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Frauen an der Leine: J Balvin entschuldigt sich für Reggaeton-Video

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Frauen wie Hunde an der Leine: J Balvin entschuldigt sich für Reggaeton-Video

25.10.2021, 05:4725.10.2021, 05:47

Nach der Empörung wegen seines Songs «Perra» hat der kolumbianische Reggaeton-Sänger J Balvin um Entschuldigung gebeten. «Ich möchte mich bei allen Menschen entschuldigen, die sich angegriffen gefühlt haben, insbesondere bei Frauen und der schwarzen Gemeinschaft», sagte der Sänger in einem Video in sozialen Netzwerken am Sonntag (Ortszeit). Er habe immer Toleranz, Liebe und Integration gefördert.

Colombian singer J Balvin performs on NBC's Today show at Rockefeller Center on Friday, Aug. 27, 2021, in New York. (Photo by Greg Allen/Invision/AP)
J Balvin
Der kolumbianische Sänger hat sich für einen Song entschuldigt.Bild: keystone

Direkt wandte sich J Balvin an seine Mutter, die in kolumbianischen Medien überrascht und besorgt auf das Video zu «Perra» reagiert hatte, in dem Frauen mit Ketten um den Hals zu sehen waren, die wie Hunde an der Leine geführt werden. «Vergib' mir und ich verspreche, mich jeden Tag zu bessern.»

Auf Youtube ist inzwischen eine angepasste Version des Musikvideos zu sehen.Video: YouTube/HE

Der Song hatte in Kolumbien grosse Empörung bis in Regierungskreise ausgelöst. Vizepräsidentin und Aussenministerin Marta Lucía Ramírez bezeichnete den Text von «Perra» (Hündin) als «sexistisch, machistisch und rassistisch». Der Song enthalte Ausdrücke, die die Rechte der Frauen verletzen, indem sie diese mit einem Tier verglichen, das beherrscht und misshandelt werden solle.

Der Sänger wollte sein Lied anders verstanden wissen: Es handle davon, «dass Frauen genauso wie Männer Aufreisser sein können. Wenn du als Mann ein Player bist, kann eine Frau dich »beissen« – weil sie vielleicht genauso ist wie du», hatte der 36-Jährige, mit bürgerlichem Namen José Álvaro Osorio Balvín, zur Veröffentlichung im September gesagt. Seine Musik sei «einfach sexy».

Der Reggaeton, eine Mischung aus Rap, Reggae und weiteren karibischem Klängen ist weltweit bekannt – und erfolgreich. Der Rhythmus ist packend, die Text sind eindeutig, die Bewegungen erotisch: Das Genre hat den Sprung von Lateinamerika längst in die Welt geschafft. Wie der Hip Hop ist es aber auch nicht unumstritten. Die höchst brisanten Texte sind für viele klar sexistisch bis frauenfeindlich. (saw/sda/dpa)

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