DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach Fischsterben: Toxische Algen im Wasser der Oder entdeckt

18.08.2022, 17:01

In den untersuchten Wasserproben aus der Oder sind nach Angaben von Polens Regierung toxische Algen entdeckt worden. Die Blüte dieser Algen könne das Auftreten von Toxinen verursachen, welche Wasserorganismen wie Fische und Muscheln töten, aber für den Menschen nicht schädlich seien.

Aus der Oder wurden 100 Tonnen tote Fische gefischt.
Aus der Oder wurden 100 Tonnen tote Fische gefischt.Bild: keystone

«Das Institut für Binnenfischerei in Olsztyn hat nach weiteren Untersuchungen seltene Mikroorganismen, sogenannte Goldalgen, in Wasserproben aus der Oder gefunden», sagte Umweltministerin Anna Moskwa am Donnerstag.

Feuerwehrmänner helfen dabei, die toten Fische mit Netzen einzufangen.
Feuerwehrmänner helfen dabei, die toten Fische mit Netzen einzufangen.Bild: keystone

Auf deutscher Seite war kürzlich die giftige Algenart Prymnesium parvum in der Oder identifiziert worden. Prymnesium parvum wird gelegentlich auch Goldalge genannt, dies ist aber kein biologischer Begriff. Mehrere Arten werden so bezeichnet, weil sie golden schimmern. Weder vom Institut für Binnenfischerei in Olsztyn noch vom polnischen Umweltministerium war zunächst in Erfahrung zu bringen, wie der lateinische Name für die von Ministerin Moskwa genannte Goldalge lautet und ob es sich um die gleiche Algenart handelt, die in Deutschland entdeckt wurde.

Moskwa sagte weiter, zusätzliche Untersuchungen hätten bestätigt, dass in der Oder eine Goldalgenblüte aufgetreten sei. Die Ursache für die Algenblüte werde noch untersucht.

Das Fischsterben in der Oder beunruhigt seit Tagen die Menschen, die in Polen und Deutschland an dem Fluss leben. Die Ursache für die Umweltkatastrophe ist noch ungeklärt. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Fischer am Mekong fangen grössten bisher entdeckten Süsswasserfisch

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Beim nächsten Ziel der Ukrainer lauert eine russische Elite-Einheit
Kaum annektiert, schon zurückerobert: Putins Armee verliert mit Lyman eine wichtige Stadt in Oblast Donezk. Ein Überblick zu den möglichen nächsten ukrainischen Vorstössen.

Während Präsident Putin mit seinen Gefolgsleuten feierte, bahnte sich ein weiteres Debakel für seine Armee an. Die russische Führung muss es gewusst haben, tat aber nichts, um die Einkesselung der militärisch wichtigen Stadt Lyman zu verhindern. Dabei galt das Fest in Moskau den eben erst annektierten ukrainischen Provinzen. Lyman liegt in der Region Donezk, die nach Moskaus Lesart nun offiziell zu Russland gehört.

Zur Story