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A wildfire moves towards the town of Anzac from Fort McMurray, Alberta., on Wednesday May 4, 2016. Alberta declared a state of emergency Wednesday as crews frantically held back wind-whipped wildfires. Unseasonably hot temperatures combined with dry conditions have transformed the boreal forest in much of Alberta into a tinder box.  (Jason Franson/The Canadian Press via AP) MANDATORY CREDIT

Das Feuer bewegt sich auf die Stadt Anzac zu.
Bild: AP/The Canadian Press

Waldbrand schlägt 90'000 Kanadier in die Flucht



Ein folgenschwerer Waldbrand in der kanadischen Provinz Alberta hat rund 90'000 Menschen in die Flucht geschlagen. Es handle sich um die grösste wegen Bränden veranlasste Evakuierung in der Geschichte der Provinz, teilte das Rote Kreuz am Mittwoch mit.

Ganze Gemeinden seien verwüstet worden, Tote oder ernsthaft Verletzte gab es demnach aber nicht. Das auf einer Fläche von etwa 35 Fussballfeldern wütende Feuer zerstörte laut der Regierungschefin von Alberta, Rachel Notley, 1600 Gebäude. Für die Provinz wurde der Notstand ausgerufen.

Berichten zufolge erschwerten Benzinknappheit und Staus die Evakuierung. Feuerwehrleute hatten zudem wegen ungünstiger Wetterbedingungen Schwierigkeiten, die Flammen in Schach zu halten. Fort McMurrays Feuerwehrchef Darby Allen sprach von einem «ekelhaften, dreckigen Feuer» und dem schlimmsten Tag seiner Karriere bei der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte erwarteten, dass der Wind die Brände noch weiter nach Norden trägt.

Die flüchtenden Menschen kamen in Notunterkünften unter. «Unsere Teams setzen sich in Bewegung, um die betroffenen Menschen, Familien und Gemeinden auf jede mögliche Art zu unterstützen», sagte Jean-Philippe Tizi, Vizepräsident für Notfallmanagement beim Roten Kreuz, das auch zu Spenden für die Betroffenen aufrief.

A helicopter flies past a wildfire in Fort McMurray, Alberta on Wednesday, May 4, 2016. Alberta declared a state of emergency Wednesday as crews frantically held back wind-whipped wildfires that have already torched homes and other buildings in Canada's main oil sands city of Fort McMurray, forcing thousands of residents to flee. (Jason Franson /The Canadian Press via AP) MANDATORY CREDIT

Die Provinz Alberta hat den Notstand ausgerufen. 
Bild: AP/The Canadian Press

Ölsand-Region

Mehr als 250 Feuerwehrleute waren im Einsatz, wie die Provinz Alberta mitteilte. «Unser Fokus liegt ganz und gar darauf, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten und sie aus der Stadt zu bringen», sagte Notley. Nach Angaben der Forstbehörde kämpften zudem neun Löschflugzeuge und ein Dutzend Helikopter gegen die Flammen.

Das Feuer war schon am Wochenende südwestlich der Stadt ausgebrochen, starker Wind trieb die Flammen dann am Dienstag nach Fort McMurray. Die Provinz Alberta hatte 2015 die schlimmste Dürre seit 50 Jahren erlebt und leidet seit vergangener Woche unter einer Hitzewelle.

Das Gebiet rund um Fort McMurray ist für den Abbau von Ölsand bekannt. Die teerartige Substanz, die ähnlich aussieht wie klebriger Asphalt, lagert dort in riesigen Mengen etwa 30 Meter unter der Erdoberfläche. Das stark ölhaltige Produkt wird im Übertagebau abgebaut. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pius C. Bünzli 05.05.2016 08:37
    Highlight Highlight Die Ölsandförderung vergiftet die Umwelt schon seit vielen Jahren. Was hier passiert ist die Rache der Natur.
    • maddiepilz 05.05.2016 10:27
      Highlight Highlight Bei der Umweltverträglichkeit der Ölsandförderung will ich dir nicht widersprechen, aber ich habe den Eindruck in diesem Fall ist eher die Dürre und die darauffolgende Hitzewelle schuld.

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