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Rassisten-Aufstand in US-Stadt ++ Auto rast in Gegendemo ++ junge Frau tot

In der US-Stadt Charlottesville ist ein Aufmarsch ultrarechter Gruppen eskaliert, die gegen den Abbau eines Denkmals protestieren. Dann raste ein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten. Ein Helikopter stürzte ab. 



Eine Demo von Rassisten ist völlig eskaliert. Ein Auto ist am Samstag bei einer Demonstration von Rechtsextremisten in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast. Ein Mensch starb, 17 Personen sind verletzt worden. 

Videoaufnahmen dokumentieren die schrecklichen Szenen. Der Fahrer raste mit voller Wucht in die Menge und flüchtete darauf. Die Polizei konnte ihn später verhaften. Beim Opfer handelt es sich offenbar um eine junge Frau. 

Das Video der Attacke

Zuvor hatten sich in Charlottesville Anhänger des Ku Klux Klans und anderer rechtsextremer Gruppen gewalttätige Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten geliefert.

A vehicle drives into a group of protesters demonstrating against a white nationalist rally in Charlottesville, Va., Saturday, Aug. 12, 2017. The nationalists were holding the rally to protest plans by the city of Charlottesville to remove a statue of Confederate Gen. Robert E. Lee. There were several hundred protesters marching in a long line when the car drove into a group of them.   /The Daily Progress via AP)

Der Wagen fährt mit hohem Tempo auf die versammelten Leute zu.  Bild: AP/The Daily Progress

Polizeihelikopter stürzt bei Demo ab

Ein Helikopter der Polizeit ist in Charlottesville  während einer Kundgebung von Rechtsextremisten und Neonazis in ein Waldstück abgestürzt. Zwei Menschen an Bord sind ums Leben gekommen. Es ist noch unklar, wie es zum Absturz gekommen ist. 

Bewaffnete Milizen marschieren auf

Beide Seiten gingen mit Schlagstöcken, Flaschen und Wurfgeschossen aufeinander los. Die Polizei sprach von mindestens zwei Verletzten und verhängte ein Versammlungsverbot. Die Behörden riefen den Ausnahmezustand aus.

Zu den Krawallen kam es vor Beginn eines Marsches unter dem Motto «Vereint die Rechte». Dabei standen Hunderte Rechtsextreme in paramilitärischen Uniformen ebenso vielen Anhängern antifaschistischer Gruppen gegenüber. Unter Buhrufen schwenkten die rechten Teilnehmer die Flagge der sklavenhaltenden Südstaaten aus dem Bürgerkrieg.

Was Beobachter irritierte: Mitglieder rechtsextremer Milizen marschierten mit Sturmgewehren und anderen Schusswaffen auf. Offenbar legal, wegen der laschen Waffengesetze.

Tränengas und Festnahmen

Die Polizei trieb die Menge mit Tränengas auseinander und nahm gewalttätige Teilnehmer fest. Zudem räumte sie einen Park und untersagte die geplante Kundgebung. Zuvor hatten sich hunderte Rechtsextreme mit Fackeln auf dem Universitätscampus von Charlottesville versammelt.

In this photo taken Friday, Aug. 11, 2017, multiple white nationalist groups march with torches through the UVA campus in Charlottesville, Va.   Hundreds of people chanted, threw punches, hurled water bottles and unleashed chemical sprays on each other Saturday after violence erupted at a white nationalist rally in Virginia.  (Mykal McEldowney/The Indianapolis Star via AP)

Bild: AP/The Indianapolis Star

Zu der Demonstration aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und US-Präsident Donald Trump unterstützt.

Der Protest richtete sich gegen die Stadtverwaltung von Charlottesville. Sie will ein Denkmal des Bürgerkriegs-Generals Robert Lee entfernen lassen. Lee führte Mitte des 19. Jahrhunderts die Südstaaten-Truppen.

Trump verurteilt «Gewalt von vielen Seiten»

Präsident Donald Trump verurteilte die «ungeheuerliche Gewalt, von vielen Seiten». Es gebe in Amerika «keinen Platz» für Gewaltausbrüche wie den in Charlottesville, sagte er bei einem Auftritt in Bedminster (New Jersey), wo er derzeit einen Arbeitsurlaub verbringt.Er rief seine Landsleute dazu auf, zusammenzustehen und einander - ungeachtet aller Differenzen - «zu lieben». Trump versprach eine «rasche Wiederherstellung von Recht und Ordnung» - «kein Bürger sollte sich Sorgen um seine Sicherheit machen müssen», fügte er hinz

(sda/afp)

