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«Keine Angst» – jetzt reagiert der Papst auf Trumps Kritik

Pope Leo XIV waves before boarding a flight to Algiers at Rome's Leonardo da Vinci-Fiumicino International Airport, Monday, April 13, 2026, marking the start of an 11-day apostolic journey to Afr ...
Papst Leo am Flughafen in Rom.Bild: keystone

«Keine Angst» – jetzt reagiert der Papst auf Trumps Kritik

13.04.2026, 11:2913.04.2026, 11:30

Papst Leo XIV. hat Kritik von US-Präsident Donald Trump an seinem Appell für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt zurückgewiesen.

«Was ich sage, ist keineswegs als Angriff auf irgendjemanden gemeint», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Flug nach Algerien, der ersten Station einer Afrika-Reise.

«Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung.»

«Ich bin kein Politiker. Ich lade alle Menschen dazu ein, Brücken für Frieden und Versöhnung zu bauen und nach Wegen zu suchen, um Krieg zu vermeiden.» Zugleich betonte Leo: «Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung.»

Der US-Präsident hatte dem Pontifex unmittelbar vor dessen Abflug vorgeworfen, eine «schreckliche» Aussenpolitik zu betreiben. Auf der Plattform Truth Social schrieb Trump, Leo sei nur ins Amt gekommen, weil man gehofft habe, dass ein Papst aus den USA besser mit ihm umgehen könne.

«Wenn ich nicht im Weissen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan.» Er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze. Dazu sagte Leo an Bord seines Flugzeugs vor Journalisten:

«Die Botschaft des Evangeliums ist ganz klar: »Selig sind die Friedfertigen.« Ich werde mich nicht scheuen, die Botschaft des Evangeliums zu verkünden. Meine Botschaft auf eine Stufe mit dem zu stellen, was der Präsident hier zu tun versucht, bedeutet, die Botschaft des Evangeliums nicht zu verstehen. Und es tut mir leid, das zu hören, aber ich werde weitermachen mit dem, was ich für die Mission der Kirche halte.» (sda/dpa)

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quelle: keystone / julia demaree nikhinson
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Pebbles F.
13.04.2026 11:38registriert Mai 2021
Gut erwidert, Leo! Nun gehört noch ein weig mehr deutliche Ansprache dazu, wenn es drum geht, christliches Gedankengut zu verbreiten: die Kriege gegen die Ukraine und gegen den Iran sind Überfallkriege und sie wurden von zwei Herrschern losgetreten, die sich öffentlich als Christen darstellen. Die Attacken von Putin und von Trump müssen vom Papst mit Namensnennung verurteilt werden.
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Sergeant Pepper
13.04.2026 11:38registriert November 2018
Klare Ansage vom Papst. Er wird wegen Trump sein Pult nicht tiefer stellen.
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Diaro56
13.04.2026 11:59registriert Januar 2021
Dass sich dieser Mensch, der die Welt ins Chaos stürzt und ohne Not, aber aus finanziellen Interessen Kriege vom Zaun reisst, sich auch noch als Heiland darstellt und das gut findet, ist selbst für mich als Agnostiker, an Blasphemie kaum zu überbieten. Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis er sich als 'Allah' in Szene setzt.
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