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Nordkorea

Nordkorea: Kim Jong-un lässt mehrere atomfähige Raketen abfeuern

FILE - In this photo provided by the North Korean government, North Korean leader Kim Jong Un, left, supervises artillery firing drills in North Korea Thursday, March 7, 2024. Independent journalists  ...
Kim Jong-un wohnt einer Militärübung bei (Bild vom März 2024)Bild: keystone

Kim Jong-un probt jetzt den Atomkrieg

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat nach Angaben staatlicher Medien eine Übung zur Simulation eines «nuklearen Gegenangriffs» überwacht.
23.04.2024, 05:41
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Ein Artikel von
t-online

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat nach Angaben staatlicher Medien eine Übung zur Simulation eines «nuklearen Gegenangriffs» überwacht. Kim habe eine «kombinierte taktische Übung» geleitet, bei der «ein nuklearer Gegenangriff mit supergrossen Mehrfachraketen-Artilleristen simuliert» worden sei, berichtete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag. Die Übung habe am Vortag stattgefunden. Das Militär in Südkorea hatte mitgeteilt, Nordkorea habe mehrere ballistische Kurzstreckenraketen abgefeuert. Japan bestätigte den Start.

epa11294998 A photo released by the official North Korean Central News Agency (KCNA) shows missiles launched during a simulated nuclear counterattack drill at an undisclosed location, North Korea, 22  ...
Ein von Nordkoreas Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichtes Foto soll die gestarteten atomfähigen Raketen zeigen.Bild: keystone

Die Raketen hätten ihr Ziel in rund 352 Kilometer Entfernung getroffen, meldete KCNA weiter. Kim habe «grosse Zufriedenheit» zum Ausdruck gebracht.

Das südkoreanische Militär hatte am Montag mitgeteilt, Raketen aus dem Raum Pjöngjang seien etwa 300 Kilometer weit geflogen, ehe sie in den Gewässern östlich der koreanischen Halbinsel eingeschlagen seien. Es sprach von einer «Provokation». Tokio bestätigte den Start. Ein Regierungssprecher sagte, eine Rakete habe eine maximale Höhe von 50 Kilometern gehabt.

Erst am Freitag hatte Nordkorea nach Angaben staatlicher Medien einen «supergrossen Sprengkopf» für einen strategischen Marschflugkörper sowie eine Flugabwehrrakete neuen Typs getestet.

Kim liefert Waffen wohl im grossen Stil nach Russland

Die Tests erfolgten mehrere Wochen nach der Aussetzung der Überwachung der internationalen Sanktionen gegen Nordkorea. Russland hatte Ende März im UN-Sicherheitsrat mit seinem Veto eine Verlängerung des Mandats für das zuständige UN-Expertengremium verhindert. Das Gremium überprüfte Berichte, wonach Nordkorea Russland im grossen Stil Waffen für den Krieg gegen die Ukraine liefert.

Die zeitlich unbegrenzten UN-Sanktionen gegen Nordkorea waren wegen des Raketen- und Atomwaffenprogramms des international weitgehend isolierten Landes verhängt worden; zuletzt waren sie 2016 und 2017 verschärft worden. Seit 2019 fordern Nordkoreas Verbündete Russland und China, die als ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates über ein Vetorecht verfügen, eine zeitliche Begrenzung der Sanktionen.

Seit Beginn des Ukraine-Krieges haben Russland und Nordkorea ihre Beziehungen zueinander intensiviert. Das Nachbarland Südkorea war von Nordkoreas Machthaber Kim im Januar zum «Hauptfeind» erklärt worden. Er kündigte an, die Entwicklung von Waffen auszuweiten – auch die von taktischen Atomwaffen.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur AFP
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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Angelo Rizzi
23.04.2024 07:15registriert März 2024
Norkorea beliefert Russland mit Waffen im grossen Stil und Deutschland hält sich vornehm zurück, was die Lieferung der Taurus-Raketen betifft. Wie lange wohl noch?
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rodolofo
23.04.2024 06:49registriert Februar 2016
Ein Regional-Teufel, der sich so sehr wünscht und sich auch sehr darum bemüht, in die internationale Championsleage der Satanisten aufzusteigen...
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Raki
23.04.2024 07:23registriert Januar 2024
Dann sollte das Dickerchen besser auch schon mal seine eigene Beerdigung proben. Immer dieses grossmäulige Getue von den Kim's, wenn die Bevölkerung mal wieder nix zu Beissen hat und man Hilfslieferungen erpresst um dann diese erpressten Mitleidsspenden zuhause als 'Reparationszahlungen' zu verkaufen. Diesen Knallfrosch kann man echt nicht mehr ernstnehmen.
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