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • redeye70 14.08.2017 10:31
    Highlight Highlight Es schockiert mich diese bis an die Zähne bewaffneten Typen in kompletter Militäruniform zu sehen. Die haben diese Stadt regelrecht besetzt, und somit auch den Staat herausgefordert. Es obliegt dem Staat und alleine nur ihm für Sicherheit zu sorgen, ob mit oder ohne Bewaffnung. Das Gewaltmonopol liegt beim Staat, niemand anderem. Ich finde es geradezu abartig, wie es einem Bürger erlaubt sein kann sein Sturmgewehr nicht nur so offen zur Schau stellen zu können, sondern auch noch provokativ öffentlichen Raum unter Waffen in Beschlag zu nehmen.
  • seventhinkingsteps 13.08.2017 10:15
    Highlight Highlight Linke: Wir möchten gerne friedlich gegendemonstrieren

    Neo-Nazis: Wir bringen euch mit dem Auto um.

    Trump: Gewalt ist von beiden Seiten zu verurteilen, wir müssen jetzt alle zusammenkommen.

    Liberals: Wir müssen mit Faschisten debattieren!
    • seventhinkingsteps 13.08.2017 18:56
      Highlight Highlight Die "Unite the Right" Demo war illegal...
    • seventhinkingsteps 13.08.2017 18:56
      Highlight Highlight Der Bürgermeister hat sie verboten
    • redeye70 14.08.2017 10:37
      Highlight Highlight "Nochmal: Es gab einen Grund für das Nicht-Bewilligen der Gegendemonstration."

      Wenn ich diese Typen sehe mit ihren Sturmgewehren (geladen?) und diese nicht etwa hintergehängt ohne Magazin, nein, auf den Armen liegend, Finger lang am Abzug, Magazin eingesetzt in voller Gefechtsbereitschaft! Ja, dann verstehe ich die Sorge des Bürgermeisters und dessen Gegendemoverbot. Nur, als Waffe kann man ja auch anderes einsetzen. Zum Beispiel … äääh … ein Auto!!! 👍🏻

      Die Gewaltbereitschaft ging von Anfang an von den Rechtsradikalen aus.
  • SJ_California 13.08.2017 06:39
    Highlight Highlight "Trump versprach eine «rasche Wiederherstellung von Recht und Ordnung» - «kein Bürger sollte sich Sorgen um seine Sicherheit machen müssen», fügte er hinzu."

    Es werden sich nie ALLE gegenseitig lieben. Deshalb: strengere Waffengesetze sind nötig!
    Es kann doch nicht sein, dass sich in einem - vermeintlich - fortgeschrittenem Land wie den USA bewaffnete Milizen ohne Mühe versammeln und einen Park in Beschlag nehmen!
  • Juliet Bravo 13.08.2017 04:23
    Highlight Highlight Der Tag wird als Schande vom Charlottesville in die Annalen der USA eingehen.

    Diese Milizen mit den Knarren. Bewaffnet und allzeit bereit. Diese Spaltung - bis hin zur Waffe. Der Terrorismus von innen zerfrisst die USA eher als jeder IS.

    Welchen Weg Teile der USA anno 2017 gehen, die Werte, die von ganz oben getwittert werden gehen - es gibt mir so zu denken!!

    Vertrauen wir auf unsere schweizerischen/europäischen Werte. Vernunft, die Freiheit, Gemeinsinn, Pragmatismus, Solidarität. Pazifismus. Im Innern wie in der Aussenpolitik.

    "Let Europe arise!"
    (Churchill in Zürich, Sept. 1946)

    • rodolofo 13.08.2017 09:44
      Highlight Highlight Die Befreiung von Europa von den Nazis durch die Westlichen Alliierten und durch die Östliche Sowjetunion vernebelt die Tatsache, dass in den USA Nazis eine neue Supermacht aufbauten, während in der Sowjetunion Stalinistische "Links-Faschisten" die Revolution verrieten und ein gigantisches Gulag-Gefängnis mit einer totalen Überwachung und Bevormundung durch eine riesige Militärdiktatur errichteten.
      Der Nationalsozialismus wurde also nur scheinbar besiegt.
      In Wirklichkeit wurde er nur transformiert und in die neue Weltordnung des Kalten Krieges integriert...
  • ChiliForever 13.08.2017 02:51
    Highlight Highlight Die "Condolences" von Donald Trump sind der blanke Hohn - das brennende Streichholz ins Benzin werfen und sich dann wundern, daß es eine Explosion gubt ...
  • derEchteElch 13.08.2017 01:40
    Highlight Highlight Unglaublich..
    Auf den Bilder sieht man Spraydosen als Flammenwerfer und div. Demonstranten mit Baseball-Helmen.. das ist ja schlimmer als in Hamburg. Offebar hat die US-Polizei dies sber besser im Griff und machen mit Kravallsuchenden kurzen Prozess.

