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Nordkorea testet erneut Raketen – das sagt jedenfalls Südkorea



Nordkorea hat laut südkoreanischen Angaben erneut einen Waffentest durchgeführt. In dem kommunistischen Land seien am Mittwochmorgen mehrere Projektile abgefeuert worden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Beamte in Südkorea.

Das nordkoreanische Militär feuerte am frühen Mittwochmorgen an der Ostküste des kommunistischen Landes mehrere Raketen ab. (Symbolbild)

Bild: AP KCNA via KNS

Nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs wurde eine Reihe von nicht näher identifizierten Raketen von der Halbinsel Hodo an der Ostküste des Landes abgefeuert, berichtete die Agentur Yonhap. Der Generalstab beobachte die Lage. Eine Stellungnahme der US-Regierung war zunächst nicht zu erhalten.

Erst am vergangenen Donnerstag hatte das nordkoreanische Militär zwei Kurzstreckenraketen getestet. Das offizielle Pjöngjang bezeichnete den Raketentest als Reaktion auf Militärübungen Südkoreas.

Grosse Militärübung im August

Die Streitkräfte Südkoreas und der Vereinigten Staaten wollen im August gemeinsame Übungen abhalten. Die jährlichen Militärmanöver der beiden Verbündeten sorgen in Nordkorea regelmässig für wütende Reaktionen. Die USA haben in Südkorea rund 30'000 Soldaten stationiert.

Der Raketentest vom vergangenen Donnerstag war international scharf kritisiert worden. So forderte Deutschland Nordkorea auf, «jede Provokation» zu unterlassen. Ähnlich äusserten sich die USA - betonten aber zugleich, sie wollten an den diplomatischen Bemühungen für eine Beilegung des Atomkonflikts mit Nordkorea festhalten.

Uno-Resolutionen verbieten Raketentests

US-Präsident Donald Trump sagte, der Raketentest seien keine Warnung an die USA gewesen, sondern Teil des Konflikts zwischen Nordkorea und Südkorea. Der US-Präsident und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hatten Ende Juni bei einem Treffen in der entmilitarisierten Zone zwischen beiden koreanischen Staaten eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über eine atomare Abrüstung Nordkoreas vereinbart.

Uno-Resolutionen verbieten Nordkorea – das mehrfach Atombomben getestet hat – die Starts von ballistischen Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite. Solche Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können. (sda/afp/dpa/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 31.07.2019 10:30
    Highlight Highlight Ich finde es ja immer wieder amüsant, dass ein Raketentest Nordkoreas eine Provokation ist, gemeinsame Militärübungen der USA und Südkoreas die explizit gegen Nordkorea gerichtet sind hingegen nicht.
  • Lörrlee 31.07.2019 08:40
    Highlight Highlight Habt ihr keine Artikel zur Situation mit den Gulags? Mal im Ernst, seit Trump und Kim ihre On-Off-Beziehung gestartet haben, interessieren sich die Medien nur noch für Raketen und Nukleargefahr...
    Da sind mehrere Hunderttausende Menschen, die ab ihrer Geburt lernen, dass sie Abschaum sein sollen, bis zum Umfallen ackern, hungern müssen und tagein tagaus gefoltert werden oder umgebracht werden, weil sie ein paar Maiskörner bei sich haben...
    Eine Google Suche "Nordkorea Gulag" über das letzte Jahr ergibt absolut null neue Treffer, abgesehen vom CVP-Politiker mit seinen Wahnaussagen...
    • Alnothur 31.07.2019 10:02
      Highlight Highlight Das war vor der "on-off-Beziehung" aber auch nicht anders, auch vor ein paar Jahren sah man höchst selten mal einen Beitrag über die Gulags. Das wird sich auch nicht gross ändern, solange sich bei den Gulags selbst nichts ändert - "alles ist so wie seit Jahrzehnten" ist nunmal keine News.

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