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epa04919467 A file picture dated 20 February 2014 and made available on 08 September 2015 shows South Korean resident Kim Sung-yun, 95, reuniting with her younger sister from North Korea, Kim Suk-ryeo, 79, during the reunions of separated families at Mount Kumgang resort, Kangwon Province, North Korea's east coast. South and North Korea agreed the same day to hold the reunions of families, separated by the 1950-53 Korean War, at the Mount Kumgang resort on the North's east coast on 20 to 26 October 2015.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT

Vereint: Kim Sung-yun, 95, Bewohnerin Südkoreas, umarmt ihre Schwester von Nordkorea, Kim Suk-ryeo, 79, im September 2014.
Bild: EPA/YONHAP FILES

Nordkorea und Südkorea vereinbaren Familienzusammenführung

Nach Marathonverhandlungen haben sich Nordkorea und Südkorea auf eine der raren Familienzusammenführungen geeinigt. Getrennte Familien dürften sich im Oktober in einem nordkoreanischen Feriengebiet am Berg Kumgang treffen.



Vom 20. bis 26. Oktober ist es soweit: Durch den Korea-Krieg getrennte Familien dürfen sich treffen. Jede Seite wähle für die Zusammenführung hundert Teilnehmer aus, teilte das südkoreanische Vereinigungsministerium am Dienstag in Seoul mit.

Die Verhandlungen waren von den jeweiligen Rot-Kreuz-Verbänden der beiden koreanischen Staaten geführt worden. Sie hatten am Montagmorgen (Ortszeit) begonnen und waren die ganze folgende Nacht fortgesetzt worden. Die Gespräche waren vor zwei Wochen als Beitrag zur Entspannung des Verhältnisses von Nordkorea und Südkorea vereinbart worden.

Militärische Konfrontation vermieden

Der Konflikt zwischen Südkorea und dem kommunistischen Norden hatte sich zugespitzt, nachdem Anfang August bei der Explosion einer Landmine in der Grenzregion zwei Mitglieder einer südkoreanischen Patrouille schwer verletzt worden waren. Seoul machte Pjöngjang für den Vorfall verantwortlich und verlangte eine Entschuldigung.

Nordkorea wiederum setzte dem Süden eine Frist, um die Beschallung mit Propaganda einzustellen, die Seoul als Vergeltung nach mehr als zehnjähriger Pause wieder aufgenommen hatte. In Marathonverhandlungen wendeten beide Seiten Ende August schliesslich eine militärische Konfrontation ab.

Warteliste mit 66'000 Menschen

Während des Korea-Kriegs waren Millionen Menschen von ihren Angehörigen getrennt worden. Die meisten von ihnen starben ohne die Möglichkeit zu einem Wiedersehen.

Auf der Warteliste für Familienzusammenführungen stehen rund 66'000 Südkoreaner, die meisten von ihnen sind schon um die 80 oder 90 Jahre alt. Die Begegnungen hatten im Jahr 2000 begonnen und sollten ursprünglich jährlich stattfinden.

In den vergangenen fünf Jahren gab es aber nur noch eine Familienzusammenführung, mehrere andere wurden von Nordkorea in letzter Minute abgesagt. (sda/afp)

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