    Ich verabscheue solche Extremisten 😠
    • Sauäschnörrli 13.08.2017 10:52
      Highlight Highlight Da bist du wohl mit dem Fahrer einer Meinung.

      Und dass Neonazis mit Sturmgewehren an einer Demo aufmarschieren hast du sehr gut "übersehen". Mich würde interessieren wie deine Reaktion wäre wenn Stalinisten irgendwo mit Sturmgewehren demonstrieren. 🤔
  • 262d 12.08.2017 23:27
    Highlight Highlight Natürlich, die Sache ist etwas komplexer, aber: bei aller Antipathie, die hierzulande linksradikalen Bewegungen entgegenschlägt, muss man es Gruppierungen wie der Antifa zugutehalten, das rechtsextreme Gruppierungen in der schweizer Öffentlichkeit kaum Bedeutung haben. Nichtsdestotrotz: auch hier wird Rassismus langsam wieder salonfähig, und wir haben die Möglichkeit, solch hässliche Szenen zu verhindern.
    • rodolofo 13.08.2017 09:51
      Highlight Highlight Ich bin mit diesem Statement sehr einverstanden!
      Da die Staatlichen Behörden auf dem rechten Auge blind sind und zum Teil sogar mit der Neonazi-Szehne sympathisieren (siehe Neonazi-Rockkonzert im Toggenburg), und da es ein offenes Geheimnis ist, dass die SVP als einen Drittel der Bevölkerung repräsentierende, Staatstragende Partei wenig Berührungsängste hat mit Rechtsextremen, muss sich die Politische Linke mit Notwehr zu helfen wissen!
      Solange der Staat in den Händen der Rechtsnationalen und der Rechtsbürgerlichen ist, braucht die Linke einen militanten Arm. Und dieser Arm ist die AntiFa.
  • seventhinkingsteps 12.08.2017 22:40
    Highlight Highlight Aber die Nazis sind clever: Um Liberale nicht zu verärgern werfen sie keine Scheiben ein! Denn dort hört der Spass auf!
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 13.08.2017 22:16
      Highlight Highlight Das kostet schliesslich Geld. Aber der Typ der den Wagen in die Menge fährt muss man auch verurteilen. Macht der doch einfach das Auto kaputt! Oder gibt man hier den Opfer schuld weil diese einfach auf der Strasse standen? (Letzteres hab ich auf 20min gelesen)
  • seventhinkingsteps 12.08.2017 22:38
    Highlight Highlight Terrorismus. Es ist Terrorismus. Nicht versuchter Mord, nicht gelungener Mord, Terrorismus. Und der Fahrer ist auch kein Psycho, er ist KKK-Mitglied. Die Tat war politisch motiviert. Genau so wie Breivik ein Terrorist ist, ist dieser Typ ein Terrorist.
  • Grundi72 12.08.2017 22:36
    Highlight Highlight Hamburg, Charlottsville, Bern, Zürich uvm..

    Wenn Links etwas nicht passt wird die radikale Keule ausgepackt... fertig sozial, reinhauen aber richtig!
    • grünergutmensch 13.08.2017 09:44
      Highlight Highlight Krass, du findest es also nicht nötig dem kkk, neonazis, rassisten etc mit aller härte entgegenzutreten?!
    • Sauäschnörrli 13.08.2017 11:21
      Highlight Highlight Um Antifaschist zu sein muss man nicht links-(extrem) sein.
    • Kiril 13.08.2017 11:45
      Highlight Highlight Hast du mitbekommen, dass es sich hier um Nazis handelte? Wenn rechts etwas nicht passt, erst mal die Fakten ändern, smh
  • who cares? 12.08.2017 21:02
    Highlight Highlight Leute, die mit Waffen herumfuchteln und mit Autos in Menschenmengen fahren? Rechtsextreme sind kein bisschen besser als ihre Gesinnungsbrüder, der IS!
    • Saraina 12.08.2017 21:42
      Highlight Highlight Es ist ziemlich klar, dass Gruppen wie der Klu Klux Klan und die Nazis deutlich mehr Menschenleben auf dem Gewissen haben als der IS. Sobald diese Extremisten Macht gewinnen, geht das Gemetzel los. Das ist doch seit dem Holocaust offensichtlich.
    • MaskedGaijin 12.08.2017 22:56
      Highlight Highlight Im moment wird aber kein Land von Nazis oder vom Klan regiert.
    • Kurnugia 12.08.2017 23:58
      Highlight Highlight Naja der IS ist ja eine Form des Faschismus.
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