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epa05934048 (FILE) - An undated file photo released on 24 April 2016 by North Korean Central News Agency (KCNA) shows an 'underwater test-fire of strategic submarine ballistic missile' conducted at an undisclosed location in North Korea. According to media reports on 28 April 2017 state that North Korea has test-fired a ballistic missile an area just north of Pyongyang. US Secretary of State Rex Tillerson warned on 28 April 2017 that failure to curb North Korea's nuclear and missile development could lead to 'catastrophic consequences.'  EPA/KCNA   EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bereits am 24. April veröffentlichte Nordkorea dieses Bild eines Tests von einer Unterwasser-Rakete.  Bild: EPA/KCNA

Erneuter nordkoreanischer Raketentest – allerdings ein Blindgänger



Ein erneuter nordkoreanischer Raketentest ist südkoreanischen Medienberichten zufolge gescheitert. Die Rakete sei «offenbar Sekunden nach dem Abschuss explodiert», meldete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das südkoreanische Militär.

Ein US-Militärvertreter bestätigte am Samstag ebenfalls, dass Nordkorea erneut eine Rakete abgefeuert habe. Die Rakete habe aber nordkoreanisches Gebiet nicht verlassen. Der Abschuss sei nahe des Flugfeldes Pukchang erfolgt, teilte ein Sprecher des US-Pazifikkommandos in Washington mit. Die Rakete habe für Nordamerika keine Bedrohung dargestellt, hiess es zudem.

US-Präsident Trump reagierte wenig später im Kurzbotschaftendienst Twitter auf den erneuten Test. «Nordkorea hat die Wünsche Chinas und seines hoch geschätzten Präsidenten nicht respektiert, indem es, wenn auch erfolglos, heute eine Rakete abgeschossen hat. Schlecht!», schrieb Trump.

Flop auf breiter Spur

Die Rakete sei nördlich der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang gestartet, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die eigenen Streitkräfte. In welche Richtung die Rakete flog und um welchen Typ es sich handelte, blieb unklar. Die Rakete sei dann aber Sekunden nach dem Start in der westlichen Provinz Süd-Pyongan in der Luft explodiert.

Mit dem sich zuspitzenden Streit über das umstrittene Atom- und Raketenprogramm Pjöngjangs hatte sich erst am Freitag der UNO-Sicherheitsrat beschäftigt. Dabei erhöhten die USA den Druck auf Nordkoreas Verbündeten China, eine Abkehr Pjöngjangs von diesem Programm zu erzwingen.

Reichweite bis zu den USA

Erst vor knapp zwei Wochen hatte Nordkorea einen Raketentest unternommen, der aber nach Angaben der USA und Südkoreas ebenfalls scheiterte. Nordkorea hat seit 2006 fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.

US-Aussenminister Rex Tillerson hatte am Vortag für schärfere Sanktionen gegen das kommunistische Land geworben, das immer wieder mit Raketen- und Atomtests provoziert. US-Präsident Donald Trump kündigte unlängst ein härteres Vorgehen gegen Nordkorea an und schloss auch einen Angriff nicht aus. (sda/afp/reu/dpa)

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