International
Pakistan

Pakistan: Ex-Premier Imran Khan zu 14 Jahren Haft verurteilt

epa11428080 A supporter of the Pakistan Tehreek-e-Insaf (PTI) party holds a portrait of party founder and convicted former Prime Minister Imran Khan as they attend a protest demanding his release, in  ...
Imran Khan will gegen das Urteil in Berufung gehen.Bild: keystone

Pakistans Ex-Premier Imran Khan zu 14 Jahren Haft verurteilt

17.01.2025, 10:5917.01.2025, 11:36

Der ehemalige Premierminister Pakistans, Imran Khan, ist in einem Korruptionsfall zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Khans mitangeklagte Ehefrau Bushra Bibi erhielt sieben Jahre Haft.

Das Paar will dagegen in Berufung gehen, wie dessen Verteidiger im Fernsehsender Geonews nach der Entscheidung des Gerichts in der Millionenstadt Rawalpindi sagte.

Khan und Bibi wird vorgeworfen, über ihre Wohltätigkeitsorganisation eine Universität auf einem Immobiliengrundstück errichtet zu haben, das ein Geschenk eines Geschäftsmannes war.

Als Gegenleistung soll der Geschäftsmann 190 Millionen Pfund (225 Millionen Euro) erhalten haben, das britische Behörden zuvor an Pakistan übergeben hatten und eigentlich in die Staatskasse fliessen sollte.

Der beliebte Ex-Premier sitzt seit August 2023 nach einem Schuldspruch wegen Korruption in Haft, Dutzende weitere Strafverfahren gegen ihn laufen.

Khan bestreitet die Vorwürfe und sieht sich als Opfer einer für politische Zwecke missbrauchten Justiz. Seine Anhänger protestieren regelmässig für seine Freilassung.

Immer wieder werden Premierminister in dem südasiatischen Land mit mehr als 240 Millionen Einwohnern vorzeitig abgesetzt – so wie Khan im April 2022.

Als entscheidend für Aufstieg und Fall von Politikern in dem atomar bewaffneten Staat gilt das mächtige Militär, das seit der Staatsgründung 1947 die Hälfte der Zeit selbst regierte. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Von Meloni gedrängt: Italiens Skandal-Ministerin tritt nach Referendum zurück
Italiens Tourismusministerin Daniela Santanchè hat nach dem Scheitern einer von der Regierung geplanten Justizreform in einer Volksabstimmung ihren Rücktritt erklärt.
Die Politikerin der Rechtspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) kam damit einer Aufforderung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nach, die sie offen zum Amtsverzicht gedrängt hatte. Am Montag hatte die in Rom regierende Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien mit dem klaren Nein im Referendum eine schwere Schlappe hinnehmen müssen.
Zur Story