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55 Festnahmen nach Bombenanschlag auf Koranschule in Pakistan



epa08778391 Relatives and people attend the funeral ceremony of victims who were killed in blast at an Islamic seminary in Peshawar, Pakistan, 27 October 2020. At least seven people died, including children, and more than 70 were injured in an explosion at a seminary in Peshawar. No group has yet claimed responsibility.  EPA/ARSHAD ARBAB

Grosse Trauer um die Verstorbenen. Bild: keystone

Einen Tag nach dem Bombenanschlag in Pakistan mit acht Toten und Dutzenden Verletzten hat die Polizei mindestens 55 Verdächtige festgenommen. Die Beweisaufnahme am Anschlagsort der Koranschule in der nordwestlichen Stadt Peshawar sei abgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Etwa 90 der insgesamt rund 120 Verletzten wurden inzwischen wieder aus den Krankenhäusern entlassen, wie ein Kliniksprecher sagte. Sechs Männer sollen mit schweren Verbrennungen immer noch in einem kritischen Zustand sein.

Ziel des Anschlags war Sicherheitskreisen zufolge der Leiter der Koranschule, Scheich Rahimuddin Hakkani. Seit zehn Jahren habe der 42-Jährige das religiöse Seminar geführt. Er überlebte den Anschlag leicht verletzt. Hakkani stamme aus der afghanischen Stadt Dschalalabad und stehe im Verdacht, Beziehungen zu den afghanischen Taliban zu haben, hiess es aus Peshawar. Zweimal bereits sei er Ziel von Attentaten gewesen, damals wurde die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) verdächtigt.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag auf die Koranschule. Bilder einer Überwachungskamera hatten einen Mann gezeigt, der zuvor eine Tasche in der Koranschule platziert haben soll.

Terroranschläge haben in Pakistan seit einigen Jahren deutlich abgenommen. Die meisten Vorfälle ereignen sich heute in den ehemaligen Stammesgebieten an der Grenze zum Nachbarland Afghanistan. Schätzungen zufolge leben etwa drei Millionen Afghanen in Pakistan, die meisten flüchteten vor Krieg und Konflikt aus ihrer Heimat. (aeg/sda/dpa)

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