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Pakistan steht vor Regierungsbildung mit Sharif als Ministerpräsident

Pakistan steht vor Regierungsbildung mit Sharif als Ministerpräsident

21.02.2024, 01:3221.02.2024, 01:32
epa11150099 Pakistan's former prime minister and leader of the Pakistan Muslim League-Nawaz (PML-N) party Shehbaz Sharif (L) speaks during a press conference in Lahore, Pakistan, 13 Feburay 2024. ...
Der frühere Ministerpräsident Shehbaz Sharif.Bild: keystone

Knapp zwei Wochen nach dem überraschenden Wahlausgang steht Pakistan vor der möglichen Bildung einer Koalitionsregierung mit dem früheren Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif an der Spitze. Die Muslimliga PML-N der Polit-Dynastie Sharif und die Volkspartei PPP um Ex-Aussenminister Bilawal Bhutto Zardari haben nach eigenen Angaben ausreichend Stimmen für eine Regierungsbildung zusammen. Das gaben die beiden Parteien bei einer Pressekonferenz am späten Dienstagabend Ortszeit bekannt. Die PML-N stelle den künftigen Premierminister. «Shehbaz Sharif wird der Kandidat für das Amt des Premierministers sein», teilte Zardari mit. Mehrere kleine Parteien und unabhängige Kandidaten hatten angekündigt, die Koalition unterstützen zu wollen.

In dem atomar bewaffneten südasiatischen Staat scheinen die künftigen Machtverhältnisse damit nach der Wahl vom 8. Februar geklärt. Bei der Wahl hatten völlig überraschend als unabhängig registrierte Kandidaten, die mehrheitlich der Oppositionspartei PTI zugerechnet werden, die meisten Sitze unter den verschiedenen Lagern gewonnen. Die Muslimliga PML-N war bei der Abstimmung überraschend nur auf den zweiten Platz gekommen, gefolgt von der PPP, weswegen sich die Regierungsbildung schwierig gestaltete.

Die Wahl in dem Land mit rund 240 Millionen Einwohnern war überschattet von Internetsperren und Manipulationsvorwürfen. Beobachter kritisierten das harte Vorgehen der Justiz gegen die Oppositionspartei PTI, die nach einem Beschluss des Obersten Gerichtshofes nur noch mit unabhängigen Kandidaten antreten durfte.

Seit der Unabhängigkeit Pakistans vor über 75 Jahren infolge der Teilung Britisch-Indiens kam es immer wieder zu Unruhen und Instabilität in dem Land. Mehr als die Hälfte dieser Zeit regierte das Militär. Auch unter den zivilen Regierungen galten Generäle als die Kraft, die über Erfolg oder Scheitern der politischen Führung entscheiden konnten. (sda/dpa)

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