern, dass sie auf 2% des BIPs aufrüsten, sollten die Europäern von den USA verlangen, dass sie auf 1% des BIPs abrüsten.

    Schliesslich benutzen die USA ihr Militär nur zu einem kleinen Teil für die NATO und grösstenteils für ihren eigenen aggressiven Imperialismus. Bei allen anderen NATO-Partnern wirken praktisch 100% der Rüstungsausgaben für die NATO (Ausnahme Türkei).
  • Posersalami 09.07.2018 17:26
    Highlight Highlight "Der US-Präsident will seine Truppen aus Deutschland abziehen"

    Grossartig!

    Was gibts denn da noch kritisch zu hinterfragen? Weg mit den Truppen und die Atombomben nicht vergessen!

    Was soll denn passieren, wenn die Amis weg sind? Der Russe jedenfalls ist nicht mehr in der Lage, Europa zu erobern. Gerade eben wurden die Rüstungsausgaben in Russland GESENKT. https://tinyurl.com/yb5rptzw

    Und das, obwohl die Russen aktuell im Geld schwimmen wegen dem steigenden Ölpreis.
    • Eine_win_ig 09.07.2018 18:44
      Highlight Highlight Die Russen schwimmen in Geld? Jaaa... die Inflation der letzten Jahre wurde wohl in den letzten 2 Tagen korrigiert. Hab ich was verpasst?
    • rodolofo 10.07.2018 07:40
      Highlight Highlight Dass die Russen abrüsten glaubst Du doch selber nicht.
    • Posersalami 10.07.2018 11:54
      Highlight Highlight @rodolofo: Wie soll man mit 20% WENIGER Geld aufrüsten? Bitte erklären sie mir das! Die NATO will doch mehr Geld, was machen die also falsch?

      @Einewinig: Der russische Staatshaushalt ist auf einen Preis von 50$/Barrel ausgelegt. Wie sie vielleicht mitbekommen haben ist der grad "leicht" darüber bei 79$. Aus dem Export von Öl (die Hälfte des Staatshaushaltes!) hat Russland also grad 50% mehr Einnahmen als geplant. Ich würde das schon als "im Geld schwimmen" bezeichnen, aber das ist natürlich Ansichtssache.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 09.07.2018 17:23
    Highlight Highlight Wenn man die watson-Kommentarspalte unter Artikeln zur NATO oder generell der Transatlantischen Sicherheitsarchitektur liest fühl ich mich an Infosperber, Ganser und KenFM erinnert. Deutschland von den USA besetzt? Wo endet der Verschwörungstheoretiker und beginnt der Reichsbürger?
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 09.07.2018 19:52
      Highlight Highlight Es tut mir leid, bei "Deutschland wird durch die USA besetzt" ist es mir unmöglich, mehr als zwei Schubladen zu öffnen.
    • Asmodeus 09.07.2018 23:30
      Highlight Highlight Ist der Begriff Besatzungsmacht so falsch?

      Die USA hat sich nunmal seit dem zweiten Weltkrieg mit eigenen Militärbasen, eigenen Polizisten und eigenem Rechtssystem in x verschiedenen Ländern breit gemacht und kann im Grunde tun und lassen was sie will.
    • LibConTheo 11.07.2018 08:52
      Highlight Highlight @raues Endoplasmatisches Retikulum:

      Absolut richtig, dass du festgestellt hast, dass es hier auch noch Menschen gibt, welche die Informationsbeschaffung auch über Kanäle wie KenFM oder Infosperber tätigen. Stell dir vor, wie einseitig langweilig die Kommentarspalten hier sonst wären.

      Alleine, dass du die Reichsbürgerbewegung mit einer amerikanischen Besetzung in Deutschland in Verbindung bringst, zeigt, dass du nicht mehr kannst, als im richtigen Moment, den Leuten solch Begriffe wie Verschwörungstheoretiker an den Kopf zu werfen.

      Mach dir selbst 'nen gefallen,benutze den Mediennavigator.
  • felixJongleur 09.07.2018 17:02
    Highlight Highlight Unter dem Strich geht es doch nur darum geht, die Europäer zu zwingen, mehr US-Rüstungsgüter zu kaufen. Trump kann kein ernsthaftes Interesse daran haben, dass die Verkäufe an Europa einbrechen. Ausser, vielleicht steigen ja die Verkäufe ohne "NATO-Schutzschirm", dann würde seine Politik wiederum Sinn machen (?)
  • Pascal1917 09.07.2018 16:57
    Highlight Highlight Natürlich kann und soll man die NATO führ ihre Fehler kritisieren. Ich würde mich auch nicht als deren "Freund" oder bedingungsloser Befürworter bezeichnen.

    Aber blauäugig sein und sagen, die Welt sei perfekt ohne sollte man nicht.
    Die NATO ist der einzige Grund, warum wir in der Schweizerischen Eidgenossenschaft leben und nicht in der Föderativen Sowjet Republik Helvetien oder ähnlich.

    Plus: Halb Europa macht sich beim Gedanken an ein Deutschland, das 2% in Rüstung investiert, in die Hosen.
    Schlechte Erfahrungen mit deutscher Aufrüstung und so...
    • Posersalami 09.07.2018 17:28
      Highlight Highlight Was für ein Unsinn!

      Hätten die Sovjets bis an den Atlantik durchmarschieren wollen, niemand hätte sie 45 aufhalten können. Haben sie es getan? Nein. Wollten sie es danach? Nein.

      Also, was soll das? Zu viel Propaganda konsumiert oder ist es für sie grad zu heiss?
    • Philipp Löpfe 09.07.2018 17:51
      Highlight Highlight #Posersalami: Stalin ist 1945 nicht bis zum Atlantik durchmarschiert, weil die Amis ziemlich deutlich mit dem Atomwaffen-Zaunpfahl gewinkt haben. Er hätte es schon wollen....
    • Bene86 09.07.2018 18:01
      Highlight Highlight Ja gut, wenn die Amis mit Atombomben drohen, muss man dies schon ernst nehmen. Haben sie doch bereits 2 (oder sogar 3) mal eine abgeworfen.

      Als einziges Land bisher notabene.

      Ich traue den Russen auch nicht über den Weg aber die Amis machen mir da deutlich mehr Angst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fabio Ray Rüegsegger 09.07.2018 16:54
    Highlight Highlight Dass die NATO obsolet ist keine neue Idee, Robert Kagan hatte diese Entwicklung schon 2000 (of Paradise and Power) postulliert. Und was wäre so schlimm daran, wenn die letzte Besatzungsmacht Deutschlands die Koffer packt? Eine europäische, unabhängige Sicherheitsarchitektur müsste her, eine in der nicht die USA alles bestimmt. Die divergierenden geopol. Interessen der EU und den USA zeigen die Notwendigkeit dem Anti-Sowjetbündnis den Rücken zu kehren.
  • StereoFM 09.07.2018 16:53
    Highlight Highlight Die NATO hat bisher am meisten den USA genützt. Hier ist nun die Frage ob das, mit dem Zahlen ein gelungener Schachzug von Trump ist, damit die USA noch mehr mittel für illegale Kriege hat oder ob er im Interesse der Russen handelt und so die NATO schwächen will.
  • Ueli der Knecht 09.07.2018 16:38
    Highlight Highlight "Derzeit beträgt der Überschuss der Leistungsbilanz beinahe vier Prozent des BIPs, ein auf die Dauer unhaltbarer Zustand."

    Das trifft normalerweise zu, gilt aber nicht auf die Beziehung der USA zu anderen Volkswirtschaften, weil die USA die Macht über die Leitwährung besitzt, und weil die Handelsbilanzdefizite schliesslich in Dollars anfallen.

    Was sollen denn Chinesen und Europäer mit den vielen Dollars anstellen? Das sind nur Schuldscheine. Die Amis bestimmen deren Wert und werden die Schulden sowieso nie zurückzahlen.

    Eine Erklärung mit dem Wurst-Burger-Modell: http://bit.ly/2KWqUbt
  • Watcher 09.07.2018 16:35
    Highlight Highlight Scheinbar gibt es nur ein Land welcher gerne in die NATO investiert. Die NATO war einst für die Sicherheit der Länder gegründet worden, mittlerweilen ist sie ein agressive Angriffsarmee welches die UNO Menschenrechte zerbomt. Wenn man die Kriege der letzen 50 Jahre welche die NATO geführt hat unter die Lupe nimmt, kann man getrost sagen, dass mehr Frieden und weniger Tote prognostiziert werden können ohne NATO. Dass die europäischen Länder weniger Geld in diese Institution stecken wollen zeigt, dass nur die USA Kriege führen wollen. Bitte informiert euch mal ausserhalb des Mainstreams.
    • TheRealSnakePlissken 09.07.2018 16:47
      Highlight Highlight Wie fing die Webseite noch mal an? Auf jeden Fall mit .ru am Ende?? Merci vielmals im Voraus! 🤓
  • Dr. Zoidberg 09.07.2018 16:32
    Highlight Highlight also vielleicht sollte man, bevor man irgendwelche zahlen rausposaunt, mal nachsehen, ob die so korrekt ist. zumindest für merkelland stimmen sie nämlich nicht. dland zahlt für die stationierung der us truppen rd. 1 mia. $, teilweise bar, teilweise durch kostenlose nutzungsrechte an zb liegenschaften. kosten für die beteiligung von y-tours an (amerikanischen) kriegen in zb afghanistan sind auch nicht eingerechnet. und dann stellt sich noch die frage, wozu ein land, das lt. verfassung gar keinen krieg führen darf und faktisch keine militärischen feinde hat, einen riesigen militäretat braucht.
  • Asmodeus 09.07.2018 16:31
    Highlight Highlight Die Besatzungsmacht USA zieht sich aus Deutschland zurück? Klingt doch gut.

    Dann muss man den Kriegstreibern auch keine Unterstützung mehr in Kriegen für Öl bieten.
  • walsi 09.07.2018 16:00
    Highlight Highlight Die Europäer haben es sich unter dem Schirm det NATO, der Wesentlichen von den USA finanziert wird, bequem gemacht. Dass die USA da nicht ewig zusehen war zu erwarten. Die USA geben mehr für das Militär aus als die anderen NATO-Staaten zusammen. Das können sich die USA einfach nicht meh leisten.
    • blobb 09.07.2018 16:14
      Highlight Highlight Wenn man sich etwas nicht leisten kann, soll man die anderen zwingen mehr Geld auszugeben? Bin verwirrt...
    • HerrOber 09.07.2018 16:18
      Highlight Highlight "Die USA geben mehr für das Militär aus als die anderen NATO-Staaten zusammen."

      Ja, und warum? Weil Sie äusserts grosszugig sind? Sicher nicht.
    • PVJ 09.07.2018 16:25
      Highlight Highlight Klar zahlen die USA am meisten, aber ihr Netz von Stützpunkten in Europa dient ja auch strategischem Eigeninteresse. Schwer einzusehen, warum die USA diesen Vorteil ohne Not aus der Hand geben sollten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • acoves 09.07.2018 15:52
    Highlight Highlight Das passt tzu diesem Dumpy, aus der Nato aussteigen wollen aber von den Bündnispartnern mehr Geld fordern. Irgendwie checkt dieser Typ eigentlich gar nichts, ausser dass er sich vermehrt ins Abseits stellt, dafür dies auf eindrücliche Art und Weise
  • LibConTheo 09.07.2018 15:43
    Highlight Highlight Die NATO als Erfolgsgeschichte zu bezeichnen brachte mich halbwegs dazu, den Bildschirm anzukotzen.

    Jedoch; zu denken, dass Trump überhaupt über die Existenz der NATO Einfluss hat, ist schon sehr leichtgläubig.
    • Posersalami 09.07.2018 17:32
      Highlight Highlight @Schweizer Bünzli: Ja klar, eine Erfolgsgeschichte.. für Lybien? Für Jugoslawien? Für Afghanisten? Für den Irak? Für wen war / ist die NATO eine Erfolgsgeschichte?
    • LibConTheo 09.07.2018 17:42
      Highlight Highlight @Schweizer Bünzli:

      Die NATO war erfolgreich bis zum Zeitpunkt, als Gorbatschow die sowjetischen Truppen abgezogen hat und das machte damals auch Sinn.
      Seither wird sie aber au(f/s)gebaut und fungiert nur noch als Kriegsmaschinerie. Das war in Exjugoslawien bereits der Fall und begann nicht erst 2001.

      Aber immerhin deutest du die Interventionen nach 9/11 nicht als "erfolgreich" ;)

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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